Freitag, 13. März 2026

Der geheimnisvolle Fall der Braut von Oliver Schlick

Oliver Schlick
Witzig und wunderbar schüchtern – Rory Shy ermittelt wieder!

Die Hochzeitsgesellschaft ist in Aufruhr:
Die Braut ist beim Sektempfang vom Balkon des Nobelhotels gestürzt – direkt in den Wassergraben!
Zum Glück ist sie unverletzt, kann sich jedoch an nichts erinnern. Doch ihr Bräutigam ist sicher: Das war kein Unfall.

Rory Shy, der berühmteste schüchterne Detektiv der Welt, soll den Fall übernehmen – natürlich mit Unterstützung seiner cleveren Assistentin, der 13-jährigen Matilda und des hasenfüßigen Cockerspaniels Dr. Herkenrath.

Schon bald stößt das ungleiche Trio auf ein Geflecht aus Lügen, Geheimnissen und falschen Fährten – und auf eine Hochzeitsgesellschaft, in der fast jeder etwas zu verbergen hat …



Der geheimnisvolle Fall der Braut von Oliver Schlick


Band 8 der witzigen Krimireihe um Rory Shy
empfohlen ab 10 Jahren

Verlag Ueberreuter - Seitenzahl 320 - 1. Auflage März 2026


Ich heiße Matilda Bond, habe grüne Augen, rote Haare und ein loses Mundwerk, bin dreizehn Jahre alt, eine leidenschaftliche Amateurdetektivin und beiße im Gegensatz zu meinem Cockerspaniel nur sehr selten in Bücher.
Zitat


Meine Meinung
💗💗💗💗💗💗💗💗

Natürlich musste ich den neuen Fall mit dem schüchternen Detektiv lesen und mit der quirligen Matilda, die uns hier auch sofort einen tollen Einstieg bietet! Den fand ich wirklich gut, denn sie weist auf ihre Leidenschaft für Krimis hin und dass ihr niemand mehr viel vormachen kann was in buchtechnischen Mordfällen alles für falsche Fährten ausgelegt werden. Dass nämlich nicht der Gärtner, der verschreckte Nachbar ohne Alibi oder sonstige verdächtige Gestalten die Täter sind -> sondern die unscheinbaren Nebenfiguren, die man kaum wahrnimmt. 
Ja, damit ist schonmal die Grundlage gelegt worden, dass ich diesen Band jetzt mit ganz besonderer Aufmerksamkeit lese. Denn entweder spielt hier jetzt tatsächlich eine der Nebenfiguren eine große Rolle oder ich wurde damit genau auf diese Fährte gelockt und es ist doch der, der zu offensichtlich etwas auf dem Kerbholz hat.

Sehr schön fand ich auch die Beschreibung von Geheimnissen - denn in Krimis geht es ja meist um Geheimnisse, die man aus verschiedenen Gründen für sich behalten will; und im schlimmsten Fall dafür sogar ein Verbrechen begeht.
Mit Matildas Worten zeigt der Autor aber, dass Geheimnisse manchmal gar nicht so schlimm sind und sie hier fast schon ins Schwindeln abdriften. Es gibt ja immer wieder einige Wahrheitsfanatiker, wobei ich sagen muss dass man manchmal einfach lieber schweigen sollte. Allerdings kommt man eben auch in Situationen, in denen man aus Höflichkeit etwas anderes sagt als man denkt, oder um andere nicht zu verletzen, um sich selbst zu schützen, etc. da gibt es vielerlei Gründe, die nachvollziehbar und sinnvoll sind.

Der neue Fall für den schüchternen Detektiv geht darum, dass eine Braut am Tag vor der Hochzeit vom Balkon gestürzt ist. Ein tragischer Unfall, so heißt es, doch der Bräutigam ist sicher, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Das ganze hat sich in einem Hotel abgespielt und hier hat Oliver Schlick so einige Krimi-Klischees eingebaut, die jedoch eher auf witzige Art so platziert wurden, dass es nicht langweilig wirkt, sondern man umso mehr rätselt und zweifelt, wer warum etwas mit dem "Unfall" zu tun haben könnte.
Es gibt eine Menge Hinweise und Ansätze, die Personen unter die Lupe zu nehmen, die unter die Verdächtigen fallen könnten, aber erstmal führt nichts wirklich zu einer heißen Spur, die greifbar wäre. Ich fand den Kriminalfall dieses Mal echt ausgefuchst und sehr gut inszeniert - gegen Ende hatte ich dann schon so eine Ahnung, aber das hat der Spannung keinen Abbruch getan. Der "Härtegrad" hat hier auch ein wenig angezogen, darüber will ich allerdings nicht zu viel verraten... 

Wie immer bleibt der Autor seiner erfrischenden Schreibweise treu und lässt viel Humor mit einfließen - abgerundet durch seine trefflichen Metaphern und dem flotten Vorangehen, die einem kaum eine Verschnaufpause lässt. Übrigens ist hier der Titel dieses Bandes ein schönes Beispiel ;) 

Rory ist wie immer schüchtern und überlässt  meist Matilda die Wortgefechte: aber! er wächst hier auch zum ersten Mal über sich hinaus und redet Tacheles, als ihm etwas wirklich gegen den Strich geht. Auch wenn meist Matilda das Zepter der Befragungen in der Hand hält, beweist auch Rory wieder, trotz seiner Schüchternheit, seinen Ängsten und sonstigen Befindlichkeiten, dass er ein guter und liebenswerter Mensch ist, mit einer vortrefflichen Spürnase.

Mir hat dieser Band wieder großartig gefallen und ich fand das Gesamtpaket mit den Figuren, den verwickelten Fall und den Rätseln äußerst unterhaltsam. Matilda ist zwar nicht sehr viel älter als im ersten Teil der Reihe, aber mir kam es so vor, als ob es etwas "gereifter" wäre. Anders kann ich es nicht ausdrücken ... mal schauen, wie der nächste wird. Den es hoffentlich geben wird :) 


Meine Bewertung
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