Samstag, 20. Juni 2015

Leserstimmen: Blümchenblog vs literarischem Anspruch?



 

Ich hab jetzt in letzter Zeit einiges zu diesem Thema gelesen und muss mal meine Gedanken dazu loswerden.

Ein Blümchenblog – was ist das überhaupt?
Die meisten sehen wohl den Blog einer „durchschnittlichen Hausfrau“, die nebenher ihre verspielte Romantik optisch auf ihrem Blog austobt, bei jeder Buchbesprechung fünf Herzchen verteilt und ihr Talent für die Einschätzung von Literatur unterhalb des Durchschnitts IQ liegt.

So mal mein Eindruck durch die öffentlichen Meinungen!


Das genaue Gegenteil: der hochgeschätzte Literaturkritiker, der studiert hat, über Klassiker und Kulturerbe spricht und dessen Rezensionen kein normaler Mensch versteht.

Ich würde mal sagen, das bietet ein sehr farbenprächtiges Spektrum zwischen diesem Schwarz und Weiß Denken ;)

Mir stellt sich nur die Frage, warum man Menschen anprangern muss, die ihrem Hobby, ihrer Leidenschaft nachgehen? Egal, was ich für einen Bücherblog betreibe – die meisten sind mit viel Engagement und Herzblut dabei, was man auch sehr schnell merkt, wenn das nicht der Fall ist.

Warum aber wird „leichte Literatur“ abwertig bezeichnet? Gerade die Vielfalt macht doch die Freude am Leben aus! Ich bin auch kein Fan von schnulzigen Liebesromanen oder leichter Chick-Lit Lektüre, aber mir würde nicht im Traum einfallen, dass ich deshalb Menschen, die das gerne lesen und darüber berichten als zweitklassig ansehen würde.
Die Verlage investieren einiges in diese Genren und anscheinend spricht es viele Menschen an. Im Gegensatz zu Klassikern.

Ich muss zugeben, dass meine Erfahrung mit Klassikern sehr beschränkt ist und ich immer den Eindruck habe, dass viel darüber gesprochen und "geprahlt" wird, aber wirklichen Spaß dran hat man selten und quält sich eher durch. Meine ganz persönliche Meinung ;)
Natürlich gibt’s auch Ausnahmen und auch ich hab Interesse an einigen Werken, die man als „Klassiker“ bezeichnet – aber wer bestimmt das denn, was literarisch hochwertig ist?

Ich würde mal sagen: die Leser!
Jeder Leser entscheidet für sich, was er gerne liest, was ihm Spaß macht und was sich zu lesen lohnt!

Geschmäcker sind verschieden: und das ist auch gut so!

Das gilt auch für Blogs und Blogger.
Wie jeder seinen Blog gestaltet, welchen Content er anbietet und wie er die Bücher vorstellt ist zum Glück jedem selbst überlassen und jeder wird die Leser finden, die genau das anspricht.
Warum sollten die Beiträge einer Hausfrau, einer Jugendlichen oder einem Rentner nicht lesenswert sein? Buchblogger lesen viel und kennen sich (meistens) in ihrem Genre sehr gut aus, so dass sie sehr wohl eine „fachgerechte“ Meinung zu ihren Büchern abgeben können. Vielleicht nicht in einem hochtrabend oder geschraubten Deutsch, wie das die geschätzten Literaturkritiker machen – sie sprechen aber damit auch ein völlig anderes Publikum an! Und zwar genau das Publikum, das diese persönliche Note möchte und das sich gerne im normalen Ton darüber austauscht.

Deshalb: Jedem seine Meinung, sein Geschmack und jedem sein Blog!

Welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Thema?


Kommentare:

  1. Guten morgen,
    bei deiner persönlichen Meinung zu Klassikern musste ich schmunzeln :)
    Da ich erst seit ein paar Monaten Blogge, kann ich dazu kaum was schreiben. Finde deinen Beitrag aber sehr interessant und werde auch die Kommentare verfolgen.
    Liege Grüße
    Tanja

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    1. Naja, mit Klassikern hab ichs halt einfach nicht so ^^ Ich hab das mal versucht und auch ein paar erwischt, die mir gefallen haben - und die ich auch verstanden hab. Aber es sind einfach auch Bücher darunter, da muss ich mich durch jeden Satz quälen und verstehe nicht, worum es dabei eigentlich gehen soll - aber das ist eben Geschmacksache.
      Mir ist einfach nur aufgefallen, dass gerade einige "Klassik"Leser ihre Meinung höher bewerten als andere - und das geht gar nicht finde ich

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    2. Ja für mich auch nicht, man sollte niemand auf Grund seines Geschmacks anders behandelt bzw. sehen.

      In Bloggerkreisen ist mir dies noch gar nicht aufgefallen, eher privat.
      Ist schon ne Weile her bei nem Gespräch gewesen. Das Thema lesen kam auf, ich erzähl dann mit strahlenden Augen welche Bücher ich ganz toll finde ( Panem, HP, dLvEuF usw. ) und mein Gegenüber schaut gering schätzend und zählt Klassiker der Weltliteratur auf, die er ganz toll finden. An sich kein Problem, wäre da nicht die Geringschätzung....Na ja ich hab mir meinen Teil gedacht. Ich" verstehe" einige Bücher nicht, die als Klassiker gelten, dafür kann ich eine Ikea Anleitung lesen und mein neues BillyRegal gleich ganz alleine aufbauen, ich finde das ist auch was Wert :D

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  2. Hallo liebe Aleshanee,

    ein toller Post! Kann ich nur so unterschreiben :)
    Jeder sollte seine eigene Meinung und seinen Geschmack haben dürfen. Ob studiert oder nicht, wenn man mit dem Herzen dabei ist und auf Gleichgesinnte trifft, spielt das doch keine Rolle. Leben und leben lassen :)
    Eines haben wir definitiv gemeinsam: Die Freude am Lesen!

    Liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Eben! Der Spaß dabei ist doch das wichtigste, das Lesen oder der Blog ist ja nicht unser Beruf!
      Warum allerdings die Meinung eines Leser und demnach ja einem potenziellen Kunden nicht wichtig erscheint, das finde ich doch sehr fragwürdig

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  3. Hallo Aleshanee,

    wirklich - du sprichst mir damit aus der Seele und triffst es ganz genau auf den Punkt - ich sehe es absolut genauso. Ich denke, die Buchwelt lebt von ihrer Vielfalt und eben dadurch die Möglichkeit, dass jeder etwas findet, das im gefällt und so ist es auch mit den Blogs. Die Blogs sind Hobbys und es steckt viel Leidenschaft drin und diese Blogs runterzumachen, nur weil man "Herzchen" vergibt, finde ich unmöglich und ehrlich gesagt ist das für mich ein Zeichen von Respektlosigkeit. Nun ist die Buch/Medien/Verlagswelt eine sehr konservative Welt (leider) und eben auch jene Kritiker, die nur jene Bücher als hochwertig ansehen, die mindestens den Nobelpreis gewonnen haben (überspitzt gesagt). Und genau so betrachten sie auch Blogs und ich denke, es spielt außerdem auch Neid und vielleicht auch Existenzangst mit rein, wieso einige so absolut böse Worte für Buch-Blogger finden. Neid, dass einige große Blogger unglaubliche viele Leser und somit auch Einfluss haben und Existenzangst, da der Kritiker vielleicht hinterfragt, ob er noch gebraucht wird.

    Das sind nur meine kleinen Gedanken dazu, da ich da auch schon oft drüber nachgedacht habe und es ja auch ein paar Berichte in den Medien gab. Zumal Blogger immer wieder darüber berichten.

    Ich sehe es wie gesagt wie du, Lesen und lesen lassen, egal, ob ich das Buch mach oder als literarisch hochwertig ansehe. Bücher sind doch auch zum Unterhalten da, oder? :)

    Liebe Grüße,
    Anna

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    1. Hallo Anna,

      finde Deine Meinung super und kann mich nur anschließen.
      Habe Deinen Blog bisher übrigens noch nicht gekannte und bin gleich mal eine neue Lesern geworden ;-)

      LG, Tanja

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    2. Hallo Tanja,

      danke dafür. :) Wie gesagt, es sind nur Gedanken, die ich dazu habe, wieso es dort so harte Reaktionen gibt, weil man ja immer wieder darüber stolpert, wo dann Blogger teilweise wirklich beleidigt werden von Literaturkritikern und ich mir das anders nicht erklären kann.

