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Donnerstag, 25. Juni 2026

Klischees - geliebt oder gehasst?

Jede Woche wird eine neue Top Ten Liste zusammengestellt, die Infos und die Themen dazu findet ihr *hier*

Die Aufgabe für diese Woche heißt: 

Nenne 10 Klischees die du entweder magst oder gar nicht leiden kannst – am besten mit einem Buch als Beispiel



Ich fand das Thema eigentlich recht witzig - bin ich mich dran gesetzt hab ... omg, das war echt schwer!!! Überhaupt Klischees zu finden; denn eigentlich stolpert man beim Lesen ja immer wieder mal über eins, aber entweder verdränge ich es oder ich lese einfach drüber weg. Jedenfalls ist mir erst wirklich nichts eingefallen! 

Dann hab ich mich auf die Suche im Netz begeben, ich brauchte ein bisschen Inspiration. An dem Beitrag bin ich wirklich lange gesessen, aber es hat mir tatsächlich echt Spaß gemacht xD 
Und das ist dann dabei herausgekommen:



Klischee Nr. 1: Der „Auserwählte“
Ein Klassiker im High Fantasy Genre: Ein ganz normaler, eher unscheinbarer und oft auch unterschätzter junger Mensch stellt sich plötzlich durch eine Prophezeiung als der Einzige heraus, der die Welt retten kann - dass er dann meist gegen seinen Willen auch durchführt. 

Beispiele: Harry Potter, Eragon, Frodo Beutlin.

Sowas stört mich nicht nicht wirklich, solange es irgendwie Sinn ergibt ;) 



Klischee Nr. 2: Die Dreiecksbeziehung
Typisch natürlich in Liebesromanen, aber natürlich auch anderen Genre in der es eine Liebesbeziehung gibt: Zwei Personen kämpfen um das Herz einer dritten – oft unnötig dramatisch. 

Beispiele: Die Tribute von Panem, City of Bones oder Twilight

Das mag ich gar nicht!



Klischee Nr. 3: Der „Bad Boy“ mit weichem Kern
Weit verbreitet in Romance und New Adult: ein gefährlicher Typ, der unnahbar und arrogant ist. Ein attraktiver Antiheld, der irgendwie aber auch einen verstörenden Charme hat. Denn innerlich ist er sehr sensibel und verletzlich - seine neue Liebe, die eher das genaue Gegensteil von ihm ist, blickt hinter seine Fassade und "zähmt" ihn. 

Beispiele: Wuthering Heights -> Heathcliff ist quasi die Urform: rachsüchtig, düster – aber emotional extrem verletzlich. After Reihe von Anna Todd, Obsidian von J. L. Armentrout

Muss ich nicht haben, in einer Nebenhandlung gerne, wenn es nicht zu kitschig oder sexuell wird



Klischee Nr. 4: Die „Mary Sue“ / der perfekte Held
Eine Figur, die einfach alles kann, kaum Schwächen hat und von allen bewundert wird. Kann schnell langweilig wirken, wenn es übertrieben ist.

Beispiele: Hier hatte ich überhaupt keine Idee und hab google gefragt, und war echt erstaunt, welche Antworten hier rauskamen O.O 

  • The Name of the Wind - Kvothe ist extrem talentiert in fast allem (Magie, Musik, Intellekt), was oft als klassische Gary-Stu-Variante diskutiert wird.
  • Ready Player One  - Wade meistert viele Herausforderungen sehr schnell und weiß auffällig viel.
  • Legend - June ist hochbegabt, strategisch brillant und nahezu fehlerfrei dargestellt.
  • Twilight - Bella Swan wird als durchschnittlich beschrieben, erhält aber die ungeteilte Aufmerksamkeit von fast allen wichtigen männlichen Figuren, ohne ausgeprägte eigene Charakterentwicklung
  • Ayla-Reihe - Ayla entwickelt in ihrer prähistorischen Zeit plötzlich herausragende Fähigkeiten in Jagd, Medizin und Innovation, die niemand zuvor besaß
  • Throne of Glass - Aelin Galathynius ist „die beste“ in fast allem (Kampf, Magie, Strategie) ohne nachhaltige Schwächen 
  • Die Wanderhure-Reihe - Marie Adler bleibt trotz extremer Schicksalsschläge stets moralisch überlegen  und  setzt sich in der Männerwelt ohne echte Schwächen durch

Eine Figur die kaum Schwächen zeigt und alles einfach so kann und durchsteht mag ich persönlich überhaupt nicht



Klischee Nr. 5: Der Mentor stirbt
Die weise Bezugsperson hilft dem Helden – und stirbt dann dramatisch, um dessen Entwicklung anzustoßen. Das gibt es auch in Varianten, dass er nur verschwindet, verraten oder entmachtet wird. 

Beispiele: nenne ich hier keine, das wäre ein zu böser Spoiler :D

Soweit ich mich erinnere, hat das in meinen gelesenen Büchern immer gepasst und war ein ordentlicher Twist


Klischee Nr. 6: Der tragische Ermittler
Meist in Krimis und Thrillern anzutreffen. Der Ermittler (ob Polizist oder Detektiv ect) hat schwere Lasten aus seiner Vergangenheit zu tragen - ist mürrisch, Alkohol- oder Drogenabhängig und in der Zusammenarbeit kaum zu ertragen. Aber brillant in seiner Tätigkeit.

