Samstag, 6. Juni 2026

LeserStimmen: Wie glaubwürdig sind Rezensionen?

Die Thematik zu den Bewertungen von Büchern kommt immer wieder auf - warum auch immer. 
Im Mai gab es dazu einen Beitrag in Anjas kleinem Bücherzimmer und ich möchte gerne meine eigenen Gedanken dazu mit euch teilen.

Kurz noch ein Satz zu der "Beurteilung" von Büchern:
Für mich ist im Grunde jede Wahrnehmung subjektiv, weil wir alles durch unsere eigene Erfahrung und Perspektive filtern — vielleicht mit Ausnahme rein mathematischer oder naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten.


Ich möchte heute gerne auf zwei Themen eingehen:

---> Warum gibt es oft auf den Blogs und den social media accounts so viele positive Bewertungen und wenig Verrisse?

Das kann die unterschiedlichsten Ursachen haben und diejenigen einfach ein gutes Händchen für ihre Bücherauswahl. 

Ich selber werde skeptisch, wenn jemand alle Bücher die gezeigt werden mit 5 Sternen dekoriert und jedes Mal gefühlt die selben 3 Sätze schreibt. Das wirkt auf mich nicht authentisch.
Natürlich kann es sein, dass dieser Person einfach nichts anderes einfällt, sie keine Zeit oder Lust hat, oder andere 100 Gründe.
Die Außenwirkung ist aber schon so, dass es unglaubwürdig scheint, denn in der Regel sind bei Viellesern eben auch Geschichten dazwischen die nicht so gut gefallen. 

Wenn ich mir meinen Blog anschaue und meine Rezensionen fällt auf, dass ich auch überwiegend positive Meinungen geteilt habe. 

Da es bei Lovelybooks so schön angezeigt wird, hab ich einfach mal meinen aktuellen Stand kopiert:

5 Sterne - 1.009 Bücher
4 Sterne - 804 Bücher
3 Sterne - 330 Bücher
2 Sterne - 82 Bücher
1 Stern - 77 Bücher

Da ist ein sehr hoher Anteil im oberen Bereich. 

Bei mir kommt es dazu, weil ich z. B. Bücher, die mir nicht taugen, letztendlich abbreche und diese dann in solchen Statistiken gar nicht auftauchen. 
Zum anderen suche ich mir mittlerweile seit Jahren die Bücher wirklich sehr gezielt aus. Viele wandern auf die Wunschliste, aber bis sie dann tatsächlich einziehen kann es eine Weile dauern und einige werden davor schon wieder aussortiert.
Selbst wenn sie dann bei mir zu Hause liegen kann es passieren, dass sie aussortiert werden, wobei das in den letzten Jahren kaum noch vorkam.

Und wie schon gesagt: ich breche Bücher ab und schreibe dann in der Regel keine Rezension dazu. Oftmals fällt es mir schon in den ersten 20-30 Seiten auf, dass mir der Schreibstil absolut nicht zusagt oder so viele Ungereimtheiten enthält dass ich keine Lust zum weiterlesen habe. Da kann ich dann auch nicht wirklich viel schreiben ... 


---> Warum werden Bücher nur mit Sternen bewertet ohne Rezension?

Ich finde es schade, dass das immer wieder angeprangert wird. Dabei rufen die Autoren und Autorinnen selbst dazu auf, dass auch reine Sternebewertungen im Ranking weiterhelfen, damit ihr Buch sichtbar wird. 

Ich denke, das kommt zustande weil viele diese "Buchbubble Blase" fühlen - die sollte man ab und an mal durchpiksen und "nach draußen" schauen, denn es gibt nicht nur solche buchverrückten Menschen wie uns ;) 

Es gibt Menschen, die lesen 3-4 Bücher im Jahr und interessieren sich weder für Verlage, Autoren oder sonstiges, was sich um die Buchwelt dreht.
Ich kenne Menschen, die lesen gerne, vielleicht 1-2 Bücher im Monat, aber denen würde nie einfallen, eine Rezension zu schreiben. Sie können es nicht. Sie wollen es nicht. Und das sollte man akzeptieren. Wenn sie dann immerhin auf die Sterne Bewertung klicken dann ist das doch okay...

Die sind nicht so verankert in unserer Buchwelt und unserem Hobby, die lesen einfach so und warum auch nicht? Warum wird da gefordert, dass sie sich hinsetzen und etwas schreiben sollen? Da ist es doch schön, dass sie zumindest mit einer Sternebewertung ihre Meinung mitteilen. 

Wenn ich mir einen Film ansehe, schreibe ich auch keine Rezension. Da mache ich mich auch nicht schlau, wer den Film produziert hat, wie es den Schauspielern geht, wie sie bezahlt wurden, ob sie meine Kritik vertragen würden, ob der Film jetzt meine Unterstützung braucht usw. 

Wenn ich eine Waschmaschine kaufe setze ich mich ebenfalls nicht hin und informiere mich über technische Details, die Firma, die Mitarbeiter usw. Ein begeisterter Fan für Waschmaschinen würde das vielleicht anders sehen ^^ 

Ich denke ihr versteht, was ich meine. 

Wir Buchmenschen lesen und rezensieren gerne und tauschen unsere Meinungen zu den Geschichten aus.
Andere möchten das nicht und ihnen genügt es, sich alleine mit der Geschichte zu beschäftigen.

Das sollte man doch einfach akzeptieren können :)

Wie seht ihr das denn?

29 Kommentare:

  1. Guten morgen,

    Bei mir sieht die Statistik ganz ähnlich aus, nicht weil alles perfekt ist, sondern weil ich Flops nach ca 50 Seiten einfach abbreche und und nur ganz ganz selten rezensiere. (Wenn es eine Reziexe ist)
    Wenn allerdings ein Account jedes Buch unkritisch mit 5 Sternen feiert, wirkt das auf mich auch eher unauthentisch.
    Und zum Ende hin, kann ich nur noch sagen: Wir in unserer Buchbubble vergessen leider oft, dass Lesen für die meisten einfach nur ein normales Hobby ist. Niemand muss sich wirklich rechtfertigen, warum er nur Sterne anklickt und keinen Text schreibt. Jeder Klick pusht dann am Ende das Buch im Ranking, und das ist doch das, was zählt.
    Danke für den tollen Gedankenanstoß liebe Aleshanee.

