Freitag, 2. Dezember 2016

🌟 Blogger Adventskalender 🌟


Ganz herzlich Willkommen zum 2. TĂŒrchen vom
  
Blogger Adventskalender


alle Jahre wieder initiiert von Monas Tintenhain, auf deren Seite ihr auch den Stiefel
mit allen TĂŒrchen findet *zum Adventskalender*

Jaaaa, der Adventskalender: Viele lieben ihn noch weit ĂŒber die Kindheit hinaus und es macht einfach Spaß, jeden Tag eine kleine Überraschung zu entdecken: sei es in Form von Bildchen, Schokolade, oder auch ausgefallener mit Parfums, Playmobil oder was es heute sonst noch alles gibt!

Aber woher kommt der Brauch ĂŒberhaupt und wie ist er entstanden?


In der Zeit vor dem 25. Dezember, dem Geburtsdatum des Jesuskindes, bereitet man sich sozusagen auf die Ankunft von Gottes Sohn vor und das lateinische Wort fĂŒr Ankunft heißt schlicht und einfach "adventus". FrĂŒher war es eine Fastenzeit Ă€hnlich wie vor Ostern.

Die vier Adventssonntage wurden im 6. Jahrhundert von Papst Gregor dem Großen festgelegt - davor umfasste die Spanne 6 Wochen, bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige.

Erst 1833 wurde der Grundstock fĂŒr die Kerzen auf dem Adventskranz gelegt: Der Hamburger Theologe Johann Wichern leitete eine soziale Einrichtung fĂŒr Kinder, das "Rauhe Haus", das es ĂŒbrigens heute noch gibt. Um den Kindern das Warten einfacher zu machen, wurde jeden Tag eine kleine rote Kerze angezĂŒndet und an den Sonntagen eine große Weiße. 

SpĂ€ter gab es auch einen Adventsbaum, an dem jeden Tag ein neues Licht und ein von den Kindern handgeschriebener Bibelspruch angeheftet wurde, wodurch der Baum im Verlauf des Advents zunehmend an Schmuck gewann. Der Adventsbaum ersetzte jedoch nicht den Christbaum, was ein Nebeneinander von Adventsbaum und Christbaum fĂŒr einige Zeit bewirkte
Das Zunehmen des Lichts galt als Sinnbild fĂŒr die bevorstehende Ankunft des Lichts der Welt, Jesus Christus.

 

Ab etwa 1850 gab es sogenannte Adventszeitmesser, welche die verbleibende Zeit bis zum Heiligabend anzeigten. Es gab verschiedene Varianten: Einige verschönerten die WĂ€nde mit 24 Weihnachtsbildern oder malten einfach 24 Striche mit Kreide an die Wand. Kleine Abrisskalender oder markierte Kerzen, die jeden Tag ein kleines StĂŒck herunterbrennen, sind auch heute noch beliebt.

Den ersten Weihnachtskalender druckte der Lithograf Gerhard Lang Anfang des 20. Jahrhunderts in meiner Heimatstadt MĂŒnchen. Seine Version enthielt 24 bunte Bildchen, die von den Kindern ausgeschnitten und auf einen weiteren Bogen aufgeklebt werden konnten.

Kalender mit TĂŒrchen und Naschereien setzten sich erst in den fĂŒnfziger Jahren durch. Dabei hĂ€lt sich die Legende, dass Gerhard Lang schon als Kind von seiner Mutter einen Kalender mit 24 PlĂ€tzchen bekommen hat, weil er so ungeduldig aufs Fest wartete.

Der erste Schokoladenadventskalender erschien dann ab 1958, hinter dessen Schokolade verschiedene Bilder mit Bezug zur Weihnachtsgeschichte zum Vorschein kamen. Allerdings blieben die handgemalten Adventskalender weiterhin beliebt.
Der Adventskalender wurde im Verlauf der Zeit zunehmend profaner. An die Stelle des Christuskindes als Kalendermotiv bzw. -inhalt traten verschiedene Geschenke fĂŒr Jung und Alt. So gibt es beispielsweiße einen Adventskalender fĂŒr Erwachsene mit 24 verschiedenen Biersorten oder Kosmetikprodukten. Auch fĂŒr Kinder gibt es zahlreiche Adventskalender von Spielzeugfirmen wie Barbie, Playmobil oder Lego.
Der wohl teuerste Adventskalender soll einer des Londoner Kaufhauses Harrods sein, der eine Million US-Dollar kostet. Dieser enthĂ€lt beispielsweiße eine Sonnenbrille aus 18 Karat Gold, ein Motorboot oder eine DesignerkĂŒche.

