Donnerstag, 31. Juli 2014

Mein Monat: Juli




So, der Juli ist auch schon wieder rum - was für ein Monat! :)
Durch die Weltmeisterschaft unserer Fussballhelden bin ich nicht ganz so viel zum Lesen gekommen, wie ich es wollte, aber die tollen Spiele wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! :D


Mittwoch, 30. Juli 2014

Rezension: So finster, so kalt von Diana Menschig

So finster, so kalt

von Diana Menschig

Genre: Mysterie-Thriller

Verlag: DroemerKnaur

Seitenzahl: 384
Taschenbuch: 8,99 €
ebook: 8,99 €

1. Auflage: Apr 2014




"Was geschah wirklich im Knusperhäuschen?"

Montag, 28. Juli 2014

Auslosung zum Gewinnspiel der Blogtour "Blind Walk"



Einen wunderschönen Montag wünsch ich euch!

Um euch den Wochenanfang zu versüßen, können wir euch heute die Gewinner bekanntgeben!
Wir haben uns sehr über eure rege Teilnahme gefreut!

Insgesamt haben 86 Leser an unserem Gewinnspiel teilgenommen - eine ganze Menge!
Drei von euch können sich jetzt freuen:


Rezension: Der Giftschmecker von Fletcher Moss

Der Giftschmecker

von Fletcher Moss

Genre: Jugendroman / Abenteuer
empf. Alter 12 - 16 Jahre

Originaltitel: The poison boy
übersetzt von Frank Böhmert

Verlag: Chicken House / Carlsen
Seitenzahl: 336
Hardcover: 14,99 €
ebook: 10,99 €

1. Auflage: Juli 2014




Zum Inhalt

Klappentext: Dalton Fly hat schon eine Menge Gift geschluckt. Der Waisenjunge kostet das Essen der Schönen und Reichen von Highlions vor und merkt sofort, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Doch nach dem letzten Auftrag ist sein Freund Bennie tot und Dalton kommt nur mit viel Glück davon. Wer steckt hinter dem Mord? Und warum wird Dalton seitdem verfolgt? Gemeinsam mit der schönen Scarlet Dropmore, die Dalton ihr Leben verdankt, sucht er nach Antworten. Die Spur führt zu den mächtigsten Männern der Stadt – und damit auch zu den gefährlichsten.

In dieser schicksalhaften Nacht, in der Dalton Fly seinen Freund Bennie verliert, bekommt er Hilfe von einer unerwarteten Seite. Verfolgt von der Stadtwache macht er eine unglaubliche Entdeckung, die alles über den Haufen wirft, was er bisher glaubte. Inmitten der Intrigen des herzöglichen Hofes rettet ihm sein Wissen um Gifte und Gegengifte nicht nur einmal das Leben - doch es gilt auch, das Leben anderer zu retten ...

Meine Meinung

Das Cover und der Klappentext haben mich ja mehr als neugierig gemacht und ich war sehr gespannt, was mich erwartet. Bekommen habe ich ein aktionsreiches Abenteuer mit bunt gemischten Charakteren, die auf ihrer Flucht von einem Schlamassel ins andere geraten.

Zu Beginn wird man gleich mit einer gefährlichen Situation konfrontiert, die den Protagonisten Dalton Fly in eine sehr heikle Lage bringt. Der Schreibstil ist flüssig und trotz seiner Einfachheit sehr schön zu lesen und man begleitet den waghalsigen Jungen auf verschlungenen Wegen durch die Straßen Highlions.

Dalton Fly hatte es nicht leicht. Er ist als Findelkind bei seinem Chef Oskar aufgewachsen, der ihn in das Handwerk des Giftmischers eingeführt hat. Dalton gehört zu "Oscars redlichem Dutzend", von dem momentan nur noch er selbst und sein Freund Sal und Bennie übrig waren - der Beruf des Vorkosters ist ein gefährliches Geschäft. Doch Dalton ist mutig, neugierig und hat das Glück, mithilfe seiner Freunde aus brenzlichen Situationen entwischen zu können.
Sein bester Freund Sal Sleepwell, ein sommersprossiger Junge mit Brille, dessen Vater ein Kartograph war, ist sein treuer Begleiter. Sein Wissen über die Stadt hilft Dalton mehr als einmal weiter und öfter als ihm lieb ist hängt sein Leben von Sals Können ab.
Auch die anderen Figuren sind sehr speziell und es entwickelt sich eine unterhaltsame Dynamik. Allerdings bleiben mir alle etwas zu flach.

Die Geschichte ist einfach strukturiert und ich hab recht früh die Hintergründe und Zusammenhänge erkannt. Manche Beschreibungen wirkten etwas unlogisch und obwohl es von Anfang an nicht an Gefahren und Überraschungen gefehlt hat, konnte es mich nicht wirklich mitreissen. Manchmal hatte ich beim Lesen eher das Gefühl, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, aber dann kamen auch wieder sehr brutale Szenen vor - eine Mischung, die für mich nicht perfekt getroffen wurde.
Gegen Ende zieht das Tempo aber nochmal an und es wird richtig spannend. Den Schluss fand ich sehr gelungen!

Zusammengefasst

Thematik: Abenteuerroman über Freundschaft und Mut
Schreibstil: einfach aber schön zu lesen, flüssig
Charaktere: sehr bunt gemischt, aber zu flach
Spannung: zu durchschaubar, erst gegen Ende spannend
Umsetzung: tolle neue Idee, "typisches" Jugendbuch, würde das Alter eher von 10 - 14 empfehlen, auch wenn es manchmal recht brutal zugeht

Fazit

Ein ungewöhnliches Abenteuer für alle, die einfach strukturierte Geschichten mit einem originellen Hintergrund mögen. Für die empfohlene Zielgruppe bestimmt sehr unterhaltsam :)
  
Bewertung

© Aleshanee

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 Es gab diesbezüglich keinerlei Vorgaben und die Rezension 
spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider.



