Sonntag, 15. September 2013

Rezension: Das Mädchen aus den Wäldern von Kira Gembri



Genre: Märchen mit historischem Hintergrund 

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenzahl: 270
Taschenbuch: 9,95 €
ebook: 2,99 €

1. Auflage: 06/2013

ISBN: 978-1490402215





Ein wundervolles Märchen in mythischer Atmosphäre mit leisen Tönen erzählt

Zur Handlung

Das Mädchen Reeva lebt allein, von der Hand in den Mund. Nachts schläft sie in den Scheunen der Bauern, die ihr ein Obdach gewähren, bis sie eines Tages verjagt wird. Tiere werden krank, heißt es, wenn sie bei ihnen schläft, sie habe den „bösen Blick“ und so flieht sie vor den abergläubischen Dörflern.
Ihre Flucht führt Reeva tief in den Wald, in die Arme der Kräuterfrau Enva, die schon lange Zeit einsam in einer Hütte wohnt.

Bei Enva lernt Reeva die heilenden Kräfte der Pflanzen und fühlt sich zum ersten Mal in ihrem Leben sicher und geborgen. Im Sommer ziehen die beiden durch die umliegenden Dörfer, um mit ihrem heilkundigen Wissen Krankheiten zu kurieren. Aber die alte Enva ist nicht nur Heilerin, sie hat auch das 2. Gesicht und ist in der Lage, durch Visionen in die Zukunft zu sehen. Auch wenn die Menschen ihr gegenüber argwöhnisch sind, kommen doch immer wieder welche zu ihr, um sich die kommende Ernte oder das Glück ihrer Kinder vorhersagen zu lassen.
Auch Reeva macht diese Gabe Angst, vor allem als sie erfährt, dass sie selbst auch diese Fähigkeit besitzt …

Meine Meinung  

Ein unaufgeregter, flüssiger Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat. Beim Lesen entstehen wunderschöne, aber auch traurige, berührende Bilder.Es geht um die vielen Vorurteile, mit denen Menschen zu kämpfen haben und dass man trotz der Zweifel den Glauben an sich selbst nicht verlieren sollte.

Reeva ist ein zerbrechliches, aber innerlich starkes Mädchen, das vom Schicksal stark gefordert wird. Ich habe Reeva gerne auf ihrem Weg begleitet, auch wenn er beschwerlich und voller Entbehrungen war.
Im letzten Drittel des Buches hat die Handlung etwas nachgelassen. Durch einen großen Umweg wurde Reeva dahin geführt, wo es eigentlich schon etwas früher hätte enden können – dieser Teil hat mich auch nicht mehr so fasziniert, deshalb leider 1 Punkt Abzug.

Ein klassisches Märchen mit den Worten unserer Zeit – mit einem guten, gelungenen Ende
und der Moral:

„Wenn es am dunkelsten ist und du überhaupt nicht damit rechnest, 
kommt von irgendwo ein Licht, dass dir den Weg erhellt.“


Bewertung
© Aleshanee


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