Beispiele: Sebastian Bergman von Hjorth & Rosenfeld, Harry Hole von Jo Nesbo, Maarten S. Sneijder von Andreas Gruber

Mag ich eigentlich ganz gerne, wenn es schlüssig und nicht zu übertrieben wirkt



Klischee Nr. 7: „Enemies to Lovers“ 
Kennt sicher jeder, da das gerade gefühlt bei jeder Fantasy-Romance dabei steht - Zwei Figuren, die sich absolut nicht ausstehen können und ununterbrochen streiten, lernen sich durch die erzwungene Nähe immer besser kennen - und lieben. 

Beispiele: Stolz und Vorurteil von Jane Austen, Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas, Fourth Wing von Rebecca Yarros.

Wenn die Chemie stimmt, kann mich das auch begeistern, wenn es zu übertrieben wirkt oder zu unglaubwürdig / konstruiert, oder auch in die kitschig/sexuelle Richtung abdriftet ist es nichts für mich



Klischee Nr. 8: Das „Unnötige Missverständnis“
Wie nervig das ist!!! Zum Glück stolpere ich nicht mehr oft über sowas, aber früher hatte ich das öfter mal. Da wird was nur halb weitergegeben oder ein Gesprächsfetzen gehört und anstatt nachzufragen wird sofort vom Schlimmsten ausgegangen und die ganze Story baut dann genau darauf auf. Dabei wäre es mit einer einzigen kurzen Nachfrage geklärt gewesen.

Beispiele: „Maxton Hall“-Reihe von Mona Kasten, Edelstein Trilogie von Kerstin Gier

Nervt mich unglaublich!



Klischee Nr. 9: Der übermächtige, reiche Milliardär / CEO
Das kenne ich zwar selten, aber ich lese ja auch so gut wie nie Liebesromane :) Scheint aber oft in der Dark Romance vertreten zu sein?
Er ist jung, unfassbar reich, kontrollierend, und sieht natürlich super aus. Er trifft auf eine bodenständige, oft finanzschwache Frau und kauft im Grunde ihr ganzes Leben auf, um sie zu  beschützen.

Beispiele: Fifty Shades of Grey von E.L. James, Crossfire-Reihe von Sylvia Day, Dreamland Billionaires-Reihe von Lauren Asher.

Da ich sowas kaum gelesen habe, könnte ich wohl (noch) gut damit umgehen, falls ich in einer Geschichte mal darauf treffe


Klischee Nr. 10: Der „Geniale, sozial unfähige Hacker“ 
Auf diesen trifft man vor allem im Cyberpunk / Thriller / Sci-Fi Genre. Wenn die Ermittler oder Helden digitale Hilfe brauchen, gibt es immer diese eine Person, die in einer abgedunkelten Wohnung sitzt (oder bei den Eltern im Keller), sich von Energy-Drinks und Fast Food ernährt,  in Lichtgeschwindigkeit auf der Tastatur tippt und unverständlichen IT-Jargon von sich gibt. 
Diese Figur knackt die am besten gesicherte Pentagon-Datenbank oder ein hochentwickeltes KI-System innerhalb von exakt drei Sekunden.

Beispiele: Lisbeth Salander aus der Millennium-Reihe von Stieg Larsson, oder Patterson aus den Thriller-Bänden von Dan Brown, Josephine „Joey“ Morales aus der Orphan X Reihe von Gregg Hurwitz

Eigentlich mega unrealistisch *lach* Aber ich mag diese Figuren xD



Da ich mit Tropes und Klischees mittlerweile immer wieder durcheinander komme, hab ich tatsächlich mal die KI gefragt, was denn jetzt eigentlich der Unterschied ist: und ich fand die Antwort echt sehr nützlich:

Das Trope (Das Werkzeug): Ein völlig wertneutraler Baustein einer Geschichte. Es ist ein bekanntes Erzählmuster, das Leser sofort wiedererkennen (z. B. „Enemies to Lovers“ oder „Der tragische Ermittler“). Tropes sind wichtig, damit Genres überhaupt funktionieren.

Das Klischee (Die Abnutzung): Ein Trope, das lieblos, vorhersehbar und ohne eigene, frische Ideen kopiert wurde. Es entsteht, wenn Autoren faul Schablonen nutzen, statt ihren Figuren echte Tiefe zu geben. Kurz gesagt: Ein Trope weckt die Vorfreude auf ein bekanntes Muster – ein Klischee sorgt für gelangweiltes Augenrollen.




Jetzt bin ich natürlich gespannt, welche Klischees ihr kennt, welche euch nerven und welche ihr eigentlich ganz gerne mögt!




Das Thema für nächste Woche

Das Ice Cream Special

30 Kommentare:

  1. Hallo Aleshanee,
    heute habe ich mal wieder die Zeit gefunden, mitzumachen.
    Wir haben sogar drei gleiche Klischees genannt:
    - Klischee 1: Das stört mich auch nicht so. Da gibt es schlimmere Klischees.
    - Klischee 4: Das finde ich schrecklich, vor allem, wenn sie es vorher noch nie gemacht haben, es dann aber schon beim 1. Versuch besser als alle anderen können.
    - Klischee 8: Das nervt mich auch richtig, weil es nur unnötiges Drama ist.
    Zu den anderen von dir aufgezählten Klischees:
    Dreiecksbeziehungen mag ich auch nicht und bin froh, dass mir die schon längere Zeit nicht mehr begegnet ist.
    Klischee 3 habe ich ähnlich, nur etwas extremer: wenn er sich von einer Sekunde auf die andere verändert und plötzlich die treuste Seele der Welt ist.
    Dass der Mentor stirbt, ist mir auch noch nicht negativ aufgefallen. Ich glaube, das kam bisher nicht oft in den Büchern, die ich gelesen habe, vor.
    Klischee 6 ist mir dagegen schon öfter begegnet. Bis jetzt hat es mich nicht so gestört. Gerade diese verschrobenen Ermittler mag ich auch.
    Bei Klischee 7 kommt es mir darauf an, wie es umgesetzt ist. Manchmal ist es ja ganz amüsant. Mich stört es aber sehr, wenn sich das wie aus dem Nichts verändert. Das ist mir zu unrealistisch.
    Milliardäre finde ich vor allem in New Adult Büchern nervig. Kaum 20, aber Geld wie Heu. Ansonsten habe ich selten superreiche Leute in Romanen getroffen. Da habe ich es auch nicht so schlimm in Erinnerung.
    Ich glaube, solche Hacker sind mir bisher noch nicht in Büchern begegnet. Jedenfalls kann ich mich an keinen erinnern. :-)
    Liebe Grüße
    Tinette
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    1. Schön dass du wieder mal dabei bist! Gerade bei dem Thema - ich denke da werden viele heute aussetzen ^^