Über den Autor: Fletcher Moss arbeitete bereits als Regalauffüller und LKW-Fahrer in Frankreich und   Spanien, bis er schließlich stellvertretender Schulleiter wurde. Mit seinem Debüt „Der Giftschmecker“ hat er den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2012 gewonnen. Er lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Manchester.
(Quelle: Chicken House / Carlsen Verlag)

Sonntag, 27. Juli 2014

Rezension: Die Gossen von Farefyr (1) von Temper R. Haring

Die Gossen von Farefyr

von Temper R. Haring

Genre: Fantasy
Teil 1 der Farefyr Reihe

Verlag: Eigenverlag
Seitenzahl: 560
Taschenbuch: 13,90
ebook: 4,99

1. Auflage: 2013
Neuauflage: Juli 2014






"Eine Türe zur Flucht? Es war wohl eher das Tor zur Hölle, welches er aufgetreten hatte! 
Nur die Ruhe. Es gab immer einen Ausweg." Pos 9348


Freitag, 25. Juli 2014

Wölkchens Freitagsfragen


Für Infos zur Aktion von Frau Wölkchen klickt einfach auf das obige Logo ;) 

Donnerstag, 24. Juli 2014

Rezension: Die letzten Überlebenden (2) Die Verlorenen von New York von Susan Beth Pfeffer

Die Verlorenen von New York

von Susan Beth Pfeffer
 
Genre: Dystopie
Band 2 der Trilogie Die letzten Überlebenden

empfohlen ab 14 Jahren

Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 352
Hardcover: 16,90 €
Taschenbuch: 8,99 €
ebook: 7,99 €

1. Auflage: März 2011




Mittwoch, 23. Juli 2014

Rezension: Das Vermächtnis der Lil´Lu (2) Lovisa - Im Zeichen des Feuers von Marita Sydow Hamann

Lovisa - Im Zeichen des Feuers

von Marita Sydow Hamann

Genre: Romantasy
Band 2 der 5teiligen Reihe Das Vermächtnis der Lil´Lu

Verlag: Eigenverlag
Seitenzahl: 254
Taschenbuch: 9,96 €
ebook: 2,99 €

1. Auflage: Juli 2014






"Lil´Lu sind uralte Wesen aus einer längst vergessenen Zeit. Wesen mit unvorstellbarer Macht. 
Sie herrschten über die Welten, wollten sie nach ihrer Vorstellung formen. 
Doch kein Wesen besitzt eine solche Kraft, ohne von ihr verschlungen zu werden." Pos 1015

Montag, 21. Juli 2014

Rezension: Die Alchemie der Unsterblichkeit von Kerstin Pflieger

Die Alchemie der Unsterblichkeit

von Kerstin Pflieger

Genre: Historischer Fantasy-Krimi
Band 1 der Reihe um Icherios Ceihn

Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 352
Taschenbuch: 12,- €
ebook: 9,99 €

1. Auflage: Juni 2011






"Die grobe Unhöflichkeit der Menschen im Dunklen Territorium prallte inzwischen von ihm ab. 
Das harte, einfache Leben verlangte Vertrauen untereinander, aber ebenso schürte es 
Misstrauen allem Fremden gegenüber." S. 180


Zum Inhalt

1771, Karlsruhe

Der angehende Medizinstudent Icherios Ceihn muss sich in der von Hungersnöten gebeutelten Stadt irgendwie über Wasser halten. Als ihm sein Mentor Raban von Helmstatt eine scheinbar günstige Gelegenheit bietet, einen etwas heiklen Auftrag zu erfüllen, ergreift Icherios diese Chance. Er begibt sich in die Kanzelley zur Inspektion unnatürlicher Begebenheiten und wird dort von dem schrulligen, sonderbaren Anselm von Freyberg in Empfang genommen. Das ganze seltsame Gebaren des Rosenkreuzers wirkt einschüchternd auf den jungen Icherios Ceihn, doch er braucht dringend das Geld, um sich endlich von seinem tyrannischen Vater loszusagen.

Er nimmt den Auftrag an, eine bestialische Mordserie außerhalb der Mauern von Karlsruhe aufzuklären, die ihn mitten in die beängstigende Abgeschiedenheit des Schwarzwalds führt. Niemals hätte er das Grauen in Erwägung gezogen, das ihn dort erwartet - diese Reise wird sein Leben für immer verändern ...

Meine Meinung

Das Cover, ein absoluter Hingucker. Das und der Titel hat mich vor längerer Zeit bewogen, das Buch zu ertauschen und viel zu lange hat es auf meinem SuB geschlummert.
Schon als ich die ersten Seiten gelesen habe, dachte ich mir, wow, das wird ein richtig, richtig gutes Buch! Es erinnert tatsächlich ein bisschen an den Film Sleepy Hollow, gemischt mit Bram Stokers Dracula und noch einigen anderen phantastischen Elementen.

Der Protagonist Icherios Ceihn ist ein Mann der Wissenschaft. Glaube und Aberglaube sind ihm suspekt. Er ist noch jung, unbedarft und ehrlich, denn das Lügen fällt ihm beharrlich schwer. Mitgefühl ist sein ständiger Begleiter, doch er ist stur und ein Verfechter der Grundlagen der Alchemie. Seit Jahren bewirbt er sich um ein Stipendium und hofft auf einen Studienplatz der Medizin, doch durch seine wohlhabende Familie bleibt ihm das verwehrt.
Icherios will endlich seinem tyrannischen Vater entfliehen, der seinen Reichtum dadurch mehrt, dass er anderen Leuten das Geld aus der Tasche und sie über den Tisch zieht.
Icherios Reise in den düsteren Schwarzwald ist endlich eine Möglichkeit, seiner Abhängigkeit zu entfliehen - sein einziger vertrauter Begleiter ist seine Ratte Maleficium. Was er in der abgeriegelten Stadt Dornfelde jedoch nach und nach aufdeckt, erschüttert das bisherige Weltbild des jungen Mannes und er macht eine gewaltige Entwicklung durch.

Der wunderschön verschrobene und trotzdem flüssige Schreibstil von Kerstin Pflieger hat perfekt die mysteriöse und düstere Stimmung des Jahres 1771 eingefangen. Einerseits ausladend, aber auf den Punkt gebracht ist das Tempo von Anfang bis Ende gleich geblieben ohne überflüssige Schnörkel. Ich hatte ständig Bilder im Kopf und konnte wunderbar in diese grausame, faszinierende Welt eintauchen.

Ich bin lange im Dunkeln getappt und habe gespannt die Aufklärungsversuche des jungen Inspektors verfolgt - es gab viele Hinweise, die aber noch ausreichend Raum für Spekulationen ließen. Erst auf den letzten Seiten wird die Identität des Mörders und seine Beweggründe enthüllt, die perfekt in das Bild gepasst haben.