      Danke fürs Eintragen als Leserin - da freue ich mich immer sehr. :) Zumal mein Blog ja noch nicht sooo alt ist.

      Liebe Grüße,
      Anna

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    3. Hast du super geschrieben Anna! Als ich das erste Mal sowas gehört hab, hatte ich das gar nicht ernst genommen, aber dann haben sich solche Meinungen gehäuft.

      Jemand, der Kritiken beruflich gibt, hat natürlich einen ganz anderen Blickwinkel auf das ganze - trotzdem sollte er doch sehen, dass diese "BlümchenBlogs" eine ganz andere Nische abdecken und sehr wohl ihre Daseinsberechtigung haben.

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  4. Huhu,

    Ich bin etwas verwirrt, denn mir ist noch nie jemand untergekommen, der der Meinung gewesen wäre, dass Bücher, die ich lese minderwertig oder der gleichen wären.

    Zum einen bildet man sich immer. Egal was für ein Buch man liest und zum anderen ist es nunmal ein Hobby über das man sich sehr gut austauschen kann.

    Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann müssen wir uns eingestehen, dass die heutigen Klassiker auch alle früher auch mal zur seichten Unterhaltung gedacht waren. Stolz und Vorurteil. Romeo und Julia. Effi Briest. Na wenn das mal keine Chick Lit ist.

    Das heisst also, wir müssen uns keine Sorgen machen. In 100 Jahren werden in den Schulen Fifty Shades of Grey, Harry Potter, Panem und Twilight diskutiert.
    Wobei ich mir gerade versuche vorzustellen, wie ich in der Abiprüfung sitze und über den Inhalt eine Klausur schreibe....

    LG
    Steffi♥

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    1. Hihi, ja das hab ich mir auch schon oft gedacht - was die Menschen in der Zukunft denken, wenn sie aus irgenwelchen Ruinen z. B. das Silmarillion von Tolkien ausgraben *g*

      Ich sehe das ja immer schon, wenn Posts auf Facebook über Shades of Grey und ähnliches teilweise angegriffen werden, was das denn für ein Schund ist und wie man sowas lesen kann etc. Da frag ich mich halt dann, warum man andere angreift, nur weil sie einen anderen (Lese)Geschmack haben. Da steht Toleranz anscheinend doch teilweise viel zu weit unten

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  5. Guten Morgen :)
    Letztendlich ist es doch wieder so ein Nachfrage-Ding. Die Leute die Lust auf "Hausfrauen-Rezensionen" haben, die lesen solche, jene die Lust auf (pseudo)-intellektuelle Rezensionen vom "Fachmann" haben wollen, lesen solche.

    Da Letztere es nun nötig haben die Blogs zu diffamieren, zeigt mir doch das es wenig Interesse an solchen Rezensionen gibt.

    Mich interessiert die Meinung von "normalen" Menschen die das Buch lesen wie es ist und nicht totanalysieren oder totinterpretieren. Das ging mir in der Schule schon mit Goethe auf den Sack.

    Ich gucke hin und wieder "Druckfrisch" mit Denis Scheck im ARD. Für mich ist das nur ein aufgeblasener Wichtigtuer und allein die Tatsache das die Bücher größtenteils der Spiegel-Bestsellerliste entsprechen zeigt doch einiges. Ich denke die Zeiten sind doch wohl vorbei, als der Spiegel noch erfolgreich vortäuschen konnte, ein seriöses, ernstzunehmendes Magazin zu sein und Spiegelleser zur besser gebildeten Schicht gehören ;)

    Jedem das seine.

    LG

    Kekz

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    1. *lach* Goethe, da hab ich auch eine dunkle, weit verdrängte Erinnerung :D

      "Druckfrisch" kenne ich nicht - aber das kommt eben davon, wenn man nie Fernseh schaut, das interessiert mich jetzt doch, werden da immer neue Bücher vorgestellt, oder?
      Den Spiegel hab ich selbst nie gelesen und mit den Bestsellerlisten bin ich auch sehr vorsichtig, weil da meistens Bücher drauf waren, die mich überhaupt nicht interessiert haben. Eben Bücher, die von Literaturkritikern hochgelobt werden, die aber nie jemand liest - also jemand vom "gemeinen Volk" :D

      Obwohl ich mittlerweile feststelle, wenn ich in der Buchhandlung bin (da gibts ja oft so ein Spiegel-Bestseller-Regal), dass sich der Trend ändert und da immer öfters auch richtig gute Bücher auftauchen

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  6. Guten morgen :-)
    Ich habe noch nie verstanden warum immer alles verurteilt und klassifiziert werden muss. Das ist offenbar in der Buchwelt auch so und das kann ich einfach nicht verstehen. Jedes Buch hat seine Daseinsberechtigung und für jeden Menschen gibt es das passende Buch zu lesen. Wo genau ist da jetzt schon wieder das Problem?

    Und zu den Blogs. Ich hab ja auch eher den "Hausfrauen Blümchenblog" bin mir aber sicher, daß es Menschen gibt, die meine "einfache" Sprache nicht stört und die die Genres ebenfalls mögen. Ich kann das ganze doch als hobby betrachten einfach weil ich Bücher liebe.

    Aber so ist es mal wieder mit dem Menschen, der eine ist natürlich viel besser als der andere. Wie du schon sagst, leben und leben lassen, sich an der schönen Vielfalt erfreuen und einfach lesen was einem gefällt :-)

    LG
    Vicky von frollein Leselust

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    1. Gerade deshalb verstehe ich diese Kritik auch nicht.
      Die Leser, die einem Blog treu sind, mögen ihn ja genauso wie er ist! Und gerade weil wir alle eine so unterschiedliche Art haben, lernt man andere Meinungen kennen und Leute, mit denen man darüber reden und diskutieren kann!

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  7. Hallo :)
    ein toller Post, kann ich so unterschreiben!
    Ich verstehe es auch nicht so ganz warum man Leute anmeckert (oder als dumm bezeichnet) die nicht nur Klassiker und hochtrabenden Romane lesen. Und eigentlich verurteilt man damit auch gleich die Autoren, immerhin muss ja auch jemand diesen angeblichen "Schund" geschrieben haben! Finde ich sehr unfair und unverständlich. Jeder darf doch seine Meinung haben und das lesen was einem gefällt! Nicht jeder möchte lesen um dann mit den Büchern anzugeben. Es gibt auch Leute (wie mich) die einfach gerne Fantasy lesen weil es in andere Welten entführt. Unsere Welt ist anstrengend genung, da bin ich froh wenn ich mal für ein paar Stunden "verschwinden" kann in eine ganz andere Welt!
    Bloggen ist ein Hobby, sowie andere Briefmarken sammeln oder Vögel beobachten! Warum darf nicht jeder machen was ihm gefällt ohne dafür gleich verurteilt zu werden?

    Ich habe auch nicht den Anspruch Literaturkritiken zu schreiben, ich schreibe meien Rezensionen um anderen ein Buch vorzustellen und im besten Fall dann damit mit anderen ins Gespräch zu kommen! Das ist einfach soetwas wie ein Testbericht, wie das Buch denn nun beim Kunden ankommt! Ich finde das ist ein Unterschied und dadurch muss sich doch auch kein Kirtiker angegriffen fühlen.

    Liebe Grüße

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    1. Ja, absolut! Die Autoren! Schön, dass du das ansprichst, das wurde bisher nämlich kaum erwähnt. Jeder Autor schreibt mit Herzblut und dass sollte man nie gering erachten. Natürlich muss einem nicht alles gefallen und ich schreibe auch kritische Rezensionen, aber deshalb erkenne ich auf jeden Fall die Leistung an, überhaupt ein Buch geschrieben zu haben.

      Aber es geht ja im Prinzip auch weiter bis zu den Verlagen, die "sowas" drucken und verkaufen wollen. Was die sich wohl dabei denken, so einen Schund zu verbreiten? *lach*

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  8. Huhu,
    also ich hatte bisher auch noch nicht mitbekommen, dass jemand "unsre" Blogs runter macht.