      Den Beitrag hab ich ja schon seit längerem vorbereitet und dadurch gemerkt, dass doch öfter mal Klischees auftauchen. Sie sind mir jetzt irgendwie bewusster aufgefallen. Gerade das unnötige Missverständnis oder eben eine Info, die nicht oder falsch weiter gegeben wird. Das nervt mich wirklich sehr!

      Klischee Nr. 3 kenne ich nur so - da hab ich einfach zu wenig gelesen im Bereich Romance, denke ich, dass das in "meinen" Geschichten so oft vorkommen würde

      Oh ich mag verschrobene Ermittler auch gerne - solange es nicht zu übertrieben ist und noch irgendwie authentisch wirkt

      Das CEO Klischee kenne ich auch eher durch andere, selbst gelesen hab ich das so gut wie nie, außer in Shades of Grey :D

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  2. Hallo Aleshanee, außer von Punkt Nummer eins habe ich keine der genannten Bücher gelesen. Nur wuthering heights, das ich aber worrklich liebe. Ich habe das nicht so gut formulieren können wie Du aber wir haben vieles wohl gemeinsam, auch, wenn ich es anders formuliert habe. Mary Sue habe ich noch nie gehört aber ich habe die letzten Jahre gemerkt, dass ich bei den ganzen Bezeichungen, vor allem auf englisch, nicht mehr mitkomme und mir das mittlerweile auch egal ist. Ich habe einen unendlichen SUB und muss dieses gaze moderne Zeugs nicht lesen. Wie ich gestern gelernt habe heißt jetzt etwas "damsel in tristes", das ist ja gerade bei romance stark vertreten. Fräulein in Nöten :) Das sind für mich aber keine Fantasy mehr sondern Liebesromane in einem anderen Gewand. Was meine Mutter früher gelesen hat. Angelique zum Beispiel, unterscheidet sich kaum von den heutigen Büchern, es gab nur nicht soviel Sex oder wie in Alchemised, auch brutale Gewalt und Vergewaltigung.
    Aber die Zeiten ändern sich, so war es und wird es immer bleiben

    Hier ist meine Zusammenstellung:
    https://phantastische-fluchten.blogspot.com/2026/06/top-ten-thursday-25062026-nenne-uns-10.html

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    1. Freut mich dass du dich an das Thema getraut hast! :) Da bin ich gespannt welche Gemeinsamkeiten wir haben!

      Oh ja "Damsel in Tristes", den Begriff hab ich tatsächlich auch schon irgendwo gehört oder gelesen! Ja, überhaupt ist das ganze Romantasy Genre an sich das gleiche wie früher "Erotik", so mag es heutzutage nur niemand nennen :D

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    2. Ic h habe gerade eine Rezension gelesen, da kam noch etwas vor: allein erziehender Vater (tragisch verwitwet). Viele meiner Punkte sind ja von Manula, bei Thriller oder Krimis scheint das vermehrt aufzutauchen. Da ich die depressiven nordischen Krimis nicht lese, hatte ich da wenig Auswahl. Brunetti scheint ja der einzige, glücklich verheiratete ERmittler zu sein. :)

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  3. Guten Morgen Aleshanee :)

    Deinen Einstieg unterschreibe ich genau so! Ich fand das Thema auch echt schwer und mir wollte erst so gar nichts einfallen. Mit Inspiration dann wenigstens ein bisschen was, aber voll wirde die Liste dennoch nicht.

    Da ich gerade noch im Urlaub bin, lasse ich jetz nur mal schnell meinen Link da und kommentiere später nochmal ausführlicher zu deinen Klischees :)

    Lieben Gruß
    Andrea
    Klischees, die ich nicht mag

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    1. So... jetzt kommt der ausführliche Kommentar ;) einfach fand ich die Aufgabe ja auch absolut nicht und auch die Inspiration aus dem Netz hat mich nicht so richtig zufriedenstellen wollen. Spaß hats trotzdem gemacht :)

      Der Auserwählte ... oh ja! Das kommt definitiv auch öfter vor. Stört mich aber nicht so sehr, denn worüber sollte eine Geschichte ja sonst erzählen?^^ bisher hat ja noch keiner eine über den Sidekick geschrieben (außer dann als Special). Tatsächlich störte es mich dann eine Weile mehr, dass "Der Auserwählte" der Standard-Untertitel war.

      Dreiecksbeziehung... brauche ich nicht (mehr). Eine Weile fand ich das okay, mittlerweile störts mich. Zu viel unnötiges Drama und zu wenig ehrliches Thema.

