Freitag, 28. August 2015

Rezension: Das Feuer des Mondes von Christian und Florian Sußner


Genre: Fantasy Spielbuch

interaktives Rollenspielbuch á la Pen & Paper

Verlag: Mantikor
Seitenzahl: 420
Taschenbuch: 14,95 €
als ebook bei ulisses: 9,99 €

1. Auflage: Dez 2014






Klappentext

„Von dem Wesen, das dich angriff, wird in den Mythen Anmars erzählt: ein Schattendiener. Er wird dich jagen, solange du lebst."
Der Fluch des Raben lastet auf dir. Nur du allein kannst den düsteren Bann brechen! 
Erlebe das Fantasy-Spielbuch von Christian und Florian Sußner!

Begib dich auf eine Reise durch unbekannte und gefährliche Lande. Erkämpfe dir den Weg bis zum heiligen Orakel des Fei. Der Schattendiener, Werwölfe und schwarze Feen stellen sich dir in den Weg!
Du musst dich bewähren, um am Ende gegen den finstersten aller Magier bestehen zu können …

Meine Meinung

Dieses Buch war mal eine völlig neue und überraschend unterhaltsame Erfahrung für mich. In dieser Geschichte ist man als Leser selbst der Held und muss wichtige Entscheidungen eigenständig treffen, die - auf vielen Umwegen - zum Ziel führen können. 

Das ganze spielt im wahrsten Sinne des Wortes in der Welt Angmar und beginnt in dem Örtchen Waldheim an der großen Handelsstraße. Man gehört zur Nachtwache und erfährt durch einen mysteriösen Brief, dass böse Magier, die Karben, ihr Unwesen treiben. Von da an stolpert man von einem Abenteuer ins nächste: muss Kämpfe bestehen, Aufgaben erledigen, Rätsel lösen und sich nicht von den vielen Gefahren töten lassen, die auf dem langen Weg lauern!

Das ganze basiert auf einem Prinzip, dass ich aus einigen Büchern meiner Kinder kenne. Ich muss immer wieder Entscheidungen zu treffen, die mich dann zu einer anderen Stelle im Buch führen, um dort weiterzulesen. Aber das ist hier noch nicht alles. Vorne im Buch ist eine Übersichtskarte der Welt, aber hinten, noch viel interessanter, sind die zwei Wegkarten, die ich bereisen muss. In diesen Karten muss man sich die Wegpunkte markieren, an denen man schon war und ich muss gestehen, dass ich mich da mal ziemlich verheddert hatte und es etwas mühselig war, wieder die richtigen Nummern zu finden. 
Um nicht in das schöne Buch schreiben zu müssen kann man die Karten auch ausdrucken; entweder auf der Verlagsseite oder direkt auf der Webside zum Buch. Ich hab euch die direkt mal verlinkt, damit ihr eine Vorstellung habt, was ich meine ;)
Ebenso gibts im Buch (und zum Ausdrucken) den Charakter- bzw. Ausbildungsbogen. Hier notiert man sich während dem Lesen, welche Werte man hat: z. B. die Lebensenergie, Ausrüstungsgegenstände die man findet, Goldmünzen und auch die Ausbildungsfortschritte werden dort vermerkt.

Ihr seht, es ist alles sehr interaktiv, denn sogar die Kämpfe werden individuell ausgetragen, hier mithilfe von Würfeln. Das ganze System wird am Anfang kurz erklärt und man blickt auch relativ schnell durch. Das Würfeln war mir persönlich ein Tick zu viel wegen der Rechnerei und es reißt einen halt auch jedes Mal wieder aus der Geschichte raus. Auch muss man höllisch aufpassen, denn ein falscher Schritt kann auch zu einem vorzeitigen Tod führen und man steht wieder am Anfang. Was aber auch nicht so schlimm ist, denn man kann neue Wege einschlagen und somit die Geschichte neu und anders erleben.
Ich muss gestehen, dass ich mich auch nicht immer so haargenau daran gehalten hab, was in die Listen eingetragen gehört und bei meinem Helden hab ich beim Würfelglück auch schon mal nachgeholfen *g* Aber ich denke, das muss jeder selber entscheiden, wie ernst er das ganze nimmt und wie er seinen Spaß an diesem Spielbuch hat.
Es hatte für mich auf jeden Fall einen Sog, denn ich wollte immer weiter und weiter und bestimmen, was der Held als nächstes zu tun hat, das gefiel mir am besten :D