Die Wahl der Namen fand ich hier auch sehr gelungen - am Ende des Buches gibt es ein Glossar für einige Bezeichnungen, wie auch eine Liste der dramatis personae. Witzig fand ich auch den Namen des Kutschers "Renfin" (für alle, die sich nicht erinnern: Renfield war der Gehilfe bei Bram Stokers Dracula ;) )

Zusammengefasst

Thematik: eine Mörderjagd der besonderen Art
Schreibstil: stimmungsvoll, in kurzen Sätzen ausdrucksstark
Charaktere: schrullig und ungewöhnlich
Spannung: zieht sich unterschwellig durch die ganze Handlung
Umsetzung: die unheilvolle Stimmung wurde perfekt rüber gebracht, logisch und einzigartig


Fazit

Die düstere Atmosphäre dieses mystischen Fantasykrimis wird eindringlich und mit schonungsloser Offenheit erzählt. Gekonnt führt die Autorin von der Realität in eine absonderliche Welt, in der das Grauen und die Existenz Furcht erregender Wesen Wirklichkeit werden. Spannend und überraschend mit ausgefallenen Charakteren. Macht Lust auf mehr :)

Bewertung


© Aleshanee



Über die Autorin: Kerstin Pflieger lernte schon früh durch Reisen an die Küsten Europas, Afrikas und Asiens unterschiedliche Kulturen und Denkweisen kennen und entdeckte so auch ihre Liebe zum Schreiben. Nach dem Abitur studierte sie Biologie in Heidelberg und arbeitet unter anderem für ein Institut zur biologischen Stechmückenbekämpfung. Für ihren Roman »Die Alchemie der Unsterblichkeit« wurde sie in der Kategorie »Bestes deutschsprachiges Debut« mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Kerstin Pflieger lebt mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn.
Quelle: Goldmann Verlag



Sonntag, 20. Juli 2014

Gewinnspiel zur Blogtour "Blind Walk"

So meine Lieben, jetzt ist es soweit!
Ihr habt uns jetzt einige Tage durch die Blogtour begleiten können, in der wir euch das Buch und die Autorin schon etwas näher gebracht und euch hoffentlich neugierig gemacht haben.


* WERBUNG *

Jetzt könnt ihr zugreifen, denn zu gewinnen gibt es

 1. "Blind Walk" als Print oder eBook + 20 € Gutschein für den Coppenrath Online-Shop.
 1. "Blind Walk" als Print oder eBook
 3. Notizbuch aus der Reihe Literabooks:

Samstag, 19. Juli 2014

TAG: Opposite books


Diesen wundervollen TAG hab ich bei In Flagranti Books von Tilly und Jack entdeckt!
Ich hab ja schon lange keinen mehr gemacht, aber den fand ich echt toll und ich musste ganz schön überlegen, welche Bücher ich dafür raussuche ;)
Es war gar nicht so einfach und ich musste ziemlich stöbern, aber am Ende hab ich dann doch die passenden gefunden (hoffe ich) :D


Freitag, 18. Juli 2014

Wölkchens Freitagsfragen


Für Infos zur Aktion von Frau Wölkchen klickt einfach auf das obige Logo ;) 

Donnerstag, 17. Juli 2014

Rezension: Bookless (3) Ewiglich unvergessen von Marah Woolf

Ewiglich unvergessen

von Marah Woolf

Genre: Fantasy

Band 3 der Bookless Trilogie

Verlag: Eigenverlag
Seitenzahl: 320
Taschenbuch: 9,96 €
ebook: 3,99 €

1. Auflage: Juni 2014






"Eins steht schon jetzt fest: Bücher können verschwinden, aber sie werden niemals vergessen." S. 314


Klappentext

Nach den tragischen Ereignissen in Edinburg fällt Lucy in eine tiefe Bewusstlosigkeit. Ein tödliches Gift breitet sich in ihrem Körper aus und verdunkelt ihren Geist. Sie kämpft um ihr Leben und nichts und niemand scheint das Undenkbare aufhalten zu können. Schweren Herzens trifft Nathan eine Entscheidung, von der er weiß, dass er sie für immer bereuen wird …

Zum Inhalt

Als Lucy aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht, ist sie völlig desorientiert. Sie weiß nicht, wo sie ist und sie weiß auch nicht mehr, was passiert ist - aber vor allem weiß sie nicht mehr, wer sie ist.
Es kommen schlimme Wochen auf sie zu, in denen sie neu zu sich finden muss. Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und fühlt sich hilflos und allein.

Ihre Freunde Colin, Jules, Marie und Chris sind verzweifelt, aber sie versuchen alles, um ihr zu helfen.
Auch Nathan, der endlich seine Eltern kennen gelernt hat, will alles tun, um Lucy aus ihrer ausweglosen Situation zu befreien, aber ihm scheinen die Hände gebunden. Sein Großvater Batiste de Tremaine verfolgt auf grausame Art, seine Pläne zu realisieren und scheint seinem Ziel immer näher zu kommen; mit Hilfe von Beaufort, der ein Auge auf Lucy geworfen hat, setzen sie ihren perfiden Plan in die Tat um.

Meine Meinung

Marah Woolf hat es wieder geschafft, mich von Anfang an mit der Fortsetzung ihrer Geschichte zu fesseln. Sie hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil, der aus unterschiedlichen Perspektiven die Handllung erzählt und mich so immer nah am Geschehen bleiben lässt. Am Anfang der 23 Kapitel steht wie auch in den vorherigen Bänden immer ein Zitat über Bücher, was eine sehr schöne Einstimmung für diese magische Buchwelt ist.

Der Aspekt, das Lucy ihr Gedächtnis verloren hat, gibt dem ganzen neuen Zündstoff. Sie hat hier die schwierige Aufgabe, sich aus einer Situation zu befreien, die sie nicht einschätzen kann und muss sich darüber klar werden, wer sie ist und welcher Bestimmung sie folgen soll. Sie ist ein starker Charakter, der nicht so leicht aufgibt und sich recht schnell darüber klar wird, dass sie um ihre Zukunft kämpfen muss.

"Es ist, als wäre mein Kopf unter Wasser. Manchmal glaube ich, dass die Erinnerungen 
ganz dicht unter der Oberfläche schwimmen und jeden Moment hervorbrechen. 
Aber dann sinken sie wieder hinab, wie Steine, die zu schwer sind, als dass sie jemals 
an Land gespült werden können." S. 107

Sie hat das große Glück, sich auf ihre Freunde und Nathan verlassen zu können, die hier eine große Rolle spielen. Aber sie bekommt auch Hilfe von einer völlig unerwarteten Seite.

