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Samstag, 24. März 2018

Rezension: Der kleine Prinz wird erwachsen von Andreas Wassner

Der kleine Prinz wird erwachsen 

von Andreas Wassner

Eine Fortsetzung zum Klassiker "Der kleine Prinz",
der dieses Jahr 75. Jubiläum hat

Verlag: Bucher
Seitenzahl: 104
Hardcover: 14,00
Größe: 12 x 19 cm

1. Auflage: Okt 2017






Klappentext

Wie es dem kleinen Prinzen danach erging …
Hast du dich schon einmal gefragt, was aus dem kleinen Prinzen wurde, nachdem er seine Hülle in der Wüste zurückgelassen hatte? Viele Fragen blieben unbeantwortet. Vielleicht hat es sich ja so zugetragen: Einige Zeit, nachdem er die Erde verlassen hatte, kehrte er zurück – viele offene Fragen beschäftigten ihn. Vor allem wollte er herausfinden, wie aus den tollen Kindern oft so seltsame große Leute werden können, die dann gar nichts mehr verstehen. Viele Jahre lang mischte er sich unter die Menschen und erlebte schöne, aber auch schreckliche Dinge, die ihn teilweise sehr verwirrten. Nun war er auf der Suche nach einem Freund, mit dem er seine Erlebnisse teilen und besprechen konnte. Diesen fand er auf einem kleinen Asteroiden …


Dienstag, 3. Januar 2017

Rezension: Das Reich der Tränen von Janine Wilk

Das Reich der Tränen

von Janine Wilk
Illustrationen: Karin Lindermann

empfohlen ab 11 Jahren

Verlag: Thienemann
Seitenzahl: 224
Hardcover nur noch gebraucht erhältlich

1. Auflage: Feb 2014






"Obwohl die Flucht in die Fantasie keine Lösung für reale Probleme ist, so kann die Fantasie das Wichtigste bewahren, was es für einen Menschen in schweren Zeiten geben kann: Hoffnung."
Letzter Satz im Nachwort von Janine Wilk

 * * *

Ich musste diesen Satz vorausschicken, weil gerade diese Aussage der Grundgedanken dieses Buches ist, das in all seinen Facetten zwar Mut verleiht, aber doch oft sehr traurig ist und gerade mich als Mutter sehr betroffen macht.

Wir alle wissen, dass es viele Kinder auf der Welt gibt, denen es zwar von außen her gut zu gehen scheint, die sich aber innerlich mit Problemen und Ängsten auseinandersetzen müssen, die so einer zarten Kinderseele schwere Schäden zufügen können. 

Mittwoch, 2. April 2014

Rezension: Vaterseelenallein von Peter Ballnik

Vaterseelenallein

von Peter Ballnik

Genre: Sachbuch

Verlag: adeo
Seitenzahl: 288
Hardcover: 17,99 €
ebook: 13,99 €

1. Auflage: März 2014









Klappentext

Wie viele Menschen sehnen sich nach einem "richtigen Vater"? Mehr als die Hälfte der Kinder wächst mittlerweile in sogenannten "Patchworkfamilien" auf, weil sich die Eltern früh getrennt haben. In anderen Familien ist der Vater kaum ansprechbar, weil er beruflich über alle Maßen eingespannt und ständig unterwegs ist. Vielfach wird die Erziehung der Kinder deshalb den Müttern überlassen.

Jenseits jeglicher Elternromantik analysiert Peter Ballnik den Kern vieler gesellschaftlicher Probleme. Denn wem das väterliche Vorbild fehlt, der hat es schwer im Leben. Und es zeigt sich, dass viele, die ohne einen richtigen Vater aufgewachsen sind, oftmals in große Konflikte geraten – es fehlt ihnen einfach ein Korrektiv, ein Wertegerüst, an dem sie sich orientieren können.