 

In einigen katholischen Gegenden durften die Kinder fĂŒr gute Taten tĂ€glich einen Strohhalm oder eine Feder in die Krippe legen, damit das Jesuskind schön weich liegt. Noch heute wird in einigen Klosterschulen dieser Brauch angewendet.
In Österreich schufen findige Eltern mit der „Himmelsleiter“ eine spezielle Form des Adventskalenders. Das tĂ€glich sich Sprosse fĂŒr Sprosse abwĂ€rts bewegende Christuskind, verdeutlicht den Gedanken, das Gott zu Weihnachten auf die Erde kommt.
In Skandinavien entstand in dieser Zeit der Brauch, eine Kerze in 24 Abschnitte zu unterteilen und jeden Tag ein StĂŒck weiter abbrennen zu lassen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bastelten kreative Eltern sogenannte Weihnachtsuhren, auf denen in eine runde Scheibe mit 12 bzw. 24 Unterteilungen der Zeiger jeden Tag einen Schritt weiter gestellt werden durfte. Die Unterteilungen wurden mit Liedtexten oder auch Bibelversen versehen.

* WERBUNG *

Mona hat sich fĂŒr euch aber noch eine schöne Überraschung ausgedacht! Auf einigen Blogs gibt es Literatur-Quizfragen, die ihr beantworten könnt und fĂŒr die fĂŒnf Teilnehmer, die die meisten Fragen richtig beantworten, gibt es etwas zu gewinnen.
Am 24. Dezember wird Mona alle BeitrĂ€ge mit den Quizfragen noch einmal unter der Socke auf ihrem Blog markieren, damit Ihr sicher gehen könnt, keine verpasst zu haben. Bei mehreren möglichen Gewinnern wird natĂŒrlich ausgelost ;)

1. Preis ist ein Online Gutschein ĂŒber 25 Euro der Buchhandlung Graff
2. bis 5. Preis sind PlĂ€tzchenausstecher in Buchform 



Meine Quizfrage lautet: Wer bin ich?

1. Ich schreibe unter einem Pseudonym mit 4 Buchstaben
2. Ich arbeite schon lange als Illustrator und habe mich auf
die visuelle Umsetzung von Online Spielen spezialisiert.
3. Mein Weihachtsbuch heißt genauso wie der böse
Begleiter vom Nikolaus, der die Kinder in den Sack steckt.


Die Antwort schickt ihr bitte direkt an
 adventsquiz@gmx.de



Teilnahmebedingungen

  • Teilnehmen darf jeder, der volljĂ€hrig ist bzw. die Zustimmung seines Erziehungsberechtigten hat.
  • Der Gutschein der Buchhandlung Graff wird per Post ausschließlich an eine Adresse innerhalb Deutschlands versandt. Bei Bestellungen, die eventuell spĂ€ter aus dem Ausland getĂ€tigt werden, verweise ich darauf, die AGB und Versandkosten der Buchhandlung Graff zu beachten, da hier zusĂ€tzliche Kosten entstehen.
  • Die PlĂ€tzchenausstecher werden mit DHL als Warensendung ausschließlich an eine Adresse innerhalb Deutschlands versandt. Bei Verlust wird keine Haftung ĂŒbernommen.
  • Die Gewinne gehen in Reihenfolge an die Teilnehmer mit den meisten Antworten. Bei Gleichstand wird mit einem Zufallsgenerator ausgelost. Die Gewinner werden auf dem Blog namentlich genannt und per Mail benachrichtigt. Es werden von mir keine Daten gespeichert.
  • Adressdaten werden nur zum Zwecke dieses privaten Gewinnspiels genutzt und anschließend gelöscht.
  • Sollte sich der Gewinner nicht innerhalb von 3 Tagen nach Benachrichtigung melden, wird neu ausgelost.
  • Die Teilnehmer des Blogger-Adventskalenders sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme am Quiz ausgeschlossen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Teilnahmeschluss ist der 26. Dezember, 23.59 Uhr. SpĂ€ter eingehende Antworten werden nicht berĂŒcksichtigt.


Morgen öffnet sich das 3. TĂŒrchen bei Nicole -> Buchspinat <-


18 Kommentare:

  1. Das ist mal ein interessanter Beitrag. Er hat mich auch gleich an unsere Adventskalenderkerze erinnert, die ich gestern vergessen habe. Nun brennt sie. :-D
    Hab einen schönen Tag!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön! ♥
      Ich fands auch echt interessant, dafĂŒr ein bisschen zu stöbern. Ein bisschen was davon hatte ich schon gewusst, hab aber auch einiges neues entdeckt!

      Löschen
  2. Vielen Dank fĂŒr diesen schönen und interessanten Beitrag. Ich werde ihn spĂ€ter gern meinem Sohn vorlesen. Besonders schön finde ich den alten Brauch, bei dem die Kinder Strohhalme und Federn in die Krippe legten, damit das Jesuskind weich gebettet schlummert.

    Liebe GrĂŒĂŸe

    Nisnis

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich!
      Ja das mit den Strohhalmen und Federn fand ich auch toll, es gibt ja anscheinend echt viele alte und sehr verschiedene BrĂ€uche fĂŒr diese Vorweihnachtszeit!
      Alle konnte ich leider nicht unterbringen, sonst wÀre der Beitrag aus dem Rahmen geplatzt :)

      Löschen
  3. Sehr interessant! Danke fĂŒr den tollen Beitrag!