"Wir hatten ja keine Wahl." 
"Die hat man immer", widersprach Jules. 
"Nicht, wenn es darum geht, das Richtige zu tun." S. 197

Die Autorin hat hier wieder tolle Ideen in die Handlung eingeflochten und rundet die Geschichte mit diesem letzten Band gelungen ab. In der ersten Hälfte war es zwar nicht so, dass es sich gezogen hätte, aber die Handlung war doch überschaubar. Dann ging plötzlich alles Schlag auf Schlag und die Spannung hat sich bis zum finalen Showdown gehalten. Die düstere Stimmung hat mich mit Lucy mitleiden lassen und es wurde auch mal gruselig. Die Auflösung am Ende um das "Vermächtnis der Hüterinnen" hat mir sehr gut gefallen!

Was ich auch noch positiv erwähnen möchte ist, dass das ebook Seitenzahlen hat - das finde ich doch sehr angenehm :)

Zusammengefasst

Thematik: den Mut, das Richtige zu tun
Schreibstil: authentisch und flüssig zu lesen
Charaktere: sind sich treu geblieben
Spannung: vor allem in der zweiten Hälfte
Umsetzung: tolle Ideen mit viel Tempo in der zweiten Hälfte

Fazit

Der dritte und abschließende Band der Bookless Trilogie hat mich wieder von Anfang an in den Bann gezogen. Das Geheimnis der Bücher und besondere Magie, die die Autorin hier geschaffen hat, konnte mich bezaubern und hat zu einem spannenden, unterhaltsamen Abschluss geführt.

Bewertung

© Aleshanee


Über die Autorin: Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie heute noch mit ihrem Mann und ihren drei Kindern und diversen Kleintieren lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Die Arbeit an der MondLichtSaga wurde Ende 2012 abgeschlossen. Seitdem haben die Bücher sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 100.000 Mal verkauft. Der erste Teil "MondSilberLicht" wurde auf der Leipziger Buchmesse 2013 sogar preisgekürt. Die internationalen Rechte für den ersten Teil der Saga hat der renommierte französische Verlag Michel Lafon erworben. Im Februar 2014 soll dann die französische Ausgabe erscheinen. Die englische Übersetzung soll schon Weihnachten 2013 auf den Markt starten. Für alle Hörbuchfans eine tolle Nachricht: audible bringt im November 2013 eine Hörbuchfassung in die Ohren
Quelle: amazon 

Mittwoch, 16. Juli 2014

Blogtour: Blind Walk - Die Charaktere



* WERBUNG *

Heute, am dritten Tag der Blogtour, möchte ich euch gerne die Charaktere des abenteuerlichen Trips näherbringen. Es ist eine sehr explosive Mischung, die sich zu diesem Blind Walk zusammenfindet, was die Spannung sehr gut aufrecht erhalten hat.

Dienstag, 15. Juli 2014

Blogtour Licht + Schatten - es wurde ausgelost!

Heute ist es endlich soweit!
Nachdem wir durch unser weltmeisterliches Finale am Sonntag die Verlosung verlängert haben, können wir euch heute die Gewinner bekannt geben :)

Wir freuen uns, dass so viele mitgemacht haben und gratulieren ganz herzlich!!! Katharina wird sich direkt mit euch per mail in Verbindung setzen




Montag, 14. Juli 2014

Rezension: Grischa (2) Eisige Wellen von Leigh Bardugo

Eisige Wellen

von Leigh Bardugo

Genre: All Age Fantasy
 
Band 2 der "Grischa" Trilogie
empfohlen ab 14 Jahren

Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 439
Hardcover: 18,90 €
ebook: 12,99 €

1. Auflage: Juli 2013




"Jeder von ihnen konnte ein Spion des Dunklen, des Zaren oder des Asketen sein. 
Jeder von ihnen konnte auf die Gelegenheit lauern, mich aus dem Weg zu räumen 
und die Macht an sich zu reißen." S 267


Zum Inhalt


Der Schrecken des "Dunklen" sitzt Alina und Maljen noch in den Knochen. Mit großen Verlusten konnten sie ihn und seine Anhänger hinter sich lassen und entkamen über das Meer an die Küste von Nowij Sem. In der kleinen Stadt Kofton versuchen sie, sich etwas Geld zu verdienen, um weiter ins Landesinnere zu fliehen. Sie verstecken sich unter zu großen Kapuzen, schlafen in einer Floh verseuchten Herberge und leben in ständiger Angst, dass die Soldaten des Zaren, die Grischa oder der "Dunkle" selbst sie aufspüren werden.

Die Macht des Dunklen sollten die beiden nicht unterschätzen, denn die letzten Ereignisse in der Schattenflur haben seine Kraft gewandelt. Er ist den beiden dicht auf den Fersen und seine Pläne noch vermessener als zuvor.

Alina und Maljen decken ein uraltes Geheimnis auf, dessen Bedeutung Alina immer tiefer in Bedrängnis bringt und eine unumkehrbare Entscheidung von ihr fordert. Kann Maljen ihr auf diesem Weg folgen?

Meine Meinung

Obwohl der erste Teil schon eine Weile her ist, bin ich recht schnell wieder in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird durch die treffenden und witzigen Dialoge aufgepeppt. Der Anfang hat mich einfach nur mitgerissen. Die neuen Charaktere gaben der Handlung dramatische Wendungen und das erfrischend neue Setting auf den "Eisigen Wellen" entwickelten eine anhaltende Spannung, wohin sie ihre Reise führen wird. Leigh Bardugo hat eine sehr schöne Art, die Welt und die Magie zu beschreiben. Die ungewöhnlichen Namen geben dem ganzen einen ausgefallenen Flair, der diese Geschichte einzigartig macht.
Am Ende des Buches gibt es auch ein Glossar, in dem man die Bedeutungen auch nochmal nachschlagen kann.

Die Ich Perspektive aus Alinas Sicht hat wieder einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt vermittelt. Ihre Aufgabe scheint dieses Mal noch schwieriger und sie ist sich unschlüssig, ob sie ihr tatsächlich gewachsen ist. Und obwohl sie eigentlich nur fliehen möchte, kommt ihr aufgeben nicht in den Sinn. Ihre wachsenden Kräfte machen ihr zu schaffen und auch ihre Beziehung zu Maljen leidet darunter. Ich habe mich hier öfters ein bisschen über sie geärgert, da sie Maljens Vertrauen unterschätzt.