      Bad Boy... *stöhn* wenn es gut gemacht ist, habe ich nichts dagegen. Aber in der Regel ist es so 0815 und damit kann ich nichts anfangen. Wo das im Klappentext schon deutlich wird, mache ich auch meistens einen Bogen drum.

      Der perfekte Held... hmmm. Mir würde da gerne auch kein direktes Beispiel einfallen - und auch Wade bei Ready Player One hab ich so nicht empfunden. Aber generell mag ich das auch nicht unbedingt. Wobei ich öfter eher die Fälle hatte, dass die Leute nichts konnten und dann ganz plötzlich alles.

      Mentor stirbt... stimmt^^ das kommt definitiv öfter vor. In der Regel mag ich es aber gerne, wenn es gut in die Handlung eingebaut ist.

      Enemies to lovers & Missverständnis hab ich in ähnlichen Varianten bei mir ja auch dabei. Letzteres finde ich absolut furchtbar, ersteres eher nervig.

      Tropes... wie haben wir früher nur ohne sie überlebt?^^ ich mag die gar nicht, weil sie mir einfach schon zu viel in die Handlung spoilern.

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    2. Ich freu mich auf jeden Fall dass du es versucht hast! Ich hatte schon Sorge dass sich gar niemand ran getraut hat :D

      Da scheinen wir auf jeden Fall recht ähnlich zu ticken. Der Auserwählte stört mich auch nicht denn ja, um den geht es ja also steht er natürlich im Fokus. Es sind halt meist auch die obligatorischen Prophezeiungen die da dran hängen ^^

      Bad Boy - in so vielen Klappentexten klingt das danach, weshalb ich so viele Neuerscheinungen gar nicht näher anschaue.

      Beim perfekten Held musste ich ja googeln, sowas ist mir bewusst nicht wirklich aufgefallen.

      Die Missverständnisse um die Spannung zu erhöhen (oder es wird etwas nicht weiter erzählt) sind wirklich nervig. Das merkt man recht schnell wenn es einfach nur benutzt wird - ohne zu gelingen ^^

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  4. Guten Morgen Aleshanee,

    ich hab mich schon von Beginn an schwer mit dem Thema getan und gar nicht gewusst, welche Klischees ich da jetzt nehmen könnte. Darauf, einfach mal zu googlen, bin ich gar nicht gekommen und auch so war es mir zu heiß, um meinen Kopf da noch großartig zum Rauchen zu bringen.
    Deshalb bin ich heute nicht dabei....

    Wenn ich dabei wäre, wäre ich vielleicht noch auf die Dreiecksbeziehung gekommen, die nervt mich nämlich auch total. Aber auch die meisten der anderen Klischees sind mir schon begegent und ja, je nach Sitauation nerven sie mich auch, aber das lässt sich meist nicht so pauschal sagen...

    Schön, dass andere kreativer waren als ich und ein paar Listen enstanden sind :D

    Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag,
    Steffi vom Lesezauber

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    1. Ich google mittlerweile immer recht schnell wenn mir irgendwelche Fragen durch den Kopf gehen - da bin ich echt ein bisschen denkfaul geworden *lach* Aber hier wäre mir wirklich nicht viel eingefallen, aber durch die Vorschläge dann ist dann einiges klarer geworden, eben auch Sachen die ich kenne und die mich doch auch nerven :)

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    2. Ja, ich glaube, dass mir dadurch doch auch leicht was eingefallen wäre. Aber so hat mir einfach irgend eine zündende Idee gefehlt.

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  5. Guten Morgen Aleshanee,

    ich bin heute nicht dabei, da ich im Großen und Ganzen nicht viel von Klischees halte und daher auch keinen Wert darauf lege.
    Im buchigen Sinne werden Klischees heutzutage auch eher als Tropes bezeichnet. Und da gibt es jetzt auch nicht unbedingt viele, die mich stören. Denn es kommt wirklich immer auf die Umsetzung an.
    Wenn es für meinen Geschmack nicht stimmig ist, dann mag ich diesen bestimmten Trope für dieses Buch nicht, was aber nicht bedeutet, dass ich den Trope allgemein nicht mag.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Donnerstag und dass ihr alle ein kühles und schattiges Plätzchen findet. Und denkt daran, viel trinken bei der Hitze. ☀️🔥

    Cheerio
    RoXXie

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    1. Ich lege auch keinen Wert drauf :D Aber durch die ständige Konfrontation mit den Tropes in letzter Zeit dachte ich, das wäre jetzt doch mal ein Thema wert ;)

      Wie oben schon beschrieben scheinen Tropes ja das zu sein, wie man es benennt - die dann zu einem Klischee werden wenn man sie zu sehr ausreizt. Manche stören mich ja auch nicht, aber vieles kann ich mittlerweile einfach nicht mehr sehen bzw. lesen, weil es einfach zu oft vorkommt oder nervt.

      Dir auch einen schönen Tag liebe RoXXie mit einem kühlen Schattenplätzchen und genug zu trinken! <3

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    2. Natürlich ist es mal ein Thema wert, wenn man wirklich Schwierigkeiten mit diversen Tropes/Klischees hat, aus welchen Gründen auch immer.
      Eine gewisse Reizüberflutung spezieller Tropes gibt es aktuell auf jeden Fall. Ich selbst bin kein großer Fan des Pregnancy Tropes, ganz besonders nicht, wenn es, meiner Meinung nach, überhaupt nicht in die Entwicklung der Geschichte passt. Aber man ist ja schneller schwanger, als man manchmal schauen kann.