Ausgefeilte Charaktere dürft ihr nicht erwarten, aber der Schreibstil ist sehr anschaulich und auch die Welt ist mit vielen Details ausgestattet, die das ganze lebendig machen.

Fazit

Für Pen & Papers Fans und Rollenspieler auf jeden Fall zu empfehlen und auch für alle, die es mal ausprobieren wollen. Die eigenen Entscheidungen zu treffen hat mir besonders gut gefallen und es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß :)

Bewertung
© Aleshanee




Über die Autoren: Christian und Florian Sußner sind, genau wie ihre Schwester Julia, am 11. Dezember 1979 in Erlangen geboren.
Christian kümmert sich um Unternehmen, Tore und Körbe. Er wohnt in Stuttgart.
Florian arbeitet mit Existenzgründern, Tänzern und Schauspielern. Er lebt in Nürnberg.
Quelle: Das Feuer des Mondes Webside



Kommentare:

  1. Hi Aleshanee,

    Ich sehe das genau wie du: So ein Spielbuch soll Spaß machen und wenn man keine Lust hat nach dem Tod von vorne anzufangen, dann fängt man halt mitten drin an. Wobei ich es bei diesem Buch sehr gut fand, dass man wirklich nur im Kampf sterben kann und sich aus allen anderen Situationen retten darf (Stichwort: der Ring).

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    1. Ja, das fand ich auch klasse, man kann wirklich selber entscheiden, in allen Bereichen ;)
      Ein tolles Konzept, da man das Buch auch immer wieder neu "spielen" kann ^^

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  2. Hey,

    ich habe auch so ein Spielbuch. Meins ist allerdings schon ein paar Jährchen alt.
    Als ich es zum ersten Mal gelesen habe, bin ich einfach so oft gestorben, dass ich irgendwann nur zum Punkt vorher zurück gesprungen bin, statt zum Anfang. Ich wollte es einfach mal schaffen.

    Aber ich mag solche Bücher. Ich bin aber ja auch begeisterter Pen&Paper- und Rollenspiel-Spieler :D
    Danke also für den Tipp wandert gleich mal auf meine Wunschliste :D

    Liebe Grüße
    Fairy

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    1. Pen & Paper kenne ich zwar, habs aber selber noch nie ausprobiert. Aber das Buch jetzt war schon ein kleiner Vorgeschmack davon, es macht einfach Spaß xD

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    2. Auf meinem Blog habe ich mal DSA vogestellt. Vielleicht hast du ja Lust da nochmal einen Blick ins Pen&Paper zu werfen ;)

      http://darkfairyssenf.com/2014/08/07/dsa-das-schwarze-auge/

      Liebe Grüße
      Fairy

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  3. Hallo aleshanee,

    das klingt wirklich mal nach einer anderen Art von Buch! Ich kenne so was ähnliches aus meiner Jugendzeit, wo man auch entscheiden konnte, welchen Weg man einschlägt. In den meisten Fällen endete das dann damit, dass man starb und noch mal von vorne beginnen musste ;)
    Aber das mit der Karte, den Würfeln und dem Charakterbogen ist wirklich durchdacht und mal was Neues. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass einen das, wie du ja auch geschrieben hast, sehr rausreißen kann.

    LG Jana

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    1. Ja genau!!! Ich kannte das von Büchern meiner Kinder *g*
      Aber wie gesagt, das Würfeln, die Karte, das ist jedem selber überlassen und macht nichts, wenn man sich da nicht genau dran hält. Das kann jeder für sich entscheiden wie sehr er sich da dran hält - es soll ja Spaß machen ;)

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