    AntwortenLöschen
  4. Vielen Dank fĂŒr diesen tollen Beitrag. Ich liebe meine zwei "alten" Adventskalender, die jedes Jahr einen Platz haben in der Vorweihnachtszeit
    Liebe GrĂŒĂŸe Hanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab dieses Jahr leider zum ersten Mal keinen Adventskalender :( Aber ist nicht so schlimm, obwohl es mir schon ein bisschen fehlt. Ich mag ja am liebsten die mit den Bildern und dem Silberstaub ♥

      Löschen
  5. Das ist ein wirklich schöner Beitrag. Danke, das hat mir den Tag noch viel mehr versĂŒĂŸt als mein eigener Adventskalender. ;)

    AntwortenLöschen
  6. Ahoi!
    Wie spannend, ich habe mir noch nie wirklich Gedanken um die Geschichte des Adventskalenders gemacht oder wann die Adventstage festgelegt wurden.

    Obwohl ich aus einer christlichen Familie komme, hatte ich schon immer nur "profane" Schokoladenkalender, zu Hause einen selbstgemachten, den meine Eltern jedes Jahr befĂŒllten, und bei meinen Großeltern einen mit TĂŒrchen zum Öffnen. Theoretisch finde ich an so einer "Profanisierung" nichts schlimmes, denn nicht jeder Mensch hat eine enge Bindung zum religiösen Aspekt von Weihnachten, und der kulturelle Aspekt ist inzwischen ebenbĂŒrtig (egal, wieviele U-Boot-Christen Weihnachten in der Kirche sind). Was mich allerdings stört ist, dass die Adventskalender inzwischen oft soviel kosten wie ein Weihnachtsgeschenk, und tlw. zum Statussymbol erhoben werden. Wenn man sich manche Diskussion unter DreikĂ€sehochs im Kinderarten anhört wird mir etwas anders...

    Übrigens, meine Mum macht mir immer noch jedes Jahr einen Kalender mit Schokolade, aber ich bekomme auch immer den Schokikalender fĂŒr 1€, damit ich wie frĂŒher auch ein TĂŒrchen aufmachen kann. Sogar mein Bruder, der immer sagt er sei zu alt fĂŒr so einen Kinderkram, wurde ganz kleinlaut, als meine Mum meinte, dann bekĂ€me er eben keinen. Adventszeit und Adventskalender sind einfach etwas Besonderes, egal, wie man dazu steht, und dafĂŒr wird man auch nie zu alt!

    Danke fĂŒr den spannenden historischen Einblick!
    Cheerio
    Mareike/BĂŒcherkrĂ€he

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. OH ja! Ich finde sie mittlerweile auch echt teuer und fĂŒr 4 Kinder kommt dann ein ganz schöner Betrag zusammen, wenn man allen gerecht werden will O.O
      Deshalb gab es eben in den letzten Jahren die einfachen Schoko Kalender - aber sie haben sich ja auch darĂŒber gefreut ;)

      Ich liebe ja die alten mit den tollen Motiven und Bildern hinter den TĂŒrchen - allerdings sind die genauso teuer geworden.
      Die kann man auch in jedem Alter haben, ist einfach ein StĂŒck Kindheitserinnerung ♥

      Löschen
  7. Ein schöner Beitrag. Vielen Dank fĂŒr deine MĂŒhe und ein schönes Adventswochenende fĂŒr dich und alle anderen hier.

    AntwortenLöschen
  8. Danke fĂŒr den schönen Artikel. Ich habe zwar schon ĂŒber die ersten gedruckten Adventskalender und die christlichen UrsprĂŒnge gelesen. Aber die vielen Traditionen wie Uhren und Kerzen kannte ich nicht. Sehr spannend, was es um diese Zeit alles gibt.

    Abendliche GrĂŒĂŸe von der Rabin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, da gibt es wirklich viel, ich war sehr ĂŒberrascht, als ich danach gestöbert hab. Ich konnte auch leider gar nicht alles unterbringen, sonst wĂ€re der Beitrag zu lang geworden. Aber ich fand es echt interessant ;)

      Löschen
  9. Oh das war ein echt Interessanter Beitrag und vielen dank dafĂŒr.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Melanie

    AntwortenLöschen

Ich wĂŒrde mich ĂŒber dein Feedback zu meinem Beitrag freuen! Ich beantworte die Kommentare immer direkt hier oder schreibe dir gerne auf deinem Blog zurĂŒck :)

Die zitierten Cover und Bilder sind Eigentum des jeweiligen Verlags bzw. Schriftstellers bzw. sonstigen Rechteinhabers und dienen nur zur Veranschaulichung. Bildquellen sind die jeweiligen Verlage, goodreads.com und pixabay.com