Ein Buch mit hoher Relevanz. Thesenstark zeigt Peter Ballnik, auf welchem fatalen Weg wir uns befinden, weil wir dabei sind, die Vaterrolle mehr und mehr zu vernachlässigen.

Zum Inhalt
Das Buch ist in vier Abschnitte aufgeteilt, die jeweils in kurze Kapitel gegliedert sind.

- Fehlt die Väterlichkeit, fehlt der Kitt der sozialen Systeme [...] - Teil 1
- Fehlt Kinder und Jugendlichen der Vater, [...] entwickeln sie ein Abgrundverhalten - Teil 2
- Fehlt dem Kind die väterliche Betreuung [...] kann es sein Gewissen nur unzureichend ausbilden [...] - Teil 3
- Fehlen der Kultur die Väter, erleben wir eine Verlustkultur - Teil 4
Zitat S. 272

Der Autor greift hier die Frage auf, ob unsere Gesellschaft durch die mangelnde Anwesenheit oder unzureichende Betreuung der Kinder durch die Väter keine grundsätzlichen Werte mehr vermittelt bekommt.
Die These, dass vielen Jugendlichen heutzutage das Gewissen fehlt und sie oft nicht mehr unterscheiden können, was gut und böse ist, die Aggressionsbereitschaft zunimmt, Pflichtgefühl und Leistungsbereitschaft fehlen ermittelt er durch seine Erfahrungen in der Jugendtherapie als auch durch die Verhaltensweisen öffentlicher Personen.

Meine Meinung

Ich bin in solchen Themen immer sehr skeptisch, aber die Meinung und Begründungen haben mich hier sehr interessiert. Da ich selber alleinerziehende Mutter von vier Kindern bin und diese ein eher verstörendes Vaterbild erlebt haben, war ich sehr gespannt auf die zugrunde liegenden Antworten, die der Autor hier mit seinen Thesen aufwirft.

Die Basis jeder Erziehung sind Mutter und Vater. Hier stimme ich mit den Ausführungen überein, auch wenn das vielerseits abgestritten wird, um die Verantwortung von sich abzuschieben. Ich bin auch der Meinung, das alles, was sich aus dem Kind entwickelt, auf die Erziehung gründet, die es genossen hat. Natürlich kommen dazu Faktoren aus dem Umfeld, der Familie und dem Freundeskreis.
Auch kann ich der Meinung des Autors so weit folgen, dass ich als Mutter niemals die Vaterrolle komplett übernehmen kann, da Frauen und Männer in ihrer ganzen Art einfach unterschiedlich sind - allerdings bin ich überzeugt, dass ich trotzdem Werte vermitteln kann und meinen Kindern eine gute Basis biete, mit der sie in der Gesellschaft und in ihrem Leben zurecht kommen können.

Der Autor betont zwar desöfteren, dass er die Rolle der Mutter in keinster Weise herunterspielen möchte, aber ich hatte schon manchmal den Eindruck, dass er sie in seinem Denken völlig außen vorlässt.
Die vielen Beispiele negativer Entwicklungen von Jugendlichen und Erwachsenen, die er in dem Buch anführt, gründen alle auf Kindern, denen der Vater gefehlt oder keine grundlegenden Werte vermittelt hat. Hier fehlt mir aber grundsätzlich die Rolle der Mutter, die sehr wohl dazu beitragen kann, genau dies dem Kind zu zeigen. Auch Mütter können Verantwortung und Disziplin weitergeben, ebenso wie Mut, Ausdauer und Frustrationstoleranz, was P. Ballnik hier fast ausnahmslos dem Vater zuspricht. Auch werden in den Beispielen nur die Defizite der Jungs angesprochen, von Mädchen liest man in dem Buch sehr wenig.
Auch die Situation bei Geschwistern, die sich ja oft sehr gegenteilig entwickeln, fehlt hier ganz.

Nicht nachvollziehbar fand ich auch das Thema Gewaltübergriffe und häusliche Gewalt. Hier widerspricht sich der Autor meiner Meinung nach selbst.

