Freitag, 21. November 2014

Rezension: Der geheime Wunsch von Julia Weißer


Genre: Weihnachtsgeschichte

Zum Vorlesen und Selberlesen

Verlag: Books on Demand
Seitenzahl: 64

Hardcover: 13,90 €
Taschenbuch: 6,90 €
ebook: 2,99 €

1. Auflage: Okt 2014




Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?



Klappentext

Gibt es ihn wirklich, den Weihnachtsmann? Es ist der 22. Dezember. Zwei Tage bis Weihnachten, aber bei Fill Snow, fast sechs Jahre alt, will einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Seit er gehört hat, dass es den Weihnachtsmann nicht geben soll, ist er voller Zweifel. Aber Fill ist clever. Um die Wahrheit herauszufinden, hat er sich einen genialen Plan ausgedacht, um die Frage aller Fragen endgültig zu klären.

Meine Meinung

Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Kurzgeschichten, wollte es aber gerne mal zur Einstimmung mit der weihnachtlichen Geschichte von Julia Weißer versuchen. Das Cover, wie auch die farbigen Bilder, die die Handlung begleiten, sind von der Autorin selbst gemalt.
Beim Aufschlagen hat mich gleich ein kleines, weihnachtliches Gedicht begrüßt und die Seiten sind mit schönen Akzenten untermalt.



Die Geschichte handelt von dem kleinen Fill, knapp sechs Jahre alt, der sich nicht wie all seine anderen Familienmitglieder so richtig auf Weihnachten freuen kann. Die Vorbereitungen laufen, alle sind gestresst und glücklich, die Verwandten kommen zu Besuch, nur der kleine Junge kann sich der Begeisterung nicht so richtig anschließen.
Seit er gehört hat, dass es den Weihnachtsmann nicht geben soll, grübelt er über diese Frage nach und will auf jeden Fall eine echte Antwort bekommen. Da sich die Erwachsenen aber  meist selbst widersprechen, fasst er einen Plan, wie er die Wahrheit herausfinden kann. Denn wo bleibt der Zauber der Weihnacht, wenn es den Mann in dem roten Mantel gar nicht gibt?

Die meiste Zeit wird aus der Perspektive von Fill erzählt und es ist sehr amüsant, die Welt mit den Augen und dem Herzen eines 6jährigen zu sehen. Er versucht, alles, was die Großen sagen, zu verstehen und kann mit seinem kindlichen Geist natürlich noch nicht alles erfassen - darum biegt er es sich in seiner unbedarften Weltsicht so hin, wie er am besten damit zurechtkommt.

Der Schreibstil ist recht einfach und kindgerecht gehalten, aber auch durchaus für Erwachsene eine schöne, weihnachtlich einstimmende Geschichte für Zwischendurch, die man an einem gemütlichen Abend lesen kann.

Ein typischer Weihnachtstag mit den (teilweise nervigen) Verwandten, der Weihnachtsbraten, die Geschenke, alles erinnert an ein gewohntes Familienfest. Dabei lernt man auch einige Familienmitglieder näher kennen: den immer munteren Onkel Larry, dem der kleine Fill jedes Geheimnis anvertrauen kann, die alte Oma Meg, die trotz ihrer ruppigen Art auch ihre albernen Saiten hat und die quirlige Tante Luci mit ihren verrückten Abenteuern aus fernen Ländern.

Der Plan, den Fill sich ausgedacht hat, um den Weihachtsmann zu "überführen", könnte allerdings junge Zuhörer animieren, das ganze selbst auszuprobieren. Daher würde ich raten, das Buch und die Botschaft erst einmal selbst zu lesen um zu schauen, ob es dem Alter und den Vorstellungen des eigenen Kindes gerecht ist.
Eine schöne Botschaft fand ich auch, neben all den negativen Einflüssen und Nachrichten, denen man tagtäglich ausgesetzt ist, auch die kleinen Freuden zu sehen, die das Leben für einen bereit hält.

Fazit

Eine schöne Kurzgeschichte, um auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Bei kleinen Kindern, die bereits an dem Weihnachtsmann zweifeln, sollte man vielleicht aufpassen, dass sie den tollen Plan von Fill nicht selbst ausprobieren ;)

Bewertung

© Aleshanee


Vielen Dank an die Autorin Julia Weißer für das Rezensionsexemplar!




Kommentare:

  1. Hey!
    Ich eine schöne Rezension, auch wenn ich das Buch ganz anders empfinde. Ich finde es gerade nicht kindgerecht. Viele schwierige Wörter und oft empfinde ich den Ton, in dem Fill denkt nicht altersgerecht passend. Welches 5jährige Kind denkt über "den Zauber von Weihnachten" nach? Oder auch der Satz "Ein Poiltiker, der aussah, als müsste er das Wort Freundlichkeit erst im Wörterbuch nachschlagen und ein Reporter. Woher weiß Fill denn eigentlich, dass es sich um einen Politiker handelt? Ich finde, dass die Autorin hier ziemlich oft aus der Perspektive des Kindes fällt.
    Ich bin erst auf S. 32, so dass es bis zu meiner Rezension noch etwas dauert.
    LG
    Yvonne
    LG
    Yvonne

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    1. Hm, das stimmt natürlich, das ist mir beim Lesen gar nicht aufgefallen ... obwohl ich schon versucht habe, die Geschichte auch aus der Perspektive eines Kindes zu sehen ^^
      Da merkt man dann doch, dass die eigenen Kinder schon lange aus diesem Alter raus sind und man das gar nicht mehr so gut einschätzen kann! :)

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    2. Hey!
      Ich bin inzwischen auch durch. Ich mag die Geschichte als modernes Märchen für Erwachsene, die den Zauber von Weihnachten wiederfinden wollen total. Die Figuren sind toll beschrieben und die Zeichnungen wunderschön. Für Kinder finde ich die Geschichte, auch jetzt, nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, nicht wirklich geeignet. Meine Rezi geht nächste Woche online. Auch bei mir werden es 3 Federn.
      LG
      Yvonne

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