      Deiner Aussage "Throne of Glass - Aelin Galathynius ist „die beste“ in fast allem (Kampf, Magie, Strategie) ohne nachhaltige Schwächen" kann ich hier absolut nicht zustimmen. Das mag für Außenstehende, die die Reihe nicht gelesen haben (durch Klappentexte) so anmuten, doch taucht man einmal in die Bände ein, weiß man sofort, dass auch diese Figur Schwächen hat und Fehler macht, die auch schwerwiegende Folgen haben. Ich denke, hier hast du vorschnell geurteilt.

      Bei "Der übermächtige, reiche Milliardär / CEO" kann ich dir nur zustimmen. Da gibt es ja auch die Aussage, wären die Typen nicht reich und würde es in einem Trailerpark spielen, wäre es eine "Criminal Minds" - Folge geworden.

      "Enemies to Lovers" wird für meinen Geschmack auch viel zu häufig genutzt und am Ende stellt sich raus, dass sie keine "Enemies" waren. Da hätte ein "Stranger to Lovers" oder "Bully to Lover" eher gepasst. Denn nur weil Charakter X den Gegenüber Y nicht mag oder sie sich gegenseitig hänseln & ärgern, sind es noch lange keine "Feinde". Oder man zwei Charaktere aufeinandertreffen, sich nicht kennen, sie sofort als Feinde zu bezeichnen, ist Quatsch. Da fehlen mir dann oft die starken Gegensätze und tiefes Misstrauen zwischen den "Feinden", um sie wirklich als solche zu bezeichnen.

      Bei "Unnötige Missverständnisse" kann ich dir nur zustimmen. Das hat man ja wirklich oft in den Contemporary Fiction - Büchern für die Young/New Adult - Zielgruppe. Die Maxton Hall - Trilogie ist da auch wirklich ein gutes Beispiel. Aus meiner Erinnerung, weiß ich, dass es in meinem Leben und dem meiner Freunde nicht solch dramatischen und unnötigen Missverständnisse gab. Und wenn es mal etwas Drama gab, war das auch recht fix wieder aus der Welt geschafft.
      Gut, ich weiß jetzt auch nicht, wie es heutzutage bei den Teens und jungen Erwachsenen läuft, aus dem Alter bin ich einfach raus.

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    3. "Pregnancy Tropes"? Davon hab ich z. B. noch gar nicht gehört :D Aber ja, das kann schneller gehen als man denkt, passiert ja immer noch immer wieder ...

      Ah, ich hab eigentlich schon drauf gewartet! Also auf deinen Widerspruch zu Throne of Glass. Ich hab hier ja gegoogelt zu diesem Klischee, weil ich selbst keine Ahnung hatte was ich hier nennen soll. Und diese Bücher hat google ausgespuckt ;)

      Bei Enemies to lovers bin ich komplett raus. Das Prinzip ist mir viel zu ausgelutscht mittlerweile und deshalb weiß ich auch nicht, wie das mittlerweile gehandhabt wird in Geschichten. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es genauso ist wie du beschreibst: nämlich keine Feinde in dem Sinn. Sondern einfach nur zwei die sich halt necken, wie es halt so üblich ist :)

      Also, geredet wird leider oftmals nicht über Probleme oder Gefühle, aber wenn wichtige Sachen anstehen, dann wird da nicht ewig hinter dem Berg gehalten. Nicht dass ich wüsste - zumindest nicht bei solchen "Missverständnissen" oder "Zurückhalten" wie es in den Geschichten erzählt wird. Das finde ich einfach nur nervig :)

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  6. Guten Morgen,

    ich hab mich auch echt schwer getan. Ich achte ja beim , oder nach dem Lesen nie auf Tropes/Klischees. Habe mich aber, da sie derzeit aktiv als Werbekriterium/ Kaufkriterium angepriesen werden - näher damit beschäftigt. Und sie zumindest in meinen Rezensionen mit aufgeführt. (wobei ich die Tropes dann vom Verlag übernehme und nicht extra noch nach ihnen suche)

    Mir persönlich verraten sie zuviel - aber ich könnte mir vorstellen, das sie in der heutigen Zeit, wo alles unsicher ist, dem Leser ein Stück Sicherheit und "Wissen worauf man sich einlässt" geben können.

    Die meisten deiner Klischees kenne ich auch. Mal stören sie mich, mal kann ich gut mit ihnen Leben - es kommt halt, wie immer auf die Geschichte an und wie der Autor das Stilmittel verwendet hat.

    Mein Beitrag: https://buchgarten.wordpress.com/2026/06/25/nenne-uns-10-klischees-die-du-entweder-magst-oder-gar-nicht-leiden-kannst-am-besten-mit-einem-buch-als-beispiel-toptenthursday/

    Liebe Grüße

    Tanja

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    1. Ich beschäftige mich auch nie wirklich damit, aber wie du schon sagst: momentan wird man ja mit Tropes geradezu bombardiert, zumindest in gewissen Genres - aber ich gehe ihnen soweit wie möglich aus dem Weg ^^ Ich muss das auch alles vorher nicht wissen, an sich sollte ja der Klappentext reichen. Aber die werden oft so lieblos geschrieben, was ich echt schade finde.

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  7. Hallo Aleshanee,

    hm, erst einmal eine interessante Frage......Danke dafür......

    Ich denke mal , alles wird irgendwann/irgendwie mal zum Klischee, wenn der Buchmarkt plötzlich "überschwemmt wird" zum Beispiel von Dreiecksbeziehungen
    ......daran kann ich mich noch gut erinnert vor ein paar Jahren.......plötzlich hat jeder Autor seine/eine Dreiecksgeschichte in seiner Romangeschichte mit untergebracht.

