Freitag, 25. März 2016

Rezension: Die Gnome von Manuel Timm

Unterwegs in
Die Gnome
von Manuel Timm

Genre: Fantasy

Verlag: Aeternica
Seitenzahl: 276
Taschenbuch: 10,90 €
ebook: 3,99 €

1. Auflage: Jan 2015






Klappentext
 

Seit jeher lebt das Volk der Gnome tief unter den Bergen. Ihr Leben besteht aus dem Graben von Tunneln, um ihre unterirdische Welt zu vergrößern und neue Schätze zu entdecken. Der junge Pelwick ist einer von ihnen. Er ist ein Gräber, dazu bestimmt vorhandene Tunnel zu vergrößern und Kammern anzulegen. Doch sein Herz ist unruhig. Viel lieber wäre er einer der Entdecker, welche in unbekannte Abschnitte vordringen und als Einzige die Möglichkeit haben Abenteuer zu erleben.
Als eines Tages eine seltsame Kammer entdeckt wird, nutzt Pelwick die Gelegenheit, auf eigene Faust diesen fremdartigen Raum zu erkunden. Dabei ahnt er nicht, in welche Gefahr er sich selbst und das Volk der Gnome bringt ...

Meine Meinung
 

Der Klappentext fasst wunderbar zusammen, um was es geht, ohne zuviel zu verraten - und auch das Cover zeigt schon ein wenig von der Düsternis, die in den Tunneln unter dem Berge herrscht, auch wenn es für das Volk der Gnome kein tristes Dasein ist.

Manuel Timm hat mich vor allem mit der Gesellschaftsordnung der Gnome überrascht. So wirklich viel über das Volk hab ich noch nicht gehört: sie tauchen zwar immer mal wieder im Fantasybereich auf, aber eher in einer Nebenrolle, ohne dass groß auf dieses kleien Völkchen eingegangen wird.
Hier haben sie eine sehr klare Struktur, die sie in einer faszinierend einfachen und gerade deshalb funktionierenden Gesellschaftsform leben. Sie sind dabei eher kindlich und naiv, schaffen es aber auf dieser Basis, in einem friedlichen Miteinander zu leben. Ein Geben und Nehmen, beruhrend auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt, da könnten wir uns ruhig mal eine Scheibe davon abschneiden ;)
Demgegenüber werden die kriegerischen Zwerge gestellt, allen voran der Clanfürst Grimmbart, der nur auf seinen Vorteil aus ist und sich nicht gerade von seiner besten Seite zeigt.

Die Hauptrolle hat hier der etwas schüchterne Pelwick. Er ist ein Tunnelgräber und träumt von Abenteuern. Zu gerne würde er als Erkunder neue Gebiete erforschen, aber er ist nicht gerade der Mutigste. Deshalb ist sein größter Wunsch, es sich selbst und vor allem dem Gnommädchen Peya zu beweisen, dass er kein Feigling ist. Leider bringt ihn genau das in eine fatale Situation und die Steine, die er dadurch ins Rollen bringt, sind nicht mehr aufzuhalten. 
Aber auch die anderen Figuren haben mit sich zu kämpfen, jeder auf seine eigene Weise - manch einen möchte man dafür ans Herz drücken, manch anderen deftig in den Hintern treten!

Die Perspektiven wechseln auf eine sehr angenehme Weise. Der Schreibstil ist recht einfach und klar gehalten, dadurch sehr flüssig zu lesen und auch sehr anschaulich geschrieben (ich hatte meistens die Minen von Moria vor Augen :D ) Ein bisschen gefehlt hat mir die Abwechslung im Dialog untereinander - die Sprechweise der Gnome war mir zu "menschlich" oder auch "gehoben", ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll, ich hätte mir das ein bisschen anders gewünscht. Es gab keinen Unterschied zwischen den Gnomen und den Zwergen, da hat man wohl durch diverse andere Geschichten eine andere Vorstellung, wie sie miteinander reden.
Ein bisschen wirkte es in der ganzen Art eher wie in Kinder/Jugendbuch auf mich, auch wenn es kämpferisch an manchen Stellen hoch hergeht, ein bisschen hab ich ein Spiel mit der Sprache vermisst.

Die Entwicklungen bringen Uneinigkeit in das Volk der Gnome und sie müssen mit vielen Gefahren kämpfen, die Überraschungen und unerwartete Wendungen mit sich bringen. Langeweile kam keine auf und die Spannung nimmt im Lauf der Geschichte immer mehr zu. Etwas gestört haben mich kleinere Ungereimtheiten, die immer wieder aufgetaucht sind - im Verhalten, in der zeitlichen Distanz usw. Nichts gravierendes, aber ich stolpere halt immer über solche Sachen, wenn ich mir dann nicht im klaren bin, ob dass wirklich so stimmig ist.

Fazit

Ein großes Abenteuer für die kleinen Gnome, die sich nach langer Zeit endlich behaupten müssen. Tolle Ideen und viel Abwechslung haben Spannung in die Geschichte gebracht, die mich gut unterhalten und vor allem auch überrascht hat!

Bewertung
http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/3%2F4%20Sonnen

© Aleshanee



Über den Autor: Ich wurde 1971 in einer kleinen Stadt in der Nähe Hamburgs geboren. Schon als Kind begann ich kleine Geschichten zu verfassen. Damals noch auf Papas Schreibmaschine und auf passenden DIN A5 Blättern, die sorgfältig mit Buchdeckel und -rücken zusammengetackert wurden.
Gegen Mitte der 90er wurden, innerhalb einer wöchentlich erscheinenden Heftromanreihe, zwei meiner Kurzgeschichten ("Grüße an Kevin" & "Preis des Verbrechens") veröffentlicht.
2007 erschien mein erster Jugend-Fantasyroman "Lillelund - von einem Gnom, der auszog, ein Zwerg zu werden". Dieser ist zwar derzeit nicht mehr erhältlich, wird aber in naher Zukunft, in stark überarbeiteter Form, wieder erscheinen.
Etwas später erschienen die Romane "Handbuch für Drachentöter" & "Die Gnome" im Aeternica Verlag.
Quelle: Manuel Timm

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