Samstag, 10. Mai 2014

Rezension: Alterra Trilogie von Maxime Chattam

















Die Alterra Trilogie möchte ich gerne komplett in einer Rezension vorstellen. Es handelt sich hier um eine Jugend Dystopie mit einer ziemlich genialen Idee, die ich sehr gut umgesetzt fand! Schon der Buchtrailer ist sehr gut gemacht:






Die obigen Cover sind leider nur noch gebraucht erhältlich, da es den PAN Verlag nicht mehr gibt. Sie gefallen mir persönlich viel besser als die neuen :)
In der neuen Edition gibt es auch den Nachfolgeband (4) "Der Herr des Nebels", meine Rezension dazu gibt es morgen.
Die Trilogie gibt es als ebook-Ausgaben bei Knaur für 6,99 € mit jeweils 400 Seiten, den vierten auch als TB für 9,99 € mit 400 Seiten.


ALTERRAAlterra. Im Reich der Königin  http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/alterra__der_krieg_der_kinder-9783426513088_xxl.jpg   http://www.weltbild.de/media/ab/2/044762675-alterra-der-herr-des-nebels.jpg

Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte den Inhalt und meine Meinung von Band 2 und 3 nicht lesen - Spoilergefahr! 




Inhalt:

New York: Ein heftiger Sturm tobt über der Stadt, blaue Blitze zucken vom Himmel und lassen alle Erwachsenen verschwinden – so scheint es.
Der 14jährige Matt ist entsetzt. Seine düstere Vorahnung hat sich bestätigt, aber es ist noch viel schlimmer, als er jemals ahnen konnte. Nach dem Sturm sind seine Eltern verschwunden, im ganzen Haus ist keine Menschenseele und eine dicke Schneedecke liegt über den lautlosen Straßen. Zusammen mit seinem Freund Tobias macht er sich auf, um nach Überlebenden zu suchen – doch die wenigen Erwachsenen, die sie sehen, sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie sind Mutanten, missgestaltet und aggressiv.
Die beiden fliehen Richtung Süden. Die Natur spielt verrückt und Grünpflanzen, Lianen und Moos wachsen in beunruhigendem Tempo und überwuchern alle Gebäude und Straßen.
Auf einer Insel treffen sie eine Anzahl Kinder und Jugendlicher, die sich hier zurückgezogen haben, immer in Furcht vor den Mutanten. Hier begegnen sie auch dem Mädchen Ambre, die die „Gemeinschaft der Drei“ komplettiert.
Doch nicht nur die Veränderungen, die sich in der Natur entfalten, beschäftigen die Kinder, auch sie selbst scheinen sich zu verändern – und dann gibt es auch noch Verräter unter ihnen …

Meine Meinung

Ein interessantes Szenario: eine Welt, in der sich die Erde, die Natur endlich zur Wehr setzt und ihre Parasiten verschwinden lässt. Nur die Kinder haben eine neue Chance, sich zu bewähren. Es geht um Freundschaft, darum, wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenhält, um sinnlose Gewalt und um den Mut, mit neuen Situationen fertig zu werden.
Ich mag die Charaktere sehr. Matt, der durch seine innere Stärke geheimnisvolle Kräfte entwickelt, Tobias, sein hibbeliger Freund, der trotz seiner Angst und seiner Zweifel immer zu Matt hält und schließlich das Mädchen Ambre, die jede Entwicklung scharfsinnig beobachtet und ihre eigenen, rationalen Schlüsse daraus zieht.
Die Ideen sind, soweit man erahnen kann, durchdacht, die Message gut verpackt und die Geschichte spannend. Das Cover finde ich auch sehr gut, das hat mich gleich angesprungen :)

