Freitag, 11. Dezember 2015

Rezension: Hamish und die Weltstopper von Danny Wallace


Genre: Kinderbuch
empfohlen ab 10 Jahren

Originaltitel: Hamish and the Worldstoppers
übersetzt von Jörn Ingwersen
mit Illustrationen von Jamie Littler

Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 336
Hardcover: 14,99 €
ebook: 11,99 €

1. Auflage: Aug 2015




"Es war eine Kleinstadt direkt an der Küste, was bedeutete, dass die meisten Autos, 
die nach Starkley kamen, wendeten und wieder wegfuhren." S. 21

Klappentext

Stell dir vor, die ganze Welt bleibt plötzlich einfach stehen! Ja, die ganze Welt! Nichts rührt sich mehr, selbst Vögel kleben in der Luft! Nur du kannst dich noch bewegen. Genau das passiert dem zehnjährigen Hamish. Als sein erster Schock verdaut ist, nutzt er die Pausen, die die Welt immer wieder einlegt, nach Herzenslust aus: Er futtert sich durch den paradiesischen Süßigkeitenladen und knattert mit der Vespa durch die Gegend. Doch dann entdeckt er mit Entsetzen, dass die WELTSTOPPER hinter alldem stecken: schreckliche, fiese, fürchterliche Monster! Mit schrecklichen, fiesen, fürchterlichen Plänen! Kann Hamish sie gemeinsam mit seiner klugen Freundin Alice aufhalten?

Meine Meinung
 

Durch die Rezi bei Jennys Bücherkiste bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, denn sie hat es in den höchsten Tönen gelobt und war so begeistert, dass ich es ausprobieren musste, obwohl ich ja sehr selten Kinderbücher lese.

Die Aufmachung von dem Buch ist wirklich eine Klasse für sich! Schon das Cover macht was her und neugierig, aber erst recht das Innenleben ist echt super witzig und ansprechend gemacht! Schon vorne die Karte der kleinen Stadt Starkley (der viertlangweiligste Ort in Großbritannien) hat mich zum Schmunzeln gebracht, genauso wie die skurrilen Zeitungsausschnitte, die den trostlosen Alltag der Bewohner mit viel Humor widerspiegeln! 
Auch die Schrift zeigt in vielen Facetten die Emotionen und etwas ganz besonderes fand ich die Seitenzahlen, die mit einem Vogel unterlegt sind und ein Daumenkino entstehen lassen, wenn man durch das Buch blättert! Ebenso die liebevoll detaillierten Zeichnungen!

Der Erzähler führt uns hier durch eine abstruse und lustige Geschichte, die der 10jährige Hamish in dem Städtchen Starkley erlebt - das es nicht einmal geschafft hat, im Wettbewerb der langweiligsten Stadt auf Platz 1 zu kommen. Seltsame Vorkommnisse häufen sich und als der Junge bemerkt, dass plötzlich die Zeit stehen bleibt und nur er sich weiter bewegen kann, lässt ihn die Angst schnell wieder los und er nützt in vollen Zügen den Moment, in dem er machen kann, was er will!
Aber schon bald merkt er, dass er nicht alleine ist und das ganze einem schrecklichen Muster folgt!
Flott und kurzweilig mit einer sehr lockeren Sprache entwickelt sich ein großes Abenteuer mit kleinen großen Helden, denn niemand anderes als die Kinder sind in der Lage, die Welt vor den Weltstoppern zu retten! 
Der Schluss fiebert einem spannenden Finale entgegen, das noch Raum für eine Fortsetzung lässt.

Eine Bewertung hierzu ist mir jetzt relativ schwer gefallen, weil ich mit dem Genre einfach nicht (mehr) so vertraut bin und merke, dass es mir nicht so liegt. Ich kann mir gut vorstellen, dass vielen dieser Humor zusagt und die Momente, die ich etwas "flach" fand, anderen wiederum sehr gut gefallen. 

Fazit

Eine wirklich witzige und kuriose Geschichte, die für das entsprechende Lesealter auf jeden Fall abenteuerliche Unterhaltung bietet. Ich bin anscheinend für diese Art nicht mehr ganz so aufgeschlossen, deshalb von mir "nur" 3,5 Sterne, aber eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die sich in ein kurioses und vor kreativen Ideen sprühendes Abenteuer stürzen wollen.

Bewertung

© Aleshanee




Über den Autor: Danny Wallace, geboren 1976, lebt in einer alten Streichholzfabrik im Londoner East End. Als Journalist schrieb er für den Independent und den Guardian, als Comedy-Produzent, Autor und Moderator ist er im Fernsehen, Radio und Theater präsent. Nach einigen humorvollen Sachbüchern (von denen Der Ja-Sager mit Jim Carrey in der Hauptrolle fürs Kino verfilmt wurde) war Auf den ersten Blick sein Romandebüt, dessen Kinoverfilmung in Vorbereitung ist. 
Quelle: Verlag Heyne fliegt

Kommentare:

  1. Na ja, als Rezensent muss man nicht unbedingt selbst der Altersklasse angehören, für die es empfohlen wird. Ich hinke da schon lange hinterher und bespreche trotzdem Kinderbücher.

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    1. Das stimmt natürlich, ich lese ja auch Jugendbücher und eben ab und zu Kinderbücher. Aber bei manchen merke ich eben, dass ich da doch "rausgewachsen" bin, das ist einfach nichts mehr für mich ;)

      Aber es gibt natürlich auch Kinderbücher, die ich gerne mag und die mich sehr faszinieren.

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