Montag, 17. August 2026

The Seventh Bride von T. Kingfisher




The Seventh Bride von T. Kingfisher


Märchenadaption von Blaubart

Verlag 47 North
Seitenzahl 237
1. Auflage November 2014






"It is sometimes easier to be punished for something than it is to  be a victim of random cruelty."
Zitat Seite 168

Meine Meinung
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Die nächste Märchenadaption von T. Kingfisher — ich möchte mich von ihren älteren Werken zu den neueren vorarbeiten :D

Rhea ist eine Müllerstochter, benannt nach einer Göttin, über die sie jedoch in den wenigen Büchern, derer sie habhaft werden kann, kaum etwas findet — außer einigen Bildern von einem riesigen, übellaunigen Huhn. 

Zur Erklärung: "Rhea" ist ein Nandu, sieht also ein bisschen aus wie ein Strauß ;) In der Mythologie ist "Rhea" als Titanin übrigens die Mutter von Zeus

Jedenfalls ist Rhea gerade einmal 15 Jahre alt, als Lord Crevan den Wunsch äußert, sie zu heiraten.
Da er ein reicher Edelmann ist, will ihre Familie eine Absage nicht zulassen — auch wenn alle so tun, als hätte sie eine Wahl, ist die Entscheidung eigentlich schon gefallen … als Müllerstochter weiß sie aber sehr wohl, dass der Einfluss eines Adligen sehr schnell ihre Lebensgrundlage zerstören könnte, wenn seinem Willen nicht entsprochen wird.
Rhea selbst ist komplett überfordert, denn sie weiß einfach nicht, wie die Wahl des Lords ausgerechnet auf sie fallen konnte. Als einfache Bürgerin ohne hohen Stand und keine große Schönheit sieht sie sich nicht gerade als die perfekte Partie, die ein Lord unbedingt haben müsste.

Die Autorin beschreibt Rhea und ihre Lebensumstände mit einer gewissen Lockerheit und einem Schuss Humor. Ihre Zweifel bezüglich des ominösen Heiratsantrags werden dabei immer größer — ebenso wie das Unbehagen gegenüber dem Lord und dem Weg, auf den sie sich schließlich begibt, als er sie zu sich einlädt.
Schon dieser Weg zu Crevans Anwesen verändert spürbar die Stimmung. Alles wirkt bizarr und unwirklich, bis Rhea schließlich in dem alten Gemäuer landet, das voller beklemmender Geheimnisse steckt. 

Rhea bewahrt sich fürs Erste jedoch ihr ruhiges Gemüt und versucht irgendwie, alles, was sie sieht und erlebt, in ihre Realität einzuordnen. Magie ist ihr zwar nicht völlig fremd, denn es gibt durchaus Hexen und andere magiebegabte Menschen in ihrem Umfeld — allerdings eher in einem kleinen Rahmen für den „Alltagsgebrauch“.
Was sie jedoch im Haus des Lords erwartet, ist weitaus düsterer und verstörender. Außerdem spielt er mit ihr, mit ihrer Hoffnung, seinen Fängen wieder zu entkommen.

Die Autorin macht aus dem Ganzen eine kleine märchentypische Challenge und lässt uns dabei auch die Figuren rund um Rhea besser kennenlernen. Ich fand die Idee hier richtig gut und originell; auch wenn das Buch nicht dauerhaft unheimlich war, gab es doch einige Momente, die wirklich schaurig wirkten.
Der bissige Humor, mit dem Rhea sich durch die Situation kämpft und sich selbst zum Durchhalten bringt, lockert die bedrückende Atmosphäre immer wieder angenehm auf.

Überhaupt bleibt Rhea trotz all der üblen Ereignisse und Grausamkeiten erstaunlich taff — und bleibt sich dennoch selbst treu, ohne ihren moralischen Kodex aufzugeben. Die ganze Situation wirkt surreal und ausweglos; und doch verliert sie nie völlig die Hoffnung. Sie will unbedingt heil aus dieser Sache herauskommen!

Toll fand ich auch, dass sie sich immer wieder selbst aus ihrer Hoffnungslosigkeit herausgeholt hat bzw. diese gar nicht erst richtig aufkommen ließ. Denn sie weiß, dass es nichts bringt, tagelang vor sich hin zu grübeln, zu trauern oder sich von Angst lähmen zu lassen — das Problem bleibt schließlich trotzdem bestehen. Ob sie nebenher noch ihre Wäsche macht und Tee trinkt oder nicht :D

Den Schluss hätte ich mir allerdings noch etwas aufregender gewünscht. Er war stellenweise ziemlich verschroben und sehr merkwürdig … wobei man fairerweise sagen muss, dass die ganze Geschichte irgendwie merkwürdig ist :D
Trotzdem hat mir am Ende noch ein bisschen der große emotionale Höhepunkt gefehlt. Sonst wären es wohl die vollen 5 Sterne geworden.

Insgesamt hat mir das Buch aber richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf weitere Adaptionen der Autorin!

Meine Bewertung
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Das Cover gibts wohl leider nicht mehr, echt schade, denn es gefällt mir viel besser und passt auch zu den anderen aus dem Verlag Red Wombat Tea Company

In dem Cover-Stil sind auch ihre Bücher


erschienen. Ich hab sogar schon alle gelesen bis auf The Halcyon Fairy. Die Rezensionen kommen alle noch ;) 




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