Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: Terrestra (1) Mayra und der Prinz von Terrestra von Marita Grimke


Genre: Science Fiction
Band 1 der Terrestra Trilogie


Verlag: CreateSpace
Seitenzahl: 280
Taschenbuch: 7,99 €
ebook: 3,49 €


1. Auflage: März 2014








Zum Inhalt
 

Die Zukunft im Jahr 10.210

Mayra ist 15 und lebt auf Unionia, dem Zentralplaneten. Alle kartierten und von intelligenten Wesen bewohnten Planeten sind in einer Föderation zusammen geschlossen worden; doch durch einen technischen Unfall vor langer Zeit sind einige Daten verloren gegangen.
So kommt es, dass noch nach Jahrtausenden verlorene Kolonien entdeckt werden. Mayras Großvater Sven Rogers ist Admiral der Sternenflotte und wurde beauftragt, ein Föderationsabkommen mit einem kürzlich entdeckten Planeten abzuhandeln: Terrestra. Entgegen der hochentwickelten Technik der Bündnisplaneten scheinen die Menschen hier in ihrer Entwicklung stehen geblieben zu sein. Ohne Roboter, ohne Technik und mit einer strikt herrschenden Monarchie leben sie in noch archaischen Zuständen.

Als Mayra von ihrem Großvater Rogers eingeladen wird, ihn über die Ferien nach Terrestra zu begleiten, kann sie ihr Glück kaum fassen. Hätte sie doch sonst ihre Mutter, die Senatorin, auf unzählige Banketts und Besprechungen mitgeschleift. Außerdem ist der hübsche Kareel, für den Mayra schon länger schwärmt, seit neuestem mit der hübschen Cynthie zusammen, so dass sie froh ist, Unionia für eine Weile den Rücken zu kehren.

Einzig Fredi wird ihr fehlen – ihr einziger und bester Freund. Aber schließlich ist es kein Problem, über zahlreiche technische Hilfsmittel mit ihm in Verbindung zu treten und so begibt sich Mayra auf eine Reise, die ihr Leben für immer verändern wird. Denn Terrestra ist alles andere als gewillt, sich der interstellaren Föderation anzuschließen; und Mayra entdeckt auf dem unbekannten Planeten noch weitaus mehr – eine uralte Heilkunst, Magie und ihre große Liebe …

Meine Meinung

Das Cover ist perfekt getroffen – es zeigt die beiden Welten, die unterschiedlicher nicht sein können und die beiden Protagonisten, die, so unterschiedlich ihre Herkunft ist, vielleicht doch einen Weg finden können, zusammen zu finden.
Ich habe ja immer Respekt vor neuen Welten, sei es in der mittelalterlichen Fantasy oder in der technisch versierten Zukunft. Die Autorin hat es hier geschafft, in einer locker flüssigen Schreibweise diese interstellare Welt mit wenigen Worten anschaulich zu beschreiben, ohne verwirrend zu sein. Ich kam schnell in die Geschichte rein und die kurzen Kapitel führten mich geschickt durch diese neue Welt.

Es ist eher ein Science-Fiction / Mittelalter Mix, bei dem das Altertum im Vordergrund steht. Auch Magie kommt zum Zug und das zeigt, was mir in der ganzen Handlung aufgefallen ist – es werden viele Motive thematisiert, aber oft nur oberflächlich. Ich hab ein bisschen den roten Faden vermisst. Vieles wird nur angeschnitten, wo ich mir eine Erklärung gewünscht hätte, dafür gab es Stellen, die für die Handlung völlig ohne Belang waren. Auch dauerte es am Anfang etwas, bis Mayra endlich aufbricht – wenn man da den Klappentext (wie bei vielen Büchern momentan) etwas reduzieren würde, wäre es etwas spannender gewesen.

Mayras Leben auf dem Planeten Unionia besteht aus endlos hohen Gebäuden, Maschinen und keimfreien Parks. Sie fühlt sich wohl hier, auch wenn sie weitflächige Natur und andere nutzbare Möglichkeiten auf anderen Planeten kennengelernt hat. Das Schulsystem hält sie auf Trab und sie schlägt sich mit typischen Teenagerproblemen herum. Einen sicheren Halt gibt ihr ihr Freund Fredi. Er ist ein Computercrack und durch sein Handicap ein Einzelgänger, wodurch die beiden noch besser zusammen halten.
Djuma, den Mayra auf Terrestra kennenlernt, ist ein sehr undurchschaubarer, aber liebenswerter Charakter, der Mayra jeden Wunsch von den Augen abzulesen scheint. Er lässt sie wenig an sich ran und als Mayra endlich hinter seine Maske blicken kann, muss sie sich erstmal von ihm distanzieren.
Außer Mayra blieben mir die anderen Figuren etwas zu oberflächlich.
Die Protagonistin taucht hier in eine völlig fremde Welt, mit deren Bräuchen und Gesetzen sie noch überhaupt nichts anfangen kann. Erst nach und nach lernt sie die Lebensweise kennen, ohne jedoch dahinter zu kommen, wie diese Welt wirklich tickt. Sie wirkt oft etwas naiv, was aber ihrem Alter gemäß vielleicht sogar gerechtfertigt ist. Ein paar Jahre älter und kritischer hätte ihr meiner Meinung nach gut getan.

Manche Sätze wirkten etwas unbeholfen, aber allgemein hat mich die Geschichte gut unterhalten – ich würde sie aber eher als Jugendbuch einordnen.
Manche Wendungen wirkten konstruiert oder nicht genug ausgearbeitet - ich hätte mir manchmal etwas mehr Tiefe gewünscht ... allerdings bin ich oft viel zu kritisch, ein Lesevergnügen ist es allemal  :)

Fazit

Eine neue, erfrischende Stimme, die uns in eine ferne Zukunft entführt und dabei zeigt, dass man auch ohne Technik weit kommen kann. Junge Liebe, Magie und ein Kampf der Generationen – die typischen Zutaten für ein klassisches Abenteuer, eine leichte Lektüre für kurzweilige Unterhaltung.

Bewertung


Mit herzlichem Dank an die Autorin Marita Grimke, die so freundlich war, 
mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen


© Aleshanee

Bilder von Marita Grimke
Quelle: amazon
Über die Autorin: Marita Grimke beschloss mit acht Jahren Romanautorin zu werden. 34 Jahre später hat sie sich diesen Traum verwirklicht und angefangen ihren Erstling "Mayra und der Prinz von Terrestra" zu schreiben. Davor lagen ein Ausflug in die Metallindustrie als Industriekauffrau, ein Nachspüren der Frage, was den Mensch zum Menschen macht, was der Universität Bonn einen M.A. in Geschichte wert war, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin und die Regie eines Kinodokumentarfilms. Neben dem Romanschreiben leitet sie ein Jugendfilmfestival.
Derzeit schreibt sie am zweiten Teil der Trilogie um Mayra und den Prinz von Terrestra.
Quelle: amazon

1 Kommentar:

  1. Sehr schöne Rezension... Hört sich interessant an... Ich mag diese Art von Geschichten :)

    <3-liche Grüße Nadine

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