Rialto von Kate Milford
Magischer Realismus
Schauplatz Waldgebiet irgendwo in Missouri
Verlag Clarion Books
Seitenzahl 480
1. Auflage April 2026
Klappentext
介介介介介介介介介介
Ivy und Dahlia wissen, dass der diesjährige Sommerurlaub bei Freunden in
Rialto, Missouri, anders sein wird als ihre üblichen Familienurlaube.
Die zwölfjährige Dahlia, eine Künstlerin, die mit Ängsten lebt, freut sich
auf etwas Neues. Schließlich gibt es in Rialto einen eigenen verlassenen
Vergnügungspark! Aber die vierzehnjährige Ivy, die Geheimnisse liebt, hat
Schwierigkeiten damit, Dahlia eine gute große Schwester zu sein, und sehnt
sich nach den Zeiten zurück, als sie noch jünger waren – insbesondere nach
den Ferien.
Ihnen wird schnell klar, dass dieser Urlaub völlig anders wird. Zum einen
liegt der Ort inmitten eines mysteriösen Waldes, der die Stadt laut einer
lokalen Legende vor Jahrzehnten über Nacht verschluckt hat. Dazu kommen
Dahlias noch merkwürdigere Sichtungen von Kreaturen, wie eine Giraffe mit
Geweih und ein Leopard mit Flügeln. Und da ist ihr neuer Freund Remy,
dessen verstorbene Großtante ihn damit beauftragt hat, Dinge aus ihrem
Nachlass persönlich an ihre Freunde zu überbringen.
Die drei werden in ein Geheimnis verwickelt, das bis in die Zeit
zurückreicht, als der Rialto Park noch geöffnet war und wenn sie das
Rätsel lösen wollen, scheint Magie der einzige Weg zu sein.
(vom englischen übersetzter Klappentext)
Meine Meinung
介介介介介介介介介介
Auf das neue Buch von Kate Milford hab ich mich immens gefreut! Ihre Nagspeake
Reihe, in der es um Kinder / Jugendliche, Abenteuer und mysteriöse Erlebnisse geht, hab
ich durch gesuchtet und dadurch war klar, dass Rialto auch direkt nach dem Erscheinen einziehen
muss!
Ein alter, still gelegter Vergnügungspark mitten im Wald, um den sich
sagenhafte Legenden ranken
da war sofort mein Interesse geweckt! Im Buch gibt
es vorne auch eine Karte, so wie man sie von Themenparks kennt, mit all den
Fahrgeschäften, Wegen usw. die leider im Ebook so klein war, dass ich kaum etwas entziffern konnte. Das war etwas schade.
Die Geschichte startet mit den Schwestern Dahlia (12) und Ivy (14), die wir auf der Fahrt mit ihren Eltern in den Sommerurlaub begleiten. Es wird kein typischer Urlaub, denn sie fahren nach Rialto zu Sally, der besten Freundin ihrer Mutter und enge Freundin der Familie, um sie zu unterstützen.
Sallys Verwandte Jess ist vor kurzem gestorben und hat dieser ihr Haus in
Rialto vermacht, einem abseits gelegenen Städtchen in Missouri, das direkt an
den lange geschlossenen Freizeitpark grenzt, der von einem dichten Wald umwuchert wird. Sallys Ehemann Bailey und dessen
Sohn Remy sind ebenfalls vor Ort.
Als die Schwestern ankommen wird schnell klar, dass hier einige merkwürdige
Dinge geschehen und es in der Gegend einige alte Überlieferungen gibt, die
sich um den mystischen Wald rund um die Stadt ranken.
Dazu kommt das seltsame Vermächtnis der verstorbenen Jess, die in ihrem
Testament für Remy eine Aufgabe bereithält, die sich mehr und mehr als großes
Rätsel entpuppt. Natürlich helfen ihm Dahlia und Ivy dabei, die diese
Herausforderung für ein großartiges Abenteuer halten.
Dahlia ist 12 und hat immer wieder mit Angstzuständen zu kämpfen. Sie fühlt sich oft fehl am Platz und kann mit sozialen Kontakten nicht gut umgehen. Sie bewegt sich lieber im gewohnten Terrain und zu viele Fremde lassen in ihr das Gefühl aufkommen, sich zurückziehen zu müssen. Die
erlernten Rituale helfen ihr aber dabei, damit zurechtzukommen.
Sehr
interessant fand ich hierbei den Ansatz, dass sie zu dem Gedanken
zurückspringen soll, der die Angstgefühle ausgelöst hat. Sich also nicht überrollen
lassen soll von der Panik, sondern überlegen, woher es kommt und ob
diese Ursache tatsächlich so furchteinflößend ist oder doch nicht so
schrecklich, wie sie ihn im ersten Moment wahrgenommen hat.
