Sonntag, 7. Dezember 2014

Rezension: Eragon (1) Das Vermächtnis des Drachenreiters von Christopher Paolini


Genre: Jugendfantasy

empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Band 1 der vierteiligen Eragon Reihe

Verlag: cbj
Seitenzahl: 734
Hardcover: 19,90 €
Taschenbuch: 9,95 €
ebook: 8,99 €

1. Auflage: Sept 2004




Klappentext

Als Eragon auf der Jagd einen glänzenden blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Doch plötzlich rührt sich der Stein. Feine Risse zeichnen sich auf seiner Oberfläche ab – ein Drachenjunges entschlüpft der Schale und es beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt …

Über Nacht wird Eragon in eine schicksalhafte Welt voller Magie und Macht geworfen. Elfen, Zwerge und Monster bevölkern Alagaesia, dessen grenzenlos grausamer Herrscher das Volk unterjocht. Mit nichts als einem Schwert und den Ratschlägen seines Lehrmeisters stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse. An seiner Seite Saphira, der blaue Drache.
Wird Eragon das Erbe der legendären Drachenreiter antreten können? Das Schicksal aller liegt in seiner Hand …

Meine Meinung

Ich hab das Buch ja jetzt mit großen Erwartungen für die Challenge angefangen, aber leider musste ich es vorzeitig beenden. Es tut mir leid für alle Fans der Reihe, aber für mich war das leider nichts.

Der Schreibstil wirkte auf mich von Anfang an etwas unbeholfen und umständlich, hat sich dann während dem Lesen etwas gelegt, richtig gut hat er mir aber trotzdem nicht gefallen, obwohl er für das empfohlene Alter vielleicht sogar passend ist: recht einfach und flüssig, wodurch man trotz hoher Seitenzahl recht zügig vorwärts kommt.

Eragon selbst und sein Mentor Brom waren im Prinzip die einzigen Charaktere, die ich so richtig kennengelernt habe auf ihrer Reise, die sich sehr unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse hingezogen hat. Kaum Konflikte oder Reibung, alles plätschert wie von selbst vor sich hin. Wenn tatsächlich etwas vorgefallen ist, hat es bei mir leider keine Spannung ausgelöst und war so nüchtern beschrieben wie die Figuren selbst.
Eragon wirkte sehr wissbegierig, hartnäckig und leicht zu beeinflussen. Brom dagegen weiß sehr viel, rückt aber nicht mit der Sprache heraus (warum auch immer - er erzählt es Eragon ja dann doch) und zeigt sich eher als verstockter, alter Mann, dessen Geheimnisse mich leider nicht neugierig machen konnten.
Ich kann die beiden wirklich kaum beschreiben, weil die Gefühlsebenen komplett gefehlt haben.

Unverständlich waren mir auch die vielen kleinen Ungereimtheiten, immer wieder gab es Situationen, die nicht zu den Umständen oder dem Verhalten der Figuren gepasst haben. Dafür gab es immens viele Beschreibungen und Umschreibungen von Handlungsverläufen, die absolut unnötig waren und den Lesefluss nur gestört haben.

Das einzig positive, das mir wirklich gut gefallen hat, war die Magie der alten Sprache, die den "wahren Namen" aller Dinge in sich birgt und die Auswirkungen, welche Kraft diese Magie kostet.

Ein schönes Zitat konnte ich aber dennoch finden:

"Sei vorsichtig. Dieses Wissen kann furchtbar sein. Sein wahres Ich kennen zu lernen, 
ohne die Verkleidung der Einbildung oder des Mitgefühls anderer, 
ist ein Moment der Offenbarung, der an niemandem spurlos vorübereht." S. 226

Es hat mich, ehrlich gesagt, einfach nur gelangweilt und ich habe bei S. 377 abgebrochen.

