Freitag, 8. November 2013

Rezension: Nebelträumer von Catherine Fisher


Genre: All Age Fantasy
Teil 2 der Dilogie

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 590
Hardcover: nur noch gebraucht

ISBN: 978-3-453524-77-4
1. Auflage: Feb 2009

Website der Autorin

 




„Das Böse ist ein Schatten. Ohne Licht könnte es nicht existieren.“ Litanei der Schöpfer S. 39


   Inhalt

Nachdem der Hüter Galen und sein Schützling Raffi erfahren haben, wer die Krähe ist und sie mit Hilfe von Carys und dem Sekoi den Interrex gefunden haben, konnten sie auf der verborgenen Insel Sarres Zuflucht finden. Doch nach wenigen Wochen geht die Reise für Galen und Raffi weiter.
Sie erfahren von einer Hinrichtung, die auf dem Eismarkt stattfinden soll, unter anderem an einem der wenigen Hüter, der die Verfolgung der Wächter bis jetzt überlebt hat. Entgegen der Warnung von Raffael beschließt Galen diesen vor dem Galgen zu bewahren. Noch ahnen sie nicht, dass der zum Tode verurteilte Hüter Solon noch eine ganz besondere Rolle spielen wird und sein Begleiter Marco, ein ehemaliger Relikthändler, alles andere als vertrauenswürdig ist.

Zur gleichen Zeit bittet eine alte Frau die beiden um Hilfe, da ein Dämon im Haus ihres Sohnes wütet. Galen geht das Risiko ein, obwohl der Sohn der Alten ein Wächter ist. Raffi hat große Bedenken und was er in dem halb verfallenen Haus erlebt, wird ihn bis zum Ende ihrer Reise verfolgen.

Und auch die Gerüchte um die Krähe werden immer lauter, was Galen zu einer verhängnisvollen Entscheidung zwingt.



Meine Meinung
Wie in Band 1 bleibt der Schreibstil einfach und angenehm flüssig zu lesen. Ich war sofort wieder in der Geschichte drin. Die kurzen „Zitate“ am Anfang der Kapitel sind wieder sehr gelungen und passend gewählt. Die Handlung ist etwas konstruiert, was mich aber nicht gestört hat; ich habe hier gerne über kleine Ungereimtheiten hinweg gesehen. Es ist durchweg spannend, ständig passiert etwas und es gibt viele überraschende Wendungen. Das Buch ist gespickt voll mit ausgefallenen Ideen, seien es die Charaktere, die schönen Bezeichnungen für Flora und Fauna, die Magie, die Beschaffenheit der Welt Anara selbst und vor allem die Verbindung zu den Menschen auf der Erde. 

Die Reliktmeister bzw. Hüter, wie Galen einer ist, bewahren die "Relikte" der Schöpfer, die überall verstreut zu finden sind. Die Schöpfer, wie die Sekoi wissen, waren Menschen der Erde und haben auf Anara viele Spuren hinterlassen. Über den Glauben, der sich um diese Mythen rankt, werden denkwürdige und spannende Fragen aufgeworfen.

Die Charaktere aus dem ersten Teil bleiben sich treu und entwickeln sich außer Raffi und Carys kaum weiter. Auch wenn es den Anschein hat, dass sie etwas flach bleiben, konnte ich mich sehr gut auch durch die wenigen, markanten Gefühlseindrücke sehr gut in sie hineinversetzen.

Galen wird unter dem Einfluss der Krähe immer unberechenbarer; er ist zerfressen von der Hoffnung und gefangen in seinem Eid, der seinen verbissenen Fanatismus noch vorantreibt.

„Wenn der Glaube stirbt, Raffi“, flüsterte er, „was bleibt dann noch übrig?“ S. 382

Carys, die abtrünnige Wächterin, deren Vergangenheit nur aus Drill und Grausamkeit bestand, ist noch immer auf der Suche nach sich selbst – und gibt wie der anmutige Sekoi alles, um ihre Freunde zu unterstützen. Raffael Morel, der junge Hüter, fühlt sich stark mit seinem Meister verbunden, auch er sucht nach der Wahrheit, doch richtet sich seine Sehnsucht auf die Rückkehr der Schöpfer und seine Seele erhofft sich so sehr die Anerkennung, die Galen ihm stets verweigert.
Doch so unterschiedlich sie alle auch sind, so sehr verbinden sie die durchlebten Schrecken und Abenteuer. Gefehlt hat mir hier etwas das Schicksal der jungen Felnia, die am Ende des ersten Buches eine wichtige Bedeutung eingenommen hat und hier völlig außer Acht gelassen wurde.

Auf den Abschluss war ich sehr gespannt, denn die Verbindung zwischen uns Menschen auf der Erde und den Bewohnern auf Anara, die die Autorin als Grundlage nimmt, fand ich schon im ersten Band sehr reizvoll und außergewöhnlich. Es hat sich während dem Lesen schon sehr viel aufgeklärt, trotzdem hat der Schluss noch Überraschungen bereit gehalten, obwohl nicht alles zu meiner Zufriedenheit definiert wurde. Aber vieles kann man sich auch selbst zusammen reimen. 
Ich denke, einiges sollte auch offen bleiben, um es dem Leser selbst zu überlassen.

Das Cover ist wie bei Band 1 wieder bezaubernd!

Fazit
Eine aufregende Reise mit besonderen, mir ans Herz gewachsenen Charakteren, eine wahre Fülle an phantastischen Ideen und einem ganz speziellen Hintergrund.

Bewertung
Cover: 5
Schreibstil: 3
Plot: 4
Charaktere: 4
Spannung: 4
Logik: 4 



© Aleshanee



Über die Autorin: Catherine Fisher ist die Autorin vieler fantastischer Kinder- und Jugendbücher sowie zweier preisgekrönter Gedichtbände. Mit Incarceron gelang ihr der große internationale Durchbruch. Catherine Fisher lebt und schreibt in Wales. 
Quelle: Heyne Verlag


Band 1

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