    Liebe Grüße
    Sheena

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    1. Ja, ich hab früher schon noch öfter ein kurzes Statement geschrieben für Abbrüche, aber das mache ich jetzt eigentlich nicht mehr... Rezi-Exemplare frage ich nur noch selten an und da achte ich sehr drauf, was. Und hab da mittlerweile ein gutes Händchen :)

      Eben. Es gibt so viele Menschen die einfach nur lesen, und das sollen sie auch tun können :D

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  2. Ein toller und wichtiger Beitrag!
    Manchmal frage ich mich auch, wieso ich meinen Blog noch betreibe, aber es macht mir Spaß. Ich bin bei weitem nicht so aktiv, wie andere, mir fehlt als Selbständige, mit großem Haus und Garten und Kind einfach die Zeit. Aber ich liebe ruhige Morgende oder Abende, an denen ich in die Buchwelt abtauchen kann.

    Bei mir sieht eigentlich seit Beginn meiner Bloggerzeit 2014 die Statistik etwas anders aus. Zwar poste ich nicht mehr regelmäßig bei LovelyBooks, aber die Statistik stimmt mit meinen Bewertungen auf dem Blog überein.

    5 Sterne - 271
    4 Sterne - 560
    3 Sterne - 221
    2 Sterne - 16
    1 Stern - 1

    Ich gehöre, gerade wegen dem Zeitproblem dann auch zu den Abbrechern.
    Und bei mir dominieren die 4 Sterne, weil mir dann doch oft das i- Tüpfelchen fehlt.

    Zum Thema Rezensionen. Ich bin im Januar/Februar immer sehr gut gut dabei und dann hat mich das Jahr wieder im Griff. Ich höre so viel und da geht zum Rezensieren doch immer viel unter. Denn was ich nicht mehr mache, früher aber von Vorteil war, waren Notizen. So bleiben doch des Öfteren tolle Geschichte unrenzensiert.

    Liebe Grüße,
    Andrea

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    1. Hm, also warum ich meinen Blog betreibe frage ich mich tatsächlich gar nicht :D Der gehört mittlerweile irgendwie dazu, ist Gewohnheit geworden, Alltag...? Jedenfalls macht es mir immer noch viel Spaß und das rezensieren gehört einfach mit dazu. Aber ich lasse mir selber offen welche ich rezensiere und welche einzelnen vielleicht nicht. Und natürlich steht der Austausch mit euch hier im Vordergrund!
      Was social media betrifft bin ich grade am schwanken. Da werde ich mich bis Jahresende entscheiden, was ich unbedingt behalten will, weil mir das einfach keinen Mehrwert bringt.

      Ich gebe tatsächlich gerne und oft 5 Sterne, selbst wenn es vielleicht den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt gibt, ich gehe da sehr nach Bauchgefühl, wie mich die Geschichte gepackt hat. Und da gibt es echt viele :D

      Bei Hörbüchern schreibe ich so gut wie nie eine Rezension. Notizen mache ich mir nämlich auch immer und das ist bei Hörbüchern schwierig...

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  3. Guten Morgen.

    Das scheint immer wieder ein Thema zu sein, das durch die Netzwerke geht. Verbunden damit, ob überhaupt noch jemand ausführliche Rezensionen liest. Weil oft wird eine Sternebewertung vergeben, dazu wenige Sätze oder auch einfach nur 'Das Buch hat mich zerstört' ... womit ja eigentlich niemand etwas anfangen kann.

    Ich bleibe bei meinen ausführlichen Rezensionen, die ich tatsächlich nur auf meinem Blog schreibe. Ich habe keine Zeit dazu die auf allen möglichen Plattformen zu posten, das beschränkt sich dann wirklich nur auf Bücher, die ich als Leseexemplare erhalten habe. Da gehört das dazu, zumal vermutlich eh niemand bei mir vorbei schaut. Aber mir macht es Spaß und so bleiben für mich die Bücher auch länger im Kopf.

    Nun zu den Bewertungen. Ich rezensiere oftmals auch nur Bücher, die mir gefallen haben. Wobei ich auch selten Bücher habe, die ich so gar nicht mag. Wieso sollte ich auch ein abgebrochenes Buch rezensieren? Da kann ich ja dann gar keine wirkliche Aussage zu machen. Und wenn ein Buch mich nicht begeistern konnte, ich es aber dennoch zu Ende gelesen habe, möchte ich mich damit auch nicht länger beschäftigen. Dann wandert es ins 'Kann gehen'-Regal und zieht irgendwann aus.
    Bei reado habe ich mir angewöhnt nun wenigestens ein paar Sätze zu sagen, zu den gelesenen Büchern. Aber auch das fällt mir oft schwer, weil ich mich nicht so kurz fassen kann, dass 120 Zeichen reichen ;o)

    Und dann gibt es da auch noch die vielen Menschen, die weder Lust haben sich mit Bewertungen online auseinander zu setzen oder es schlicht nicht könnten. Ich denke da an die zwei ältere Damen aus meiner Familie, die viel lesen, aber im Leben noch keine Bewertung abgegeben haben. Und das wird auch so bleiben.

    Grundsätzlich muss jeder für sich selbst entscheiden was er machen möchte. Da können Autoren noch so sehr betteln, dass man sie bewerten möge - jeder macht es so wie es gerade passt und derjenige für richtig hält. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.

    Liebe Grüße
    nef

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    1. Ja, solche Themen kommen und gehen sehr beständig, wie Jahreszeiten *lach*

      Ich denke dass social media hier grade sehr mitspielt. Alles wird dort nur noch mit 1-2 Sätzen gepusht und ich hab auch das Gefühl, diese "insta-Generation" möchte auch gar nicht mehr lesen als das. Sobald eine Rezension länger ist wollen viele gar nicht mehr weiterlesen.
      Ich gebe zu, dass ich dieses Gefühl auch manchmal habe, wenn ich wenig Zeit habe. Gerade deshalb versuche ich mir bewusst Zeit zu nehmen und sie genauer durchzulesen und am besten noch einen Kommentar dazulassen. Allerdings nur auf Blogs - woanders ist mir das Getippe am Handy zu umständlich *lach* Da bin ich zu alt, das dauert ewig xD

      Es kommt drauf an bei abgebrochenen Büchern. Es gibt ja schon Gründe (bei mir) und die sind oft in 1-2 Sätzen zusammengepasst und tauchen dann auch in meinen Monatsrückblicken auf. Aber eben nur dort und nicht woanders. Selten kommt es vor, dass ich über die Hälfte gelesen habe, aber da hab ich dann auch keine Lust mich weiter damit zu beschäftigen, so wie du schon schreibst ;)

      Hihi, ja solche älteren Damen kenne ich auch!

