Montag, 4. November 2013

Rezension: Das Seil von Stefan aus dem Siepen


Genre: Parabel

Verlag: dtv premium
Seitenzahl: 180
Taschenbuch: 14,90 €
ebook: 12,99 €

ISBN: 978-3-423-24920-1
1. Auflage: Juni 2012








Klappentext

Das Verhängnis blinder Obsession 

Ein abgelegenes, von Wäldern umschlossenes Dorf. Einige Bauern führen hier ein einsames und zufriedenes Dasein, das von Ereignissen kaum berührt wird. Eines Tages geschieht etwas vermeintlich Belangloses: Einer der Bauern findet auf einer Wiese am Dorfrand ein Seil. Er geht ihm nach, ein Stück in den Wald hinein, kann jedoch sein Ende nicht finden. Neugier verbreitet sich im Dorf, ein Dutzend Männer beschließt, in den Wald aufzubrechen, um das Rätsel des Seils zu lösen. Ihre Wanderung verwandelt sich in ein ebenso gefährliches wie bizarres Abenteuer: Das Ende des Seils kommt auch nach Stunden nicht in Sicht - und die Existenz des ganzen Dorfes steht auf dem Spiel.
Meine Meinung

Das war ein sehr merkwürdiges Buch:
Ein Seil, das eines Tages am Waldrand eines kleinen Dorfes auftaucht, weckt die Neugier der Dorfbewohner und so machen sich die Männer des Ortes auf den Weg, um dem Ursprung des Seiles auf den Grund zu gehen.

Auf diese Suche hab ich mich auch begeben, und genau wie die Männer aus dem Dorf hat mich das Seil nicht mehr losgelassen, weil ich unbedingt wissen wollte, wo es denn nun hinführt ...

Es wird ein weiter Weg für die Männer, auf dem sie so einiges an ihrem bisherigen "Menschsein" zurücklassen müssen und die fixe Idee alles ist, was ihren Geist beherrscht.

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und eintönig, er läuft so dahin, wie die Männer an dem Seil und gibt dem ganzen leider etwas sich langsam dahinziehendes. Jedes Auf und Ab wird dadurch gemildert und abgeflacht, was für mich irgendwie unbefriedigend war.

Die Idee an sich fand ich richtig cool, nur die Umsetzung hat mir einfach nicht so richtig gefallen. Vor allem der Schluss war mir viel zu knapp und unausgeschöpft. Ich hatte so viele Vorstellungen im Kopf, was noch alles passieren würde - und nichts, ein einfacher Cut mittendrin.

Das "Seil" hat mich auf jeden Fall gefesselt, die Geschichte drumherum leider nicht so sehr und die Parabel darin ... was soll sie mir sagen? Soll man beim Althergebrachten bleiben? Allem Neuen und Ungewöhnlichem aus dem Weg gehen? Nicht neugierig sein, keine neuen Wege einschlagen wenn es bedeutet, Altes zurückzulassen? Soll man sich nicht verändern und weiterentwickeln?
Das war mir in dieser Geschichte alles zu verzerrt. Alles, was geschieht, war negativ belastet, jeder ist für diese fixe Idee sozusagen über Leichen gegangen, das war mir einfach zu ... einseitig.
Bewertung
Stefan aus dem Siepen
© dtv / Bernd Schumacher
© Aleshanee

Über den Autor: Stefan aus dem Siepen wurde 1964 in Essen geboren, studierte Jura in München und trat in den Diplomatischen Dienst ein. Über Stationen in Bonn, Luxemburg, Shanghai und Moskau führte ihn sein Weg nach Berlin, wo er seit 2009 im Planungsstab des Auswärtigen Amtes arbeitet. Nach ›Luftschiff‹ (2006) und ›Die Entzifferung der Schmetterlinge‹ (2008) ist ›Das Seil‹ sein dritter Roman. Stefan aus dem Siepen lebt mit seiner Frau und vier Kindern in Potsdam.
Quelle: dtv Verlag

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