Bewertung
 




Zum Inhalt 

Matt, Tobias und Ambre, die Gemeinschaft der Drei, brechen von der Carmichael-Insel Richtung Süden auf, um den Zyniks und der geheimnisvollen Königin Malronce auf die Spur zu kommen. Dabei darf natürlich auch die Riesen-Hündin Plusch nicht fehlen. Sie wollen ergründen, warum die Zyniks Jagd auf die Pans machen und welche Rolle dabei die Haut der Pans spielt - denn dahinter sind sie anscheinend her.
Um zu den feindlichen Lagern zu gelangen, müssen sie den „Blinden Wald“ durchqueren – einen überdimensionalen Dschungel, voll giftiger Pflanzen und riesiger, tödlicher Tiere. Sie sind in Eile, denn der Torvaderon, der mysteriöse dunkle Schatten, ist noch immer hinter Matt her.
Eine große Pan-Gemeinschaft, sie nennen sich das Volk Gaia, hat gelernt, im „Blinden Wald“ zu überleben und sie können die Drei gerade noch retten, bevor der schwarze Schatten Matt erwischt. Dieses Volk ist allerdings äußerst misstrauisch selbst gegenüber den jugendlichen Pans; auch scheinen sie etwas vor den Dreien zu verbergen. Die wollen unter allen Umständen weiter in den Süden, um ihre Aufgabe zu erfüllen und so viel Informationen wie möglich über die Zyniks zu sammeln.

Meine Meinung

Die Lösung, wie die Drei die Reise durch den „Blinden Wald“ bewältigen, fand ich nicht so gelungen.  Der Aufenthalt bei dem „Volk Gaia“ hat für mich den Fluss der Geschichte gebremst und irgendwie hab ich immer nur darauf gewartet, dass es endlich weitergeht. Ich hoffe, dass das später wenigstens noch eine Rolle spielen wird …
Als die Drei zu den Siedlungen der Zyniks stoßen, steigt die Spannung wieder und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Es wird brutaler, rauer und schmerzlicher -  in dieser grausamen Umgebung müssen sie schwierige Entscheidungen treffen, wenn sie an die Informationen kommen und als Gemeinschaft zusammen bleiben wollen.
Die Ideen sind wieder sehr interessant, wenn auch nicht immer nachvollziehbar; trotzdem war es hauptsächlich im zweiten Teil wieder sehr spannend zu lesen.

Bewertung





Zum Inhalt

Als Matt und Ambre in Eden ankommen, dauert es nicht lange die anderen Pans davon zu überzeugen, gegen Malronce Truppen aufzurüsten.

Die Weitwanderer werden losgeschickt, um andere Pan-Gemeinschaften über den Krieg zu informieren und um ihre Unterstützung zu bitten. In Eden selbst rüsten sich die Pans: sie trainieren mit Waffen, entwickeln einen Strategieplan und Ambre hilft ihnen, ihre Alteration zu verbessern und zu kontrollieren.
Matt und Ambre schließen sich schließlich einem Spähtrupp an. Sie wollen am Pass der Wölfe die Festung der Zyniks ausspionieren, denn hier ist der einzige Durchgang für Malronce Truppen.
Für Matt und Ambre endet der Weg allerdings nicht hier. Ambre hat sich in den Kopf gesetzt, noch einmal den Weg in den Süden zu wagen, nach Wyrd´Lon-Deis, direkt in die Höhle des Löwen: ins Schloss der Königin. Sie will herausfinden, was es mit dem Steinernen Tisch und der Karte auf sich hat, um den Pans dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Matt schließt sich schweren Herzens ihrer kleinen Truppe an, nachdem er sich geschworen hat, Tobias nicht zu vergessen und dem Torvaderon später entgegenzutreten.

Ein Verrat schürt Misstrauen in der Gruppe, das Geheimnis um den Torvaderon und die Königin Malronce lässt Matt verzweifeln und das Rätsel um die mysteriöse Karte lässt Ambre eine schwerwiegende Entscheidung treffen – und auch die letzte Schlacht der Pans gegen die Zyniks hält einige Überraschungen bereit.