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  4. Huhu Aleshanee

    Da ich LovelyBooks nicht mehr nutze und damals auch nur sehr sporadisch alles eingetragen habe, habe ich mir einfach mal meine Bewertungen bei Goodreads angesehen.
    Da ist es jetzt nicht, wie bei dir, dass die 5-Sterne-Bewertungen durch die Decke gehen. Doch die meisten teilen sich auf 3 bis 5 Sterne auf.

    898 Bewertungen (⌀4.08):
    5 ⭐40% (367)
    4 ⭐35% (323)
    3 ⭐16% (144)
    2 ⭐4% (43)
    1 ⭐2% (21)

    Erst einmal muss ich sagen, dass ich auf Sternebewertungen auf Social Media Plattformen überhaupt nicht viele lege. Denn meine Beobachtung ist, dass es den meisten dieser reinen Content Creator NUR um Klicks und Likes geht, aber nicht um den Hype geht. Ich bezweifle bei vielen sogar, dass deren Bewertungen authentisch sind, besonders wenn man sich ansieht in welcher schnellen Regelmäßigkeit sie auf diverse Hypezüge aufsteigen. Denn da bezweifle ich einfach, dass sie all die 10 Bücher in dieser einen Woche gelesen haben.
    Hinzukommt auch oft, dass sie meist nichts über den Inhalt wiedergeben, außer wie "... tolle die Geschichte und die Protagonist*innen waren..." aber ein Erklärung dazu gibt es selten. Hierbei beziehe ich mich hauptsächlich auf Instragram und TikTok.
    Und an die Dunkelziffer jener, die von Verlagen und Autor*innen Bücher zugeschickt bekommen, nur um sie in die Kamera zu halten und hochzuloben, ohne sie gelesen zu haben und dann dafür auch noch bezahlt zu werden, will ich überhaupt nicht denken. Deswegen vertraue ich vielen dieser Videos/Posts nicht!

    Dann bin ich allerdings auch der Meinung, dass auf Verkaufsplattformen wie Thalia & Amazon verstärkt darauf geachtet wird, ob die geschrieben "Rezension" überhaupt etwas mit dem Inhalt zu tun hat. Besonders auf diesen beiden Portalen finde ich immer wieder Negativbewertungen mit einer ordentlichen Portion "Mimimi", weil das Buch nicht pünktlich verschickt wurde oder — welche Tragödie — ohne Farbschnitt geliefert wurde. Verdammt nochmal, dann schick die Ausgabe zurück und schreib eine Mail.
    Bei Amazon kann man direkt auch Versand/Verpackung/Dauer bewerten, das gehört nicht in die Produktrezension. Und Thalia sollte hier genauer schauen, was sie veröffentlichen.

    Meiner Erfahrung nach sind Rezensionen auf richtigen Buchblogs (VLogs), Buchcommunities (Goodreads, LovelyBooks, etc.) am authentischsten, selbst wenn es bei zweiterem nur Sternebewertungen sind. Aber besonders Buchblogs sind für mich am überzeugendsten. Denn hier sitzt ein Menschen nach dem Lesen teils noch stundenlang an der Rezension, nicht zu vergessen am Design des gesamten Blogs (immer wieder). Viele machen sogar noch richtig tolle buchige Bilder, die dann auf den diversen Social Medias genutzt werden können, um die Rezension bekannt zu machen, genutzt werden. In meinen Augen ist das weit mehr Arbeit, als einfach nur in die Kamera zu lächeln und mit einem Buch vor der Nase herumzuwedeln.

    Ich weiß auch überhaupt nicht, warum sich Menschen, die bewerten und rezensieren, über andere, die das nicht machen, beschweren. Mach dein Ding und lass andere ihres machen. Was geht dich das überhaupt an? Nichts!
    Meine Mom liest auch einfach nur Bücher, ohne dann, wo auch immer Sterne und ein paar Worte zu hinterlassen. Sie spricht aber mit mir und anderen darüber, ob es ihr gefallen hat. Dieser Mundpropaganda wird hier auch oft zu wenig Beachtung geschenkt, auch von Autor*innen und Verlagen. Alle sind nur noch GEIL auf Klicks & Likes!

    Cheerio
    RoXXie

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    1. Berichtigung: "Denn meine Beobachtung ist, dass es den meisten dieser reinen Content Creator NUR um Klicks und Likes geht, aber nicht um die Bücher."

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    2. So, gestern hab ich verzweifelt versucht, auf goodreads diese Zusammenstellung meiner Bewertungen zu finden und bin gescheitert *lach* Jetzt musste mir google weiterhelfen xD
      Aber ich scheine da doch alles nachgetragen zu haben (lovelybooks war ja mein erster Buchaccount), da sind die Zahlen fast genauso wie oben.

      Ok, also "reine Content Creator" - ich nehme an damit meinst du die Accounts, die gefühlt täglich ein Buch hoch halten das gerade im Trend liegt und es lobpreisen? :D Darauf gebe ich auch nichts. Eben, mehr als 1-2 Sätze kommen dazu ja meist nicht und die sind so allgemein, dass sie auf jedes Buch dieser Sparte zutreffen könnten ^^

      Bei Thalia bin ich nicht. Bei Amazon selten, teile dort aber meine Rezensionen schon weiterhin. Und ja, sowas ist mir auch schon aufgefallen, also "zu spät verschickt" oder ähnliches. ABER da gehe ich wieder von einem "Nicht-Blogger" aus, der einfach mal ein Buch bestellt, vielleicht sogar zum verschenken, und der in dem Fall schlicht nichts dabei denkt...

      Bei goodreads schaue ich tatsächlich auf die Sterne, weil ich hier eine weltweite Community habe und viele Sterne dann auch aussagekräftiger sind als wenige. Das ist einfach so. Wenn ein Buch bei ... 500 Bewertungen auf einen Durchschnitt von 3 Sterne kommt, schau ich es mir tatsächlich nicht näher an.
      Wenn allerdings 20 Bewertungen vorliegen mit 3 Sternen Durchschnitt dann schon xD Das sind ja nur 20 und da lese ich mir dann durch, was nicht gefallen hat - vielleicht ist es ja etwas, dass mir gerade gefällt ^^

      Früher hab ich auch lange an Rezensionen gesessen, das schaffe ich momentan zeitlich nicht - ich mache mir während dem Lesen Notizen (was das Zeit kostet hab ich keine Ahnung *lach*) und schreibe das ganze dann "nur noch" ins Reine. Früher hab ich alles zigmal durchgelesen und überarbeitet, aber das krieg ich momentan zeitlich nicht hin. Das muss so gelesen werden wie es eben ist xD

      Eben, es gibt so viele Menschen die einfach nur lesen - und so oft höre ich die Forderung dass man, ja, schon die Pflicht hätte (so kommt es mir vor) hier Unterstützung zu bieten. Und da sag ich nein. Müssen tu ich gar nichts ;)
      Oh ja, das Weitersagen wird wirklich unterschätzt, glaub ich, diese Klick & Like System hat sich einfach so etabliert, und ich bin gespannt wie sich das noch weiter entwickelt. Ist ja nicht nur in der Buchbranche so.



