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Dienstag, 11. Januar 2022

Die Rauhnächte - Im Fluss der Zeiten von Annett Hering

Die Rauhnächte, die zwölf heiligen Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar, sind eine heilige Zeit. Es sind Tage des Innehaltens. Tage um Altes abzuschließen und den Weg für Neues zu bereiten. Seit alters her wird in dieser Zeit, begleitet von uralten Bräuchen und bereinigenden Räucherritualen, Rückschau gehalten und in die Zukunft geschaut.
 
Die Autorin Annett Hering bringt im stimmungsvoll gestalteten Workbook überlieferte Traditionen und Rituale der neuen Zeit zusammen. Von der persönlichen Bestandsaufnahme bis hin zur Zukunfts-Collage führt die Autorin einfühlsam durch die Zeit „zwischen den Jahren“. Mit Fragen zum Tun und Sein regt sie an, über die eigene Sicht auf die Welt und sich selbst nachzudenken und im Buch für sich selbst niederzuschreiben.





Die Rauhnächte - Im Fluss der Zeiten von Annett Hering

Arbeitsbuch zu den Ritualen der Rauhnächte

Verlag Kampenwand -- Seitenzahl 205
1. Auflage November 2019



Meine Meinung
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Ich hab früher sehr viel über alte Mythen und Riten gelesen, über Brauchtum und Aberglauben - und natürlich auch über die Rauhnächte. Das ganze ist bei mir, wie in der Gesellschaft, aber wieder in Vergessenheit geraten und ich hab mich sehr gefreut, dass mich letztes Jahr Andrea wieder daran erinnert hat. Auf ihrem Blog Leseblick könnt ihr gerne ihre Rauhnacht-Erfahrungen nachlesen.
 
Schon auf den ersten Seiten des Buches war ich überzeugt, dass mich hier über Umwege etwas gefunden hat, wonach ich wohl schon länger gesucht hab. Annett Hering erzählt kurz aber sehr stimmungsvoll, wie sie als Kind beim Großvater in der Schmiede seinen Geschichten gelauscht hat; wie die alten Mythen durch seine Erzählungen für sie wahr geworden sind und wie sie selbst im Laufe der Jahre zu den überlieferten Bräuchen zurückgefunden hat.

Schon recht schnell hab ich gemerkt, dass da eine Verbindung ist, dass ich total Lust drauf habe, mich in diesen besonderen 12 Nächten zwischen den Jahren den Fragen zu stellen, wieder zu räuchern und mich auf diese besondere Zeit einzulassen. 
Wer es nicht weiß, diese 12 Nächte "fallen aus der Zeit", da sie aus der unterschiedlichen Dauer des Sonnen- und des Mondjahres entstehen. Der Mond benötigt von Neumond zu Neumond 29 1/2 Tage, was 354 Tagen entspricht, das Sonnenjahr hat nach dem Kalender 365 Tage.
 
Man findet in dem Buch tolle Tipps zum Räuchern und andere Vorbereitungen, vor allem aber sehr ausführlich die einzelnen Nächte, die damit verbunden Fragen, die man sich selbst stellen bzw. mit denen man sich beschäftigen soll. Allerdings ist immer klar: Alles kann, nichts muss. Sich zu etwas zu zwischen, was man nicht machen möchte, oder das einem widerstrebt, davon sollte man Abstand halten. Aber ich denke, dass hier genug Inspiration drin steckt, um seinen Weg zu finden, wie man in diesen Nächten vielleicht mehr zu sich selbst und auch über einen selbst herausfindet.

Jede Nacht steht ja für einen Monat des kommenden Jahres und so können auch Vorhersehungen getroffen werden z. B. mit Tarotkarten oder auch mit den Träumen, die man hat. 
Inwieweit man das alles umsetzt und mitmacht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Darauf weist die Autorin auch sehr deutlich hin: man soll sich zu nichts zwingen, sondern das machen, was einen anspricht, was etwas in einem zum "klingen" bringt, womit man sich beschäftigen möchte.
 
Auch bleibt natürlich nicht immer an jedem Tag/Abend/Nacht die Zeit dafür. Man muss arbeiten, an Weihnachten sind Familientreffen angesagt etc. und auch ich hab nicht immer alles gemacht, was vorgeschlagen wurde. Einigen Fragen und Ritualen hab ich mich aber gestellt und daraus interessante Rückschlüsse gezogen. Vor allem, altes loszulassen - sei es die Wohnung auszurümpeln, Freundschaften zu überdenken oder eigene Charakterzüge auszulosten sowie alles zu erledigen, um ohne Ballast ins Neue Jahr zu starten, waren sehr befreiend.  

Es gibt auch viel Platz in diesem "Workbook", in denen man die Gedanken zum Tag notieren kann, besondere Begegnungen oder Träume, das Wetter oder auch die Stimmungen. 
Definitiv viele tolle Anregungen, um diese Zeit zwischen den Jahren auf besondere Art wirken zu lassen - sich mit sich selbst und seinem Umfeld auseinander zu setzen, altes loszulassen und sich positiv auf das neue Jahr einzustimmen.
Mich hat es jedenfalls sehr positiv gestimmt und ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen und sich seinen Gefühlen zu stellen. Darauf zu hören, sich damit zu beschäftigen und dadurch leichter auf das Kommende zuzugehen.

Meine individuellen Erfahrungen zu den Rauhnächten gibts in ein paar Tagen in einem Extra Post ;)


Meine Bewertung
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2 Kommentare:

  1. Hallo Aleshanee,

    mir haben die Rauhnächte vor diesem Jahreswechsel tatsächlich nichts gesagt! Und dann waren sie plötzlich überall in meiner Timeline, vor allem bei Insta. Aber eben auch hier und vereinzelt auf Twitter. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe auch einen virtuellen Blick in dieses Buch geworfen.

    Ich bin schon gespannt auf deinen Erfahrungsbericht!

    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Ja, das scheint grade wieder "im Kommen" zu sein. Schon schön wenn solche alten Bräuche wieder aufleben :)

      Mein "Bericht" kommt am Freitag.

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