Montag, 6. Oktober 2014

Rezension: Die Flammen der Dämmerung von Peter V. Brett


Genre: Fantasy

Band 3 der Dämonen Reihe
Originaltitel: The Daylight War

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 1056
Taschenbuch: 15,99 €
ebook:12,99 €

1. Auflage: März 2013






Klappentext

Die Menschheit ist gefangen in einem Albtraum: Jede Nacht steigen Dämonen aus dem Boden empor und machen Jagd auf alle Lebewesen. Nur wenige wagen es, diesen Kreaturen zu widerstehen, unter ihnen Arlen, der tätowierte Mann, und Jardir, der Anführer der Wüstenkrieger. Doch die Welt duldet nur einen Erlöser der Menschheit, und ein Krieg scheint unvermeidlich – während sich in den Tiefen der Finsternis das Heer der Dämonen zum Marsch rüstet und eine blutige Zukunft heraufdämmert. Der letzte Kampf um die Rettung der Menschheit vor den Dämonen der Nacht beginnt.

 ! Achtung ! Spoiler !

Meine Meinung

Ich liebe ja diese Cover in den zurückgehaltenen Farben, hier auch wieder sehr einfach gehalten, aber auf jeden Fall stimmungsvoll. Mit dem Schreibstil ist sich der Autor treu geblieben und es war durchweg sehr angenehm zu lesen.

Auch der dritte Band der Dämonen Reihe fängt mit einem Rückblick an. Dieses Mal wird Inevera´s Kindheit beschrieben, die es in der kargen Wüstenwelt nicht einfach hatte. Es gibt zwar einige interessante, neue Details, aber im Grunde genommen kannte man das meiste schon aus Band 2 durch Jardirs Geschichte.

Die Reise von Arlen und Renna fand ich extrem in die Länge gezogen und ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die beiden im Tal der Holzfäller ankommen, ohne dass auf den 150 Seiten (!) wirklich etwas passiert. Diese Durststrecke und der seltsame Fortschritt der Beziehung zwischen Arlen und Renna haben das Lesevergnügen sehr beschränkt. Auch gefällt mir die Entwicklung von Renna nicht. Vorher war sie mir wesentlich sympathischer. Dass sie so eine grobe, aggressive Kämpferin wird, ging mir viel zu schnell. Natürlich macht sie eine große Entwicklung durch – aber wofür Arlen Monate, ja Jahre brauchte, durchlebt sie in einigen Tagen. Auch die ganze Art und Weise wie sie sich gibt, vor allem gegenüber Arlen aber auch anderen Leuten, ist nicht die Renna, die ich in den ersten beiden Bänden kennengelernt habe.

Der Sprung zurück zu Inevera hat mich aus dieser eintönigen Reise der beiden erlöst. Diese Passage war schon etwas besser, reicht aber nicht ganz an die ersten beiden Bände heran.

Nachdem es dann wieder „normal“ weitergeht, mit Leesha, Jardir, Abban und Rojer und all den anderen Charakteren, die man von „früher“ kennt, kommt wieder das Gefühl auf, dass mich in den ersten beiden Teilen so fasziniert hat. Zum Glück nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und die Verwicklungen werden immer verstrickter. Es geht gewohnt spannend und facettenreich weiter, was aber bis zum Ende hin immer wieder geschwankt hat. Auch gab es kleine Ungereimtheiten, über die ich aber bei diesem umfangreichen Werk gerne hinwegsehe.

Den großen Kampf, auf den alles zusteuert und das „Ende“ habe ich mir etwas anders vorgestellt. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich von einer Trilogie ausgegangen bin und mal wieder die Infos dazu schwer zu ermitteln waren. Warum man oft erst zu spät erfährt, dass es sich um eine Reihe handelt oder welchen Teil man gerade liest, das wird wohl ein Geheimnis bleiben ... aber dadurch war ich vom Ende des Buches doch enttäuscht. So viel Vorbereitung, so viel Entwicklungen im Lauf des Kriegs gegen die Dämonen und dann so ein abruptes, offenes Ende hat mich überrascht - jetzt hoffe ich auf eine steigerungsfähige Fortsetzung :)

Fazit

Ich hoffe, dass sich Brett im vierten Teil wieder auf die wichtigen Details besinnt und die Spannung der interessanten Entwicklungen verarbeitet. Hier war mir definitiv zu viel wiederholt, Unwichtiges in die Länge gezogen und die charakterlichen Entwicklungen nicht immer nachvollziehbar.

Bewertung


© Aleshanee



Peter V. Brett
© Amelia D´Entrone
Über den Autor:  Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich endgültig dem Schreiben von fantastischen Romanen widmete. Sein Debüt "Das Lied der Dunkelheit" wurde weltweit von Lesern und Kritikern als Sensationserfolg gefeiert. Der Autor lebt heute mit seiner Familie in Brooklyn, New York. 
Quelle: Heyne Verlag



Dämonen-Reihe:

Band 1: Das Lied der Dunkelheit
Band 2: Das Flüstern der Nacht
Band 3: Die Flammen der Dämmerung
Band 4: The Skull Throne (englisch)






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