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  5. Huhu liebe Aleshanee,

    erstmal ein toller Beitrag von dir.

    Jetzt wenn so darüber nachdenke, ist bei mir Lovelybooks auch auf einem sehr positiven Pfad unterwegs.
    Was ich aber auch teilweise darauf zurück führe, dass mein jüngere Ich niemanden auf die Füße treten wollte.
    Dann doch lieber die 5 Sterne anstatt die 4 Sterne.
    Mittlerweile ist das bei mir anders geworden, und ich finde es auch echt störend das man bei Lovelybooks kein halben Sterne geben kann.

    Habe gerade auch meine Statistik durchgeschaut

    5Sterne -> 291
    4Sterne -> 118
    3Sterne -> 21
    2Sterne -> 14
    1Stern-> 6

    Dabei sind noch nicht mal alle Rezensionen auf der Plattform hochgeladen.

    Ich finde es grundsätzlich okay, wenn Leute sagen, dass sie Bücher nicht bewerten möchte. Ich bewerte ja auch nicht jeden Restaurantbesuch auf Google. Ich wüsste auch gar nicht was ich immer schreiben sollte.

    Was mich mittlerweile aber stört ist, wie lieblos viele Rezensionen geworden sind. Viele "Blogger" sind es für mich einfach keine weil alles nur über Insta läuft. Da werden max 10 Sätze hingeschmiert und man wird dafür gefeiert.

    Ich bleibe da bei der Liebe zum Detail, und lieber nehme ich mir 1-2 Stunden Zeit, lese schöne, gute und ehrliche Rezensionen, wie zu schau gestellte Rezensionen.

    Liebe Grüße
    Teresa

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    1. Ich hab schon öfter gehört, dass manche einen Stern besser bewerten "um niemanden zu verletzen" ... das verstehe ich vielleicht im Familien- und Freundeskreis, aber ich möchte meine ehrliche Meinung mitteilen und ich denke, das darf ich auch ;) Wenn Autoren sich verletzt fühlen ist das ihre Sache, nicht meine (gilt übrigens für alle Menschen, außer ich bin wirklich gemein, aber das bin ich in der Regel nicht ;) )
      Wenn man etwas öffentlich macht muss man eben akzeptieren, dass nicht alle begeistert sind.

      Ja, solche Texte von Rezensionen kenne ich auch, die wirken als würde man eine Inhaltszusammenfassung lesen und am Ende kommt noch kurz ein Satz wie: hat mir gut gefallen. Sowas fällt bei mir raus und diesen Blogs folge ich auch nicht mehr. Bei Insta lese ich keine Rezensionen, das Format am Handy und das Getippe nervt mich, ich bin einfach lieber auf Blogs unterwegs :)

      Schön dass du auch lieber bei den Bloggern unterwegs bist <3

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  6. Liebe Aleshanee,
    du hast wieder einen tollen Beitrag bzw. Diskussionspotential erstellt =)
    Mir geht es wie dir, dass ich Rezensenten, die nur 4 und 5 Sterne vergeben nicht wirklich ernst nehmen kann. Auch wenn ich selbst gezielt Bücher aussuche, die für mich passen, gibt es doch immer wieder die eine oder andere Überraschung.
    Bei mir findest du vielleicht einmal im Monat ein 5 Sterne Buch, sehr selten mehr und manchmal auch gar keines.
    Auf Lovelybooks sieht meine Statistik so aus:
    5 Sterne - 652
    4 Sterne - 933
    3 Sterne - 401
    2 Sterne - 84
    1 Stern - 11

    Einen Stern vergebe ich für abgebrochene Bücher, wenn ich mehr als 100 Seiten gelesen habe. Dazu gibt es auch meistens einen kurzen Blogbeitrag, warum ich abgebrochen habe. Beim abgebrochenen Buch im Mai gab es keine Bewertung oder Beitrag, da ich das Buch schon sehr früh abgebrochen habe.

    Bei mir gibt es daher eher viele 4 Sterne Bücher oder 3 1/2 oder 4 1/2 Sterne Bücher, die ich auf oder abrunde.

    Zuletzt gab es auf Instagram auch wieder einige Posts, die keine Sterne Bewertung mehr abgeben möchten, aber als Blogger oder Booktalker usw. ist es fast unmöglich, weil man ja auf diversen Plattformen nur mit Sternen bewerten kann.
    Da ich jedes Buch rezensiere - nicht nur Rezensionsexemplare - ist es auch für mich oft eine Hilfe. Manchmal hat man schon das Gefühl, dass man später anders bewertet hätte. Mir geht es dann so, wenn eine Geschichte besonders im Gedächtnis bleibt oder das Gegenteil...aber meistens bin ich auch später konform mit meiner Bewertung.

    Die Bewertungen auf Instagram finde ich sehr oft lieblos und kaum aussagekräftig. Nur wenige geben sich die Mühe mehr über ein Buch zu sagen. Ich nehme mich aber auch selbst an der Nase, denn auf Instagram gebe ich auch nur einen kurzen Einblick auf das gelesene Buch und verweise dann aber auf meinem Blogpost. Ich habe aber das Gefühl, dass das eigentlich eh niemand interessiert. Ich finde es schade, dass wir nur mehr wenige richtige - und ja für mich sind wir RICHTIGE Blogger und nicht diejenigen auf Instagram oder TikTok. Das sollte man den Verlagen vielleicht auch wieder einmal klar machen, aber denen scheint dies auch nicht zu interessieren....