Er schüttelte den Kopf. "Du warst wie eine Fremde, Alina. 
Wunderschön", sagte er. "Schrecklich." S. 116

Nach dem packenden Beginn gab es im Mittelteil eine kleine Flaute, die sich viel mit der Planung beschäftigt hat und den Beziehungen der Charaktere, vor allem zwischen Alina und Maljen, wenig Raum gegeben hat.
Dafür gab es eine sehr belebende neue Figur, den berüchtigten Freibeuter Sturmhond, einen sehr undurchschaubaren Mann, der ein brisantes Geheimnis hütet. Seine Absichten lenken Alina und Maljen in eine unabsehbare Richtung. Ihm bin ich hier am nächsten gekommen und seine Rolle hat mich desöfteren zum Schmunzeln gebracht.

Nachdem sich der Mittelteil etwas gezogen hat war der Schluss wieder umso spannender. Das Tempo wird angezogen und die Frage, wem Alina trauen kann und ob sie sich selbst trauen kann, führt zu einem packenden Showdown.

Zusammengefasst

Thematik: Faszination von Macht und die Last der Verantwortung
Schreibstil: angenehm flüssig mit tollen Dialogen
Charaktere: die neuen vielfältig, die altbekannten etwas naiv und zu töricht
Spannung: hat im Mittelteil nachgelassen
Umsetzung: neue Komponenten halten viele Überraschungen bereit

Fazit

Ein gelungener zweiter Teil, der in der Mitte etwas nachgelassen hat, aber durch den aufregenden Beginn und das dramatische Ende meine Neugier auf Band 3 noch mehr gesteigert hat. Ich war mit den Reaktionen der Protagonisten nicht immer einverstanden, habe mich mit einigen neuen Charakteren aber sehr amüsiert. Die Autorin hat hier eine faszinierende Welt geschaffen mit einer einzigartigen Magie, die mich sehr beeindruckt hat.

Bewertung


© Aleshanee



Zur Autorin: wurde 1975 in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Sie studierte an der Yale University. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Make-up-Artist. Grischa - Goldene Flammen ist ihr erster Roman, zwei weitere Bände der Saga um die Sonnenkriegerin Alina sind in Vorbereitung.
Quelle: Carlsen Verlag




Samstag, 12. Juli 2014

Rezension: Blind Walk von Patricia Schröder

Blind Walk

von Patricia Schröder

Genre: Jugend Mystery-Thriller
empf. Alter ab 14 Jahren

Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 448 Seiten

Hardcover: 17,95 €
ebook: 12,99 €

1. Auflage: Juni 2014






"So läuft doch das Leben, oder? Es gibt keine Zufälle. Man trifft genau die Menschen, 
die wichtig für einen sind, um Zusammenhänge zu verstehen, ein bisschen mehr 
über sich selbst zu erfahren und vielleicht auch ein paar Dinge ändern zu können." S. 313

Donnerstag, 10. Juli 2014

Ankündigung zur Blogtour "Blind Walk"



* WERBUNG *


Die Blogtour für diesen tollen Jugend-Thriller beginnt am 14. Juli
"Blind Walk" von Patricia Schröder
und ich freue mich sehr, dabei zu sein :)

© Coppenrath Verlag

 und darum gehts:
Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv. Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.



Wir haben ein paar sehr interessante Beiträge erstellt und freuen uns auf euren Besuch :)

Wir werden euch zeigen, was ein "Blind Walk" überhaupt ist,
über die Gestaltung des Buches sprechen und
euch die Charaktere vorstellen.
Dann gibt es selbst gefertigte Zeichnungen der Figuren, damit ihr sie euch schon mal vorstellen könnt
und einen Blick auf die Schauplätze.
Natürlich gibt es auch Infos zur Autorin
und zum Abschluss ein sehr interessantes Interview.

Na, neugierig geworden?

Bis dahin könnt ihr Euch hier schon einmal das Buch anschauen, 
am 13. Juli wird es meine Rezension dazu geben!



Unsere Blogtour-Daten sind:

28.7. Gewinn-Bekanntgabe auf allen Blogs



Ein Gewinnspiel wird es natürlich auch geben - genaueres dazu erfahrt ihr dann auf allen teilnehmenden Blogs am Ende der Blogtour. Einen kleinen Anreiz kann ich euch gerne schon geben ;)

Verlost wird:


1. Das Buch "Blind Walk" als Print oder eBook + 20 € Gutschein für den Coppenrath Online-Shop
2. Das Buch "Blind Walk" als Print oder eBook
3. Notizbuch aus der Reihe Literabooks


Ich wünsch Euch viel Spass bei unserer Tour!


Mittwoch, 9. Juli 2014

Rezension: Das Haupt der Welt von Rebecca Gablé

Das Haupt der Welt

von Rebecca Gablé

Genre: Historischer Roman
mit Illustrationen von Jürgen Speh

Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 861
Hardcover: 26,- €
ebook: 18,99 €

1. Auflage: Okt 2013






"Gott hat die Menschen in drei Gruppen eingeteilt, Hermann: die Priester, die das 
Bindeglied zwischen Gott und den Menschen sind und uns sein Wort erklären. 
Die Bauern, Handwerker und so weiter, die uns ernähren und kleiden. Und die Krieger, 
die die anderen beiden Gruppen beschützen. Das sind wir." [...] "Die Starken nehmen, 
und die Schwachen geben. Das ist die Ordnung der Welt, Otto." S. 216


Zum Inhalt

Es beginnt im Januar 929 a. d.

Für den Slawenfürsten Vaclavic und seine Söhne Bolitut und Tugomir sieht es nicht gut aus, denn die Brandenburg wird von den Sachsen belagert. König Heinrich und sein Sohn Otto wollen den heidnischen Slawen den rechten Glauben beibringen und die Ostgrenze zu ihrem Reich sichern.
Sie überrennen die Brandenburg und nehmen Tugomir und seine Schwester Dragomira als Geisel, um sich die Unterwerfung des hevellischen Fürsten zu sichern. Doch Otto findet schnell Gefallen an der jungen Fürstentochter und schon bald erwartet Dragomira sein Kind.

