Donnerstag, 3. Juli 2014

Rezension: Gaia Stone (2) Das Land der verlorenen Träume von Caragh O´Brien


Genre: Dystopie
Band 2 der Gaia Stone Trilogie
Originaltitel: Prized

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 464
Hardcover: 16,99 €
Taschenbuch: 8,99 €
ebook: 7,99 €

1. Auflage: Dez 2013

Website der Autorin



"Sylum war genauso schlimm wie die Enklave - bloß dass die Frauen hier das Sagen hatten." S. 33


Zum Inhalt

Die 16jährige Gaia Stone, ist aus ihrer Heimat geflohen. Sie musste alles, was ihr lieb war, zurücklassen und hat als einzige Erinnerung ihre neugeborene Schwester Maya bei sich. Sie flieht durch das Ödland auf der Suche nach dem Toten Wald und findet tatsächlich eine Siedlung, kurz bevor sie zusammen bricht.
Doch die Gemeinschaft ist nicht das, was Gaia erwartet hat. Sie wird regiert von einer strengen Frau, Lady Olivia, der Matrarch. Das Leben hier ist nicht geprägt durch Wasserknappheit oder Essensnot, sondern durch die Regeln der Schwesternschaft, denn hier haben allein die Frauen das Sagen.
Gaia ist nach der entbehrungsreichen Reise völlig überfordert und kann sich mit der Gesellschaftsordnung nicht anfreunden. Gefangen in einem widersprüchlichen Chaos aus Widerstand und Unterwerfung muss sie einen Weg finden, sich selbst treu zu bleiben.

"Klammere dich nicht länger an ein Ideal, das hier niemals zu erreichen sein wird. 
Fang wieder an zu leben, Gaia." S. 156

Meine Meinung
 

Normalerweise machen mir andere Meinungen nicht viel aus, doch über den zweiten Teil dieser Trilogie hatte ich gehört, dass er gegenüber Band 1 sehr nachgelassen haben soll. Anfangs war ich dadurch sehr abgelenkt um herauszufinden, inwiefern diese Meinung berechtigt ist - bis mich die Handlung schließlich doch wieder einfach mitgerissen hat.

Gaias Weg ist hier ein völlig anderer und dadurch erhält die Geschichte einen ganz anderen Charakter. Das Verhalten und die Entwicklung der jungen Protagonistin und ihrer Lebensumstände in dem Dorf waren hier etwas konfus und teilweise widersinnig. Die ganze Kulisse wirke anfangs einfach total abstrus, aber je tiefer man in die Geschichte eingetaucht ist, desto mehr konnte man sich darin fallen lassen. Klar gab es ein paar kleine Schwächen, die gar nicht wirklich benennen kann, weil mich der schöne Schreibstil und vielen Verwicklungen zu sehr in den Bann gezogen haben, um mich näher damit zu beschäftigen :)

Viele neue Charaktere haben die Handlung geprägt, allen voran die Matrarch, die Wortführerin der Gemeinschaft, mit der sich Gaia ständig auseinandersetzen muss. Die besonderen Umstände, die zu der Lebensweise dieser Menschen geführt haben, werden nach und nach aufgedeckt und auch hier gelingt es der Autorin, eine schlüssige Erklärung zu finden.
Trotz dem Gaia oft aneckt, findet sie auch neue Freundschaften und auch von der Liebe bleibt sie nicht verschont. Mit ihren 16 Jahren ist sie oft unschlüssig, lässt sich von ihren Emotionen mitreißen, die ihr noch völlig unvertraut sind und hat es nicht leicht, sich ihren Gefühlen zu stellen.

"Ehrlichkeit kam aus dem Herzen - es ging nicht darum, ob man sie sich verdient hatte." S. 229

Ihr Status als Hebamme hilft ihr auch hier, sich zu behaupten und auch wenn ihr Weg kein leichter ist, ist sie umso entschlossener, ihn zu gehen. Sie ist mir noch  mehr ans Herz gewachsen, auch wenn sie mir teilweise während der Handlung etwas entrückt ist. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im dritten und letzten Band weitergeht.

Zusammengefasst

Thematik: Wie viel darf man von sich selbst aufgeben, um der Gesellschaft gerecht zu werden
Schreibstil: nicht zu nüchtern aber auch nicht übertrieben, sehr schön zu lesen
Charaktere: manchmal etwas unbestimmt, insgesamt aber greifbar
Spannung: es war einfach fesselnd ohne besondere Höhepunkte
Umsetzung: überraschend anders als Band 1, mit neuen Strukturen und unerwarteten Ideen

Fazit

Der zweite Band hat mich positiv überrascht. Die Protagonistin Gaia muss sich hier in einer völlig anderen Gesellschaft behaupten und lernen, ihren eigenen Grundsätzen treu zu bleiben. Die neuen Charaktere haben dem ganzen Schwung gegeben, ebenso wie die ganz neue Handlungskulisse. Es gab einige Schwachstellen, die mir aber kaum im Gedächtnis geblieben sind.

Bewertung

© Aleshanee


Caragh  O'Brien
© Tomy O´Brien
Über die Autorin: Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.





*Klick* für Rezi zu Band 1
Band 3


Kommentare:

  1. Tolle Rezi mal wieder, meine Liebe:) Dann bin ich ja noch gespannt, wie Dir Band 3 gefällt!

    GLG und einen schönen Tag, Claudia <3

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  2. Huhu :-)
    Schön geschrieben. Bin gespannt was Du zum letzten Teil sagst! Ich habe die Reihe immer noch ziemlich genau im Kopf, obwohl es schon einige Zeit her ist. ;-) Die Hauptfigur Gaia hatte ich total ins Herz geschlossen.

    Liebe Grüße
    Katie

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  3. Danke ihr beiden! Ich hab gestern Abend noch Band 3 beendet! Rezi kommt natürlich noch ...
    Hatte ja recht viel negative Kritik darüber gelesen, dadurch war ich positiv überrascht :)

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  4. Sehr schöne Rezi, und ja ich fand auch, dass der zweite Teil seine ganz eigenen Spannungen hatte!
    Ich bin selbst auf den dritten Teil gespannt.

    LG Piglet ♥

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    1. Hab den dritten schon durch :)
      Ich muss sagen, dass ich die ersten beiden Bände besser fand, trotzdem hat mich der dritte auch gut unterhalten und ab der Hälfte wieder einen richtigen Sog entwickelt ... meine Rezi dazu kommt am Montag!

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