    Am Anfang war das noch neu/interessant und sicherlich sind die Verkaufszahlen bestimmter Autoren extrem in die Höhe geschnellt, aber mit der Zeit wurde es uninteressant/möglicherweise sogar langweilig, weil plötzlich jeder eine Dreiecksgeschichte hatte.

    Ich denke, Geschichten leben vom guten Mix .......und ja ich mag es, aber ich mag auch Schnitzel mit Pommes.....trotzdem muss ich dieses Gericht nicht jeden Tag essen.......augenzwickern...

    Klischees O.K. aber in Maßen..

    LG...Karin..

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    1. Hm, alles nicht, solange es nicht ständig wiederholt und durchgekaut wird :D Ich lese immer wieder spannende Geschichten in denen für mich alles neu und originell wirkt, ohne abgekupfert zu sein :)

      Ja, die Dreiecksbeziehungen, wie nervig! Ich mag das ja gar nicht und seit dem ich deswegen mich von Romance fernhalte werden diese Tropes immer mehr und intensiver - überhaupt dieses ganze Liebes- und Erotikzeugs... damit kann ich einfach nichts anfangen und ich hoffe, dass der Trend jetzt auch langsam an seine Grenze kommt und wieder anderem Platz macht.

      Haha, ja Schnitzel mit Pommes, das möchte ich auch gerne noch lesen!

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    2. Jetzt hab ich mich auch noch vertippt *lach* Sorry die Hitze ... ich war in Gedanken irgendwie bei Schnitzel Surprise - dem Buch von Markus Heitz. Gleichzeitig wusste ich was du meinst dass man nicht jeden Tag das gleiche essen mag - sorry, zum Denken ist es grade zu heiß :D

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    3. Schnitzel suprise ist echt witzig

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  8. Ja, ja.......die Hitze ...kein Thema, ..denn lachen ist gesund..grins...

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  9. Hallo Aleshanee,
    Uuh Klischees:) Wenn ich mir deine Beispiele so anschaue dann stören mich am meisten die unnötigen Missverständnisse bzw dass einfach nicht der Mund aufgemacht wird..und ja, Mona Kasten und die Again-Reihe (so heißt die glaube ich, mit Begin again fing es an:)) ist da ganz vorne mit dabei. Bei einem hat es mich besonders verrückt gemacht wahnsinnig nervig.
    Das zweite ist die perfekte Heldin, spontan fällt mir da Die Auserwählten ein, Ria heißt sie dort. Ich liebe die Reihe wirklich und Ria auch aber irgendwann war sie mir zu schlau, lag immer richtig mit allem, hat sich nie von ihrer Meinung/ihrem Vorhaben abbringen lassen und hat sich auch nie geirrt. Zumindest ist mir das nicht im Gedächtnis geblieben, nur wie perfekt sie war. Und ja, das waren die intelligentesten Schüler, allen voran sie aber etwas 'fehlerhaftes' hätte sie mir noch näher gebracht.
    Und zu guter letzt: der Bad Boy, der eigentlich zahm wie ne Schmusekatze ist mit der immer gleichen äußeren Beschreibung. Auch mit dabei: Begin again, aah ich liebe ja Kaden und HassleLiebe diese Reihe, manchmal lese ich sie oder höre sie weil die Sprecherin Kaden lustig spricht.
    Aber ich bin meist etwas enttäuscht wenn der xte gleich beschriebene Bad Boy auftaucht:)
    Aber auch ein echter Bad Boy, der toxisch ist und das dann als romantisch oder spicy verkauft wird wie bei der After-Reihe, schwierig gerade weil es viele junge Leute lesen.
    Der Typ ist nicht süß, der braucht erstmal ne Therapie.
    Was mittlerweile auch schon fast ein Klischee ist: eine ganz ganz schlimme Erfahrung/ein Trauma, darf irgendwie nicht mehr fehlen.
    Von den anderen lese ich entweder selten oder es stört mich nicht, Enemies to lovers mag ich, wie du auch sagst, solange es nicht überzogen oder unglaubwürdig wird.

    Spannend!

    Liebe Grüße,
    Silver:)

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    1. Als Google mir das mit den Missverständnissen gezeigt hat, hab ich im ersten Moment gedacht: das kommt doch so selten vor!
      Und seitdem ich das im Kopf habe entdecke ich das tatsächlich doch immer wieder beim Lesen. Zum Glück meistens nur kurz, also die Aufklärung erfolgt bald, aber ich hatte jetzt auch einmal in einem Buch und einmal in einer Serie etwas, das einfach nicht gesagt wurde und immer wieder verzögert... sowas ist echt doof, vor allem weil es ganz einfach gewesen wäre und am Ende nicht viel anders gelaufen wäre.

      Die perfekte Heldin, da ist mir keiner so wirklich eingefallen, da musste ich tatsächlich auch googeln xD

      Hach ja, der Bad Boy. Damals mochte ich das, weil es noch so selten war, das hatte was witziges, aber mittlerweile ist es halt gefühlt überall in sämtlichen Facetten, wenn ich das schon im Klappentext lese bin ich raus ^^

      Toxisch und spicy - das gehört für mich zu den früheren Erotik Romanen. Wenn sie Romance Bücher jetzt Erotik nennen würden, würden es wahrscheinlich nur noch 20 % lesen :D

      Schlimme Erfahrungen und Trauma - ja das haben die meisten Helden in der High Fantasy und hab ich ja oben zumindest bei den Ermittlern genannt. In Krimis und Thrillern kenne ich das fast gar nicht ohne.
      Es ist halt auch so dass tatsächlich die meisten Menschen mit sowas zu kämpfen haben, es also nicht so ungewöhnlich ist dass man in der Buchwelt darauf trifft. Es sollte halt authentisch sein und nicht oberflächlich behandelt werden, als sei es "normal" oder "leicht wegzustecken"

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  10. Hallo Aleshanee,

    ich hab meinen Post aus Versehen gelöscht und bin deshalb diese Woche nicht dabei. Bei der Hitze hatte ich dann auch keine Energie mehr, alles neu zu schreiben - vor allem nicht nach dem halben Hitzschlag in meiner Küche, weil ich für diverse Schulfeste Kuchen backen musste 🫠🥵
    Nächste Woche bin ich dann wieder beim Eis‑TTT dabei.