    Ich glaube, dass die studierten Literaturkritiker sich wahrscheinlich oftmals auf den Schlipsgetreten fühlen, da plötzlich ganz viele Amateure daher kommen und ihnen ihren Beruf "streitig" machen.

    Ich persönliche lese auch lieber in den "Blümchenblogs", weil es eben Menschen wie du und ich sind, die Hobbymäßig lesen und denen das Lesen und Bloggen einfach Spaß macht.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Die Literaturkritiker sollten dabei meiner Meinung nach aber eben auch beachten, dass jeder ein anderes Publikum anspricht.
      Mich persönlich interessiert z. B. eine "hochtrabende literarische Diskussion" nicht, weil ich da oft einfach nicht verstehe, worüber da geredet wird.
      Ich möchte mich mit Menschen austauschen, die auf der gleichen Wellenlänge sind wie ich, und da dürfen auch gerne Blümchen und Herzchen auf dem Blog sein :D

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  9. Hallo und guten Tag,

    ich möchte es mal auf den Punkt bringen.

    Für jede Art von Bücherfan gibt es eine Ecke und entsprechend auch eine Fangemeinde....die Welt im Internet ist doch riesengroß ......

    Und jeder findet da auch einen Blog mit Büchern nach seinen Geschmack

    ....aber leider gibt es immer halt auch diese Abwerten und Missmachen der anderen. Was ich schon schade finde, denn wie schon gesagt ...die Welt des Internets ist so groß da findet jeder seinen Platz und seine Fangemeinde.

    LG..Karin..

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    1. Genau das wollte ich damit sagen, für jeden gibt es ein Plätzchen in der großen weiten (Internet) Welt ;)

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  10. Hallo (:
    Oh - ich glaube irgendwie ist mein Kommentar flöten gegangen... das passiert wenn ich mal am Handy tippsle -.-

    Ich studiere selbst Germanistik und bin daher viel durch Klassiker, "hoher Literatur" umgeben.. aber jeder der schon mal meinen Blog besucht hat weiß, dass ich keine Rezensionen dazu verfasse... Ich lese manche wirklich gerne und andere naja, sind nicht so mein Ding. So war das auch früher mit den Klassikern, manche wurden belächelt, viele verboten und die Meinungen waren so verschieden dazu, wie heutzutage zur Literatur.
    Ich denke, jeder sollte das lesen und rezensieren, was er möchte.
    Ist man vernarrt in Klassiker: dann bitte.
    Steht man so wie ich auf blutrünstige Thriller: dann bitte.
    Flüchtet man gerne in Liebesromane: dann bitte.
    Die Welt der Bücher ist so bunt und vielfältig, da ist einfach für jeden etwas dabei!
    Und bewerte ich meine Rezension schließlich mit Herzchen, Blümchen oder Noten, ist das ja komplett meine Sache! Darum geht es doch: Meinungsfreiheit. Einfach das tun, was man gerne tut.

    Ich hab einmal ein Rezensionsexemplar eines österreichischen Autors beim Verlag angefragt (Ich hab jedes Buch von ihm, liebe seine Art zu schreiben). Mir wurde aber mitgeteilt, dass die Leseexemplare den "richtigen Literaturkritikern" vorbehalten sind. Ich war ehrlich etwas geschockt und schon enttäuscht, dass der Verlag mein Liebe zur Literatur so wenig schätzt und eher belächelt.

    Ich blogge mit Leidenschaft, Herzblut und viel Engagement, ganz nach meinem Geschmack und wem das nicht gefällt, ist einfach fehl auf meinem Blog!

    Love, Lole

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    1. Args, das ist ja doof mit dem Kommentar, sowas ist immer ärgerlich :(

      Danke aber, dass du ihn nochmal getippt hast! Ja, bei so einer Aussage fühlt man sich dann doch ganz schön zurückgewiesen. Das ist gerade, was ich nicht verstehe - wir sind genauso Leser der Bücher, wie alle anderen auch und ich bevorzuge die Meinung eines Lesers, der offen und ehrlich und vor allem verständlich darüber spricht!
      Wer liest denn das, was Literaturkritiker sagen oder schreiben? Also ich nicht - ich kenn auch keinen; vielleicht bin ich da auch einfach in anderen Kreisen unterwegs *g*
      Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und beides hat eine Daseinsberechtigung und Menschen, die es schätzen

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  11. Interessant zu sehen - das Problem scheint ja beim Bloggen Spartenübergreifend zu sein.

    Egal ob, wie in diesem Falle Buchblog, in meinem Falle das Reisen und Fotografieren oder in allen anderen Bereichen. Überall scheint es diese selbsternannten Überblogger zu geben, welche sich aufspielen als hätten sie die Welt erfunden und nur ihr Weg ist der Richtige. Dabei scheuen sich gerade diese Blog-Gurus nicht über andere "schwächere" Blogs herzuziehen. Etwas, was den vielen kleinen, netten sympathischen Bloggern niemals einfallen würde.

    Ich übersehe selber so einen Mist, mittlerweile und ziehe mein Ding durch. Und das rate ich auch jedem anderen Blogger - denn wenn die Leser kommen, kann ja nicht alles falsch sein.

    LG Thomas

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    1. Oh, ich wusste gar nicht, dass das in anderen Bereichen auch ist. Das ist echt interessant und gleichzeitig wirklich schade.
      Ich überlese sowas auch immer gerne, weil ich mir denke, so eine "dumme" Meinung muss ich mir nicht antun - aber da ich in den letzten Wochen häufiger darüber gestolpert bin, musste ich dann doch auch meinen Senf dazugeben :)

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  12. Huhu :)

    Das ist ein wahnsinnig interessanter Post von dir. In vielerlei Hinsicht sprichst du mir aus der Seele.
    Ich würde die sogenannte "höhere Literatur" jetzt gar nicht nur auf Klassiker beziehen. Denn manche Klassiker werden auch heute noch abwertend beurteilt. Liest man Jane Austen, wird man als hoffnungslos romantische Lesetante abgetan; Werke wie "Tom Sawyer" oder "Die Schatzinsel" werden als wenig anspruchsvolle Abenteuergeschichten für Kinder abgestempelt.

    Ich habe eher das Gefühlt, als "müsste" ich unbedingt all die moderne Popliteratur der "Hochkultur" lesen. Also all die Werke von experimentierwütigen Schriftstellern ab 68, die alle alten Strukturen über Bord werfen wollten. Das Ergebnis sind dann Bücher, deren Sinn sich nur schwer entschlüsseln lässt. Für Kritiker gilt ja sowieso: Je verworrener, je abstruser und komplexer die Geschichte, desto besser. Denn wer das Buch nicht versteht, ist schließlich nicht intelligent genug dafür. Punkt. Dass das Unsinn ist und sie sich nur selbst wichtig machen wollen, versteht sich von selbst.

    Was mich wirklich extrem nervt, ist die Tatsache, dass diese Kritiker meist Männer sind, die dann geringschätzig über "Frauenliteratur" reden. Hallo?! Wieso dürfen Frauen nicht schreiben und lesen, was sie wollen? Es ist ja nicht so, als ob jede Frau nur seichte Literatur lesen würde. Wahrscheinlich bin da etwas voreingenommen und leicht aggressiv bei diesem Thema, weil ich meine Bachelorarbeit über Jane Austen und Chick Lit schreibe. Früher wie heute mussten bzw. müssen sich Frauen für ihre Lektüre rechtfertigen, die in den Augen der Kritiker nicht hochwertig genug ist. Aber woher haben diese eigentlich das Recht, die Maßstäbe dafür zu setzen? Sie haben es sich einfach selbst verliehen, so sieht's aus.

    Soo, das ist ein recht langer Beitrag geworden. Aber das musste ich jetzt loswerden :D

    Liebe Grüße,
    Sana

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    1. Ja, Sana! Vielen Dank dafür, das gehört auf jeden Fall auch mit dazu!
      Dieses gleichsetzen der Person mit dem, was sie liest. Das fand ich gerade auch bei Shades of Grey so schlimm. Natürlich gibts auch andere Beispiele, aber das hab ich halt noch im Kopf. Warum wird da jede Frau gleich abgestempelt, in ihrer Beziehung und ihren Vorlieben, nur weil sie das liest???
      Ich bin jetzt auch kein Fan von dem Buch, aber eine gute Freundin von mir mochte die Bücher total gerne - ja und?
      Ist deshalb jeder, der Thriller und Krimis liest, ein potenzieller Mörder und Sadist? Ist jeder, der Schicksalsromane liest, jemand, der sich an persönlichen Schicksalen weidet?
      Hat jeder, der Klassiker liest, einen überdurchschnittlichen IQ?

