Mittwoch, 15. Juli 2015

[Kurz]Rezension: Fünf von Ursula Poznanski


Genre: Thriller

Band 1 der Reihe Beatrice Kaspary

Verlag: Wunderlich (Rowohlt)
Seitenzahl: 384
Taschenbuch: 9,99 €
ebook: 9,99 €

1. Auflage: Juli 2013

Special zum Buch




"Decartes. Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch." S. 262


Klappentext

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Meine Meinung

Von der Autorin habe ich bisher nur "Saeculum" gelesen, was mir als spannendes Jugendabenteuer schon sehr gut gefallen hat. Bei "Fünf" hat mich vor allem auch der Thriller Aspekt angesprochen und auch wenn es mich eher an einen Krimi erinnert, war die Spannung zwischendurch doch immer wieder präsent.

Der Prolog hat mich schon sehr neugierig gemacht und ich hatte schon einige Ideen im Kopf, um was es gehen könnte, natürlich ohne zu wissen, was tatsächlich dahinter steckt.

Die Ermittler sind hier das eingespielte Team vom LKA Salzburg: Beatrice Kaspary und Florin Wenninger.
Beatrice hat es nicht leicht, denn ihr Chef wartet nur auf einen Fehltritt von ihr, während ihr Ex-Mann ihr vorwirft, dass sie die gemeinsamen Kinder wegen der Arbeit zu sehr vernachlässigt. Mit diesen Problemen im Gepäck fällt es ihr nicht leicht, sich auf die Spuren des Mörders zu konzentrieren, aber ihr Partner Florin ist ihr dabei eine sehr gute Stütze. Vor allem sie wirkt sehr echt mit all ihren verkorksten Facetten, die man teilweise auch von sich selber kennt. 
Insgesamt fand ich die Charaktere gut ausgearbeitet, nur der Vorgesetzte des Ermittlerteams reagierte mir oft zu übertrieben dramatisch, ohne selbst konsequent zu sein.

Sie verfolgen ein sehr grausames und perfides Spiel eines gerissenen Mörders und müssen viele Puzzleteilchen sortieren, die der Täter für sie ausstreut. Vor allem der Aspekt der Jagd im Stil von Geochaching war sehr spannend zu verfolgen. Den Begriff hab ich schon öfters gehört und ich wusste auch ungefähr, was man dabei macht; die Autorin hat hier einiges zu dem Hobby mit einfließen lassen, was mich direkt darauf neugierig gemacht hat.

Vom Schreibstil her konnte man der Handlung gut folgen und Ursula Poznanski hat alles auf den Punkt gebracht ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Es gibt einige blutige Szenen, die ich jetzt aber nicht übertrieben fand. Das Gleichgewicht zwischen allen Facetten der Handlung war sehr ausgewogen, wodurch es mir aber ein bisschen an Spannung gefehlt hat.

Der Fall war gut durchdacht und die Auflösung am Ende überraschend.

Fazit

Ich hab mir mal wieder etwas mehr Thrill erwartet, da es doch wieder eher eine kriminalistische Ermittlung war, die mich allerdings gut unterhalten und einige Überraschungen bereit gehalten hat. Die Fortsetzung möchte ich auf jeden Fall weiterlesen.

Bewertung


© Aleshanee



Über die Autorin: Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher "Erebos", "Saeculum" und der Eleria-Trilogie "Die Verratenen", "Die Verschworenen" und "Die Vernichteten" landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller "Fünf" auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten "Blinde Vögel" und "Stimmen". Inzwischen widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
Quelle: Rowohlt Verlag

Beatrice Kaspary

1 - Fünf
2 - Blinde Vögel
3 - Stimmen

Kommentare:

  1. Guten Morgen :)
    "Fünf" hat mir aus der Reihe bisher am besten gefallen, wobei ich auch die anderen beiden nicht schlecht fand. Aber das Geocaching hat dabei auch ziemlich einen Nerv getroffen. Seit ich das Buch letztes Jahr gelesen habe, habe ich mich immer mal wieder ein bisschen auf Internetseiten und bei Freunden zu dieser Aktivität erkundigt und vor ca. einem Monat es dann auch endlich mal ausprobiert :) Seit dem gibt es eigentlich jedes Wochenende zumindest eine kleine Cache-Runde. Macht wirklich Spaß :)
    LG, Steffi

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    1. Echt? Das ist ja cool! Ich konnte ja nie so wirklich was damit anfangen, aber durch das Buch finde ich es jetzt doch auch interessant und kann mir sehr gut vorstellen, dass es richtig viel Spaß machen kann ;)

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  2. Hey :)

    Ich mach das jetzt schon seit knapp sechs Jahren, das Geocaching (Du hast da in der Rezi übrigens einen recht putzigen Vertipper, mit Coaching hat das nicht wirklich was zu tun :D). Und vor allem im "Rudel" macht das sehr viel Spaß :).

    Die Autorin ist übrigens selbst auch Cacherin, deswegen hat sie es auch sehr anschaulich beschreiben können - auch wenn man natürlich in Wirklichkeit keine Leichenteile findet :D.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Ups *lach* das muss ich gleich verbessern :D
      Ja, sie hat hinten im Buch auch geschrieben, dass sie das selber macht und es hat auch tatsächlich meine Neugier geweckt. Bisher konnte ich damit nicht so wirklich was anfangen ... aber gerade in einer Gruppe stelle ich mir das toll vor!

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  3. Hey,

    mir hat Saeculum ja auch richtig gut gefallen, weshalb ich diese Reihe auch gern irgendwann beginnen möchte.

    Thematisch finde ich das mit dem Geocaching auch sehr interessant und ansprechend.

    Danke für diese tolle Rezension, da bekomm ich richtig Lust die Reihe schnell anzufangen.

    Liebe Grüße :)

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