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Dienstag, 18. August 2026

Bryony and Roses von T. Kingfisher



Bryony and Roses von T. Kingfisher


Märchenadaption von Die Schöne und das Biest

Verlag Argyll Productions
Seitenzahl 224
1. Auflage Mai 2015



If our every wish is granted, we begin to invent work for ourselves, so that we have a thing that we have earned that is ours...
Zitat Seite 136



Meine Meinung
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Die nächste Märchenadaption der Autorin, die ich in englisch gelesen habe und in dem Die Schöne und das Biest neu erzählt wird. 

Hier starten wir direkt mit Bryony, die sich mitten einem tückischen Schneesturm verirrt, weil sie sich auf den weiten Weg gemacht hat, um Samen für Steckrüben zu holen. Hier kam schon wieder ein bisschen der trockene Humor auf, der in den Büchern der Autorin steckt - zumindest in den Retellings die ich bisher gelesen habe. Denn Bryony sinniert über alle möglichen Keimlinge und Gemüsesorten, für die es sich eher gelohnt hätte, in diesem eisigen Wetter zu erfrieren. 

I´ll go back outside. We´ll crouch down behind the wall, maybe, out of the wind - surely that´ll be enough - I mean, I don´t need all my toes, and it´s better to lose a few than get eaten by a house
Zitat Seite 21

Ein Weg, der plötzlich vor ihr auftaucht, führt sie schließlich zu einem großen Landsitz, den sie noch nie in der Gegend um ihre Heimat gesehen hat! Welcher Adliger würde sich auch hier niederlassen, wo es bis auf kleine Dörfer und arme Leute nichts gibt. Jedenfalls kommt ihr einiges sehr seltsam vor und natürlich trifft sie auf das ominöse Biest.

Die Story bleibt der Vorlage recht treu.

Bryony kommt recht schnell darüber hinweg, dass sie einem so fürchterlichen "Biest" gegenübersteht - was wahrscheinlich daher kommt, dass in diesem Königreich Magie kein Fremdwort ist. Dennoch ist ihr das große Anwesen suspekt und die Magie in dem Haus wirft immer wieder Fragen auf, denen sie nachgehen möchte.
Die ganze Situation ist nicht wirklich beängstigend für sie, eher lästig, weil sie eigentlich lieber nach Hause zu ihren Schwestern möchte und nicht so wirklich viel mit ihrer Zeit hier anzufangen weiß. Hier kommt immer wieder ein bisschen Humor durch - wobei ich in den bisher gelesenen anderen Märchen Adaptionen der Autorin mehr damit anfangen konnte. Der Sarkasmus hätte gerne noch mehr sein können, aber es gab schon einige witzige Momente :) 

Das Biest selbst versucht, irgendwie charmant und zugänglich zu sein; ruft damit bei Bryony aber eher hysterische Lachanfälle hervor. Aber man weiß ja wie die Geschichte endet und so entstehen zwischen den beiden immer öfter tiefere Gespräche und Verbindungen, auch wenn "das Biest" nicht mehr über seine Vergangenheit erzählt. Nicht erzählen darf. Denn da ist ja immer noch das Anwesen. Das Haus. Das hier eine sehr präsente und wachsame Position einnimmt.

Im Mittelteil plätscherte es etwas vor sich hin - vielleicht hab ich hier auch einiges nicht so spüren können, hier hab ich gemerkt dass die "fremde Sprache" sich etwas querlegt und ich dadurch nicht so gut einfühle. Das ist mir bisher tatsächlich noch nicht oft passiert. 

Allerdings zieht es dann wieder an! Das letzte Drittel war richtig spannend und mich sehr gut mitgenommen! Viele kleine Andeutungen ergeben jetzt Sinn und die ganze Magie rund um den alten Zauber hat es ganz schön in sich. Bryony bleibt tapfer - wie sie überhaupt die ganze Zeit war, denn sie hat fast jedem Schrecken mit ihrem Humor super trotzen können - und schließlich haben wir nach einem kleinen Showdown natürlich ein märchenhaftes Happy End. An dieser Stelle nochmal danke an Holly für den trockenen Humor, sie ist eine richtig tolle Nebenfigur! 

That had always been her great gift and her besetting sin, that even in the darkest and most somber times, she had the urge to laugh.
Zitat Seite 43

Die Autorin hat sich hier nah am Märchen gehalten, aber hintergründig ihre eigenen Ideen eingeflochten, die am Ende ihre Wirkung erfüllt haben.

Pro

Größtenteils unterhaltsam mit feinem Humor
Interessante Darstellung der Figuren
Tolle Atmosphäre
flüssig zu lesen

Contra

Der Mittelteil war etwas schwächer
Erst am Ende war richtig was los


Meine Meinung
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In dem Cover-Stil sind auch ihre Bücher


erschienen



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