Mittwoch, 25. Juni 2014

Rezension: Höllental von Andreas Winkelmann


Genre: Psychothriller

Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 348

Taschenbuch: 8,99 €
ebook: 7,99 €

1. Auflage: Feb 2013

Website des Autors








Klappentext

Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird ...

Meine Meinung

Ich hab mich richtig über das Buch gefreut, da es ein Buchtipp eines Freundes war und ich mich bei einem Psychothriller mal wieder richtig gruseln wollte ... leider hat der Autor das bei mir nicht geschafft.

Zunächst einmal zum Cover, was mir richtig gut gefällt, vor allem, da die Pilze eine leicht glänzende Oberfläche haben und dem ganzen einen irgendwie abgefahrenen Charakter verleihen - was das allerdings mit der Handlung zu tun haben soll, ist mir nicht wirklich klar geworden.

Die Geschichte hat mich anfangs sehr neugierig gemacht. Ein Selbstmord, dessen Hintergründe ungeklärt sind, ein missglückter Rettungsversuch, eine eingeschworene Clique, die immer mehr zerbricht - und alles deutet auf einen Vorfall hin, den die jungen Leute vor einigen Monaten bei einer Bergtour in der Höllentalklamm erlebt haben.

Die Perspektive wechselt oft zwischen den verschiedenen Protagonisten, wodurch man die tragischen Verwicklungen auf verschiedenen Ebenen erlebt und dadurch sehr in die Handlung hineingezogen wird. Ein tieferer Blick auf die Charaktere wurde mir aber verwehrt.

Im ersten Drittel war ich noch sehr von dem Geschehen gefesselt, aber leider hat für mich die Spannung dann abgebaut, da zu viele Andeutungen dem Überraschungseffekt voraus gegriffen haben. Es hat mich einfach nicht mehr gepackt und das Ende war mir zu unspektakulär.
Trotzdem war es vom Schreibstil her angenehm zu lesen und hat mich streckenweise auch ganz gut unterhalten.

Zusammengefasst

Thematik: Geheimnis um den Selbstmord einer jungen Frau
Schreibstil: einfach und flüssig
Charaktere: interessant, aber ein wenig farblos
Spannung: nur am Anfang, dann leider nachgelassen
Umsetzung: für einen Psychothriller zu verhalten

Fazit
 
Der viel versprechende Anfang hat leider nicht bis zum Schluss gehalten. Die Spannung wurde für mich durch zu viel offensichtliche Hinweise herausgenommen - der Überraschungseffekt blieb dadurch aus. Trotzdem abwechslungsreich und unterhaltsam. Für einen Psychothriller nicht aufregend genug, würde es eher mit einem Krimi vergleichen.


Bewertung

© Aleshanee



Andreas Winkelmann
© Andreas Winkelmann
Über den Autor: Andreas Winkelmann, geboren im Dezember 1968, entdeckte schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für unheimliche Geschichten. Als Berufener hielt er es in keinem Job lange aus, war unter anderem Soldat, Sportlehrer und Taxifahrer, blieb jedoch nur dem Schreiben treu. "Der menschliche Verstand erschafft die Hölle auf Erden, und dort kenne ich mich aus", beschreibt er seine Faszination für das Genre des Bösen. Er lebt heute mit seiner Familie in einem einsamen Haus am Waldesrand nahe Bremen.
Quelle: Goldmann Verlag

Kommentare:

  1. Hallo =)
    Schade das dich das Buch nicht begeistern konnte. Dann ich davon ja die Finger lassen =) Denn was ist ein Psychothriller wenn die Spannung fehlt?
    Tolle Rezi =)
    LG Sunny

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    1. Ja leider, dabei hatte ich mich so auf einen guten Thriller gefreut ... aber es war zu vorhersehbar

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  2. Huhu!
    Schade, dass es Dich nicht begeistern konnte. Ich habe früher auch Bücher von Andreas Winkelmann gelesen, aber so richtig mitgerissen haben die mich auch nicht. Gute Ansätze waren ja vorhanden, aber auch die waren etwas vorhersehbar - schade.

    Schöne Rezi!

    GLG, Claudia

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  3. Hallöchen,

    ich habe erst vor kurzem "Deathbook" von Andreas Winkelmann gelesen und kann sagen, dass dieser Roman wirklich gelungen war. Schade das dieser die Spannung nicht aufrecht erhalten konnte. Aber du hast die Einzelheiten sehr gut auf den Punkt gebracht. Die Rezension zu "Deathbook" geht in den nächsten Tagen online. Vielleicht ist das ja eine kleine Entscheidungshilfe ;)

    <3 Nadine

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    1. Oh, da bin ich gespannt! Bei "Höllental" gibt es ja auch einige sehr positive Meinungen - ist wie immer auch Ansichtssache ;)

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  4. Ich fand "Höllental" auch nicht gelungen!
    Wenn einem die Spannung weggenommen wird, macht ein Buch einfach keinen Spaß mehr :/
    Mein Fazit klingt also ähnlich wie dein ;)

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  5. Hallo,
    Psychothriller sind nicht ganz mein Geschmack aber eine wirklich tolle Rezension, schade dass das Buch dich dann doch nicht zu 100% überzeugen konnte.
    Noch schnell etwas anderes... ich bin endlich dazu gekommen das Buch zu Lesen das ich bei dir gewonnen habe, bei meiner Rezension habe ich dich Namentlich erwähnt und deinen Blog verlinkt. Ich will nur schnell bescheid geben und Fragen ob das soweit für dich in Ordnung geht!
    Liebe Grüße
    Viki
    http://vikisbookblog.blogspot.com/2014/06/lovisa-das-vermachtnis-der-lillu-der.html

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  6. Hallihallo :)
    Höllental habe ich bisher noch nicht gelesen und wollte es mir eigentlich auch noch besorgen, da ich von Blinder Instinkt als auch von Hänschen Klein mehr als nur begeistert gewesen bin!
    Immer wieder schade, wenn man dann an ein solches gerät!
    Lieb Grüße
    Steffi

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    1. Ich meinte natürlich LiebE Grüße ;)

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    2. Naja, ich hab auch schon einige sehr positive Meinungen über das Buch gesehen und viele beschreiben es als "sehr spannend" ... Meins war es leider nicht

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