    Ich merke immer mehr, dass ich doch ein Fan von Tropes geworden bin, einfach weil ich damit super schnell eingrenzen kann, worauf ich gerade Lust habe. Was mich aber nervt, sind diese endlosen Listen hinten auf manchen Büchern, die einem schon die halbe Handlung verraten. Mir reicht völlig, wenn ein einzelner Trope draufsteht - zum Beispiel Rivals to Lovers oder The Chosen One.

    Und damit wären wir auch schon bei deinen Klischees:

    Der Auserwählte: Finde ich völlig okay, solange die Story durchdacht ist und der Charakter Tiefe hat. Ich brauche Prüfungen, Zweifel und Stolpersteine - wenn alles zu glatt läuft, wird es schnell langweilig.

    Dreiecksbeziehungen: Kann ich momentan gar nicht ab. Zu zweit gibt es genug Drama, da muss nicht noch eine dritte Person rein. Außerdem leide ich am klassischen Second Male Lead Syndrom - ich denke ständig, dass die abgewiesene Person besser gepasst hätte als der männliche Hauptcharakter, besonders wenn der ein richtiger A**** war.

    Bad Boy: Funktioniert für mich nur, wenn klar ist, dass die „Härte“ eine Fassade ist, die aus bestimmten Gründen aufrechterhalten werden muss. Wenn er aber einfach ein arroganter Vollpfosten ist, der durch die Protagonistin auf magische Weise „geheilt“ wird, finde ich das nur kitschig und dumm.

    Der perfekte Held: Mag ich gar nicht. Ich brauche Schwächen, Fehler und Ecken, damit ich Sympathie entwickeln kann. Zu perfekte Figuren wirken auf mich unrealistisch.

    Klischee 5 und 6: Lese ich selten, daher bin ich da neutral.

    Enemies to Lovers: Mag ich momentan sehr, aber es muss glaubhaft bleiben. Am liebsten in Kombination mit Slow Burn. Wenn sie sich im einen Moment hassen und im nächsten übereinander herfallen, bin ich raus. Und oft ist „Enemies“ sowieso die falsche Bezeichnung - wie RoXXie schon meinte, würde manchmal ein anderer Begriff viel besser passen.

    Missverständnisse: Sind okay, solange sie sinnvoll eingebaut und schnell geklärt sind. Was ich gar nicht mag: Wenn jemand nur Gesprächsfetzen hört, sich eine komplette Story zusammenreimt und dann jahrelang verschwindet. Und das ganze Buch hängt dann an diesem einen ausgelutschten Missverständnis, das man mit zwei Sätzen klären könnte.

    Klischee 9 und 10: Neutral, weil ich sie selten lese.

    Was ich noch auf meiner Liste hatte:

    Schwangerschafts-Klischee: Das nervt mich richtig. Wenn eine Protagonistin große Träume hat und alles dafür tut - und dann wird sie schwanger und zack, alles vorbei. So nach dem Motto: Traum von den Olympischen Spielen, Goldmedaille gewonnen, und jetzt hört sie mit dem Sport auf. Das fühlt sich oft wie ein Rückschritt an.

    Trauma: Muss gut gemacht sein. Es reicht nicht, einer Figur ein Trauma anzuhängen, wenn sie dann völlig gegensätzlich handelt. Beispiel aus einem Buch, das ich Anfang des Jahres gelesen habe: Die Protagonistin hatte eine Totgeburt im 5. Monat - und das Einzige, was man davon merkt, ist, dass sie zunimmt, weil sie ein paar Süßigkeiten mehr isst. Keine Therapie, keine realistische Verarbeitung. Da könnte ich echt an die Decke gehen. Eine kurze Google‑Recherche der Autorin würde schon reichen, um glaubhafte Erfahrungsberichte zu finden.

    Der redselige Bösewicht: Kann witzig sein, aber bitte nicht mitten im Kampf auf Leben und Tod. Wenn der Bösewicht seitenlang seinen Plan erklärt, frage ich mich immer, wie die Handlung wohl verlaufen würde, wenn er einfach handeln würde statt zu reden.

    Puh… die Antwort ist jetzt doch länger geworden als geplant.

    Ich hoffe, du kommst gut durch die Hitzewelle.

    Liebe Grüße
    Jennifer

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    1. Ach das ist ja ärgerlich! Ich hab heute auch schon aus Versehen einen Kommentar gelöscht, zum Glück keinen Beitrag :)

      Mich sprechen diese ganzen Tropes überhaupt nicht an - was wahrscheinlich vor allem am Genre liegt, weil die ja hauptsächlich im Romantasy Bereich vorkommen oder New Adult, da bin ich zurzeit halt gar nicht (mehr) unterwegs.

      Den Auserwählten gibts ja in der High Fantasy öfter, die ich gerne lese, da stört es mich tatsächlich nicht, weils für die Handlung einfach meistens sehr passend ist :D

      Dreiecksbeziehungen kann ich gar nicht haben, überhaupt wenn der Fokus sich zu sehr um die Beziehung dreht, wie es ja zurzeit leider so oft in der Fantasy der Fall ist. Ebenso der Bad Boy und wie diese ganzen Tropes heißen, das schreckt mich eher ab.