      Das sind alles so Vorurteile, die man schwer aus dem Weg räumen kann - so kommt es mir zumindest vor

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    2. Hi sana. Ich kann dir aus vollstem Herzen zustimmen. Mich nervt dieses verurteilen einfach nur noch. Es hat ja auch wirklich niemand das recht dazu. Ich unterhalte mich so gerne mit menschen die gerne lesen. Ich fühle mich ihnen selbst dann verbunden wenn es nicht unbedingt mein Genre ist. In Zeiten der digitalen Medien bin ich einfach froh jemanden zu treffen der überhaupt noch liest!

      liebe grüße
      Frollein Leselust

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  13. Unterschreib ich alles sofort! Habe mich kürzlich auch erst drüber aufgeregt, dass jeder gleich als dumm abgestempelt wird, wenn er bestimmte Bücher mag. So ein Käse! Über Geschmack lässt sich nicht streiten!

    Sehr guter Artikel!

    Lg, Karin

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    1. Dankeschön Karin!
      Gerade das mit dem Büchergeschmack höre ich immer öfters und finde das gar nicht schön!

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  14. Als Autorin von Genre-Literatur (ja, ich sage bewusst Literatur), muss ich das hier mal loswerden: EIN HOCH AUF DIE BÜCHERBLOGS! Denn wer bemerkt, liest, bespricht denn meine Sachen? Eben.

    Für mich ist das Feedback durch *echte* Leserinnen und Leser sehr viel wert. Und ich schätze die oftmals sehr differenzierte Kritik; Bücherblogger/innen sind in der Regel keine Profi-Kritiker, sondern Profi-Leser - eine Personengruppe, die mich als Schreibende deutlich mehr interessiert.
    Zur Ehrenrettung muss ich sagen: Es gibt durchaus sehr kluge, charmante und inspirierende Kritiker, als Beispiel sei Frau Daniela Strigl erwähnt. Was sie über Literatur schreibt, ist immer lesenswert.

    Einen Apell möchte ich aber gern loswerden an euch leidenschaftliche Leser- und Blogger/innen: Werdet euch eurer Macht bewusst und geht bewusst(er) damit um! Denn natürlich wollen die Verlage verkaufen und schneidern ihre Programme immer mehr nach dem, was bei euch besprochen wird. Das passiert nicht plötzlich, ist aber ein Prozess, den ich beobachte. Mit anderen Worten: Ihr bestimmt das Programm von Morgen. Ich würde mir also sehr wünschen, dass ihr mit voller Absicht auch mal einem Außenseiterbuch Beachtung schenkt oder den Scheinwerfer auf ältere Sachen richtet. Bücher werden heute zunehmend wie Wegwerfware produziert - sie lassen sich aber nicht so schnell schreiben, wenn es mit Sorgfalt geschehen soll.

    Ihr habt es (bis zu einem gewissen Grad) in der Hand, wie vielfältig und halbwegs originell und gut geschrieben die Unterhaltungsliteratur auch in Zukunft noch sein wird. Denn, bei aller Liebe: 50 Shades mag ein echter Kracher sein, aber es ist absolut grauenhaft geschrieben. (Die deutsche Übertragung ist besser als das Original.) Da bin ich als jemand, der Sprache liebt, irgendwie angefressen und wünsche mir, dass im Kielwasser eines solchen Bestsellers alte Schätze wie de Sade oder Anais Nin hochgespült werden, die eben auch sprachlich den ein oder anderen Höhepunkt bieten. Und wenn die Bücherblogs (nicht nur einige, sondern viele) so etwas machen würden - also den Bogen ein klein wenig weiter schlagen - dann hat sich die traditionelle Literatur-Kritik wahrscheinlich überlebt.

    Ich könnte mir denken, dass es sowieso in diese Richtung geht. Denn wer lange bloggt, bekommt Routine, entwickelt sich immer weiter, verändert Vorlieben, Genres, die Art zu berichten - und erweitert den Horizont ganz automatisch. Die Szene ist vielfältig und immer in Bewegung und das ist großartig. Weiter so!

    ~E.L. Greiff | greiffblog.wordpress.com

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    1. Da hast du sicher Recht! Ältere Bücher, da würde ich schon gerne öfters zu greifen, aber ich werde dann eben immer abgelenkt mit den ganzen tollen Büchern, die neu rauskommen und alle so toll finden :)

      Nachdem ich mich dieses Jahr auf meinen SuB Abbau konzentriert hab, möchte ich nächstes Jahr einige Bücher re-readen und da sind einige ältere dabei. Auch hab ich mir vorngenommen, eine "Klassiker" zu lesen, die auch immer wieder durch die Bloggerwelt kreisen.

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  15. Ich finde diesen Zwiespalt, den du da zwischen Hobbyblogger und Literaturkritiker ansprichst, so unglaublich witzig :D Einfach, weil ich dazwischen stehe. ich hab als Hobbyblogger angefangen, studiere Germanistik und habe diverse Seminare im Bereich Literaturkritik bei renommierten Literaturkritikern der deutschen Presse (u.a. Die Zeit) und des Rundfunks (Deutschlandradio Kultur) besucht. Ich stehe also komplett zwischen den Stühlen. Und ja. Die Ansprüche unterscheiden sich ganz arg. Und genau deswegen habe ich es mir ja auch zum Ziel gesetzt, beides ein bisschen zu vermengen. Ich merke schon, dass ich einen deutlich höheren Anspruch und mit Fachwissen an die Bücher herantrete. Aber ich habe keine Lust, unverständliche und für den Ottonormalleser kaum verwertbare Kritiken zu verfassen. Was ich schön fände: Wenn man als Buchblogger auch mal die Kritiken der richtigen Literaturkritiker liest und mal schaut, was man für sich selbst daraus mitnehmen kann. Das stimmt schon. Nur dann, wenn man wirklich kritisch an ein Buch heran tritt und eine Rezension mit Mehrwert für den Leser bietet, ergibt unser "Bloggergenre" auch Sinn.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Bücherdiebin

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    1. Hm, also ich denke schon, dass ich einen hohen Anspruch an ein Buch habe *g* oder hab ich dich da jetzt missverstanden?
      Eine "richtige" Literaturkritik, ja, das würde mich auch mal interessieren ^^
      Welchen Anspruch jeder hat über das, was er liest, ist halt eben unterschiedlich. Ich merke das momentan auch sehr, weil ich viele Jugendbücher lese - manche sind wunderschön und anspruchsvoll geschrieben, andere sind wieder so "einfach" gehalten, dass es mir persönlich zu seicht ist, andere gerade das aber wieder mögen.

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    2. Ich habe mich unglücklich ausgedrückt, glaube ich :D Der Anspruch an ein Buch ist der Gleiche, egal ob man Hobbyrezensent oder Literaturkritiker ist. Bzw. er ist eben nicht der gleiche, weil jedes Individuum einen anderen Anspruch bzw. Geschmack hat. Da streiten sich ja schließlich die berühmtesten Kritiker. Ich erinnere nur an die Debatte im Literarischen Quartett zwischen Sigrid Löffler und Reich-Ranicki. Dabei stritten sich die zwei, bzw. mehrere der Literaturkritiker über einen Roman mit erotischem Inhalt. Löffler fand den Roman platt und "trivial". Ihre Kollegen wurden daraufhin persönlich und unterstellten Frau Löffler, dass sie prüde sei. Das artete so aus, dass die Parteien Zeit ihres Lebens nie wieder miteinander geredet haben.