Meine Meinung

Ein tolles Ende der Trilogie, spannend von Anfang an, mit einigen Überraschungen aber auch etwas konstruierten Zufällen, die den Pans immer wieder aus der Patsche helfen. Ambre und Tobias kommen neben Matt zwar wieder etwas zu kurz, dennoch entdecken Matt und Ambre endlich zarte Gefühle füreinander, wie es sich ja schon im ersten Band angekündigt hat.
Trotz allem hat mir diese Trilogie und im Besonderen der letzte abschließende Teil, der noch einmal einige Fragen aufgeworfen hat, die, wie ich glaube, Chattam bei dieser Geschichte angetrieben haben, sehr gut gefallen.

„Sie haben kein Gedächtnis mehr, sie sind nur leere Hüllen, die verzweifelt versuchen, 
dieses Vakuum zu füllen“ Zitat aus Der Krieg der Kinder

An was werden wir glauben, wenn wir uns nicht erinnern?
Was wissen wir von unseren Vorfahren und ihrer Lebensweise und ihrem Glauben?
Was vergessen wir, wenn wir erwachsen werden und was passiert, wenn die BeGIERde in uns erwacht?
Schätzen und schützen wir die Erde so, wie sie es verdient?
Woher kommt die Lebensenergie, die alles durchströmt und welchen Zweck verfolgt sie?

Alles wichtige Fragen, die hier immer im Hintergrund stehen und über die es sich lohnt, nachzudenken.

Bewertung


© Aleshanee


Bilder von Maxime Chattam
© Richard Dumas
Über den Autor:  Maxime Chattam wurde 1976 in Montigny-lès-Cormeilles geboren. Er studierte Literaturwissenschaft in Paris, war eine Zeit lang als Buchhändler tätig und schrieb nebenher seinen ersten phantastischen Roman, den er unter einem Pseudonym veröffentlichte. Seine erste Thriller-Trilogie war auf Anhieb ein solcher Erfolg in Frankreich, dass Maxime Chattam sich mittlerweile ausschließlich dem Schreiben widmen kann. Mit "Alterra, Die Gemeinschaft der Drei" kehrt der junge französische Autor zu seiner Jugendliebe zurück: der Fantasy-Literatur.
Quelle: amazon 






Kommentare:

  1. Ich habe die ersten beiden Bände noch in der alten Ausgabe und versuche momentan, die letzten Band noch zu einem vernünftigen Preis zu bekommen, leider ist das gar nicht so leicht, denn überall gibt es den dritten Band nur zu horrenden Preisen, ab sechzig Euro. Wie hast du es geschafft, den dritten Band zu bekommen?

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    1. Ich hab den dritten Band leider nur als ebook und hoffe, den irgendwann mal zu einem "normalen" Preis zu kriegen ;)

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    2. Ich hab vor einem halben jahr 64€ für gezahlt, weil ich den einfach haben wollte.
      leider ist er ziemlich vergilbt aber sonst in nem topzustand.
      Wird hoffentlich auch bald mal von mir gelesen.
      Band 1 & 2 fand ich ja der Hammer, war echt mal etwas anderes und
      eine tolle Mischung aus Fantasy&Dystopie.

      Liebe Grüße Sarah
      http://booksonpetrovafire.blogspot.de/

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  2. Huhu!
    Hört sich ja echt gut an:) Band 1 steht schon bei mir im Regal, bin echt gespannt darauf.

    LG und ein schönes Wochenende,
    Claudia

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  3. Einen wunderschönen guten Abend :)

    Die Reihe kannte ich bis jetzt noch gar nicht und habe mir daher nur den Trailer und deine Rezensionen zum ersten Teil durchgelesen (Spoilergefahr ;) ) Aber was ich gesehen habe (der Trailer war sehr genial) und gelesen habe macht mich wirklich neugierig :D Eine sehr interessante Reihe.

    Wünsche noch eine wundervolle Nacht :)
    <3 Nadine

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  4. Die Reihe war mir neu, klingt aber wirklich sehr interessant! Vielen Dank für den tollen Tipp! Und ja, die alten Ausgaben sind wirklich schöner :) Die Neuauflagen sehen aus wie jedes andere Jugendbuchcover, was man derzeit so im Laden findet.

    Liegt so gleich auf meiner Wunschliste.

    Liebe Grüße, Effi

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