    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ja, bei manchen von euch merke ich, dass ihr sehr sparsam mit 5 Sternen umgeht :) Wobei ich sagen muss dass 4 ja auch noch wirklich gut sind.
      Da finde ich die Textbeschreibung bei goodreads sehr schön

      5 Sterne = it was amazing
      4 Sterne = really liked it
      3 Sterne = liked it

      Das klingt alles positiv! Selbst 2 Sterne ist mit "it was okay" betitelt :D Ich selber bin da recht frei raus mit 5 Sternen, da darf es auch kleine, also wirklich kleine Kritikpunkte geben, aber wenn es mich insgesamt durch verschiedene Punkte begeistert hat, vergebe ich gerne die volle Punktzahl :)

      Ich höre auch immer wieder, dass die Sterne "doof" wären, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht so genau, warum. Klar, manchmal hadere ich auch ein bisschen, einen halben runter oder rauf *lach* aber dafür schreibt man ja noch seine Meinung dazu

      Auf insta lese ich nichts. Ich bin da auch so dass ich nur meinen "Teaser Text" poste. Den schreibe ich auf Facebook und kopiere den überall rein. Ich hab genug zu tun mit dem Blog und alles, die Rezensionen tippen etc., da kann ich nicht auch noch alle Plattformen spezifisch "bedienen". Wobei ich eh grade sehr am überlegen bin wo ich überhaupt noch bleibe oder auf welcher Plattform ich noch was poste. Bis Jahresende möchte ich mich da entscheiden.

      "Blogger" waren und sind für mich immer schon Buchblogs wie wir hier gewesen. Früher hieß es ja, auch insta & co zählen als Blogger, aber das war für mich nie so

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  7. Hi Aleshanee,
    sowas bekomme ich gar nicht mit, wenn ein solches Thema die Runde in der Community macht. Ich investiere mittlerweile ebenfalls viel Zeit in die Auswahl der Bücher, weshalb der Anteil an guten Büchern logischerweise steigt.

    Ich denke, was künftig kommen wird, sind von einer KI generierte Texte und Bewertungen. Gesehen habe ich davon schon einige. Ich schreibe auch noch über andere Dinge, weshalb ich von einer KI generierten Inhalte nicht per se verdamme. Aber bei Büchern möchte ich ja lesen, was an einem Buch spannend ist oder eben nicht.

    Was mich bei den Blogs oftmals irritiert, dass es so manchen gibt, der ein Buch mit 5 Sternen bewertet und dann schon fast einen Verriss schreibt. Ganz so, als wolle der Rezensient ein Mittelding schaffen. Das Buch ist eigentlich scheiße, aber ich gebe dir dennoch die Sterne. Da sind mir die 5 Sterne ohne Text lieber. Bei Büchern achte ich eh kaum auf die Bewertung anderer auf den Verkaufsplattformen.

    Herzliche Grüße
    Frank

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    1. Ich krieg das auch immer nur zufällig mit, weil ich ja wenig im social media Bereich unterwegs bin, eigentlich nur zum Teilen meiner Beiträge :) Was aber auch nicht wirklich was bringt ^^

      KI generierte Texte als Rezension sind mir tatsächlich bisher nur auf amazon mal unter gekommen. Ich lese Rezensionen ja nur noch auf Blogs - und ab und an auf goodreads - und da schreiben noch alle selber, hoffe ich mal :) Und ich hoffe, dass das nicht überhand nehmen wird, wobei wir das wohl nicht mehr in der Hand haben. Die Entwicklung dahin ist nicht mehr aufzuhalten.
      Ja, man kann eine KI fragen wenn man Hilfe braucht, da hab ich nichts dagegen, aber ich mag es nicht. Zumindest nicht bei solchen subjektiven Dingen.
      Ich hab die KI auch schon mal gefragt wie ich ein Schreiben an eine Behörde besser formulieren kann, aber alles was solche anderen Texte angeht... bzw. bin ich einfach kein Fan von der viel zu schnell fortschreitenden Technik grade.

      Haha, ja das ist mir letztens auch aufgefallen, allerdings selten: 5 Sterne und dann nur negative Worte in der Rezension. Äußerst seltsam. Aber bei den Blogs die ich regelmäßig besuche kommt das eigentlich nicht vor.

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  8. Hallo Aleshanee,

    ich habe inzwischen wieder ein ganz gutes Händchen dafür, ob mir Bücher gefallen könnten oder nicht. Deshalb habe ich auf meinem Blog nur wenige schlecht bewertete Rezensionen. Bei NetGalley frage ich auch nur Bücher an, die mich wirklich ansprechen. Dadurch landen die meisten am Ende bei mindestens 4 Sternen. Es gibt natürlich Ausnahmen bei Rezensionsexemplaren, und wenn ich merke, dass ein Buch gar nichts für mich ist, bewerte ich es auch entsprechend. Das sind aber eher Ausreißer, und ich versuche immer zu erklären, was für mich nicht funktioniert hat.

    Meine Statistik von drei Monaten Bloggen sieht momentan so aus:

    5 Sterne: 14
    4.5 Sterne: 5
    4 Sterne: 17
    3.5 Sterne: 8
    3 Sterne: 8
    2.5 Sterne: 1
    2 Sterne: 1
    1 Stern: 0

    Bücher mit weniger als 2 Sternen bewerte ich gar nicht. Die habe ich meistens abgebrochen und mache mir dann auch nicht die Mühe, noch etwas dazu zu schreiben.

    Ich lese selbst gerne Rezensionen, wenn mich ein Buch interessiert, auch wenn ich dafür nicht viel Zeit habe. Meistens schaue ich mir zwei bis drei positive und dann nochmal zwei bis drei negative Bewertungen an.

    Mir ist es persönlich egal, ob jemand lange Rezensionen schreibt oder nur Sterne vergibt. Ich kenne viele, die gar nichts bewerten und ihre Bücher – egal ob gut oder schlecht – einfach in die Bücherzelle stellen und nie wieder darüber reden. Ich finde, es kommt darauf an, ob man nur lesen möchte oder ob man auch Spaß am Drumherum hat. Bloggen ist ja ziemlich zeitintensiv, und mir hilft es gerade sehr, etwas zu machen, das außerhalb des Familienalltags liegt. Aber das ist nicht für jeden etwas, und das ist völlig in Ordnung. Für mich sind das auch zwei unterschiedliche Hobbys: Lesen und Rezensieren.

