Sonntag, 19. April 2026

Die Winterschwestern von Jolan C. Bertrand



Die Winterschwestern von Joland C. Bertrand

illustriert von Chevalier Gambette

Genre Winter Märchen-Abenteuer ab 9 Jahren
Schauplatz Skandinavien
Im Original Les soeurs hiver
Aus dem Französischen übersetzt von Cornelia Panzacchi

Verlag Thienemann
Seitenzahl 224
1. Auflage Februar 2022




Meine Meinung
ᛮᚢᚯᚱᚶᚺᛀᛋᛉᛒᛢᛠᛞᛮᛦᚧᚯᚵ

Ich muss hier erstmal auf die optischen Eindrücke eingehen, weil alleine schon das Cover so wunderschön geworden ist! Der stimmungsvolle Winterwald, der Elch mit den beiden Kindern, der Mond mit seinem kalten Hauch und der wunderschöne, silberne Rahmen, der auf dem Buchcover auch noch im Licht glänzt! 
Das setzt sich im Buch innen dann fort, denn gleich zu Beginn gibt es eine detaillierte Karte und zwischendurch in der Geschichte wunderschön illustrierte Bilder, die die Handlung besonders unterstreichen! Ich mag den Stil sehr gerne und finde auch die runenähnlichen Buchstaben sehr passend für die Wikingerzeit.


Auch die kleine Einleitung über die beiden Winterschwestern hat direkt die passende Einstimmung geliefert: die große Schwester, die die eisige Kälte und die unruhigen Stürme bringt - sowie die kleine Schwester, die für die lustigen Schneeflocken und den Winterzauber verantwortlich ist; und wie diese plötzlich verschwand.

Das erste Kapitel startet dann direkt mit Alfred und dem Beginn eines frostigen Winters. 
Alfred ist ein pfiffiger Junge, der oftmals lieber für sich alleine bleibt. Außerdem spielt er gerne Streiche, für die er dann gerne seinen Lieblingsgott Loki um Rückendeckung bittet - zumindest bei manchem Schabernack. Die Verbundenheit zu den Göttern - hier den Asen - ist aber stark mit seinem Volk verwurzelt.
Alfred wagte es nicht, Loki noch einmal um Hilfe zu bitten. Ein Gott war schließlich kein Hund, den man nach Lust und Laune zu sich heranpfeifen konnte. 
Zitat Seite 27

Das Dorf Nebelwald ist in den eisigen Händen des Winters und eine Versammlung findet in der Großen Halle statt. Die vielen Diebstähle verheißen nichts gutes und somit macht sich Alfreds Onkel Ragner auf, nach ihnen zu suchen. Natürlich wird der Junge mit in das Abenteuer gezogen und muss sich dabei immer wieder selbst gut zureden - denn er fühlt sich viel zu jung, um eine so große Verantwortung zu übernehmen: und wächst dabei über sich hinaus.
Auch die Trolle, die man auf dem Cover sehen kann, sind witzig integriert - ebenso wie der Fuchs, dessen listigen Eigenschaften man nicht immer trauen sollte.

Es ist ein magisches Abenteuer mit kleinen Einschlägen alter Mythen um Götter und Aberglauben und
Alfred wird darin verstrickt. Der Schreibstil bleibt dabei dem Lesealter passend einfach und groß in die Tiefe zu gehen - und geht in der Handlung auch recht schnell voran. Ich glaube, das war auch der Grund, weshalb mich die Geschichte ca. ab der Hälfte etwas verloren hat. Am Anfang fühlte es sich noch nach einem witzigen Abenteuer an, aber es war dann doch sehr fokussiert auf wenige Ereignisse, die sehr geradlinig verliefen. Trotz interessanter Ideen empfand ich es einfach nicht spannend. Wie es Kinder in dem empfohlenen Alter empfinden kann ich nicht so gut abschätzen.

Trotz des Lausbuben Image ist Alfred ein ganz normaler Junge, der hier seine Tapferkeit beweist und einigen Gefahren trotzen muss und es kommt auch zu einem guten, gelungenen Abschluss.
Einige ernste Themen waren hier verarbeitet, kamen aber nicht so durch bzw. liefen nur am Rande, das fand ich etwas schade. Entweder hätte mehr darauf eingegangen werden müssen oder komplett herauslassen.

Am Ende hat der Autor auch noch einige Begriffe aus der nordischen Mythologie erklärt.


Meine Bewertung
ᛮᚢᚯᚱᚶᚺᛀᛋᛉᛒᛢᛠᛞᛮᛦᚧᚯᚵ





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