König Heinrich hat allerdings ganz andere Pläne mit seinem Sohn und das Schicksal Dragomiras scheint besiegelt. Ihr Bruder Tugomir verzweifelt beinahe an den Grausamkeiten des Krieges, die tiefe Spuren in ihm hinterlassen hat, doch seine Gefangenschaft in der Pfalz König Heinrichs entwickelt sich ganz anders, als er gedacht hat.

Meine Meinung

Gleich zu Beginn in der dramatis personae sind mir die ungewöhnlichen Namen der Figuren aufgefallen. Ich kenne die meisten historischen Romane der Autorin, die sich in Englands Vergangenheit abspielen und war sehr gespannt auf einen Blick der fränkisch-sächsischen Geschichte.

Wie immer hat es Rebecca Gablé geschafft, mich mit ihrer überzeugenden und wunderschönen Sprache zu fesseln. Sobald man sich nach den ersten Seiten in diese "Zeit" eingelesen hat, ist es faszinierend, wie bildreich und packend sie die geschichtlichen Fakten erzählen kann. Während dem Lesen konnte ich völlig in dieser von Krieg und Brutalität geprägten Welt eintauchen, die sie sehr wohl dosiert und anschaulich beschreibt.

Im Vordergrund stehen der junge Königssohn Otto, sein älterer, im Schatten stehender Bruder Thankmar, der gefangene Hevellerfürst Tugomir und dessen Schwester Dragomira. Die Handlung wird abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt und gibt so einen sehr eindringlichen Blick in ihre Persönlichkeit und Entwicklung.
Fürst Otto ist der zweite Sohn von König Heinrich, erfährt aber von seinem Vater stets eine Bevorzugung. Sein Werdegang ist geprägt von den hochstrebenden Zielen seines Vaters und sein Mitgefühl weicht durch die grausamen Ereignisse seiner Zeit.
Sein Bruder Thankmar steht ihm trotz seiner Benachteiligung durch den Vater immer zur Seite. Er ist provokanter als Otto, spöttisch und leichtsinnig, spricht dem Wein zu und ist ein Weiberheld - hat aber trotzdem sein Herz am rechten Fleck und wird dem Slawenfürsten Tugomir ein verlässlicher Freund. 
Diesen quält das Heimweh in seiner Gefangenschaft und er kann sich mit dem Glauben an den "Buchgott" der Sachsen nicht anfreunden. Aber er ist auch gefangen in seiner Wut und Hoffnungslosigkeit und erst, als er sich seiner Gabe als Heiler besinnt, findet er eine Möglichkeit, seinem Leben in der schutzlosen Fremde wieder einen Sinn zu geben.

"Doch er musste es wenigstens versuchen, ganz gleich ob Sachse oder Slawe, 
Mann oder Frau, Fürst oder Sklave, denn wenn er seine Hilfe verwehrte, 
war er auch kein Heiler mehr. Und was blieb ihm dann noch? S. 226

Ganz anders seine Schwester Dragomira, die einen Bastard von Otto erwartet. Sie erkennt schnell, wie sie sich mit ihrer Verwahrung arrangieren muss und lernt, mit ihren Möglichkeiten neue Wege zu gehen.

Der ganze Schauplatz ist sehr detailgetreu beschrieben, sei es die Mode, die Baukunst, die Machtverhältnisse, die Heilkunst und auch die Religion auf beiden Seiten. Sehr schön fand ich auch den Einblick in den Glauben der Slawen über ihre Götter, Opfergaben, Elementargeister und Visionen.

"Bruder Waldereds Gott hingegen, der sich nicht in Sonne und Mond, Wasser und Erde, 
Feuer und Luft zeigte, sondern in einem eigenartigen Ding zu leben schien, 
das die Sachsen Buch nannten und dessen Geheimnisse nur seine Priester kannten - 
dieser war kein Gott der einfachen Menschen." S. 120

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die den Zeitraum von 929 bis 941 erfassen, jeder neue Teil wird mit einem typischen, mittelalterlichen Bild eingeleitet und natürlich gibt es wieder ein interessantes Nachwort über die realen Hintergründe.

Zusammengefasst

Thematik: Das Leben in den Wirren des Krieges und dem Machtkampf im 10. Jahrhundert
Schreibstil: flüssig und detailreich, zur Epoche passend
Charaktere: alle Figuren glaubhaft und überzeugend
Spannung: mich hat alles gefesselt
Umsetzung: gut recherchiert und mit viel Liebe in Szene gesetzt

Fazit

Wieder einmal ein spannender, gut ausgearbeiteter Ausflug in die Geschichte, der trotz der knapp 800 Seiten nicht langweilig wird. Rebecca Gablé versteht es wunderbar, die historischen Fakten in eine unterhaltsame, fesselnde Handlung zu packen, die einen völlig in diese brutale, ja fremdartige Welt eintauchen lässt. Eine klare Leseempfehlung für alle Fans gut recherchierter, authentischer Geschichte mit einem Schuss Fiktion und Romantik. 


Bewertung


© Aleshanee


Über die Autorin: Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman "Jagdfieber" wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Wenn sie nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane "Quo Vadis" an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband. Mit ihrem Mann lebt sie unweit von Mönchengladbach auf dem Land.
Quelle: Bastei Lübbe

Montag, 7. Juli 2014

Rezension: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen von Ali Shaw

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen 

von Ali Shaw
Genre: Phantastischer Roman
Originaltitel: The Girl with Glass Feet
Verlag: Script 5
Seitenzahl: 400
Hardcover: 19,95 €
ebook: 9,99 €
1. Auflage: Jan 2012


„Doch ein Mensch hatte mehr Schichten, als eine Analogie von Jacken und Anoraks erfassen konnte, und Ida hatte den Verdacht, dass, während man sich die äußeren Schichten vom Leib schälte, innen bereits neue geschneidert wurden.“ Zitat




Klappentext

Seltsame Dinge gehen auf den Inseln von St. Hauda´s Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke sterbender Quallen zu beobachten … und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.
Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Mida´s Herzen zu lösen.
Gemeinsam versuchen sie, das Glas aufzuhalten.