      Unterschiede habe ich in der Bearbeitung festmachen können. Der ich glaube größte Unterschied ist die subjektive Meinung. Zumindest in den Literaturkritikseminaren die ich besucht habe, wurde uns diese eher persönliche Betrachtungsweise abgesprochen. In eine Rezension gehörte da nichts, was auf die persönliche Meinung des Lesers zurückzuführen war Natürlich spielt das rein, aber erwünscht war nur, was am Text selbst belegt werden kann. Dass du also bei einer Passage einfach kein gutes Gefühl hattest im Buch zählt da nicht, solange du nicht genau schreibst anhand welcher Merkmale des Textes du das exakt festmachst. Das machen Buchblogger zwar teilweise auch, aber nicht so intensiv und kleinkariert. Ich finde das persönlich auch nicht gut. Die Literaturkritiken erhalten dann teilweise eher den Charakter einer wissenschaftlichen Analyse. Und das ist, mM, nicht Sinn der Sache Eine Rezension soll andere Leser darüber informieren, worum es in dem Buch geht und wie man es empfunden hat.

      Ich hoffe, jetzt wars eher verständlich was ich meine :D Ich drück mich manchmal so umständlich aus.

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    3. Ah vielen Dank! Nein, das war sehr verständlich und bringt für mich ein bisschen mehr Licht hinter das ganze. Ich hab zwar schon in dieser Richtung gedacht, aber du hast es sehr treffend formuliert.

      Also von solchen Rezensionen halte ich für "den Leser" nichts. Sowas erinnert eher an Schule, Uni oder sowas, das hat aber für mich persönlich nichts mit dem "Leseeindruck" zu tun, um den es ja geht. Also mir :D

      Einen Text zu analysieren, klar fließt das auch bei unseren Rezensionen manchmal mit rein, auf eine amateurhafte Art, aber mehr davon möchte ich auch ehrlich gesagt nicht. Weil mich interessiert ja vor allem das Gefühl, was man beim Lesen hat ;)

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    4. Denke ich eben auch so. Ich kann das manchmal nicht abstellen, weil es mir in der Uni eben so eingetrichtert wird. Deswegen setze ich mich immer nochmal an meine Rezensionen und streiche solche Passagen, wenn sie mir doch passiert sind, bewusst raus. Ich bin der Meinung, dass es keinem Leser - und für die ist das ja nunmal gedacht - etwas bringt, zu wissen, dass der zweite Teil eines Buches aufgrund irgendwelcher literaturwissenschaftlicher Phänomene langatmig ist. Und da ist es ganz gleich, an welche Art Leser sich eine Rezension/Literaturkritik wendet. Selbst dem gehobensten Leser bringt es eigentlich nicht viel, die Textprozesse analysiert zu bekommen :D Aber ich habe die Literaturkritiker auch als sehr... elitär kennen gelernt. Nicht alle, aber viele. Allgemein sitzen viele "studierte Literaten" in ihrem kleinen Elfenbeinturm und interessieren sich kaum für das, was wirklich von Interesse ist. So behandeln wir an der Universität vor allem Literatur, die seit Jahrzehnten kein normaler Leser mehr in die Hand nimmt, zumindest nicht häufig. Aber wir wenden uns lieber der "hohen Literatur" zu, die von der Wissenschaft das Prädikat "wertvoll" erhalten hat, statt der Literatur die aktuell geschrieben und auch gelesen wird...

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    5. Aber das ist ja auch gut so, so wird jeder Bereich und alle Interessen abgedeckt :)

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  16. Hallo Aleshanee

    Nun, ich bin deiner Meinung. Wer bin ich das ich über andere Urteile wer sie sind wenn sie gewisse Literatur lesen die mir absolut nicht gefällt. Hallo? Und die ganze Deskussion wegen den Bloggern und minderwertigere oder nicht zu ernstnehmende Kritiker, die kotzt mich ehrlich etwas an.

    Warum soll oder darf ich mich nicht Kritikerin nennen wenn ich ein Buch lese und es dann bespreche? Nur weil ich kein Studium in Germanistik oder Literaturwissenschaften habe? Keine Ausbildung als Journalist? Ähm... Hallo?

    Ob Hausfrau, Jugendlicher oder wie du sagst Pensionär, kann und soll wenn er Lust hat darüber zu schreiben es auch tun. Warum die "prof. Kritiker" uns als Konkurenz ansehen verstehe ich wirklich nicht, denn wir bedienen andere Zielgruppen. Und meine Erfahrung ist doch sehr diese, dass sich solche Menschen gerne reden hören.

    Was macht denn eine gute Buchkritik aus eine gute Besprechung? Mal abgesehen davon das man das Buch gelesen hat *gg* Eine gute Zusammenfassung, dann die eigene Persönliche Meinung und diese bitte auch begründen. Das wars doch, dazu brauch ich doch kein Studium oder Ausbildung.

    Un ja, ich sehe mich ebenso als Kritikerin wie die Herrschaften eines Literaturclubs (Schweizer Fernsehen) und den Journalisten in div. Zeitungen und Zeitschrifen. Nur das ich kein Geld dafür bekomme *lach*

    Liebe Grüsse
    Alexandra

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    1. Also kleine Unterschiede gibt es ... ich hab auch schon Rezensionen geschrieben, in dem es im ersten Absatz erstmal darum ging, woher man das Buch hat, danach dreimal wiederholt wird, wie toll es war und wie schön und wie gut. Und abschließend noch erwähnt wird, dass es für Leser dieses Genres einfach toll ist (!)
      Mit sowas kann man wirklich nichts anfangen, aber das sehe ich auch selten. Entweder lernt man daraus oder eben nicht.

      Prinzipiell sehe ich gute Rezensionen, die kritisch und gut begründet sind immer als einen Wert :)

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  17. Guten Morgen,
    interessanter Post - das sieht man schon an den vielen Antworten :-) So ganz verstehe ich immer nicht wo das Poblem liegt und warum die meisten Bücherblogs als "Hausfrauen-Kritker-Blogs" bekrittelt werden. Ich bin Hausfrau und finde das weder schlecht, noch sonderlich langweilig und es ist mir auch nicht peinlich. Soviel dazu, meine lieben Berufskritiker - ich habe viele Jahre damit verbracht, Kinder zu erziehen, die eure Rente finanzieren werden :-)
    Das heißt aber nicht, dass ich blöd bin, ich habe eine wirkliche gute Schulausbildung, habe sogar zwei ehrenwerte Berufe erlernt in denen ich lange Zeit gearbeitet habe.
    Zu meiner ganz persönlichen Entspannung lese ich und aus demselben Grund schreibe ich Rezensionen. Ich freue mich, wenn jemandem gefällt, was ich schreibe und wenn nicht, gibt es so viele andere Blogs auf denen er hoffentlich findet was ihm gefällt.
    Wenn den studierten Literaturkritikern das sauer aufstößt, ist das deren Problem, nicht meines!
    Interessant finde ich was E.L.Greiff schreibt, vielleicht mal den Bogen etwas weiter zu spannen und mal ältere Schätze den neuen Bestsellern vielleicht mal gegenüberzustellen oder so. Eine Idee, die ich auf jeden Fall mal überdenken werde - zumindest im Rahmen meiner Lieblingsgenres.

    LG
    Tina

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    1. Ja, das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert. Ich hab einige Bücher, ältere Bücher und auch Klassiker, die ich schon länger im Auge habe. Aber immer vor mir her schiebe, weil immer soviel neues auf den Markt kommt, dass mich anspringt :D
      Ein fester Vorsatz auf jeden Fall für nächstes Jahr! Da möchte ich auch einige ältere von mir lesen, die mir früher gut gefallen haben und eben auch einige Klassiker ausprobieren, die ich auch schon immer lesen wollte.

