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Montag, 7. August 2023

Der Polarbären-Entdeckerclub 1 – Reise ins Eisland von Alex Bell




Reise ins Eisland von Alex Bell

illustriert von Iacopo Bruno

Im Original The Polar Bear Explorers´ Club
Band 1 der Reihe Der Polarbären-Entdeckerclub 
empfohlen ab 10 Jahren

Verlag Fischer --- Seitenzahl 336
1. Auflage November 2017






Klappentext
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Ein wildfremdes Land voller phantastischer Kreaturen entdecken! 
Die Junior-Forscher Stella, Beanie, Shay und Ethan dürfen endlich ihre erste Expedition mit dem legendären Polarbären-Entdeckerclub antreten. Doch sie werden von der Gruppe getrennt und sind plötzlich in Eis und Schnee auf sich allein gestellt. 
Wie sollen die abenteuerlustige Schneewaise Stella, der ängstliche Halbelf Beanie, der mysteriöse Wolfsflüsterer Shay und der hochnäsige Ethan aus dem verfeindeten Meereskraken-Club das nur überstehen – wo doch gruselige Frostelfen, gesetzlose Schneeräuber und fleischfressende Kohlköpfe hinter jeder Eisscholle lauern? Den Kindern bleibt nichts anderes übrig, als sich zusammenzuraufen sich und den Gefahren zu stellen. Denn so unterschiedlich sie auch sind: Dass sie einander brauchen, wird ihre größte Stärke sein!

Meine Meinung
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Was für ein spannendes Abenteuer! Ich mochte diesen Band sehr, der mich mit Stella, ihrem Freund Beanie und einigen anderen in das kalte Eisland auf Entdeckerreise geführt hat. 

Allerdings muss die gerade 12 Jahre alt gewordene Stella erstmal eine Hürde überwinden, denn im renommierten Polarbären Entdecker Club sind keine weiblichen Mitglieder vorgesehen, erst recht keine "kleinen Mädchen". Ehrwürdige Herren mit großen Schnauzbärten und rauchenden Zigarren geben hier das typische Bild ab - wie gut, dass Stellas Vater aufgeschlossen ist und trotz eigener Bedenken seine Ziehtochter mitnimmt.

Stella ist bei ihm aufgewachsen, nachdem er sie im Hohen Norden, sozusagen im ewigen Schnee, gefunden. Ein kleines Mädchen mit seltsam weißen Haaren und eisblauen Augen. Eine Besonderheit die natürlich auffällt, doch sie hat gelernt, damit umzugehen. Vor allem durch die liebevolle Fürsorge ihres Adoptivvaters Felix. Liebe und Toleranz haben eine hohe Priorität in seinem Leben und mit vielen kleinen Botschaften nehmen wir daran teil, wie er Stella immer wieder aufbaut, wenn sie ins Zweifeln kommt. 

"..., it simply doesn´t do to be jealous of other people´s skins. Or of their possessions, or good fortune, or little triumphs. Nothing lies down that road but misery. The man - or woman - who walks around constantly comparing their lives to others´ will never be happy."
Zitat Seite 32 (Ich habs in englisch gelesen)

 

Beanie ist ebenfalls mit von der Partie. Ein sehr guter Freund von Stella, der sehr clever ist, von den anderen aber gerne schief angesehen wird, wegen seiner "besonderen Art". Naiv, würde man ihn vielleicht nennen, arglos, denn er glaubt an das, was er sieht und hört. Er lügt nicht und glaubt deshalb auch nicht, dass andere lügen. Versteht dabei aber auch schwer, wenn man ein Witz gemacht wird, oder Sarkasmus ... und sein ganzes Wesen wirkt auf viele absonderlich. Für Stella ist er einfach nur liebenswert, von Herzen treu und auf seine Weise ein absolut schlauer Kerl!

Es gibt einige Überraschungen und natürlich noch andere Begleiter von Stella, zu denen ich aber noch nichts verraten möchte. Stella muss jedenfalls einige Gefahren überstehen, während sie ihre Entdeckungen macht, die sie über skurrile Wesen, zu im Eis versunkenen Schiffen und verschollenen Piraten führen. 
Am liebsten würde Stella natürlich auch etwas über sich selbst erfahren, schließlich ist diese Schneewüste ihre Heimat - und vielleicht kann sie in dieser grenzenlosen Weite mit ihrer Spürnase eine Spur zu ihrem Zuhause entdecken :)

Besonders schön fand ich auch die vielen Ideen zu den magischen Details. Es gibt nicht nur phantastische Geschöpfe wie riesige Yetis, Miniatur Dinosaurier oder frostige Feen; auch die Menschen können  hier einige Zauber wirken und haben verschiedene Fähigkeiten. 
Mit dem Schreibstil kann man perfekt ins Abenteuer eintauchen und ich fand ihn echt angenehm zu lesen. Das war bisher immer eher schwierig für mich einzuschätzen - auf englisch - aber hier hab ich wirklich sehr viel sehr gut verstanden, hat die Atmosphäre gespürt, hab die liebevollen Details bemerkt, die der Geschichte eine tolle Lebendigkeit verliehen haben - und auch die Finessen, mit der die Autorin das Konstrukt "Freundschaft" hier beschreibt - mit allen Höhen und Tiefen.

Übrigens auch ganz toll sind die Illustrationen von Iacopo Bruno, der einzelne Szenen in seinen Bildern besonders schön hervorhebt!

Ein wirklich tolles Kinderbuch, das mich auch als Erwachsene absolut mitnehmen und begeistern konnte! 

Meine Bewertung
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Ebenfalls rezensiert bei
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The Explorers´ Club

1 - The Polar Bear Explorers´ Club
3 - Explorers on Black Ice Bridge
5 - Explorers at Pirate Island



4 Kommentare:

  1. Hallöchen Aleshanee,

    wie zauberhaft. Ich hatte schon etwas zu dem Buch gelesen und finde, dass es sich zu Winterzeit wirklich gut machen würde.
    Handelt es sich eigentlich um eine Reihe?

    Liebe Grüße
    Tina

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    1. Ja, ich hab unter der Rezension alle Reihenbände gelistet ;) Leider wurden bisher nur die ersten beiden ins deutsche übersetzt... ich hab bisher vier gelesen und ich fand sie alle klasse!

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    2. Manchmal sollte ich nicht so schnell runterscrollen, danke dir. Hm. Vielleicht werden die anderen Bände noch übersetzt. Wer weiß.

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    3. Ja, das wäre schon toll. Die Reihe würde sich schon lohnen!

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