Samstag, 12. März 2016

Rezension: Böses Blut von Rhiannon Lassiter

Böses Blut
von Rhiannon Lassiter

Genre: Mystery Thriller
empfohlenes Alter: ab 12

Im Original: Bad Blood
Übersetzt von Anna Julia Strüh und Christine Strüh

Verlag: Fischer Schatzinsel
Seitenzahl: 400
Taschenbuch: 8,95 €

1. Auflage: April 2008



"Im Wald waren die Rätsel tiefer geworden,
 genau wie die Schatten, die sie umgaben." S. 184



Ist alles nur ein Spiel? 


Ein altes Haus. Eine geheime Kammer. Eine grauenerregende Entdeckung.
Hätte Katherine geahnt, was sie im Kinderzimmer ihrer verstorbenen Mutter erwartet, hätte sie die Tür zu dem geheimen Spielzimmer nie geöffnet. Sie hätte die Vergangenheit ruhen lassen.
Doch die Vergangenheit ruht nicht.

Ein etwas verwirrender Klappentext, der eigentlich nicht so ganz den Inhalt widerspiegelt, auch wenn er den Kern der Sache trifft. Allerdings würde ich die Inhaltsangabe auf der Verlagsseite nicht durchlesen, weil sie wiederum zuviel verrät ;)

 

Das Buch ist ab 12 Jahren - und somit blieb der Gruselfaktor für mich auf einem sehr niedrigen Level. Aber dafür hat die Autorin in einer sehr bildhaften und angenehmen Schreibweise viele unheimliche Elemente "ins Spiel" gebracht, die Kids in dem Alter sicher einen Schauer über den Rücken jagen können. Gerade durch den anschaulichen Stil hatte ich die Szenen oft sehr lebendig vor Augen und wenn das gut gemacht würde, könnte man da einen prima Horrorfilm draus machen.

Die vier Geschwister, die sich in der neuen Patchworkfamilie überhaupt nicht zurechtfinden, machen mit ihren Eltern einen Familienurlaub in dem alten Anwesen, in dem die verstorbene Frau von Peter Brown aufgewachsen ist. Die vier Kinder, Kat und John, Roley und Cat, sind darüber nicht wirklich glücklich, vor allem, weil sie recht schnell merken, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Vor allem im nahen Wald scheint etwas Böses zu lauern, doch wie alles zusammenhängt, müssen sie sich mühsam zusammenklauben.

Am liebsten mochte ich den 10jährigen John und den 16jährigen Roley. Sehr sympahtische und gut gezeichnete Figuren - im Gegensatz zu den beiden Schwestern, die einfach nur nervige Gören sind ^^
Es gibt viele Perspektivenwechsel zwischen den Jugendlichen und auch das Mädchen Alice spielt eine Rolle sowie der mysteriöse Fox. Das hört sich nach viel an, wirkt aber zu keiner Zeit chaotisch. Eher erhöht sich dadurch die Spannung, während man sie in dem wachsenden Grauen begleitet, das für jeden von ihnen einen anderen Namen hat.

Puppen, die Böses im Sinn haben (ein persönlicher Horror für mich xD ), verhaltensauffällige Insekten und Spiegelbilder, die einen verfolgen und alte Bücher, die das Geheimnis lüften könnten. Manche der Ideen waren etwas abstrus, aber sie sind originell und haben sich am Ende stimmig ins Bild gefügt.

Übrigens hat das Buch auch auf allen Seiten Baum- und Rankenornamente, das zum einen sehr schön aussieht und zum anderen den Wald nochmal prägnant in den Vordergrund stellt. Schaut toll aus *.*

Fazit

Für ein dem vorgeschlagenen Alter entsprechendes Jugendbuch ein spannendes und unheimliches Abenteuer, das zwar ein paar kleine Mankos hatte, aber insgesamt flüssig zu lesen war und mich auch gerade nach dem ersten Drittel sehr gefesselt hat!

Bewertung
 


© Aleshanee



Über die Autorin: Rhiannon Lassiter kam 1977 in London zur Welt und studierte in Oxford, wo sie noch heute lebt. Sie ist die älteste Tochter der Jugendbuchautorin Mary Hoffman. Ihren ersten Roman ›2367 – Experiment Hex‹ veröffentlichte sie im Alter von neunzehn Jahren. Am liebsten liest und schreibt sie Fantasy und Science Fiction, arbeitet aber auch als Journalistin und Webdesignerin. Ihre Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt.
Quelle: Fischer Verlag 

Kommentare:

  1. Hey Aleshanee

    schön, dass dir das Buch ganz gut gefallen hat. Ich hatte es glaub ich schon 2008 gelesen und fand es eher schlecht. Damals war ich 20 und ich glaube, ich mochte es nicht, weil es einfach für mich nicht passte. Wäre ich 12 gewesen, wäre das wohl anders gewesen ;)

    Liebste Grüße Sine

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    1. Hihi, oder du musst 40 werden, wie ich, dann gefällts dir "wieder" :D

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  2. Huhu,

    von dem Buch habe ich noch nichts gehört, es klingt aber interessant. Ist es denn auch für Erwachsene oder ist es doch eher jugendlich gehalten?

    LG Steffi

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    1. Es ist schon eher jugendlich, aber mir hats trotzdem gut gefallen. Klar, gegruselt hats mich nicht, aber es waren tolle Ideen dabei und ich hab mitgefiebert :)

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