Zusammengefasst

Thematik: keine Ahnung
Schreibstil: einfach und flüssig, aber auch sehr nüchtern
Charaktere: flach und ohne Gefühle
Spannung: für mich leider nicht vorhanden
Umsetzung: alles zu sehr in die Länge gezogen, für mich ohne Reiz

Fazit

Eine tolle Idee, die ich leider nur bis zur Hälfte geschafft habe. Eine Reise, auf der nichts aufregendes passiert, Charaktere, zu denen ich keinen Draht gefunden habe und ein Hintergrund, der immer im Hintergrund geblieben ist. Schade.

Bewertung


© Aleshanee



Christopher Paolini
© Isabelle Grubert/Random House
Über den Autor: Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen - und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana. 
Quelle: cbj Verlag


Eragon Reihe:
1 - Das Vermächtnis des Drachenreiters
2 - Der Auftrag des Ältesten
3 - Die Weisheit des Feuers
4 - Das Erbe der Macht


Kommentare:

  1. Guten Morgen meine Liebe,
    schade das die Eragon nicht gefallen hat. Aber ich muss auf zugeben, dass ich das Buch gelesen habe als ich 12-13 war, wahrscheinlich habe ich das deshalb nicht so wahrgenommen wie du ^_^ Hoffentlich wird dein nächstes Buch besset :D
    Liebe Grüsse und einen schönen zweiten Advent <3
    Henny

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  2. Hallo Aleshanee,

    jetzt weißt du, warum Eragon auf meiner Liste "Bücher, die jeder außer mir gelesen hat" aufgetaucht ist ^^
    Ich denke mal, das war wirklich in erster Linie so ein Hype, der vor allem die angesprochen hat, die damals etwa im selben Alter waren wie der Autor. ABer es ist nun (meiner Meinung nach jedenfalls) wirklich nicht so, dass das ein Genie war, das mit 15 ein literarisches Meisterwerk geschrieben hat...

    Liebe Grüße,
    Patrick

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  3. Ich hatte mit dem ersten Band auch so meine Schwierigkeiten und habe relativ lange dafür gebraucht. Ich finde aber, dass die Folgebände stärker sind, auch wenn die Reihe nie zu einem Meisterwerk wird.

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  4. Huhu:)
    Ohje schade das es dir nicht gefallen hat, ich war damals total begeistert von der Reihe, ich war aber auch noch eine Ecke jünger. Wer weiß was ich denken würde wenn ich das Buch jetzt wieder zur Hand nehme, das geht mir grade bei meinem jetzigen Buch auch so :D
    Liebe Grüße
    Annika

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    1. Welches meinst du denn? "Magier" oder "Das Drachentor"?

      Die Reihe "Das Zeitalter der Fünf" hat mir nämlich auch nicht so gut gefallen, da fand ich "Die Gilde der schwarzen Magier" um Längen besser :)

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    2. Ich meine "Das Drachentor" früher war es der Auslöser für meinen High Fantasy-Wahn & jetzt fallen mir so viele Dinge auf, die ich nicht gut finde..
      "Magier" muss ich unbedingt mal weiterlesen. Ich bin immernoch auf des ersten Seiten. Aber "Die Gilde der schwarzen Magier" ist wirklich besser, obwohl ich "DAs Zeitalter der 5" auch nicht schlecht finde.

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  5. Hallo! :)
    auf deine Rezi war ich wirklich neugierig und du hast die Kritikpunkte wirklich gut und sachlich dargelegt!
    Mir geht es grade ähnlcih mit Band 1, irgendwie hatte ich es sehr viel spannender in Erinnerung. Und Eragon ist wirklich sehr leicht zu beeinflussen! >>

    Liebe Grüße

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  6. Hey,
    ich hatte das Buch auch mal. Es hat bestimmt drei Jahre auf meinem SuB gelegen, bis ich es dann wieder verkauft habe, weil ich einfach keine Lust hatte es zu lesen. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung :D
    Lg Kerstin

