Montag, 22. Juni 2026

Der magische Wels von Tibor Merlak


 

Der magische Wels von Tibor Merlak


Band 5 aus der Reihe um das Reich Midor
Genre Fantasy Abenteuer á la Moby Dick

Selfpublisher
Seitenzahl 173
1. Auflage September 2025



Info zum Buch:

Die zwei fähigsten Waljäger Midons brechen auf, um den göttlichen Wels zu töten. Groß wie ein Haus, lebt er seit hunderten von Jahren unter der riesigen Brücke, die die Menschenstädte mit dem Albenreich verbindet,

Der charismatische Valin tritt dabei in einem tödlichen Wettrennen gegen die Halbalbin Isebel an. Doch nicht nur der jeweils andere Welsjäger stellt eine Gefahr dar, auch die Zauberin Carmina und ihre Gefolgsleute, die Jünger des magischen Wels, mischen im Spiel der Kräfte mit. Wer wird sich am Ende durchsetzen können, wer die schicksalhafte Auseinandersetzung überleben?

Aber erst einmal muss jeder der Welsjäger eine Möglichkeit finden, den gottähnlichen Wels überhaupt zu verletzen. Gewöhnliche Netze und Harpunen werden ihnen nichts nützen. Können Zauberei oder List zum Erfolg verhelfen?

Meine Meinung
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Als erstes muss ich das Cover lobend hervorheben. Bei Selfpublishern gibt es ja mittlerweile wirklich auch vom Aussehen her wunderschöne Bücher und dieses hier ist mir direkt ins Auge gefallen. Der Titel und der Klappentext haben mich dann ebenfalls neugierig gemacht: 
Zwei Waljäger die einen riesigen Wels fangen wollen, der ein Gott sein soll -> und eine Zauberin, die das ganze verhindern will.

Es erinnert natürlich ein bisschen an Moby Dick und zu Beginn finden wir auch direkt ein Zitat von Herman Melville.
Ebenfalls gibt es eine Karte vom Land Midon, die zur Orientierung dient. Der berüchtigte Wels ist immer an einer gewissen Brücke zu finden und über den Fluss, der dorthin führt, strömen die ganzen Jäger heran, um ihn zu fangen. Natürlich auch die beiden Walfänger Valin und Isebel, zwei Konkurrenten die aus Stolz unbedingt diesen Wels erlegen möchten. Unterwegs gibt es immer wieder Stopps an den Häfen, denn es muss sich mit Lebensmitteln versorgt werden und auch mit Informationen und Ausrüstung, die helfen sollen, den riesigen Wels zu fangen.

Valin ist der junge, aufstrebende Waljäger, der „den großen Fang“ machen und natürlich auch die Belohnung einkassieren will.

Isebel ist schon älter und war viel auf See unterwegs, wie auch ihre Vorfahren. Da ihr Vater von dem Wels gefressen wurde hat sie noch eine persönlichen Antrieb für die Jagd.

Allerdings ist einigen der Wels heilig. 
An der alten Brücke lebt Carmina mit ihrem Vater und sie ist mehr oder weniger auf den Glauben (oder Aberglauben) der Menschen angewiesen. Als Gaben für den Wels bringen sie ihr die Geschenke, um damit seinen guten Willen zu erbitten - worüber Carmina sehr froh ist, da sie einen kranken Vater hat und sie gut versorgt sind. Außerdem hat sie eine magische Verbindung mit dem Wels und glaubt daran, dass er etwas ganz besonderes ist.
Ein bisschen seltsam fand ich schon, das Carmina es so eine schreckliche Vorstellung davon hat, arbeiten zu müssen, sollte der Wal von den Walfängern getötet werden. Mit ihren Kräften könnte sie sicher eine gut bezahlte Stellung bekommen, die sie nicht bis an ihre Grenzen erschöpft. Sie hat ja magische Fähigkeiten, die sie durchaus einzusetzen weiß.

Diese drei Charaktere erzählen die Geschichte. Die Kapitel wechseln mit der Sichtweise und bleiben recht kurz. Während Valin und Isebel den Fluss hinauffahren – wie auch viele andere Fischer – und versuchen, so schnell wie möglich bei der alten Brücke zu sein, wo der Wels zu finden ist, versucht Carmina einen Plan auszuhecken, wie sie das ganze verhindern kann.

Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so wirklich packen konnte. Anfangs war ich noch neugierig und fand den Einstieg auch gut gelungen; aber dann driftete alles in eine etwas eintönige Fahrt ab. Dabei gab es schon viel Abwechslung mit Sabotage, kleine Überfälle, magische Gegenstände, zauberische Stürme usw. aber es konnte mich nicht richtig fesseln. 
Vielleicht lag es daran, dass diese Geschichte eingebettet ist in eine Reihe über das Reich "Midor" und ich die vorherigen Bände nicht kenne. Es wurden ja auch einige Völker erwähnt, wie Firbolgs, Alben oder Fomorer – auch auf der Karte vorne im Buch findet man einige Ortschaften und es werden einige Details erwähnt, auf die hier leider nicht näher eingegangen wurde. Obwohl es eine eigenständige Geschichte ist, wäre ich vielleicht besser zurecht gekommen, wenn ich hier einen näheren Bezug gehabt hätte.
Die ersten drei sind auch länger, während Band 4 und 5 mit unter 200 Seiten eher kurz sind und wahrscheinlich Nebengeschichten beinhalten.

Andere fanden diese Geschichte nichtsdestotrotz richtig gut und sie ist sogar nominiert für den SERAPH 2026 in der Kategorie bester Indie-Titel.  

Meine Bewertung
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Ebenfalls rezensiert bei




Midas Reihe

1 - Die Gilde der Geometer
2 - Der Streit der Geometer
3 - Der Albenkrieg: Die Flotte der Feuerkönige
4 - Therapie zwecklos
5 - Der magische Wels



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