    Meine Schwiegermutter liest zum Beispiel jeden Abend 30 Minuten im Bett. Jahrelang wusste ich nicht einmal, dass sie überhaupt liest, weil sie nie darüber spricht. Mein Schwiegervater dagegen bekommt ständig Büchergutscheine geschenkt, weil er gerne liest und auch gerne darüber redet. Beide bewerten aber keine Bücher und würden auch niemals Rezensionen schreiben oder lesen. Mein Mann vergibt nur Sterne, und ich schreibe Rezensionen so lange, wie es mir Spaß macht und mich nicht stresst. Leben und leben lassen – so sehe ich das bei solchen Themen. Leider tun sich manche Menschen schwer mit dem Gedanken, dass andere Dinge einfach anders handhaben als sie selbst.

    Liebe Grüße,
    Jennifer

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    1. Das ist eine tolle Statistik für drei Monate, das zeigt, dass du eine gute Auswahl getroffen hast :) Aber ja, es sind halt dann doch mal "Ausrutscher" dabei, denn auch wenn manchmal ein Buch toll klingt und man denkt, das ist was für mich, merkt man dann beim Lesen dass man doch nicht damit klar kommt - da gibt es ja die unterschiedlichsten Gründe.

      Eben. Wenn man, so wie wir hier, sich sehr damit beschäftigt und auch noch einen Blog hat dann sind Rezensionen ja Alltag, sozusagen :) Andere lesen einfach nur. Ich hab auch schon kurze Rezensionen gesehen die mit wenigen Worten sehr viel aussagen konnten, das funktioniert auch, jeder einfach wie er mag.

      Mein Papa liest mittlerweile auch (früher nicht) aber es würde ihm nie einfallen, irgendwo seine Bewertung zu hinterlassen. Er hat weder einen PC und noch nicht mal Internet auf seinem Handy ;)

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  9. Mir wäre es tatsächlich noch nicht aufgefallen, wenn jemand hauptsächlich sehr gute Rezensionen/Bewertungen abgibt, aber ich habe auch schon überlegt, ob ich die "negativen" weglasse. Ich glaube ich habe noch welche davon auf meinem Blog, aber bin mir da relativ unsicher. Eventuell nehme ich die auch runter und schreib einen Sammelpost über die für mich nicht so beeindruckenden Stories.

    Aber ja, ich bin da auch sehr mit dem "Leben und leben lassen". Nur, weil es jemanden dem ich folge nicht gefällt, heißt es nicht, dass es nicht mein nächster Liebling werden kann :)

    greetings,
    Samy

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    1. In der Regel fällt mir das auch nicht so auf - aber manchmal bei Blogs, aber eben mehr auf social media, sehe ich einen kurzen Text mit einer typischen "Hey das war wieder ein Highlight" Bezeichnung - und wenn ich dann nachgucke steht das bei jedem Buch.
      Und eben auch bei einigen Blogs (denen ich mittlerweile nicht mehr folge), weil da die Rezension kurz und nichtssagend war und immer 5 Sterne gegeben wurden. Wenn man bei einigen regelmäßig schaut, kriegt man das schon mit :D

      Warum hast du dir überlegt, "negative" wegzulassen? Es ist doch deine Meinung und die wäre für andere auch wichtig... wenn dir z. B. ein Buch nicht gefällt, weil es zu viel romantischen Spice hat und ich das lese, dann weiß ich: das Buch ist auch nichts für mich ;)
      Und andersrum funktioniert es ja auch, es kann sein dass dir irgendwas nicht gefällt, was ich aber sehr mag und dann kann es sein, dass ich zu dem Buch greife, gerade weil du es wegen diesem Punkt nicht mochtest...

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  10. Hallo Aleshanee,

    ich sehe alle genannten Punkte wie du. Wenn man viel liest, weiß man ungefähr, was einem gefällt und dem Lesegeschmack betrifft. Da hat man doch zum Großteil ein gutes Händchen dafür.

    Menschen, die Bücher eher bewerben als besprechen, fallen bei meiner Buchauswahl überhaupt nicht ins Gewicht. Diese "Meinungen" ignoriere ich, weil ich sie eher als "Werbeplakat" empfinde. Wie du schon schreibst, können die schon ihre Gründe dafür haben.

    Dank dir habe ich mir auch mal meine Statistik angesehen und die ist auch deutlich im oberen Bereich. Wobei ich mit 5 Sternen vergleichsweise knausrig bin:

    5 Sterne = 334
    4 Sterne = 810
    3 Sterne = 358
    2 Sterne = 57
    1 Stern = 4

    Reine Sternbewertungen haben mich überhaupt noch nie gestört. Ich mag es nur nicht, wenn es gar keine Rezensionen zu einem Produkt gibt. Wobei ich bei Büchern schon sehr nach Rezensionen gehe.

    Um zu deiner Eingangsfrage zu kommen, ich finde Rezensionen sehr glaubwürdig. Mir helfen sie, um mir von einem Buch vorab ein Bild zu machen. Dabei spielt es für mich keine Rolle, wie viele Sterne vergeben wurden. Viel wichtiger ist mir, welchen Eindruck die Person vom Buch gewonnen hat und warum. Denn so kann ich besser abschätzen, ob es ein Werk für mich ist. Vielen gefällt eben, was ich an einem Buch nicht mag, und umgekehrt. Und wenn ich dann mehrere Rezensionen zu einem Buch lese, kann ich es besser einordnen. Daher sind mir auch negative Rezensionen total wichtig, weil man nur dadurch ein Gesamtbild bekommt. Denn wenn es 10 Highlight-Rezensionen à la 5 Sterne gibt gibt und ein paar 3- oder 2-Stern-Bewertungen ohne Rezension, würde ich ich gerne erfahren, woran es gelegen hat.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Bücher bewerben und Werbeplakat, da hast du wieder die richtigen Wörter getroffen! :) Das ist auch mit ein Grund warum ich mich immer geweigert habe, meine Rezensionen mit "Werbung" zu betiteln (das Thema kam ja mal auf). Das sollten heutzutage einige machen weil es wirklich nur dazu dient, zumindest kommt es so rüber...

      Oh, 5 Sterne sind bei dir tatsächlich dann doch recht wenig im Vergleich! Auch wenn sehr viel im oberen Bereich ist, ich bin da doch oft recht freigiebig :D
      Bei wirklich sehr kleinen Kritikpunkten und einer großen Überzeugung aus dem Bauch raus bekommen sie dann doch meist 5 Sterne von mir.

      Hm, gar keine Rezension zu einem Produkt - also wenn noch überhaupt keine Meinung vorhanden ist meinst du?

