Samstag, 17. Januar 2026

Aveline Jones von Phil Hickes



1 - The Haunting of Aveline Jones - 152 Seiten
2 - The Bewitching of Aveline Jones - 183 Seiten
3 - The Vanishing of Aveline Jones - 188 Seiten
Autor Phil Hickes
Illustrator Keith Robinson

Verlag Usborne Publishing - 1. Auflage 2020 - 2022



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The Haunting of Aveline Jones
Geister an Halloween




Aveline Jones muss einige schulfreie Tage in Malmouth verbringen, einer Küstenstadt südlich von Bristol, während ihre Mum ihre kranke Großmutter im Norden besucht. Sie war noch nie alleine bei ihrer Tante Lilian und fühlt sich nicht wirklich wohl, denn diese ist recht streng und altmodisch in ihren Ansichten.
Bei ihrer Ankunft empfängt sie der Ort nicht gerade freundlich: der Herbst ist hier rau, stürmisch, kalt und ungemütlich; die Straßen sind menschenleer und Aveline beschleicht ein unheimliches Gefühl, das hier etwas merkwürdiges vorgeht. 

In einem antiquierten Buchladen entdeckt sie schließlich ein Buch über Geister und Spukgeschichten aus dieser Gegend - ein Faible von ihr, denn sie liebt schaurige Geschichten - und macht darin eine Entdeckung, die 

Der Autor konnte mich direkt zum Schauplatz entführen, an dem Aveline ihre Abenteuer erlebt. Seine bildhafte Schreibweise lässt die Stimmungen und Gefühle sehr gut nachempfinden und bleibt dabei kindgerecht mit einem leichten Gruselfaktor. 
Spannend fand ich an Aveline, wie sie zwar großes Interesse an Schauermärchen hat, aber je mehr sie in eine wahre Erinnerung eintaucht und mysteriöse Erlebnisse sie zweifeln lassen, ob sie ihren Sinnen trauen kann, werden Zweifel in ihr wach, ob sie sich tatsächlich mit diesen Dingen beschäftigen soll. Der Reiz und die Faszination daran bleiben jedoch, und auch die Neugier, hinter des Rätsels Lösung zu kommen.

Die Freundschaft zu Harold entwickelt sich nur langsam, aber schließlich wollen sie beide hinter das Geheimnis kommen und müssen am Ende einer schlimmen Wahrheit ins Gesicht sehen. 

Es entwickelt sich alles langsam, aber unterhaltsam und viele kleine Details haben auch die richtige Halloween Stimmung mit sich gebracht. Für ganz leichten Schauer im Herbst genau das richtige!




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The Bewitching of Aveline Jones
Hexenmagie im Steinkreis 





Im zweiten Band geht es in den Sommerferien für Aveline leider nicht an den Strand, sondern in ein kleines Cottage in dem Örtchen Norton Wick. In der Nähe davon befindet sich ein alter, keltischer Steinkreis, der sie sofort wie magisch anzieht, da sie alles Übernatürliche total fasziniert. 

Sie lernt direkt ein Mädchen kennen, dass hier im Ort wohnt und das ebenso von dem Steinkreis und den alten Mythen fasziniert ist. Auch wenn dieses zwar etwas seltsame Ideen für Spiele hat, ist Aveline froh, eine neue Freundin gefunden zu haben, mit der sie Zeit hier verbringen kann. Wird sie von ihrer Mutter ja immer dazu gedrängt, sich Freunde zu suchen, fällt es Aveline oftmals schwer, aber auch Hazel scheint froh zu sein, 
Aber auch Harold ist auf dem Weg hierher. Sie hat ihn lange nicht mehr gesehen, aber seitdem sie den grausigen Spuk in Malmouth zusammen überstanden haben, schreiben sie sich regelmäßig. 

Hier fand ich es wieder toll, dass trotz Internet-Zeitalter Aveline und Harold sich ihre Informationen aus Büchern holen! Auch wenn sich die beiden äußerst selten sehen ist eine tolle Freundschaft zwischen den beiden entstanden, die hier auf eine harte Probe gestellt wird.

Der mystische Steinkreis hat hier eine ganz besondere Magie - und vor allem vor der Hexenkraft muss Aveline Acht geben, denn nicht alles ist so wie es scheint. Hier hat die Autorin keine offensichtlichen Gruselelemente verwendet, sondern in den sonnigen Sommertagen eine unterschwellige Komponente von verstohlenen Zaubern, die Aveline fast zum Verhängnis werden. 
Eine ganz andere Art des Unheilvollen, was zusammen eine tolle Wirkung hatte. Gerade mit den Gefühlen eines leichten, heißen Sommers - im Gegensatz zu den verschleierten Verlockungen, die ins Verderben führen! 




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The Vanishing of Aveline Jones
Verlockungen im Gräber Labyrinth





In den Weihnachtsferien ist Aveline unterwegs zum Haus von Onkel Rowan, der vor 10 Jahren im Dezember spurlos verschwand. Mit dabei ist ihre Mum, ihre Tante Lilian und auch Harold, denn sie möchte mit ihm herausfinden, warum ihr Onkel damals verschwunden ist.
Das einsame Haus macht einen verlassenen, kalten Eindruck und die knarzenden Dielen und ein verschlossener Raum, nächtliche Geräusche und das Wissen, dass Rowan hier lange gelebt hat und es nun verkauft werden soll, tragen sehr gut zur Atmosphäre bei. Die Kinder kommen auch bald auf eine Spur und stoßen auf alte Mythen, die sich um seltsame Ereignisse um das Städtchen mit dem passenden Namen Scarbury ranken - vor allem um einen "Long Barrow", das einen steinzeitlichen Grabhügel beschreibt.
Hilfe bekommen sie von unerwarteter Seite, denn auf einem Blog über Sagen und Legenden aus dieser Gegend scheint jemand schon einiges entdeckt zu haben!

Hier wird es richtig spooky und unheimlich - für ausgewachsene Horror Leser wohl nicht - aber wenn man leichten Schauer spüren will, ein spannendes Abenteuer mit leichter Gänsehaut, dann ist das wirklich eine perfekte Geschichte dafür :) 




Die Illustrationen in den Büchern von Keith Robinson leiten immer wunderschön die Kapitel ein und tragen sehr gut zur Stimmung bei. Solche Untermalungen zwischendurch mag ich sehr gerne!


Bisher wurden zwei Bände ins deutsche übersetzt
Die Cover hierzu finde ich leider nicht gelungen, denn sie spiegeln
für mich eine ganz andere Erwartungshaltung wider




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