Sonntag, 28. Juni 2015

Rezension: Schlussakkord für einen Mord von Alan Bradley

Genre: All Age Kriminalroman

Originaltitel: Speaking From Among the Bones
übersetzt von Gerald Jung, Katharina Orgaß
Band 5 der Flavia de Luce Reihe

Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: 352
Hardcover: 19,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
ebook: 8,99 €

1. Auflage: Nov 2013

Website zur Reihe


 "Andererseits wird Rache, wie ein kluger Kopf einmal gesagt hat, am besten kalt serviert. 
Auf diese Weise kann man die Vorfreude auskosten, und das Opfer hat genug Zeit, 
sich darüber zu ängstigen, wann, wo und wie man wohl zuschlagen wird." S. 67



Klappentext
 

Sie steckt ihre Nase überall hinein und befördert jeden noch so tief vergrabenen Hinweis ans Licht – die elfjährige Flavia de Luce ist Hobbydetektivin aus Leidenschaft. Als sie ihre Nase zur Abwechslung in eine alte Kirchengruft steckt, rechnet sie allerdings nicht damit, eine verhältnismäßig frische Leiche ans Licht zu befördern. Aus dem Grab des Kirchenheiligen von Bishop's Lacey blickt ihr der ermordete Kirchenorganist hinter einer grotesken Gasmaske entgegen. Wer hatte einen Grund, Mr. Collicutt zu töten, und wieso hat er die Leiche hier, an diesem heiligen Ort, versteckt?

Meine Meinung

Ein neuer Fall für die mittlerweile 12jährige Flavia, in dem sie wieder mal zufällig über eine Leiche stolpert.
Ich war recht schnell in der Geschichte drin; in gewohntem Ambiente in dem kleinen Dorf Bishops Lacey und auf dem Anwesen der de Luces. Die Schreibweise hält sich ja durchgehend wirklich gut. Alan Bradley hat einen ganz besonderen Stil, eine Mischung aus sehr anschaulichen, einfachen und metaphorischen Sätzen. Zwar gab es wieder einige chemische Ausführlichkeiten durch Flavias Hobby, die ich nicht so wirklich verstanden habe, was aber nicht so schlimm war. Er mischt in den Buchstabensalat der Elemente auch immer witzige Vergleiche oder Infos und viel schwarzen Humor.

Flavia selbst wächst immer mehr über sich hinaus. Unbedarft und auf ihre nüchterne Art kämpft sie sich durch das scheinbar unbeschwerte Leben, denn obwohl sie den ganzen Tag machen kann, was sie möchte (ich hab immer noch nichts von Schule oder Unterricht entdecken können - war das 1951 unüblich in England?), fehlt ihr ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hat. 
Ihre Schwestern Ophelia und Daphne tun ihr übriges, denn sie piesacken und ärgern sie, wo es nur geht. Und auch ihr Zuhause ist in Gefahr, denn die Geldsorgen wachsen Flavias Vater über den Kopf, so dass die Familie nur noch ein Verkauf des Anwesens retten kann.  Dafür gibt es endlich zumindest ein paar kleine Situationen, in denen man das Gefühl hat, dass die Familie etwas mehr zusammenwächst und dem kleinen Mädel das Gefühl gibt, dass sie geliebt wird und dazugehört - ich gönn es ihr vom Herzen ;)

"In solchen Augenblicken stellt man fest, aus welchem Holz man geschnitzt ist; Augenblicke, 
in denen alles, was man je gelernt hat, gegen die Stimme des Herzens ankämpft." S. 126

Umso mehr blüht Flavia auf, als wieder ein Mord geschieht, dessen Aufklärung ihre ganze Zeit beansprucht und sie sich nicht mehr mit ihren persönlichen Problemen auseinandersetzen muss. Dieses Mal geschieht das Unglück gleich auf den ersten Seiten, wobei es sich danach ein bisschen zieht. Aber das dauert nicht lange, denn es gibt viele Spuren und Hinweise, denen sie nachgehen muss.
 
Flavia muss sehr tapfer sein, denn sie verschlägt es an wirklich unheimliche Orte und dann scheint sie auch noch detektivische Konkurrenz zu bekommen, was ihr natürlich gar nicht in den Kram passt. Neue Charaktere beleben das ganze auf eigenwillige und unterschiedliche Art und Weise.
Die Aufklärung bleibt bis zum Schluss spannend und der allerletzte Satz ist eine sehr große Überraschung. Jetzt bin ich total auf den nächsten Band gespannt :)

Fazit

Ein gut durchdachter, spannender Mordfall für die kleine Flavia de Luce, der ihre ganze Logik und Kombinierungsgabe abverlangt. Trotz einer kleinen Durststrecke spannend und vor allem durch den Schreibstil sehr unterhaltsam!


Bewertung


© Aleshanee


Über den Autor: Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. »Mord im Gurkenbeet« ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

Website des Autors

Flavia de Luce Reihe

1 - Mord im Gurkenbeet
2 - Mord ist kein Kinderspiel
3 - Halunken, Tod und Teufel
4 - Vorhang auf für eine Leiche
5 - Schlussakkord für einen Mord
6 - Tote Vögel singen nicht
7 - Eine Leiche wirbelt Staub auf (ET: 2016)

Kommentare:

  1. Hallo Aleshanee,

    du fliegst derzeit ja richtig durch die Flavia-Reihe. Ich muss mir mal Band 2 vornehmen, aber wie man an deinen Rezensionen sieht, es zahlt sich anscheinend aus.

    Liebe Grüße & schönen Sonntag,
    Nicole

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    1. Hihi, aber ich hab mir mit Band 5 jetzt extra ein bisschen Zeit gelassen ;) Aber die Reihe lohnt sich wirklich. Band 6 ist auch schon geplant, aber ein bisschen warte ich noch, Band 7 kommt ja dann erst nächstes Jahr raus

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  2. Hallo,

    das klingt ja wirklich super. Die Flavia de Luce-Reihe wollte ich auch schonmal anfangen, bin bisher aber nicht dazu gekommen. Die Cover davon finde ich immer so hübsch :)

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    1. Ja, die Cover sehen toll aus! Dadurch bin ich überhaupt auf die Bücher aufmerksam geworden :D

      Mit dem ersten hab ich ja einen zweiten Anlauf gebraucht, aber dann liefs, ich finds echt klasse und für den 6. Band gibts eine coole neue Wendung, jetzt bin ich noch mehr gespannt!

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  3. Huhu,

    du bist ja ein richtiger Fan der Reihe ;)

    Ich glaube übrigens, du hast gewonnen...
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2015/06/bloggeburtstag-es-ist-so-weit-die.html

    Schickst du mir deine Adresse bitter per Mail?

    LG, Mary <3

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    1. Hey!!!! Wie cool ist das denn!!! Da schau ich sofort vorbei und Adresse kommt gleich über FB :D
      Ich freu mich sooooo!!! :)

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