Ivy ist zwei Jahre älter und hat das Gefühl, als große Schwester zu scheitern.
Sie versucht immer wieder, Dahlia zu unterstützen, aber das geht nicht mehr so
einfach wie noch 2 Jahre zuvor. Viele Veränderungen gerade in ihrem Alter und
der Pubertät machen natürlich beiden zu schaffen und ein paar lieb gemeinte
Worte können da schnell ins Gegenteil umgekehrt werden.
Wie immer bei den Büchern von Kate Milford zeigt sie auf eine einfühlsame
Weise wie sich zwischenmenschliche Entwicklungen aufeinander aufbauen und wie
gut man damit umgehen kann, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt. Natürlich
geht das auch nicht immer reibungslos ab - was tut das schon - aber zumindest
ist allen Beteiligten klar, worum es geht - und gerade die Angstzustände als
Thema sind hier großartig dargestellt und auch Bewältigungsstrategien, die
auch anderen in Stresssituationen helfen können.
Wie immer beweist die Autorin hier sehr viel Feingefühl und Verständnis und
durch die Reaktionen und auch Erklärungen der Mutter wird gezeigt, wie
Verständnis und Mitgefühl weiterhelfen können. Bei beiden Töchtern und ihrer
Situation, die durch die Krankheit von Dahlie immer wieder belastet
wird.
Ivy und Dahlia freunden sich schnell mit Remy an. Er hat seine Großtante Jess früher
schon öfter besucht und ihre Verbundenheit über die Musik hat ein sehr enges Verhältnis geschaffen. Es scheint so, als wüsste er über einige Dinge Bescheid, die hier für Rätsel sorgen.
Die Stadt Rialto
hat einen leichten surrealen Touch, als würde man in die Vergangenheit reisen.
Alles wirkt etwas rückständig, aber auf eine liebevolle sympathische Art. Dazu
kommt natürlich das Geheimnis um den Wald, der damals wie aus dem Nichts
aufgetaucht ist und das gesamte Parkgelände unzugänglich gemacht hat. So
scheint es zumindest. Die Aufgabe, die Remy im Testament bekommen hat, führt die drei Jugendlichen zu alten Freunden von Jess, durch die sie mehr über den Park und seine Mysterien erfahren.
Witzig fand ich, dass die Autorin mit kleinen Details an die Nagspeake Reihe
erinnert. Manches wird nur nebenbei erwähnt, manches ist aber auch tief verwurzelt im
Hintergrund der Handlung, die sich in ruhigem Tempo mit viel Liebe zum Detail
und den Figuren vor einem ausbreitet.
Dem Rätsel auf der Spur lernen wir interessante Charaktere kennen und dabei tauchen zwar Antworten, aber auch immer neue Fragen und Unstimmigkeiten auf - ganz ohne
große Actionszenen oder unglaubwürdiger Dramatik. Wie eben Kids in dem Alter
tatsächlich vorgehen würden und die dabei auch noch eine Menge über die Magie
in unserer Welt kennenlernen werden.
Auch die wunderbare Passion des Geschichtenerzählens, das einem hier
regelrecht Flügel verleiht und die Verbundenheit des Erzählenden mit dem
Zuhörer wird wunderschön aufgezeigt.
Überhaupt die Kunst an sich, ob es sich um das Erzählen, das Zeichnen, das
Muszieren handelt, dass man etwas erschafft und mit allen möglichen
Materialien zu etwas einzigartigem formt, hat hier einen wichtigen Platz.
Dazu spielt auch die Ungläubigkeit eine Rolle, das Staunen, die Hoffnung auf magische Wunder ... es ist
auch ein Stück weit Erwachsenwerden, allerdings im umgekehrten Sinn - der
vielleicht sogar mehr Sinn macht. Denn mittlerweile verlernen wir leider das
Staunen je älter wir werden; aber an diesem Ort wird alles, was man glaubt, auf den Kopf gestellt.
Trotz dem hier für mich etwas schwierigerem Englisch (manche scheinen in
Jugendbüchern anspruchsvoller zu schreiben als in Erwachsenenbüchern, keine
Ahnung warum - aber ich empfinde Adult Bücher oft einfacher :D ) war ich sehr gefesselt. Wie gesagt, ist es eher eine ruhige Handlung die von der Atmosphäre, den Figuren und dem Ergründen der Geheimnisse getragen wird.
Wieder eine großartige und liebevoll inszenierte Geschichte mit einer spannenden Auflösung am Ende.
Meine Bewertung
介介介介介介介介介介
Ebenfalls sehr empfehlen von der Autorin
kann ich die 9teilige Nagspeake Reihe -
beginnend mit Greenglass House






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich würde mich über dein Feedback zu meinem Beitrag freuen! Ich beantworte die Kommentare immer direkt hier oder schreibe dir gerne auf deinem Blog zurück :)