Montag, 28. Juli 2014

Rezension: Der Giftschmecker von Fletcher Moss


Genre: Jugendroman / Abenteuer
empf. Alter 12 - 16 Jahre

Originaltitel: The poison boy
übersetzt von Frank Böhmert

Verlag: Chicken House / Carlsen
Seitenzahl: 336
Hardcover: 14,99 €
ebook: 10,99 €

1. Auflage: Juli 2014







Zum Inhalt

Klappentext: Dalton Fly hat schon eine Menge Gift geschluckt. Der Waisenjunge kostet das Essen der Schönen und Reichen von Highlions vor und merkt sofort, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Doch nach dem letzten Auftrag ist sein Freund Bennie tot und Dalton kommt nur mit viel Glück davon. Wer steckt hinter dem Mord? Und warum wird Dalton seitdem verfolgt? Gemeinsam mit der schönen Scarlet Dropmore, die Dalton ihr Leben verdankt, sucht er nach Antworten. Die Spur führt zu den mächtigsten Männern der Stadt – und damit auch zu den gefährlichsten.

In dieser schicksalhaften Nacht, in der Dalton Fly seinen Freund Bennie verliert, bekommt er Hilfe von einer unerwarteten Seite. Verfolgt von der Stadtwache macht er eine unglaubliche Entdeckung, die alles über den Haufen wirft, was er bisher glaubte. Inmitten der Intrigen des herzöglichen Hofes rettet ihm sein Wissen um Gifte und Gegengifte nicht nur einmal das Leben - doch es gilt auch, das Leben anderer zu retten ...

Meine Meinung

Das Cover und der Klappentext haben mich ja mehr als neugierig gemacht und ich war sehr gespannt, was mich erwartet. Bekommen habe ich ein aktionsreiches Abenteuer mit bunt gemischten Charakteren, die auf ihrer Flucht von einem Schlamassel ins andere geraten.

Zu Beginn wird man gleich mit einer gefährlichen Situation konfrontiert, die den Protagonisten Dalton Fly in eine sehr heikle Lage bringt. Der Schreibstil ist flüssig und trotz seiner Einfachheit sehr schön zu lesen und man begleitet den waghalsigen Jungen auf verschlungenen Wegen durch die Straßen Highlions.

Dalton Fly hatte es nicht leicht. Er ist als Findelkind bei seinem Chef Oskar aufgewachsen, der ihn in das Handwerk des Giftmischers eingeführt hat. Dalton gehört zu "Oscars redlichem Dutzend", von dem momentan nur noch er selbst und sein Freund Sal und Bennie übrig waren - der Beruf des Vorkosters ist ein gefährliches Geschäft. Doch Dalton ist mutig, neugierig und hat das Glück, mithilfe seiner Freunde aus brenzlichen Situationen entwischen zu können.
Sein bester Freund Sal Sleepwell, ein sommersprossiger Junge mit Brille, dessen Vater ein Kartograph war, ist sein treuer Begleiter. Sein Wissen über die Stadt hilft Dalton mehr als einmal weiter und öfter als ihm lieb ist hängt sein Leben von Sals Können ab.
Auch die anderen Figuren sind sehr speziell und es entwickelt sich eine unterhaltsame Dynamik. Allerdings bleiben mir alle etwas zu flach.

Die Geschichte ist einfach strukturiert und ich hab recht früh die Hintergründe und Zusammenhänge erkannt. Manche Beschreibungen wirkten etwas unlogisch und obwohl es von Anfang an nicht an Gefahren und Überraschungen gefehlt hat, konnte es mich nicht wirklich mitreissen. Manchmal hatte ich beim Lesen eher das Gefühl, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, aber dann kamen auch wieder sehr brutale Szenen vor - eine Mischung, die für mich nicht perfekt getroffen wurde.
Gegen Ende zieht das Tempo aber nochmal an und es wird richtig spannend. Den Schluss fand ich sehr gelungen!

Zusammengefasst
 

Thematik: Abenteuerroman über Freundschaft und Mut
Schreibstil: einfach aber schön zu lesen, flüssig
Charaktere: sehr bunt gemischt, aber zu flach
Spannung: zu durchschaubar, erst gegen Ende spannend
Umsetzung: tolle neue Idee, "typisches" Jugendbuch, würde das Alter eher von 10 - 14 empfehlen, auch wenn es manchmal recht brutal zugeht

Fazit

Ein ungewöhnliches Abenteuer für alle, die einfach strukturierte Geschichten mit einem originellen Hintergrund mögen. Für die empfohlene Zielgruppe bestimmt sehr unterhaltsam :)
  
Bewertung

© Aleshanee

Ganz herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!



Über den Autor: Fletcher Moss arbeitete bereits als Regalauffüller und LKW-Fahrer in Frankreich und   Spanien, bis er schließlich stellvertretender Schulleiter wurde. Mit seinem Debüt „Der Giftschmecker“ hat er den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2012 gewonnen. Er lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Manchester.
(Quelle: Chicken House / Carlsen Verlag)

Kommentare:

  1. Scheint ja mal auch ein Buch für lesende Jungs zu sein, wie mir scheint.

    Danke für den Tipp..LG..Karin..

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  2. Das Buch wartet schon auf mich..... ;-)

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    1. Dann wünsch ich dir viel Vergnügen damit :)

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