Buchtrailer auf youtube



Meine Meinung

Ida ist ein junges Mädchen, das ihre Jugend genossen und ausgelebt hat. Nach einem Urlaub auf St. Hauda´s Land fängt sie an, sich in Glas zu verwandeln. Sie kehrt auf die Inseln zurück um einen Mann zu finden, der evtl. etwas über diese seltsame Verwandlung weiß – trifft aber auf den schüchternen, exzentrischen Midas, der sehr mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Aber es spielen noch andere Charaktere eine Rolle: Gustav, der gutmütige Freund von Midas, Henry Fuwa – der Mann, der etwas über das „gläserne Geheimnis“ kennt und Carl Maulsen, der mit Ida´s Mutter sehr lange befreundet war.
Auf der Suche nach Hilfe kommen sich Ida und Midas näher, doch ihre zarten Versuche werden von Midas´ gehemmten Charakter gebremst und während er versucht, sie zu retten ist es Ida, die ihn aus seiner Einsamkeit befreit.
Die eigentliche Handlung wird immer wieder mit Rückblicken versehen, die einem die Vergangenheit und Entwicklung der Charaktere näherbringen.

Sowohl Ida und Midas als auch die Nebenfiguren haben etwas sehr besonderes an sich. Alle haben Schicksalsschläge, die sie seit langer Zeit mit sich herumtragen und nicht jedem gelingt es, aus diesen selbstgestrickten Mustern auszubrechen. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen, aber mich leider mit keinem wirklich identifizieren. Der Schwerpunkt lag auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und obwohl hier sehr feinsinnig darauf eingegangen wurde, konnte ich mich nicht wirklich darauf einlassen.

Der Schreibstil wirkt wie ein ruhiger, träger Fluss, der im Sonnenlicht glitzert – ist das erste, was mir dazu einfällt. Eine eigentümliche ruhige Sprache, die schön zu lesen ist, aber immer von einer melancholischen Grundstimmung geprägt ist. Ohne Höhen und Tiefen, ohne Spannung und Tempo.

Das Cover ist wirklich wunderschön gelungen, leider hält der Inhalt nicht wirklich das, was es verspricht.

Fazit

Mich hat das Buch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Trotz der schönen Erzählsprache und der faszinierenden Idee fehlen mir teilweise die Zusammenhänge – wie lose Fäden, die eine Zeitlang miteinander verknotet werden, um sich dann einfach aufzulösen, ohne Erklärung der vielen rätselhaften Andeutungen. Der Sinn des Ganzen ist mir hier irgendwie verloren gegangen.

Bewertung



© Aleshanee



Über den Autor: Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Gerade hat Ali Shaw seinen zweiten Roman beendet.
Quelle: Script 5 Verlag

Samstag, 5. Juli 2014

Blogtour: Licht und Schatten



* WERBUNG *

Nachdem ihr nun schon einige Infos über die Autorin und die Charaktere bekommen habt, möchte ich euch heute einen kleinen Einblick auf die Magie verschaffen, die in der Welt von Kara und Richard vorhanden ist.
Taucht ein und lasst euch verzaubern von den Legenden der Magie der Elemente ...

Freitag, 4. Juli 2014

Rezension: Gaia Stone (3) Der Weg der gefallenen Sterne von Caragh O´Brien

Der Weg der gefallenen Sterne

von Caragh O´Brien

Genre: Dystopie
Band 3 der Gaia Stone Trilogie
Originaltitel: Promised

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 464
Hardcover: 16,99 €
Taschenbuch: 8,99 €
ebook: 7,99 €

1. Auflage: März 2014




 "Die Erinnerung an Jahrzehnte gestohlener Kinder und brutaler Unterdrückung 
saß noch tief in Wharfton. Jetzt, da waren sich alle einig, war es an der Zeit, 
dem für immer ein Ende zu setzen." S. 283



Zum Inhalt


Nach den umwälzenden Veränderungen in Sylum sind die junge Hebamme Gaia und die Dorfbewohner gezwungen, den Ort zu verlassen. Die Situation ist nicht einfach, aber Gaia ist sicher, dass ihr einziger Ausweg als Ziel die Enklave haben wird. Sie überwinden die seltsame Krankheit, welche die Menschen bisher gezwungen hat, im "Toten Wald" zu bleiben und bereiten sich auf den langen Marsch durch das Ödland vor in der Hoffnung, eine neue Heimat zu finden.

Gaia hat sie natürlich vorgewarnt, dass auch in der Enklave Probleme auf sie zukommen werden, aber sie hat nicht geahnt, dass sich auch dort einiges verändert hat. Der Empfang ist alles andere als freundlich und Gaia hat alle Hände voll zu tun, um das Schlimmste zu verhindern.


Meine Meinung

Der dritte und letzte Teil führt die junge Hebamme Gaia wieder in ihre Heimat nach Wharfton zurück. Durch ihre Rolle in Sylum ist sie gewachsen und kann mittlerweile gut mit ihrer Verantwortung umgehen. Auch ihre Gefühle werden klarer und meine Sympathie zu ihr ist wieder gewachsen. Ihre Beziehungen zu Leon, Peter und Will haben sich geklärt und sie wirkt erwachsener.
Trotzdem war mir ihr Verhalten manchmal zu widersprüchlich. Auf der einen Seite ist sie sich ihrer Verwantwortung sehr bewusst, gerade im Hinblick auf die Ereignisse, die sich aus ihrem Handeln ergeben, andererseits kann sie die Gefühle anderer nicht nachvollziehen, die darunter zu leiden hatten. Dennoch hat man gemerkt, dass sie aus ihren Erfahrungen lernt.
Die Nebenfiguren waren teilweise prägnant, andere wiederum etwas vage, da hätte meiner Meinung nach etwas mehr draus gemacht werden können.

Die Erzählsprache war wieder wunderschön zu lesen, sehr detailreich und bildhaft, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Während in den beiden vorherigen Teilen die fehlende Spannung durch die interessante Handlung ausgeglichen wurde, gab es hier einige kleine Längen (obwohl das Buch rund 100 Seiten kürzer ist, als die beiden Vorgänger)

Das neue Projekt, das der Protektor der Enklave plant, wirft neue Fragen auf. Wie kann sich eine Gesellschaft entwickeln, deren Überleben von Inzucht und Krankheit bedroht ist. Welche Lösungen können gefunden und menschlich akzeptiert werden. Obwohl dieses Thema die ganze Trilogie berührt, ist es für mich im Hintergrund geblieben - ein möglicher Lösungsweg ist am Ende offen geblieben, bzw. hat nur Ansätze gezeigt.

Sehr gut fand ich, dass ich hier die Einwohnerzahl aus Wharfton erfahren habe. Das Verhältnis zwischen den Einwohnern und der Anzahl der vielen Geburten hatte mich anfangs etwas irritiert - im ersten Band hatte ich den Eindruck, dass es sich bei Wharfton eher um ein großes Dorf handelt, tatsächlich leben dort 15 000 Menschen.

