Seiten

Montag, 25. April 2016

Rezension: Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

 
Der Seelenbrecher
von Sebastian Fitzek

Genre: Psychothriller

Verlag: Knaur
Seitenzahl: 368
Taschenbuch: 9,99 €
ebook: 9,99 €

1. Auflage: Okt 2008






Klappentext


Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ...

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Meine Meinung

Nachdem mir Passagier 23 so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich gerne noch was anderes von dem Autor ausprobieren. Nach einigen Empehlungen hab ich mich dann für Der Seelenbrecher entschieden, aber so ganz kann ich mich der Begeisterung nicht anschließen.

Am Anfang war ich etwas verwirrt.
Es beginnt auf den ersten Seiten mit einer sehr grausamen Szene, doch die Geschichte ist eigentlich ein Rückblick, ein Ausschnitt aus einer Krankenakte, die Licht in die damaligen Mordfälle bringen soll. 

Diese Akte legt ein Professor seinen Studenten vor: Sie sollen sie im Zuge eines Experimentes lesen, wissen aber noch nicht, worum es da genau geht. Dieses "Protokoll" ist aus der Sicht eines Insassen geschrieben, der damals in der psychiatrischen Luxusklinik Patient war und die Vorgänge hautnah miterlebt hat. 

Der Schreibstil ist einfach und flüssig und grade in der ersten Hälfte fand ich die Spannung sehr hoch und ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Eine eingeschneite psychiatrische Anstalt in der ein Mörder umgeht ist ja auch prädestiniert für Horrorvisionen und die ganze Szenerie gibt einige Rätsel auf. Ab der zweiten Hälfte hat sich das ganze etwas gewandelt und entwickelte sich für mich ein bisschen in Richtung eines B-Movies. Ich kam mir wirklich vor, als würde ich mir so einen typischen Horrorfilm im Fernsehen anschauen, nur leider ist die ganze Atmosphäre und Authentizität dabei ziemlich verloren gegangen. 

Die Charaktere waren auf jeden Fall interessant, vor allem natürlich "Casper", der Patient, der sein Gedächtnis verloren hat und aus dessen Perspektive wir das ganze erzählt bekommen. Alle anderen bleiben etwas undurchsichtig, was natürlich so sein muss, damit man dem Rätsel nicht allzu schnell auf die Spur kommt.

Kleine unlogische Feinheiten haben mich gestört und auch die Aufklärung - auch wenn sie schlüssig war - hat mich doch ein bisschen unbefriedigt zurückgelassen. 

Fazit

Ein sehr spannender Anfang in einem bekannten Szenario, das mich gegen Ende nicht mehr so mitreißen konnte. Einiges kam mir unlogisch vor und das Gänsehaut-Gefühl blieb leider aus.

Bewertung
 


© Aleshanee



Über den Autor: Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Familie in Berlin.
Quelle: Droemer Knaur Verlag




5 Kommentare:

  1. Hallöchen liebe Aleshanee,
    ich habe dieses Buch gelesen, da war ich, glaube ich, in der siebten Klasse und hatte vorher noch nicht viele andere Thriller gelesen, außer der Medizinthriller von Robin Cook (die ich übrigens auch sehr genial finde). Ich fand den Seelenbrecher einfach unglaublich gut und habe mich durch die Geschichte gefressen. Mag vielleicht daran liegen, dass ich da noch nicht so Thrillererfahren war und mir einige Feinheiten auch egal waren, aber ich hab das Buch zumindest in guter Erinnerung. :D

    Liebst, Lotta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, schon in der siebten? ^^ Meine Tochter ist auch gerade in der siebten - ich weiß nicht, ob sie sowas schon lesen würde :)
      Aber ich denke, ihr würden da auch einige Sachen gar nicht auffallen ... Von der Idee her ist es halt sehr typisch. Wenn man aber sowas noch gar nicht kennt, kann ich mir gut vorstellen, dass es einen auch gegen Ende sehr mitreißt.

      Löschen
  2. Huhu,

    ja, mich konnte das Buch auch nicht wirklich überzeugen. Du gibst gut wieder, was an dem Buch nicht stimmt. Mir wurde damals gesagt, dass mein negativer Eindruck daran liegt, dass "Der Seelenbrecher" wohl eine Art Fortsetzung ist und man den Vorgänger gelesen haben muss, um die Zusammenhänge zwischen den Protas zu verstehen. Keine Ahnung. Bei mir war es der erste Fitzek und der hat mir den Autor doch echt verdorben.

    Lieben Gruß
    Steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hm, aha, also das hab ich noch von keinem gehört mit der Fortsetzung, mir wurde das auch direkt empfohlen, als ich nach guten Büchern von Fitzek gefragt hatte ... ohne dass jemand gesagt hätte, dass es dazu eine Vorgeschichte gäbe

      Löschen
    2. Ich kann dir auch gar nicht mehr so genau sagen, wer mir diese Info gegeben hat. :-/ Ich hatte das zu einer Rezi einer Bloggerin mal entsprechend kommentiert und dies war damals ihre Antwort darauf. Sie meinte, dass die Frau (ich glaube, das müsste die Ärztin gewesen sein - ist schon zu lange her) mit einem der anderen Typen in einem der Vorbände was hatte und dass das wichtig für die Geschichte wäre. Aber nun ist es ja auch egal. :) Bei uns beiden ist es eh zu spät. ;-)

      Liebe Grüße

      Löschen

Ich würde mich über dein Feedback zu meinem Beitrag freuen! Ich beantworte die Kommentare immer direkt hier oder schreibe dir gerne auf deinem Blog zurück :)