      Genau so sehe ich das auch und ich lese mir ebenfalls immer gerne die positiven und negativen Rezensionen durch, um abzuwägen, was jetzt vielen sehr gut und anderen gar nicht gefallen hat. Denn bei mir ist es auch so dass mich das manchmal gar nicht stört - oder positives für mich gar nicht so positiv ist ;)

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    2. Bei Instagram fand ich es ja ganz schlimm. Zuerst war ich davon, also Instsgram, sehr, sehr begeistert, weil sich viele Buchliebhaber richtig viel Mühe mit den Bilder gemacht haben. Doch nach einiger Zeit war mein Eindruck, dass viele einfach nur auffallen und ein Austausch gar nicht erwünscht ist. Deshalb habe ich mich dann auch zurückgezogen. Es liefert keinen Mehrwert für mich. Genauso geht es mir auch bei manchen Blogs.

      Ja, genau. Wenn jetzt ausschließlich Sternebewertungen zu einem Buch oder einem anderen Produkt vorliegen und keine Rezensionen vorhanden sind, dann hilft mir das auch nicht weiter.

      Eben! Nur durch die Rezensionen, egal ob gut oder schlecht, kann ich ein Buch einigermaßen einschätzen.

      Bei meinen Bewertungen gehe ich insgesamt sehr aus dem Bauch heraus und bin da sicherlich alles andere als objektiv. Es kann auch sein, dass ich Kritikpunkte habe und trotzdem 5 Sterne gebe, weil mir das Buch so großen Spaß gemacht oder mich so beeindruckt hat. Doch allgemein bin ich mit meinen 5 Sternen wohl eher zurückhaltend, wobei 4 Sterne auch schon sehr genial sind. :D

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    3. Ich sehe das bei Insta genauso. Witzigerweise hab ich aber grade gestern zufällig von Steffi (Angeltearz liest) einen kleinen Rückblick auf 6 Monate Instagram gesehen. Sie ist ja jetzt auch vom Blog auf diese Plattform gewechselt und sie scheint von dem Konzept begeistert. Auch über den Austausch.
      Ich denke, wenn man sich da reinhängt und dort viel kommentiert, dann geht da auch was. Allerdings müsste man da eben auch wieder viel Zeit investieren und sich die Accounts rauspicken, die tatsächlich auf Austausch aus sind und nicht nur aufs "gesehen werden".
      Wenn ich da abwäge ist mir die Zeit dann doch wichtiger für meinen Blog :)

      Ich finde es auch immer besser positive UND negative Rezis zu lesen. Das gibt einfach ein größeres Gesamtbild. Wenn ich begeistert durch die Seiten fliege kann mir gut auch mal was nicht auffallen - oder wenn mir was von Anfang an nicht gefällt, fallen mir auch die positiven Dinge nicht so ins Auge.
      Wenn ich dann beide Seiten lese habe ich dann meist einen recht guten Eindruck was mich erwartet :D

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    4. Bestimmt gibt es auf Insta ähnliche Möglichkeiten zum Austausch, wenn man in der "richtigen Bubble" ist. Meins ist es jedenfalls nicht. Es fängt für mich damit an, dass ich eben Geschriebenes am besten verarbeite. Ich brauche keine Bilder und keine Videos, das sind eben nicht meine bevorzugten Medien. Insta ist eben doch sehr bildlastig. Hinzu kommt, dass ich auch gerne ältere Beiträge lese und auf Blogs darauf zugreifen kann. Viele Blogger verlinken ja auch ältere Rezensionen oder vergeben entsprechende Tags. Dieser ganze Content ist auf Blogs viel einfacher auffindbar. Manchmal kommt mir ein Buch unter die Nase, bei dem ich weiß, dass hast du, Martina, Andrea oder eine andere Bücherseele meines Vertrauens schon einmal gelesen. Dann suche ich das entsprechende Buch auf euren Blogs und kann alles noch einmal nachlesen. Außerdem sehe ich meinen Blog ein bisschen als mein persönliches Bücher-Tagebuch an, das ich gerne mit Interessierten teile.

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    5. Das sind alles Punkte, die auch genau auf mich zutreffen :)

      Ich mag zwar die Bilder ganz gerne, aber die schau ich mir kurz an und das wars. Auch mit Videos kann ich nix anfangen. Ich lese dann lieber Beiträge schön gemütlich am PC, auch das Getippe am Handy ist für mich super nervig. Wobei ich insta auch am PC habe und Kommentare schreiben könnte, aber wozu? ^^

      Eben: man findet schnell alles, wir haben ja alle unsere Blogs wirklich schön übersichtlich aufgebaut, so dass man schnell alles greifbar hat plus die Suchfunktion. Ich mag das Prinzip einfach auch am liebsten :)

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  11. Hallo Alex,
    ich bin im Moment ja nicht so aktiv unterwegs, aber trotzdem ist einem in den Jahren natürlich durchaus aufgefallen, dass es viele positive Meinungen und nicht so viel Kritik gibt. Zumindest in vielen Fällen. Das kann man vielleicht komisch finden, man kann sich aber auch einfach für die Leute freuen, dass sie offensichtlich ihre Bücher gut aussuchen :D
    Ich habe auch nicht so oft Bücher, die ich „schlecht“ bewerte, aber klar kam es in all den Jahren auch vor, dass mich eine Geschichte nicht überzeugt hat.
    Im Moment gehe ich besonders an die Hörbücher nicht mit besonders hohen Erwartungen ran, wenn ich mir in den Abo-Titeln was raussuche, was ich einfach nebenbei mal hören kann. Das beeinflusst meine Empfindung natürlich auch. Wenn ich auf was ganz Bestimmtes hoffe und das dann nicht bekomme, dann ist es eben was anderes, als wenn ich ohne große Erwartungen rangehe und dann eben eine Geschichte bekomme, die mich ganz gut unterhält, selbst wenn sie nicht den totalen Sog hat. Jede unserer Bewertungen ist subjektiv, da bin ich ganz bei dir. Nur weil mir etwas gefällt oder nicht gefällt, muss es beim nächsten noch lange nicht genauso sein.

    Wenn immer nur die gleichen Standardsätze kommen, fände ich das auch etwas seltsam, zumindest wenn es sich um Blogger handelt oder eben Menschen, die Rezensionsexemplare anfordern/bekommen. Aus meiner Sicht darf es dann schon etwas ausführlicher und aussagekräftiger sein. Wenn jemand einfach nur ein paar Gedanken aufschreiben möchte, um andere daran teilhaben zu lassen, was sie beim Lesen oder Hören empfunden haben, ist es was anderes – für mich zumindest.
    Ich fasse mich in Rezensionen im Moment manchmal auch kürzer als sonst. Was nicht heißt, dass ich die drei gleichen Sätze schreibe, aber ich habe aktuell kaum Rezensionsexemplare und wenn ich eine Geschichte einfach nur so höre/lese und hinterher einen kleinen Eindruck dazu festhalten will, wird es eben auch nicht so umfangreich wie sonst manchmal.