      Ja, die Missverständnisse oder was totgeschwiegen wird. Das nervt mich wirklich sehr weil es oft so in die Länge gezogen wird! Falls das mal nicht der Fall ist freu ich mich immer direkt und danke dem Autor dafür :D

      Schwangerschaften ... da les ich dann wohl in dem "falschen" Genre, das kenne ich gar nicht.
      Trauma und ähnliches gehört bei mir zu dem tragischen Ermittler, bei KRimis und Thriller haben die nämlich sehr oft einen riesigen Ballast aus der Vergangenheit.

      Hm, da muss ich jetzt kurz drauf eingehen mit der Protagonistin und der Totgeburt. Wie alle Traumata oder solche Erfahrungen ist das sehr speziell und man weiß nie, wie jemand damit umgehen oder fertig werden wird. Ich hatte auch keine Therapie oder realistische Verarbeitung und ich lebe noch ... also da bin ich immer etwas vorsichtig. Es kommt halt auch drauf an ob es so dargestellt wird, als würde sie es kalt lassen. Wobei es sowas natürlich auch gibt -> Verdrängung. Müsste in der Geschichte dann aber auch irgendwie authentisch rübergebracht werden.

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    2. Ich glaube, mich hat vor allem das Gesamtpaket gestört. Es war nicht nur das Trauma der Protagonistin, sondern auch das des männlichen Leads. Er wurde als Teenager von seinem Vater fast totgeschlagen und möchte deshalb keine feste Beziehung. Gleichzeitig kennen sich die beiden seit zwanzig Jahren - sie war damals ein kleines Mädchen und in ihn verliebt, er der beste Freund ihres Bruders. Immer wieder hatten sie sporadisch Kontakt, aber nie wirklich eine gemeinsame Entwicklung.

      Und dann treffen sie sich wieder, er braucht plötzlich ihre Hilfe, weil er ein Baby hat, dessen Mutter gestorben ist - seine Haushälterin, mit der er offenbar eine sexuelle Beziehung hatte. Innerhalb von drei Wochen sind sie verliebt, funktionieren als glückliche Familie und der Kleine nennt sie sogar „Mama“. Für mich wirkte dieses ganze Setting einfach so schräg und überzuckert.

      Ich hatte das Gefühl, die Traumata wurden nur eingebaut, damit die beiden eine „dramatische Vergangenheit“ teilen und überhaupt Gesprächsstoff haben. Emotional glaubwürdig oder organisch gewachsen hat sich das für mich nicht angefühlt. Und genau so aufgebaut mag ich dieses Trauma‑Klischee gar nicht, weil alles so überhastet wirkt.

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    3. Ah okay, das klingt für mich auch alles sehr überspitzt und nach zu viel Drama - wobei ich weiß dass auch im "echten Leben" soviel passieren kann ^^ Aber trotzdem, es wird oftmals so eine Vergangenheit genommen nur damit man mitfühlt - aber wenn die Emotionen dazu fehlen, dann funktioniert das nicht.
      Hier scheint wirklich eine Menge reingepackt worden zu sein, ohne damit zu "arbeiten", also einfach nur um Drama und Ereignisse zu liefern, aus denen man dann irgendwie eine Geschichte macht.
      Das mag ich auch nicht.

      Aber interessant dass das anscheinend so oft genutzt wird mittlerweile, ich selbst habe erst in wenigen Geschichten sowas gelesen (außer eben die Kommissare, die scheinen dafür ja prädestiniert zu sein). Wenn man schon solche Sachen mit einbaut, sollten sie einen Sinn haben, der auch dahinter blicken lässt.

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  11. Hallo Aleshanee,
    ich konnte mit dem Thema so gar nichts anfangen und habe auch keinen Beitrag geschrieben. Für eine Recherche hatte ich wegen der Hitze keine Energie übrig.
    Dein Beitrag ist interessant, du hast einige Klischees aufgelistet, auf die ich auch immer wieder stoße. Und bis heute wusste ich nicht was ein Trope ist. ;-)
    Etwas was ich absolut nicht mag, sind perfekte Figuren, die überhaupt keine Schwächen haben und außerdem super aussehen.
    Bei den "tragischen Ermittlern" kommt es auf die Macken an. Manche sind nicht nur tragisch, sondern schlicht und einfach kaputt. Maarten S. Sneijder finde ich sogar sympathisch. Harry Hole von Jo Nesbo war mir sofort äußerst unsympathisch, sodass ich nur ein Buch mit ihm gelesen habe.
    Über die "genialen Hacker" kann ich nur schmunzeln, in einem Film oder Buch wäre es äußerst langweilig einen Hacker zu zeigen, der stundenlang auf den Bildschirm glotzt.
    Liebe Grüße
    Kristina

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    1. Auf "Perfekte Charaktere" treffe ich tatsächlich so gut wie nie :)

      Bei den Ermittlern kommt es auch drauf an - ich mag sie auch trotz oder gerade wegen ihrer Macken, wobei "mögen" jetzt vielleicht nicht das richtige Wort ist. Sebastian Bergman z. B. ist ja das allerletzte, aber es ist auch spannend wie seine Figur gezeichnet ist!

      Naja, die "genialen Hacker" sieht man ja immer nur kurz - aber da sind sie eben meist in irgendwelchen Kellern oder abgeschotteten Wohnungen, Rollos unten, lauter Bildschirme um sich rum und mit typischer Nerd-Sprache :D

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