Montag, 24. August 2026

Artus und Pendragon von Stephen Lawhead

Die Pendragon Saga von Stephen Lawhead

Genre Historische Fantasy / König Artus Mythos
Schauplatz historisches Großbritannien



3 - Artus
übersetzt von Frieder Peterssen
Seitenzahl 538
1. Auflage im Original August 1989


Fünfzehn Jahre lang blieb das Schwert unverrückbar im Stein verankert, bis Artus es befreite, um sein keltisches Erbe anzutreten und als wahrer Großkönig Britannien zu einen.

Dieses Mal wird die Geschichte anfangs von Pelleas erzählt, den wir im vorherigen Band schon als Diener und Begleiter des großen Merlin kennenlernen durften. Während Artus Weg noch in den "Jugendschuhen" steckt erfahren wir, welche schwierigen Schachzüge es bedurfte, um diesen Weg zum Hochkönig zu ebnen. Der alte Mythos um das Sommerreich soll mit Artus endlich erfüllt werden: eine Heimat voller Frieden, Schönheit und Wahrheit, in der alle glücklich zusammen leben können und damit ein Idealbild des Lebens darstellt. 
Merlin erweist sich als wirklich weise und der Autor zeigt hier tiefe Einsichten in Lebensweisheiten die für ein friedvolles Leben so wichtig sind!


Wir steigen direkt ein, als Artus das Schwert aus dem Stein zieht und die übrigen bisherigen selbsternannten Kriegsherren es überhaupt nicht gerne sehen, diesen jungen Mann, den sie nicht kennen, plötzlich als König akzeptieren sollen. Merlin muss einiges aufwarten, um für Artus ein Heer aufzustellen und damit Ruhm und Ehre, damit sein Anspruch auf den Hochkönig gerechtfertigt ist. Dabei gab es auch einen Ausflug in den geheimnisvollen Wald Broceliande, der ja recht bekannt ist und auch Morgian huscht immer wieder wie ein unheilvoller Schatten durch die Geschichte und hinterlässt düsteres Unheil.

"... Du hasst mich, Morgian, weil du mich fürchtest. Darin gleichst du dem Rest der unerleuchteten Menschheit. Narren hassen, was sie fürchten."
Zitat Seite 261

Nach einem Drittel wird Bedwyn zum Erzähler. Er kennt Artus sozusagen schon seit Geburt und ihre Freundschaft ist fester als manch Familienbande. Der Erzählstil ändert sich ein bisschen durch die andere Perspektive, bleibt aber dem Muster treu, das ich vom Autor gewohnt bin. Als Krieger erzählt er denn nun auch hauptsächlich von den vielen Schlachten, gegen die Sachsen, Pikten, Angeln usw 
Artus reift im Laufe dieser schwierigen Zeiten und versucht, das gemeinsame Ziel mit Merlin durch Frieden zu erreichen: das Sommerreich.

Der letzte Abschnitt wird von Aneirin erzählt, geboren im Jahr der Schlacht von Baedun, die erstmal das Ende der Kriege eingeleitet und den Zusammenschluss von Norden und Süden möglich gemacht hat. Auch er erzählt mit seiner ihm eigenen Stimme, wie es weitergeht. 

Dieser Band war sehr von Schlachten geprägt und hatte für mich zwischendrin ein paar kleine Längen, hat aber dennoch seinen Charme behalten und zeigt, wie der Autor diese geschichtlichen Hintergründe mit größter Sorgfalt erzählt.




Übrigens ist die Geschichte auch immer wieder vom christlichen Glauben durchdrungen - dieser verdrängte ja die alte Kultur der Druiden und es entstanden viele Kirchen und Klöster. Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber es gehört zur Geschichte Britanniens und damit bleibt der Autor hier den realen historischen Hintergründen treu, die mit dieser Epoche verbunden sind. 
Nämlich der keltisch-britischen Gegenwehr gegen die sächsischen Invasoren um das Jahr 500 n. Chr. sowie der Missionierung durch Mönche. Übrigens gibt es einige Parallelen der Artus Sage zu tatsächlichen Überlieferungen aus Schriften und Funden.


4 - Pendragon
übersetzt von Frieder Peterssen
Seitenzahl 484
1. Auflage im Original September 1994

Mit diesem 4. Band lässt der Autor noch einmal Merlin zu Wort kommen. Es gibt noch einiges aus dem Leben von Arthur, das erzählt werden möchte und so geht es nicht nach den Ereignissen von Band 3 weiter, sondern verschiedene Ereignisse und Schlachten auf Arturs Weg zum König finden hier Gehör.

Vor allem aber geht es um den Kampf gegen die Vandalen. Artus frisch Vermählte kommt ja aus Irland und dort trifft er auf diese kampflustigen Streiter, die alles zerstören wollen und natürlich auch ihr Augenmerk auf Britannien richten.
Der Wandalenführer Twrch Terwyth, auch der "schwarze Eber" genannt, scheint ein unbezwingbarer Feind zu sein, doch fast schlimmer noch ist die Pest, die sie nach Britannien bringen.

Anfangs gab es noch kleine Wiederholungen - oder nennen wir es mal Auffrischungen aus dem Vorband, so dass man sich erinnert was passiert ist. 
Ich hab diesen Band als den bisher schwächsten empfunden, weil gefühlt viel auf der Stelle getreten ist und es nicht so wirklich viel neues gab, das für Spannung gesorgt hat. Ich mag an sich zwar Kämpfe und Schlachten, aber hier wurde es mir zu sehr breit gewälzt. 

Dafür hab ich einiges über Gwenhwyvar erfahren, also Arthurs irische Frau, zumindest von ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit, denn soweit ich gesehen habe, geht es im 5. Band "Grail" mit ihr als Hauptfigur weiter. 
Das Ende ist hier anders als im 3. Band, und der Hinweis auf den Gral ist sozusagen die Einleitung zur Fortsetzung, die ich auf jeden Fall noch lesen möchte. Auch wenn es sie leider bis heute nicht in deutsch gibt, werde ich es in englisch versuchen.





Die Folgebände kommen in der nächsten Rezension

2 - Merlin
3 - Artus
4 - Pendragon
5 - Grail
6 - Avalons Rückkehr


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