Sonntag, 26. April 2015

Rezension: Das Grab der Molly Maguire von David Gray


Genre: historischer Kriminalroman

Band 2 der dreiteiligen Sherlock Holmes Reihe
"Eine Studie in Angst"

Verlag: Selfpublished auf Amazon.de

Seitenzahl: 272
Taschenbuch: 9,96 €
ebook: 2,99 €

1. Auflage: Dez 2014




Inhaltsangabe von Amazon

Zufällig stößt der Autor David Gray in London auf ein geheimes Dossier, das Originalaufzeichnungen Doktor Watsons enthält. Der Doktor hat darin drei Abenteuer seines berühmten Freundes Sherlock Holmes geschildert, die bisher nie veröffentlicht wurden. In diesem Band finden Sie den zweiten dieser drei Fälle: Das Grab der Molly Maguire 
Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet. Doch Inspektor Lestrade ruft Sherlock Holmes zu Hilfe. Er bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf …. 

Meine Meinung

Der zweite Band der Sherlock Holmes Reihe hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil passt super in die Zeit und man fühlt sich sofort in die nebligen Gassen Londons zurückversetzt. Es wirkt nicht überzogen und lässt sich schön flüssig lesen.

Dieses Mal treibt ein grausamer Mord den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und seinen ewigen Gefährten Dr. Watson in den Hinterhof von Millers Court - dem Schauplatz des Verbrechens, wo vor 2 1/2 Jahren das letzte Opfer von Jack the Ripper gefunden wurde. Aus der Sicht von Watson verfolgt man die zielgerichteten Nachforschungen von Holmes, mit all seiner zur Schau gestellten Überlegenheit, die er wo er nur kann gerne demonstriert. Viele kleine Merkmale, die man mit Holmes verbindet, lassen den Charakter sehr lebendig und echt wirken; wie auch die Gedanken von Watson, dessen Freundschaft kein leichtes Los ist.
Sherlock Holmes und Dr. Watson müssen in diesem Fall ein hohes Risiko eingehen, dass nicht ohne Folgen bleiben wird. Auch haben sie mit der Abneigung des Chiefinspektors Abberline zu kämpfen, der Holmes um jeden Preis von dem Fall fernhalten will.
Die beiden stehen wieder sehr im Mittelpunkt, wodurch die anderen Figuren eher am Rand bleiben. Ich hätte mir hier ein paar kleine Hinweise mehr gewünscht, um auch selbst etwas besser mitraten zu können und auf die Hintergründe des Verbrechens zu kommen. Spuren gibt es natürlich genug, die die beiden verfolgen - ich selber fand es gar nicht so leicht, den ganzen Hinweisen und Verwicklungen zu folgen.

Viele verworrene Fäden, die es zu entwirren gilt, eine gelungene Verbindung zu Band 1 mit den Hinweisen auf "Ragnarök", die sicher im letzten Teil aufgeklärt werden und sehr brutale Details zum Verbrechen geben ein sehr stimmiges Bild zu diesem düsteren Kriminalfall. David Gray hält sich hier nicht viel mit unnützen Einzelheiten auf, sondern komprimiert die Handlung auf die wichtigen Fakten und Situationen, was die Spannung gut vorantreibt. Die Aufklärung im letzten Viertel hat sich allerdings ein bisschen hingezogen und war mit einem sehr bizarrem Szenario verknüpft, was mich ein bisschen irritiert hat. Auf mich hat es etwas übertrieben gewirkt, auch wenn es die schaurige Atmosphäre unterstrichen hat.

Das Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen und auch die Anekdote des Autors, wie er an das Dokument aus den Geheimarchiven kam, nimmt eine überraschende Wendung.

Zusammengefasst

Thematik: Typische Detektivgeschichte mit Sherlock Holmes im London des 19. Jhd
Schreibstil: authentisch und flüssig
Charaktere: gerade Holmes und Watson sehr gut getroffen, Nebenfiguren nicht so greifbar
Spannung: war durchweg vorhanden, gegen Ende war es etwas langgezogen
Umsetzung: sehr gut durchdacht, atmosphärisch super getroffen

Fazit

Ein spannender zweiter Teil der Trilogie, der mit einem typischen Sherlock Holmes Stil viel  Unterhaltung bietet. Gegen Ende hat es sich etwas gezogen, aber es gibt auch vielversprechende Hinweise auf  den letzten Band!

Bewertung


© Aleshanee



© David Gray
Über den Autor: Geboren 1970, lebt David Gray in Hamburg, wo er als Filmkritiker für verschiedene überregionale Zeitungen tätig ist. Neben Geschichte und Philosophie begeistert er sich für Kriminalromane und Thriller der härteren Sorte. Seine Biographie umfasst längere Aufenthalte in Südostasien, Großbritannien und Irland. Seine gewöhnlich zu knapp bemessene Freizeit verbringt er gerne beim Bergsteigen und Segeln. David Gray ist Autor des Kindle Hits 'Wolfswechsel' der Horrorshortstory Sammlung 'Freie Fische-Vier Märchen' und des Polizeithrillers 'Glashaus'.
Quelle: lovelybooks


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Kommentare:

  1. Huhu:)
    Tolle Rezi:o Jack the Ripper interessiert mich schon seit ich klein bin und von Sherlock Holmes wollte ich auch endlich mal was lesen^^ Das Cover sieht auch echt cool aus, abgesehen von der Schrift, die gefällt mir überhaupt nicht:D
    Ich finds bei einem Buch auch viel lustiger, wenn man durch genug Hinweise mitraten kann und seine eigenen Theorien anstellt, dadurch wirkt alles viel spannender und man ist umso geschockter, wenn die Wahrheit ans Licht kommt^^
    Ich wünsch dir noch einen schönen und angenehmen Sonntag!

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  2. Hey du,
    ich habe dich getaggt und würde mich sehr darüber freuen,wenn du mitmachst. Lg Petra
    http://papierundtintenwelten.blogspot.de/2015/04/der-reader-problems-tag.html

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