Im Original The Haunting of Ashburn House
übersetzt von Elena Helfrecht
Genre Horror / Spukhaus
Verlag FESTA
Seitenzahl 388
1. Auflage im Original Juli 2016
Im Moment sind wir in Sicherheit, aber ich bezweifle,
dass dieser Zustand anhält.
Zitat Seite 278
Meine Meinung
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Adrienne erbt überraschend ein Haus - von ihrer Großtante Edith, von deren
Existenz sie nicht einmal gewusst hatte! Mit zwei Koffern, kaum Geld in der
Tasche und ihrem Kater Wolfgang kommt sie in der Provinzstadt Ipson an, die
auf sie einen gemütlichen und hübschen Eindruck macht. Das Ashburn House, das
sie jetzt bewohnen wird, liegt aber weiter außerhalb als gedacht und macht mit
der struppigen Einfahrt und den wenig einladenden, verdörrten Büschen und
Bäumen ringsum einen verwahrlosten Eindruck.
Dazu tauchen Erinnerungsfetzen aus Adriennes Kindheit auf, die sie nicht so
recht einordnen kann, die aber im Zusammenhang mit diesem Haus stehen.
Doch sie lässt sich erstmal nicht abschrecken. Schließlich möchte sie hier ihr
Leben neu durchstarten, aber der seltsame Eindruck bleibt, je mehr sie das
Haus erkundet. Knarzende Dielen, fehlender Strom, das abgenutzte Mobiliar und
seltsame Spuren der Frau, die hier so lange gelebt hatte und schließlich
gestorben war, machen ihr die Eingewöhnung nicht leicht.
Die Autorin bietet einiges auf an mysteriösen Schatten und unheimlichen
Gefühlen, mit denen Adrienne zu kämpfen hat, aber eine Gruselstimmung kam bei
mir erstmal nicht auf. Auch als ihr die Gerüchte zu Ohren kommen, die sich
schon seit Jahrzehnten um dieses Haus ranken, konnten keine Gänsehaut bei mir
wecken.
Ich hab es dennoch gerne gelesen, weil es auf jeden Fall sehr unterhaltsam
war. Adrienne steht mit ihren 22 Jahren jetzt völlig alleine da, nachdem sie
ihre kranke Mutter bis zum Tod gepflegt und dadurch Schulden aufgebaut hat -
deshalb ist das Haus jetzt ein überraschendes Geschenk, wo sie sich ein neues
Leben aufbauen will. Man merkt auch, wie sehr sie sich nach Gesellschaft, nach
Freunden sehnt, und sie findet auch sehr schnell Anschluss.
Doch die Vergangenheit des Hauses und ihrer Bewohner macht ihr einen Strich
durch die Rechnung. Die vielen merkwürdigen Botschaften und ihre
Nachforschungen sind perfekt geschaffen, um Ängste zu schüren, aber Adrienne
lässt sich nicht unterkriegen und versucht, den Gründen auf die Spur zu
kommen.
Die Autorin hat hier wirklich einiges geboten und es gibt viele Momente, die
erschreckend und gruselig sind, vor allem, da Adrienne völlig alleine und
isoliert ist - durch ihren Geldmangel hat sie nicht mal ein Handy, mit dem sie
notfalls Hilfe herbeirufen könnte. Es passiert auch ständig etwas, wodurch man
gefesselt bleibt bis sich Adrienne dann in eine ausweglose Situation
manövriert, aus der es kaum ein Entkommen gibt.
Ich weiß nicht, woran es lag, dass mich die Gruselstimmung hier nicht erreicht
hat. Vielleicht durch den lockeren Stil, mit dem die Geschichte erzählt wird.
Die Hintergründe fand ich stimmig und haben den Ereignissen eine passende
Aufklärung geliefert, wobei sich hier ein kleiner Fehler eingeschlichen hat.
Auch manche Momente bzw. Aktionen waren nicht ganz logisch, was man eigentlich
noch hätte revidieren können.
Eine spannende und unterhaltsame Gruselgeschichte, die gut konstruiert ist,
mich aber nicht so packen und zum schaudern bringen konnte, wie ich es mir
gewünscht hätte.
Meine Bewertung
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Ebenfalls rezensiert bei






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