Dienstag, 11. August 2026

Nano von Phillip P. Peterson



Nano von Phillip P. Peterson


Genre Science Fiction / Near Future

Verlag Fischer TOR
Seitenzahl 704
1. Auflage November 2022








Verlagsinfo
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Panik, Planlosigkeit, politisches Totalversagen - für diese Krise sind wir nicht bereit. Der neue Katastrophen-Thriller von Bestseller-Autor Phillip P. Peterson.


Das Forschungszentrum in Köln ist das fortgeschrittenste seiner Art und das Vorzeigeprojekt der deutschen Regierung. Hier wird an Nanotechnologie experimentiert, um winzige Maschinen zu schaffen, die unser Leben von Grund auf verändern können. Das Versprechen ist groß, das Restrisiko vernachlässigbar. Heißt es. Doch gerade als der Bundeskanzler zu Besuch kommt, gelingt es Terroristen, die Anlage mit einer explosiven Drohne zu beschädigen. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen versagen, und Nanomaschinen gelangen in die Umwelt. Als sie anfangen, sich unkontrolliert zu vermehren, ahnen nur wenige, welch ungeheure Katastrophe sich anbahnt.


Meine Meinung
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Von Nano Technologie hab ich natürlich schon gehört und mich interessieren dabei vor allem die Möglichkeiten in der Heilkunde und Medizin. Kurz zur Erklärung:

Nanotechnologie ist die gezielte Erforschung und Manipulation von Materie auf atomarer und molekularer Ebene (unter 100 Nanometern). In diesem winzigen Maßstab verhalten sich Materialien oft nach quantenphysikalischen Gesetzen, was völlig neue optische, magnetische oder elektrische Eigenschaften ermöglicht. 
Die Technologie findet sich heute in zahlreichen Produkten des alltäglichen Lebens sowie in hochkomplexen Spezialbereichen: 
Medizin: Gezielte Verabreichung von Medikamenten direkt in erkrankte Zellen (Drug-Delivery) und neue Ansätze in der Diagnostik.
Materialwissenschaft: Herstellung ultraleichter, extrem stabiler Werkstoffe und kratzfester Lacke. 
Alltag & Umwelt: Selbstreinigende Oberflächen (Lotoseffekt), verbesserter UV-Schutz in Sonnencremes durch Nanopartikel und leistungsstärkere Batterien.
Elektronik: Ermöglicht immer kleinere, schnellere und energieeffizientere Mikrochips für Computer und Smartphones.Risiken

Neben den enormen Chancen gibt es auch Herausforderungen. Aufgrund ihrer winzigen Größe können manche Nanopartikel tief in den Körper eindringen und bergen potenzielle, teils noch nicht vollständig erforschte Gesundheits- und Umweltrisiken.


Aber wie bei allen technischen Neuerungen bin ich von Grund auf erstmal skeptisch. Die Menschen neigen einfach dazu, nicht immer nur die guten Eigenschaften zu nutzen und diese winzigen Partikelchen können, wenn einmal losgelassen, von niemandem wirklich aufgehalten werden.

Die Kollegen Ben, Andrew und Emma arbeiten im Forschungszentrum in Köln, wo man kurz vor einem Durchbruch steht. Die Nano-Partikel sollen sich selbst replizieren, also als identische Verdopplung kopieren. Zu diesem Versuch ist sogar der Bundeskanzler und die Presse eingeladen, weil ein Erfolg natürlich weitere Forschungsgelder fließen lassen würde.

Da der Autor selbst aus dem Bereich kommt, gehe ich davon aus, das sich hier fundiertes Wissen bekomme - natürlich mit einem Schuss Thrill und möglichen Theorien :) 

Dass auf das Forschungszentrum ein Attentat verübt wird ist direkt im Prolog (und Klappentext) ersichtlich und es kommt, wie es kommen muss: die Sicherheitsvorkehrungen sind mangelhaft und die Nanos gelangen ins Freie.
Da man das weiß, zieht sich der Anfang etwas. 
Man lernt Ben, Andrew und Emma etwas näher kennen, auch ihre Beweggründe und Zweifel zu dieser Technologie, aber das hätte man auch später mit einfließen lassen können.  

Obwohl Ben übervorsichtig ist, was seine Daten im Netz angeht und er sogar ein Linux Handy benutzt, hat er sich für seine Arbeit vom Geheimdienst durchleuchten lassen - als Manager in dem Forschungszentrum blieb ihm keine Wahl, denn das Kopf an Kopf Rennen mit anderen Ländern in dieser Branche ist natürlich Thema. Er ist jedenfalls Feuer und Flamme für dieses Projekt und möchte jede Chance nutzen, weitere Gelder in die Forschung der Nanotechnologie zu stecken!

Seine Kollegin Emma dagegen hegt gewisse Zweifel. Sie hat nichts gegen die Forschung, ist sich aber der Risiken bewusst und weiß genau, dass eine Flucht der Nanos eine unüberschaubare Verhängnis auslösen würde. Entgegen den anderen beiden forscht sie über Nanoben - das sind extrem kleine fadenartige Strukturen (20–150 nm) und gelten als mögliche kleinste Lebensformen. Sie sind aufgrund ihrer geringen Größe, die kaum Platz für DNA bietet, wissenschaftlich stark umstritten.

Andrew dagegen ist Feuer und Flamme für das Projekt und wartet nur darauf, mit mehr Fördergeldern die Forschungen weiter voran zu treiben und große wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen.

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Die Dialoge wirken manchmal etwas gestelzt, so redet man einfach nicht, das hätte noch etwas Feinschliff vertragen. Auch die Darstellung anfangs, als bemerkt wirkt, was passiert, wirkte schon etwas plump auf mich. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so ein Experiment an einem so unsicheren Ort stattfinden würde. 
Der Behälter der Nanos ist zwar gut und doppelt gesichert - steht aber wohl in einer Halle ohne viel Sicherheitsmerkmale; sogar die Notausgänge werden zum Rauchen gehen benutzt, ohne dass das besondere Beachtung findet. Dafür, dass vorher von so großer Sicherheit und Checks durchs BKA geredet wurde, wirkt das schon recht fahrlässig. Ich hoffe mal, dass es "in echt" nicht so lax zugeht.
Auch was danach passiert kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, so ein dummes Handeln kann eigentlich nicht möglich sein. Ich hoffe es wirklich.

Bei Seite 200 angelangt hatte ich tatsächlich dann keine Lust mehr weiter zu lesen. 
Der Anschlag passierte nach 100 Seiten - und nach weiteren Hundert war ich immer noch im Forschungslabor während sie versuchen, die "Ausbrüche" der Nanos einzudämmen - die sich komischerweise vor allem an lebenden Objekte klammern. Was nicht wirklich erklärt wurde. Vielleicht würde das noch kommen, aber die ständigen Diskussionen über Verantwortlichkeiten haben mich nicht interessiert.

Ich hab mir auf Wikipedia dann den Rest der Handlung durchgelesen - nichts was ich mir jetzt auf weiteren 500 Seiten im Detail zu Gemüte führen müsste. 
Deshalb gibt es auch keine Bewertung von mir - aber bei diesem Thema hätte ich mir einfach etwas anderes erwartet. 

Von dem Autor hab ich noch das Buch "Vakuum" hier liegen, mit einer völlig anderen Bedrohung für die Welt und ich werde es auf jeden Fall damit versuchen - und hoffen dass mir die Handlung hier besser liegt.


Keine Bewertung, da abgebrochen
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