Zusammengefasst

Thematik: Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft und das Recht auf eigene Entscheidungen
Schreibstil: sehr angenehm und flüssig zu lesen
Charaktere: trotz Weiterentwicklung sind sie sich treu geblieben
Spannung: hat mir hier etwas gefehlt
Umsetzung: ein guter, aber vorhersehbarer Abschluss der Trilogie

Fazit

Mir hat der abschließende Band der Trilogie um die junge Gaia Stone gut gefallen. Ich hab sie gerne auf ihrem Weg begleitet und fand vor allem den Hintergrund zur Idee ausgefallen und sehr interessant. Einige Stellen wirkten etwas konfus, aber insgesamt hat es mich super unterhalten.

Bewertung


© Aleshanee



Über die Autorin: Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.
Quelle: Heyne Verlag



Donnerstag, 3. Juli 2014

Rezension: Gaia Stone (2) Das Land der verlorenen Träume von Caragh O´Brien

Das Land der verlorenen Träume

von Caragh O´Brien

Genre: Dystopie
Band 2 der Gaia Stone Trilogie
Originaltitel: Prized

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 464
Hardcover: 16,99 €
Taschenbuch: 8,99 €
ebook: 7,99 €

1. Auflage: Dez 2013




"Sylum war genauso schlimm wie die Enklave - bloß dass die Frauen hier das Sagen hatten." S. 33


Zum Inhalt

Die 16jährige Gaia Stone, ist aus ihrer Heimat geflohen. Sie musste alles, was ihr lieb war, zurücklassen und hat als einzige Erinnerung ihre neugeborene Schwester Maya bei sich. Sie flieht durch das Ödland auf der Suche nach dem Toten Wald und findet tatsächlich eine Siedlung, kurz bevor sie zusammen bricht.
Doch die Gemeinschaft ist nicht das, was Gaia erwartet hat. Sie wird regiert von einer strengen Frau, Lady Olivia, der Matrarch. Das Leben hier ist nicht geprägt durch Wasserknappheit oder Essensnot, sondern durch die Regeln der Schwesternschaft, denn hier haben allein die Frauen das Sagen.
Gaia ist nach der entbehrungsreichen Reise völlig überfordert und kann sich mit der Gesellschaftsordnung nicht anfreunden. Gefangen in einem widersprüchlichen Chaos aus Widerstand und Unterwerfung muss sie einen Weg finden, sich selbst treu zu bleiben.

"Klammere dich nicht länger an ein Ideal, das hier niemals zu erreichen sein wird. 
Fang wieder an zu leben, Gaia." S. 156

Meine Meinung

Normalerweise machen mir andere Meinungen nicht viel aus, doch über den zweiten Teil dieser Trilogie hatte ich gehört, dass er gegenüber Band 1 sehr nachgelassen haben soll. Anfangs war ich dadurch sehr abgelenkt um herauszufinden, inwiefern diese Meinung berechtigt ist - bis mich die Handlung schließlich doch wieder einfach mitgerissen hat.

Gaias Weg ist hier ein völlig anderer und dadurch erhält die Geschichte einen ganz anderen Charakter. Das Verhalten und die Entwicklung der jungen Protagonistin und ihrer Lebensumstände in dem Dorf waren hier etwas konfus und teilweise widersinnig. Die ganze Kulisse wirke anfangs einfach total abstrus, aber je tiefer man in die Geschichte eingetaucht ist, desto mehr konnte man sich darin fallen lassen. Klar gab es ein paar kleine Schwächen, die gar nicht wirklich benennen kann, weil mich der schöne Schreibstil und vielen Verwicklungen zu sehr in den Bann gezogen haben, um mich näher damit zu beschäftigen :)

Viele neue Charaktere haben die Handlung geprägt, allen voran die Matrarch, die Wortführerin der Gemeinschaft, mit der sich Gaia ständig auseinandersetzen muss. Die besonderen Umstände, die zu der Lebensweise dieser Menschen geführt haben, werden nach und nach aufgedeckt und auch hier gelingt es der Autorin, eine schlüssige Erklärung zu finden.
Trotz dem Gaia oft aneckt, findet sie auch neue Freundschaften und auch von der Liebe bleibt sie nicht verschont. Mit ihren 16 Jahren ist sie oft unschlüssig, lässt sich von ihren Emotionen mitreißen, die ihr noch völlig unvertraut sind und hat es nicht leicht, sich ihren Gefühlen zu stellen.

"Ehrlichkeit kam aus dem Herzen - es ging nicht darum, ob man sie sich verdient hatte." S. 229

Ihr Status als Hebamme hilft ihr auch hier, sich zu behaupten und auch wenn ihr Weg kein leichter ist, ist sie umso entschlossener, ihn zu gehen. Sie ist mir noch  mehr ans Herz gewachsen, auch wenn sie mir teilweise während der Handlung etwas entrückt ist. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im dritten und letzten Band weitergeht.

Zusammengefasst

Thematik: Wie viel darf man von sich selbst aufgeben, um der Gesellschaft gerecht zu werden
Schreibstil: nicht zu nüchtern aber auch nicht übertrieben, sehr schön zu lesen
Charaktere: manchmal etwas unbestimmt, insgesamt aber greifbar
Spannung: es war einfach fesselnd ohne besondere Höhepunkte
Umsetzung: überraschend anders als Band 1, mit neuen Strukturen und unerwarteten Ideen

Fazit

Der zweite Band hat mich positiv überrascht. Die Protagonistin Gaia muss sich hier in einer völlig anderen Gesellschaft behaupten und lernen, ihren eigenen Grundsätzen treu zu bleiben. Die neuen Charaktere haben dem ganzen Schwung gegeben, ebenso wie die ganz neue Handlungskulisse. Es gab einige Schwachstellen, die mir aber kaum im Gedächtnis geblieben sind.

Bewertung

© Aleshanee


Über die Autorin: Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.







Mittwoch, 2. Juli 2014

[Kurz]Rezension: Fenster zum Tod von Linwood Barclay

Fenster zum Tod

von Linwood Barclay

Genre: Thriller

Verlag: Droemer Knaur
Seitenzahl: 592
Hardcover: 14,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
ebook: 9,99 €

1. Auflage: Nov 2012






„Virtuelles Remake von Hitchcocks Klassiker –Das Fenster zum Hof-“

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