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  18. Hey Aöexandra,
    top Artikel.
    Ich würde mal sagen mein Blog sieht auch aus wie ein Blümchenblog :D
    aber ich habe mich an Klassikern versucht. Manche wie Dorian Gray und Vom Winde verweht finde ich einfach klasse und schließe sie in mein Herz. Andere wiederum finde ich einfach nur blöd. Aber mir ist auch immer aufgefallen, die typischen Werke, die Nobelpreisträgerbücher sind alle skurill und merkwürdig, wie die Blechtrommel für Günther Grass. Ich meine, ich finde das Buch einfach nur dämlich, aber andere finden diese Genialität, diese Idee hinter dem Werk einfach fantastisch.
    Aber wenn wir uns alle nur mit Klassikern befassen würden, wäre es ja auch langweilig. es ist schön, dass manche über Fantasy und andere über Liebesromanzen berichten.
    Generell, hast du auch vollkommen recht. Es ist unser Hobby, wir können Schreiben über was wir wollen, es ist alles zwangslos und wem der Blog nicht gefällt, na der muss ihm ja nicht folgen und lesen, sondern beschäftigt sich eben mit anderen Dingen.
    Durch das Bloggen habe ich aber natürlich auch einen anderen Zugang zu den Büchern bekommen. Ich lese sie mit anderen Augen als früher, ich setze mich mehr mit ihnen auseinander und diskutiere sie sehr gern in Leserunden aus. Durch den Kontakt zu verlagen weiß man auch einfach mehr Bescheid, was in der Buchbranche passiert, daher gelte ich in meinem Umkreis als "Profi", obwohl das natürlich Quatsch ist. Sie fragen mich oft zu "buchigen " Themen usw., aber es ist ja mein Hobby und eigentlich genauso wie wenn ich einem Schwimmer frage, nach "Schwimm"-Themen und da wird es auch nicht gleich als Job oder so angesehen, ach ich verrrene mich gerade. Ich hoffe du weißt was ich sagen möchte.
    Liebe Grüße,
    Fiorella

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    1. Dankeschön Fiorella!
      Ja, ich werde mittlerweile auch immer gefragt, wenn es um Bücher geht *g* Aber wenn man bloggt und sich damit wirklich noch mehr mit Büchern und Lesen auseinandersetzt, weiß man in dem Thema einfach mehr. Genauso eben wie ein Taucher übers tauchen mehr weiß, oder ein Golfer über Golf xD

      Ich finde es auch schön, wenn ich auf den vielen Blogs, die ich besuche, die unterschiedlichsten Bücher finde. Natürlich sind oft welche dabei, die mich nicht interessieren, aber ich finde auch immer wieder Bücher, auf die ich so nie aufmerksam geworden wäre. So entdeckt man viel neues und probiert auch mal anderes aus :)

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  19. Hallo Aleshanee,

    wieder einmal ein interessantes Thema, das du hier aufgegriffen hast. Ich denke, jeder soll lesen was ihm Spaß macht und dementsprechend bloggen.

    Finde es immer schade, wenn ein Genre „abwertig“ behandelt wird, weil es doch für alles ein Publikum gibt und jeder je nach Lust und Laune danach greift. Chick-lit ist zB eher nichts für mich, da lese ich vielleicht zwei Bücher pro Jahr, dafür habe ich einen Hang zu Jugendbücher entwickelt und das, obwohl ich eine erwachsene Frau bin. :-D

    Klassiker lese ich aber recht gern. Ich habe vor ca. 2 Jahren damit angefangen immer wieder einen Klassiker einzuschieben. Hier geht’s mir darum herauszufinden, warum dieses Buch überhaupt als Klassiker bezeichnet wird und ich rezensiere sie dann genau wie andere Bücher auch.

    Rezensionen von Literaturkritikern sind an und für sich nur wenig hilfreich, zumindest meiner Ansicht nach. Wenn mir eine Literaturkritik sagt, dass eine leichte Lektüre vielleicht keine hochtrabenden literarischen Ansprüche erfüllen wird, für dieses Urteil muss man nicht studiert haben. Allerdings kann mir ein angeblicher Blümchen-Blog sehr wohl sagen, dass es Spaß macht, dieses Buch zu lesen und diese Info ist für mich wertvoller, als literaturwissenschaftliche Merkmale der Lektüre.

    Ich denke, jeder soll lesen und bloggen, wie und worüber er mag. Manche Blogs sprechen mich an, denen folge ich, und andere eben nicht und die muss ich ja nicht lesen.

    Und richtig schlimm finde ich diesen Hausfrauen-Pensionisten-Sager. ;-) Es ist ja so etwas von egal, wer hinter dem Blog steckt. Also bitte …

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  20. Hallöchen,

    ich bewege mich ja eigentlich genau dazwischen, immerhin studiere ich Englisch, wo Literatur mit dazugehört.
    Ganz ehrlich: In meiner Freizeit will ich das Lesen, was ich möchte und auch auf einem Niveau MEINE MEINUNG dazu rausposaunen, dass sie jeder versteht.
    Ein Text kann handwerklich toll sein, aber der Inhalt trotzdem subjektiv öde.
    Wer zu einem Buch greift, denkt doch selten: Oh das bilde ich mich jetzt aber fort, sondern eher: Hmm mir ist langweilig, besser als nichts tun.
    Ich blogge nicht für Literaturwissenschaftler, sondern Leser wie mich, die einfach Spaß an einem Buch haben und es nicht zu Tode analysieren wollen.

    Liebe Grüße Sarah
    http://booksonpetrovafire.blogspot.de/

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  21. Guten Morgen zusammen :)
    Eine wirklich interessante Diskussion!
    Eigentlich ist ja auch schon alles dazu gesagt und ich kann auch nur sagen, das doch bitte JEDER Spaß an seinen Bücher haben soll und sie dann in seinem Blog so präsentieren soll, wie er das Buch empfunden hat. Das wollen auch die Autoren und Verlage, denn beide wollen Geld mit ihrer ARBEIT verdienen. Es nützt ihnen nämlich gar nichts, wenn die Bücher nur in bestimmten "fachmännischen" Kreisen unverständlich diskutiert werden und der "normale" Leser bei Amazon, Weltbild, Thalia, den örtlichen Buchhandlungen und allen anderen Kaufmöglichkeiten da so gar nichts mit anfangen können.

    Ich lese so ziemlich alles querbeet und mein Lesegeschmack ist genauso gegensätzlich wie z. B. mein Musikgeschmack. Ich höre ASP, Blutengel, Saltatio Mortis genau so gerne wie das übliche im täglichen Radio über indische Filmmusiken und ja, man staune, auch Ravel, Vivaldi, Händel, Mozart und deren Kollegen.
    Genauso lese ich Klassiker - Faust von J. W. von Goethe ist da mein absoluter Liebling, genau wie der Schimmelreiter von T. Storm. Ich lese gerne ernste Bücher über Schicksale, aber auch Fantasie - wobei ich mit deren Klassiker wie HP, Panem und Herr der Ringe nichts anfangen kann. Auch lese ich erotische Bücher - und nicht nur die mit "Blümchensex", aber auch Shade of Gray ist nicht mein Ding, dafür lese ich auch zwischendurch einfach mal einen so genannten "Nackenbeißer" von Johanna Lindsay oder Viktoria Holt z. B. Also die auch immer gerne mal wieder belächelten LiRos - aber hey, bei denen brauch ich nicht groß mitdenken und kann einfach mal alle Fünfe grade sein lassen. Aber ich liebe auch Bücher, bei denen die „grauen Zellen“ im Hintergrund von vorne bis hinten mitrattern.

    Ach die Palette ist so groß wie vielseitig, die ich im Bücherregal stehen habe und immer entdecke ich doch wieder was neues, sei es bei alt eingesessene Autoren und Verlage oder bei Indi-Autoren, die nicht nur ihre Bücher selber schreiben, sondern auch selber an den Leser bringen.

    Und DAS macht die Vielfalt der Leser UND unseren Blogs aus - im Gegensatz zu den Literratur-"Fachleuten", die schauen nicht über den Tellerrand und sind mittlerweile genauso verstaubt und verquert wie ihre Meinungen.

    Ich mach es da wie die Pinguine aus Madagaskar: Stur lächeln und winken! ;-)

    Außerdem sind wir eh in der Überzahl – weltweit ^_^

    Wünsche allen immer genügend Lesestoff und viel Spaß beim „Otto-Normal-Bloggen“ :o)

    Liebe Grüße,
    Su

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    1. Da gebe ich Dir absolut Recht liebe Su :-) hätte ich nicht besser schreiben können.