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  7. Ach, wie schade..ich liebe diese Reihe und habe sie sogar mehrmals gelesen! Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Autor 15 war als Eragon 1 veröffentlicht wurde ;) aber trotzdem eine ausgewogene Kritik, an der es nix zu meckern gibt :D

    Lieben Gruß

    Rica

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  8. Ui, du bestätigst mir gerade wieder, dass es eine richtige Entscheidung war Eragon NICHT zu lesen. Ich hatte mal kurz reingeschaut in eine Leseprobe (ist schon ewig her) und ich hatte sofort den gleichen Eindruck wie du was z.B. den Schreibstil angeht. Eines der wenigen Bücher, wo ich den Hype überhaupt nicht mitgemacht habe, und das wird nach dieser Rezension von dir auch so bleiben ^^'.

    LG Insi Eule

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  9. Hey!
    Wie schade! Aber du hattest ja auch sehr, sehr hohe Erwartungen vielleicht war das schon der erste Schritt zum nicht gefallen. Man kann einfach nicht alles mögen.
    Ich fand in den Büchern die Beziehung zwischen Eragon und Saphira so toll. Das entwickelt sich aber vorallem im zweiten Band wie ich finde.
    Aber hey du hast dem Buch aufjedenfall eine Chance gegeben und das finde ich gut!

    Liebe Grüße

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    1. Also ich bin schon recht unbefangen an das Buch rangegangen, ich wusste ja auch, wie alt der Autor war, als es geschrieben wurde und hab mich einfach nur gefreut, es endlich zu lesen.
      Schon nach den ersten Seiten kamen Zweifel, aber ich hab mir gedacht: Geduld, das wird schon noch ... wenn es jetzt nur der eine Band gewesen wäre, hätte ich ihn wahrscheinlich sogar noch fertig gelesen. Aber da ja noch 3 dicke Bände warten, wollte ich mir das dann doch nicht antun - war einfach nicht mein Ding ;)

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    2. Oh ja! Dick sind die alle mal!
      Egal, jetzt ist den SUB leichter :)

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  10. Hallo liebe Alexandra,
    An diese Reihe hab ich mich noch nie ran getraut, warum kann ich nicht mal genau sagen. Durchquälbücher sind auch gar nicht meins.
    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  11. Hallöchen
    Schade, dass es dir nicht gefallen hat , ich fands damals toll. Ok ich war glaub ich 11 - 12 Jahre vielleicht würde ich es heute anders beurteilen. Aber für damalige Verhältnisse hst Eragon meine Liebe für Fantasy Romane entfacht.
    Liebe Grüsse und ich hoffe du hattest einen schönem 2. Adventsonntag
    Jeanne

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  12. Mein bester Freund hat mich vor vielen Jahren morgens um 2 Uhr angerufen.

    Er: "Egal, was du tust, LASS DICH NIEMALS VERLEITEN, DIESES BUCH ZU LESEN ODER DIR DEN FILM ANZUSCHAUEN!!!"

    Ich: "...guten Morgen, Andreas. Welches Buch?"

    Er: "ERAGON! OH MEIN GOTT, DAS IST SO SCHLECHT, SO SCHLECHT!!! TU'S NICHT!!!!"

    Ich: "...du rufst mich mitten in der Nacht an, um mir zu sagen, dass Eragon schlecht ist?"

    Er: "Es ist nicht einfach nur schlecht, es ist EIN VERBRECHEN AN DER LITERATUR!!!!"

    Ich: "Gute Nacht, Andreas." *klick*

    Danach habe ich das Buch tatsächlich nie angerührt, denn normal haben wir einen ähnlichen Buchgeschmack! :-)

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    1. Hihi, da hatte dein Freund wohl mal so richtig recht! Allerdings hätte er auch bis zum nächsten Tag warten können :D

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    2. Nein, wenn ihm etwas wirklich wichtig ist, dann KANN ES NICHT WARTEN! ;-)

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