Dass in der Erziehung heutzutage viel falsch läuft, kann ich bestätigen, aber das liegt nicht allein bei der Abwesenheit der Väter sondern auch in der Rolle der Mütter, die sehr oft überfordert sind. Das Thema des Feminismus und den Weg der Gleichberechtigung der Frau spricht er im vierten Kapitel an und ich stimme da überein, dass der Anfang ein guter war, die Entwicklung mitterweile aber ins Gegenteil schlägt.
Männer und Frauen sind nunmal nicht gleich und auch wenn Frauen natürlich dieselben Recht wie Männer haben sollten, fehlt ihnen mittlerweile das Recht zu entscheiden. Ich selbst empfinde den Druck der Gesellschaft sehr groß, als Frau "seinen Mann" stehen und alles schaffen zu müssen: Arbeit, Haushalt, Kindererziehung - um dabei allem gerecht zu werden scheitern viele.

Die Rollen verschieben sich und mir ist durchaus bewusst, dass viele Männer gar nicht mehr wissen, was genau einen Mann ausmacht, da sich das Denken der Frauen sehr verändert hat. Aber das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die noch in den Kinderschuhen steckt und ich denke, dass sich diese Definitionen immer wieder verändert haben und das der natürlich Verlauf der Dinge ist. 

Ich hatte das Gefühl, dass Peter Ballnik hier einen leichten Tunnelblick durch die Arbeit als Psychotherapeut bekommen hat, wodurch er nur die schlechten Erfahrungen von Jugendlichen zu sehen bekommt. Die Fixierung auf die Väter dieser Welt ist mir auch zu extrem, denn schließlich, wie er selbst sagt, gehören zur Familie und Erziehung beide - auch die Mutter. Und auch wenn man den Vater nie ersetzen kann, können Mütter doch sehr viel auffangen und den Kindern viel Liebe und Halt mit auf den Weg geben.

Fazit

Peter Ballnik hat hier ein interessantes (Tabu)Thema angeschnitten, meines Erachtens aber auf eine sehr einseitige Weise. Das "zerrüttete" Familien zu einer schlechten Basis in der Erziehung führen mag wohl stimmen, doch die Rolle der Mutter hierbei wurde mir zu sehr in den Hintergrund gedrängt. Natürlich wollte der Autor hier gerade auf die verschwindende Rolle des Vaters hinweisen, der ich auf jeden Fall zustimme. Doch es liegt nicht nur an den Frauen, die ihre Männer aus der Familie verbannen - es liegt ein allgemein falsches Erziehungsmodell vor, dass durch die zunehmende Unsicherheit in der Frage noch mehr geschwächt wird. Interessante Ansätze und auf jeden Fall ein wichtiges Thema!

Bewertung




Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 Es gab diesbezüglich keinerlei Vorgaben und die Rezension 
spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider.

© Aleshanee




Über den Autor: Jahrgang 1960, begleitet als Psychotherapeut seit über 15 Jahren Männer in ihrer Vaterrolle. Neben seiner Praxistätigkeit ist er Autor und Co-Autor von mehr als einem Dutzend Fachbüchern und drei Ratgebern für Väter. Peter Ballnik ist nicht nur ausgewiesener Topexperte zum Thema Vaterschaft, er kann sein Wissen auch glänzend vermitteln. Als gefragter Referent und Seminarleiter überzeugt er mit seinem ganz eigenen, gekonnten Stil.
Quelle: adeo Verlag





Donnerstag, 2. Januar 2014

Rezension: Warum unsere Kinder Tyrannen werden von Michael Winterhoff

Warum unsere Kinder Tyrannen werden

von Michael Winterhoff

Genre: Sachbuch Erziehung

Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Seitenzahl: 191
Hardcover: 17,95 €
Taschenbuch: 9,95 €
ebook: 8,99 €

ISBN: 978-3-579-06980-7
1. Auflage: Jan 2008






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