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  22. Hi Alex,

    meiner Meinung nach, sollte man zwischen leichter und schlechter Literatur unterscheiden. Leichter Kost wird oft nachgesagt qualitativ minderwertig zu sein und sicherlich gibt es für dieses Vorurteil eine Grundlage. Das heißt aber ich, dass es immer so sein muss. Ja, wenn ein Buch in einfachster Umgangssprache, kurzen Sätzen, etc. geschrieben und dazu noch inhaltlich all zu platt ist, dann ist es schlecht. Aber auch in Genren in denen man so etwas erwartet gibt es gut geschriebene, leichte Bücher. Ich bin jetzt wirklich kein Experte für Chik-Lit aber ich bin mir sicher, dass es gut geschriebene, lesenswerte Vertreter dieses Genres gibt.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    1. Ja, ich denke, das wird sehr oft verwechselt. Es gibt in jedem Genre gute und "schlechte" Bücher, obwohl ich das auch ungerne so formuliere.
      Ich hab schon Bücher gelesen, da hab ich den Schreibstil wirklich als grottenschlecht und platt empfunden, eine Freundin von mir dagegen war hellauf davon begeistert ...
      Trotzdem gibt es sicher schlechte Bücher, aber mir geht es vor allem darum zu zeigen, das jeder Blogger und jeder Leser das Recht hat, seine Meinung zu sagen - wer dann gerne zuhört, ist wieder die andere Frage ;)

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  23. Oh, du hast ja sowas von recht! Endlich wurde das mal ausgesprochen, wurde auch mal Zeit.
    Ich finde es in jeder Hinsicht schade, dass immer nur die Leute oder Bücher hoch angesehen werden, dessen Autoren im Bereich Literatur studiert haben. Weil ich selbst Autorin bin, weiß ich wie das ist. Du wirst von Verlagen abgewiesen, sobald sie hören, dass du nicht studiert hast, ohne, dass sie überhaupt einen einzigen Satz von dir gelesen haben. Da fühlt man sich wirklich schlecht. Denn jeder - ob Blogger oder Autor - hat unglaublich harte Arbeit in den Blog bzw. das eigene Buch gesteckt und wird dann so abgespeist? Nur, weil man nicht so urteilen kann, wie es ein studierter Literaturprofi tun kann? Trotzdem hat jeder seine eigene Meinung, die er - völlig egal wie - teilen kann und darf und soll!

    Aber ich glaube, dass diese Meinung echt schwer zu vertreten ist. Die Studierten sitzen nun mal am längeren Hebel. Da können die Blogs bzw. Bücher noch so toll sein. Trotzdem sind es - wie du schon gesagt hast - unsere Leser, die unsere Blogs und Bücher lesenswert machen!

    Ganz liebe Grüße,
    Kim

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  24. Huhu,
    ich hab die ganze Diskussion vor allem von dem Standpunkt aus mitbekommen, dass die "ausgebildeten Literaturkritiker" sich über uns "private Blogger" auslassen, was ich persönlich sehr schade finde. Die wenigsten bis gar keine Blogger erheben für sich den Anspruch, eine objektive und wissenschaftlich wertvolle Rezension zu schreiben. Blogs und Rezensionen darauf sind vor allem subjektiv und das ist doch das schöne daran. Unterschiedliche Meinungen zu bekommen, Vor- und Nachteile aufgezeigt zu bekommen. Letztlich ist mir als Endverbraucher doch wurst, in welcher Erzählsicht das Buch geschrieben wurde und inwieweit sich da die Biografie des Autors im Text widerspiegelt. Ein gutes Buch muss mich unterhalten können.
    Und mir geht es da wie dir: mit Klassiker hab ich es einfach nicht so. Mich unterhält auch mal ein klischeehafter Frauenroman oder ein richtig blutiger Thriller. ICH muss in erster Linie mal Spaß daran haben. Und genau das steht bei mir auch an oberster Stelle, wenn es um meinen Blog geht. Ich sehe mich und meinen Blog nicht als Werbefläche für Verlage. Wenn eine nette Zusammenarbeit besteht, hab ich nix dagegen, wenn auch ein Verlag von meiner "Arbeit" profitiert. Aber in erster Linie muss ich meinen Spaß haben.

    Meiner Meinung nach sehen sich die studierten Literaturkritiker von uns bedroht. Ich kann es auch irgendwo nachvollziehen. Wir machen aus Spaß das umsonst, wofür die jahrelang die Unibank gedrückt haben. Allerdings leben wir nun mal in einem Staat, in dem die Meinungsfreiheit groß geschrieben wird. Und damit hat jeder Blogger das Recht, seine Meinung zu Büchern, Produkten, Klamotten, Urlaubsorten, Kosmetik und was es noch so alles gibt frei im Internet zu äußern. Das ist nun mal so und wird sich auch nicht so schnell ändern. Warum müssen also die Studierten und die Hobbyblogger gegeneinander schießen, wenn sie doch eigentlich ganz gut auch miteinander arbeiten könnten?

    Viele liebe Grüße
    Nelly von Nellys Leseecke

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  25. Hallo Alex! :)

    Ein wirklich interessanter Beitrag - Danke dafür!

    Von diesen sogenannten "Blümchenblogs" habe ich auch schon gehört und war, ehrlich gesagt, sogar ein bisschen empört über diesen Ausdruck, denn laut den 'Kriterien', die man dafür erfüllen muss, zählen unsere Blogs hier eindeutig in die Kategorie dieser 'Blümchenblogs'. Diesen Namen kann sich wahrscheinlich nur ein selbstgefälliger Literatursnob ausgedacht haben, nicht? Ich glaube, dass fast alle Buchblogs, die über Blogspot laufen, einfach nur hobbymäßig betrieben werden und mehr oder weniger zu den 'Blümchenblogs' gezählt werden. Die Wordpressblogs (klar, die machen auch schon was ganz anderes her), so habe ich das Gefühl, werden irgendwie ernster genommen, egal, ob der Inhalt besonders gut oder eher lieblos hingeklatscht ist.

    Und ein wenig nervt mich dieses blöde Konkurrenzdenken der verschiedenen Buch- oder Literaturblogger schon. Ich glaube, wir gehen alle mehr oder minder unserem liebsten Hobby damit nach: über Bücher zu schreiben und uns darüber auszutauschen und da sollte dieses Schubladendenken einfach keinen Platz haben, finde ich. Schubladendenken heiße ich generell nicht gut. Aber in diesem Fall ist ganz besonders ärgerlich und traurigstimmend für mich.
    Dass sich jemand für etwas Besseres hält, nur weil er/sie Literatur studiert hat und mit seinen Rezensionen das 'höher gebildete Publikum' ansprechen kann, ist schon irgendwie armselig. Aber normalerweise mache ich mir über sowas gar nicht so viele Gedanken und lasse die Menschen eben einfach Menschen sein. Wir machen einfach das, was uns glücklich macht und wenn das für uns unsere geliebten Buch-Blümchenblogs sind, dann ist das eben so und soll uns auch niemand mies machen können. :-) Denn wenn wir uns nicht beirren lassen, dann ärgert das die Snobs da draußen wahrscheinlich noch viel mehr ... ;)

    Darf ich noch fragen, warum du das Gemeinsame Lesen als zweite Anlaufstelle aufgegeben hast? Du warst ja immer sooo engagiert, ich weiß nicht, ob das jetzt noch so gut klappt, ohne dich!? ;-P

    Alles Liebe ♥,
    Janine

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    1. Hihi, die blogspot und die wordpress Blogs :D
      Ich höre auch immer wieder, dass man nur ein "echter" Blogger ist, wenn man selber "hostet" - heißt das so? Ich hab keine Ahnung und ich weiß auch nicht, was das einen mit dem anderen zu tun hat.

      Die meisten "Wordpress-Blogs" die ich kenne (wohlgemerkt die meisten! es gibt Ausnahmen!) gefallen mir persönlich nicht. Da steckt mir zu wenig von der Person drin und sie wirken "kalt".

      Die meisten "blogspot-Blogs" die ich kenne (s. o. ;) ) sind mit viel Liebe zum Detail gemacht und vermitteln mir eher den Eindruck, dass da viel Herzblut drinsteckt.