    Reale Sternebewertungen finde ich völlig legitim. Warum soll man nicht einfach damit mitteilen, ob einem ein Produkt gut gefallen hat oder nicht? Klar ist eine Bewertungen mit wenigen Sternen nicht so hilfreich, wenn man nicht weiß, wo was Problem lag, aber ich denke auch, man kann es nicht von jedem erwarten, dass man eine ausführliche Bewertung schreibt – egal um welches Produkt es sich nun handelt. Schwierig finde ich es manchmal, wenn etwas nur Sterne hat und niemand überhaupt mal ein Wort schreibt, nicht mal sowas wie „gute Qualität“ oder so :D Dasa wirkt dann manchmal irgendwie wie fake, wobei man natürlich trotzdem nicht einfach was unterstellen sollte.

    Ich glaube, man sollte einfach auch mal jeden machen lassen, was er oder sie gern möchte und nicht immer alles bewerten und beurteilen. Schlimm finde ich auch immer, wenn in den socialen medien alles mögliche bemängelt, kritisiert, belächelt usw wird – wenn einen was nicht interessiert oder man nichts konstruktives zu sagen hat, kann man auch einfach mal den Mund halten und muss nicht andere immer schlecht machen, sie beleidigen oder als dumm darstellen… Das hat nun nicht zwingend immer was mit Büchern zu tun, aber man liest es ja immer wieder…
    Liebe Grüße,
    Dana

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    1. Ich hab ja durchaus größtenteils positive Bewertungen :D Gerade in den letzten Monaten ist mir bei meinen Rückblicken aufgefallen dass ich immer im oberen Bereich bin - und dafür dann Abbrüche verzeichne. Diese Abbrüche tauchen oft gar nicht in meinen Statistiken auf und das puscht natürlich die Sterne ...
      Ich meine ja hauptsächlich diese "schreienden Werbeplakate" auf Insta, die ich immer wieder sehe und die für mich einfach nicht echt wirken.
      Auch manchen Blogs folge ich nicht mehr, weil sie gefühlt immer 5 Sterne geben und die "Rezension" sich bei jedem Buch gleich anhört. Das kann durchaus andere Gründe haben: dass derjenige tatsächlich immer so Glück hat und einfach nicht viel anderes zu schreiben weiß, aber ich hab davon halt einfach auch keinen Mehrwert ;)

      Das dürfen gerne auch wenige Sätze sein, wie umfangreich das ist, bleibt jedem selbst überlassen, bei dir wirkt es ja auch nicht so, als würdest du einfach nur Werbung und Aufmerksamkeit einfordern wollen, sondern kurz deine Meinung mit uns teilen. Und das ist ja super! Muss ja keiner einen Roman schreiben :D

      Es ist wirklich manchmal schwierig einzuschätzen.
      Ich stelle meine Rezensionen zu den Büchern ja auch bei amazon ein. Das geht ja auch ohne sie dort gekauft zu haben.
      Wenn ich jetzt was anderes dort bestelle... hm, so Fensterjalousien z. B. letztens, da hab ich auch einfach nur auf die Sterne geklickt. Ich hatte in dem Moment keine Lust / Zeit was genaues dazu zu schreiben. Blöd natürlich für andere, die sich dafür interessieren, aber ich sehe mich eben auch nicht verpflichtet, was dazu zu schreiben. Aber ich versuche meist schon, ein paar Sätze wenigstens, aber nur wenn ich mag ^^

      Ja, diese "Beurteilung" finde ich auch gar nicht schön. Ehrlichkeit in allen Ehren, aber wenn es weder förderlich noch nett noch sinnvoll ist, dann kann man wirklich auch einfach mal weiterscrollen, ohne einen Kommentar dazulassen. Diese Entwicklung finde ich auch ganz schlimm.

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  12. Hallo Aleshanee,

    Ich führe zwar keine Statistiken und bewerte (außer bei Rezensionsexemplaren) nicht mit Sternen. Aber ich schätze, ich schreibe deutlich mehr positive Bewertungen als negative Bewertungen. Das liegt an einer Mischung aus einer guten Intuition und Vorauswahl (wobei andere Rezensionen sehr hilfreich sind).

    Und daran, dass Verrisse mir persönlich selten Spaß machen. Ich lese zugegebenermaßen ab und an gerne einen schönen Verriss. Und negative Rezensionen können sehr hilfreich sein. Aber das Schreiben ist einfach anstrengend. Wenn ich etwas schlecht finde, dann möchte ich das auch begründen und für die Leser nachvollziehbar machen. Das ist wesentlich zeitaufwendiger als eine positive Bewertung. Und wenn ich nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung habe und wählen muss, dann schreibe ich lieber über ein Buch, das ich liebe, als über ein Buch, das ich nur okay finde.

    Im Allgemeinen ist mir die Art und Weise der Bewertung wichtiger als das Ergebnis. Natürlich werde ich skeptisch, wenn es zu viele positive Rezensionen gibt. Ich habe aber auch keine Lust auf jemanden, der ständig schlechte Bewertungen schreibt und ein Buch nach dem anderen kritisiert – ich will die Liebe zur Literatur spüren und nicht dabei zuschauen müssen, wie jemand seine vermeintliche Belesenheit und Überlegenheit demonstriert (da fallen mir aber heutzutage nur wenige Beispiele ein). Überschwänglich ein Buch nach dem anderen in den höchsten Tönen zu loben, ist natürlich genauso seltsam.

    Liebe Grüße,

    Eugen

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    1. Hm, Spaß machen ... ich weiß nicht. Auch bei Büchern die ich nicht so mag, aber bis zu Ende gelesen habe, hat mich ja doch etwas "bei der Stange gehalten" und da mag ich tatsächlich schon ganz gerne nochmal in der Rezension darauf eingehen. Das ist aber dann nicht wirklich ein Verriss :D Das wäre dann wenn ich ein Buch abbreche und da lese ich meist nicht weit genug, um etwas aussagekräftiges zu schreiben.
      Aber auch da gibts Ausnahmen.

      Ja, stimmt, solche gibts auch vereinzelt, die viel schlecht bewerten, aber das hab ich tatsächlich auch schon lange nicht mehr gesehen!

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