      Wie gesagt, es gibt immer Ausnahmen, obwohl ich grad überlege, wie viele wordpress Blogs ich eigentlich kenne, ich glaube wirklich viele sind es gar nicht .... zumindest im Vergleich zu den anderen. Warum das jetzt überhaupt etwas aussagen soll weiß ich nicht.
      Das ist das gleiche, als würde ich sagen, wenn du ein Buch mit Papier und Beistift schreibst, kann es nie so gut sein, wie mit einem teuren PC + Schreibprogramm ^^

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    2. Schau, da bin ich schon überfragt, das Wort "hosten" habe ich noch nie gehört ... ;P

      So viele Wordpress- wie Blogspotblogs kenne ich bestimmt nicht, aber im Allgemeinen finde ich einfach, dass die schon von Haus aus einen viel professionelleren "ich-kenn-mich-aus-und-weiß-wovon-ich-rede" - Eindruck machen. Und wer da wirklich eine ganz persönliche Note haben will, muss wahrscheinlich mehr am Layout basteln ... So kommt mir das eben vor. ;)

      Ich fühle mich bei Blogspot einfach viel wohler, da die meisten Blogs wirklich liebevoll gestaltete Seiten sind, wo man sich gerne aufhält. Wordpressblogs hingegen wirken auf mich eher steril und überperfekt und irgendwie so wie ein Zuhause, in dem man nichts anrühren darf, weil es sonst kaputt oder schmutzig wird.^^ Naja, aber wie du schon gesagt hast: Ausnahmen gibt es überall!

      Und ich wüsste jetzt auch nicht, ob ein studierter Literaturkritiker jemals auf die Idee kommen würde, einen Blogspotblog zu erstellen/nutzen!? Oder kennst du zufällig einen?

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    3. Nein, aber ich verbinde mit einem "professionellen Literaturkritiker" ehrlich gesagt ältere Herren, die über Kabale und Liebe diskutieren.
      Ich hab mich mit diesem Thema nie beschäftigt und bin nur in den letzten Wochen eben über dieses "Problem" gestoßen und wollte hier mal aufrütteln und schauen, was denn so an Meinungen rauskommen. Ich hatte ja auf eine etwas ausgeglichenere Diskussion gehofft, aber hier sind halt auch fast nur Blümchenblog-Leser(innen) unterwegs :D

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    4. Hm - bisher zählte ich mich eigentlich auch zu den "Blümchenblogs" weil ich das weniger am Design aufgehangen habe, als an der fehlenden professionellen Ausbildung und der Begriff "Hausfrauenblogs" politisch nicht wirklich korrekt ist :-)
      Ich blogge nicht mit Wordpress weil ich denke ich sei was besseres oder könnte was besseres, sondern weil mir die Technik hinter dem Blog auch Spaß macht. Ich will gar kein Layout mit Blümchen, Herzchen oder Schleifchen weil das einfach nicht zu mir passt - aber machbar ist das auch mit Wordpress ganz einfach und ohne viel zu basteln, da gibt es jede Menge fertige Designs die man nutzen kann.
      Anders herum gibt es auch eine ganze Reihe Blogspot-Blogger die ein schlichtes und cleanes Design bevorzugen, wie jede Menge Mode- oder Foodblogger zeigen. Jeder halt so, wie er mag - ich denke ob jemand mit Herzblut bloggt kann man nicht am Design festmachen, denn Geschmäcker sind nun mal eben unterschiedlich.

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    5. Jap, das denke ich auch Tina!
      Genauso wie bei den Inhalten ist es beim Design: jedem das seine :)

      Ich persönlich mags halt nicht ganz so schlicht, da bin ich wie bei Covern, mich muss es einfach anspringen :D Aber trotzdem lese ich auch Blogs, die ich jetzt vom aussehen her nicht so schön finde, weil es eben auf den Inhalt ankommt.

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    6. Ja, klar, das weiß ich schon, dass man das nicht am Layout festmachen kann, ob jemand mit Herzblut bloggt oder sich für etwas Besseres hält. Ich habe mich einfach nur blöd ausgedrückt. Tut mir leid.

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  26. Hi Alex,
    ich bin zufällig über Twitter zu diesem Beitrag gekommen und muss sagen, dass ich das Phänomen durchaus beobachtet habe, aber dennoch nicht so eine Konfliktlinie gesehen habe. Aber als ich mich hier so durch die Kommentarspalte gewühlt habe, war ich dann doch ein wenig perplex, was sich hier abspielt und was hier teilweise für Stimmung gegen Literaturkritiker geschürt wird. Als jemand, der gerne auch mal solche 'komischen modernen Bücher liest, die kein Mensch versteht' und der auch zumindest irgendwas mit Literatur studiert, finde ich es schon ein wenig schade, dass es diesen großen Graben zwischen vermeintlich hoher Literatur und Unterhaltungsliteratur geben muss. Ich werde dazu mir dazu mal ein paar Gedanken machen und das mal in meinem eigenen Blog, der ganz zwischen den Stühlen steht, thematisieren, danke dir für die Anregung!
    Beste Grüße
    Florian

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    1. Diese Konflikte müsste es ja eigentlich gar nicht geben ... gerade weil beide Seiten unterschiedliches Publikum bedienen. Ich fands halt nur schade, dass ich immer öfter höre, dass "Blümchenblogs" als minderwertig bezeichnet werden und "nur" als Hobby.
      Viele von uns investieren viel Zeit und Mühe in dieses Hobby - was natürlich auch nur ein Hobby ist, aber eben trotzdem auch eine Menge "Arbeit" drinsteckt.

      Dadurch wollte ich mal nachfühlen, wie es anderen Bloggern damit geht - ob sie auch dieses Gefühl haben oder ob es völlig neu für sie ist.

      Eine Stimmung gegen was auch immer will hier niemand schüren, denke ich, aber es frustet halt einfach, wenn man das Gefühl hat, dass das, was man macht, nur von oben herab belächelt wird (so zumindest der Eindruck)

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  27. Huhu

    Ich habe doch gewusst, dass ich einen Beitrag von dir lesen wollte und es verschwitzt habe - dank FB hab ich ihn wieder gefunden :D

    Ich stimme dir voll und ganz zu! Jeder sollte doch lesen und rezensieren dürfen, was er gerne möchte. Ich mag keine Liebesschnulzen - das wird mir schnell zu kitschig und mir vergeht die Lust (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel). Doch wie du geschrieben hast: Andere deswegen verurteilen, nur weil sie das Genre mögen? Bestimmt nicht! Solange es den Menschen Spass macht, ist doch alles in Ordnung.

    Ich finde auch, dass die Mischung der Blogs doch erst richtig Freude macht - ich selbst merke öfters, dass ich Bücher lese, die eher unbekannt sind und die anderen Blogger und Leser nicht kennen. Das finde ich schon etwas schade, aber ich finde es auch super, da man so die Vielfältigkeit der Buchwelt sieht.

    Und wegen dem Hobby angeprangert zu werden... Das merke ich bisher zum Glück eher weniger - aber ich finde es schade. Du hast es schon geschrieben - die meisten stecken viel Herzblut in ihren Blog, egal ob sie HTML etc. beherrschen oder nicht (wie ich z.B). Darum geht es doch! Es soll Spass machen, dass wir unsere Leidenschaft mit anderen teilen können.

    Liebe Grüsse
    Sabrina

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    1. Genauso ist es! Schön, dass es die meisten Blogger so sehen :)

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    2. PS: und die LeserSTimmen Beiträge sind rechts in meiner Sidebar verlinkt ;)

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  28. Ich zum Beispiel lese gerne öfters leichte Lektüre oder aber kompliziert strukturierte High-Fantasy-Geschichten mit ihren eigenen Welten. Bei meinen Rezensionen bekommt man vermutlich schnell den Eindruck, dass ich nicht unter 3 Sterne vergebe. Allerdings schreibe ich ungern die Rezensionen mit den wenigsten Sternen zuerst :D Ich habe großes Glück, dass 90% meiner Bücher perfekt in mein Beuteschema passen und ich Spaß daran habe. Selbst bei skurillen Storyplots, Twists and Turns oder mal nicht ganz so ansprechendem Schreibstil.
    Jeder hat seinen eigenen Geschmack und sollte auch darüber schreiben dürfen, ohne dass sich darüber ausgelassen wird. Ich könnte meine Rezensionen ebenfalls hochgestochen formulieren und mit sonstigen Sachen um mich werfen, aber wofür? Es soll doch leicht verständlich sein und klar ausdrücken, ob mir was gefällt oder nicht und dann vor allem auch weshalb :3

    Schönes Thema übrigens :)

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