Samstag, 18. Juli 2020

Rezension zu Die Unsterblichen von Natalie Babbitt

Rezension zu Die Unsterblichen von Natalie Babbitt


Eigentlich wollte Winnie an jenem brütend heißen und langweiligen Tag von zu Hause weglaufen. Doch dann beobachtet sie im Wald einen Jungen, der aus einer verborgenen Quelle trinkt. Sie erfährt die unglaubliche Geschichte, dass Jesse Tuck und seine Familie durch dieses Wasser unsterblich geworden sind! 
Aber es ist gar nicht so einfach, ewig zu leben.
Plötzlich taucht ein gefährlicher Fremder auf, der das Geheimnis der Quelle kennt und daraus Gewinn ziehen will. Nun muss Winnie handeln ...
(Klappentext)




Meine Meinung
∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞

Das Buch hab ich zufällig durch einen Buchtipp bei einer Aktion gefunden und es ist wirklich ein kleiner Schatz! Mit nur 158 Seiten ja recht kurz, grade für mich, da ich ansonsten lieber längere Bücher lese, aber für das angegebene Alter ist sie perfekt!

Im Klappentext steht eigentlich schon der grobe Umriss der Geschichte, doch das ist hier gar nicht so schlimm, denn es geht eher darum, welcher tiefere Sinn sich hinter dem ganzen verbirgt ...

Winnie Foster ist 10 Jahre alt und sehr gelangweilt von ihrem behüteten Leben. Alles muss ordentlich sein und geregelt, Eltern und Großeltern passen stets auf sie auf und behandeln sie wie ein rohes Ei. Da ist klar, dass sie das Abenteuer ruft und sie gerne mehr erleben möchte, vor allem in diesem heißen, langweiligen Sommer. 
Als sie endlich den Mut findet, das elterliche Grundstück zu verlassen, macht sie eine unglaubliche Entdeckung und erkennt, wie ein anderes Leben aussehen könnte. Das wurde sehr schön beschrieben und hat auch in Winnie einen ganz besonderen Eindruck hinterlassen. 

Natürlich geht es vor allem auch um das Schicksal der Familie Tuck, die durch eine Quelle ein ewiges Leben geschenkt bekommen haben. Doch auch hier zeigt sich, dass dadurch nicht alles so einfach ist, wie man es sich vorstellt. Auch wenn die Erläuterungen dazu recht kurz ausfallen, bekommt man ein gutes Gespür dafür, dass der Wert des Lebens vor allem darin begründet ist, dass es auch irgendwann einmal endet. 

"Wir verdienen keinen besonderen Segen - falls es ein Segen ist. Aber ebenso wenig glaube ich, dass wir einen besonderen Fluch verdienen - falls es ein Fluch ist. Aber es ist zwecklos, darüber zu grübeln, warum die Dinge sich so oder so entwickeln." Seite 65

Außerdem gibt es da ja noch diesen gefährlichen Fremden, der aus seinem Wissen Nutzen ziehen will, was schwere Folgen nach sich zieht.

Es ist kein spannungsgeladenes Abenteuer, aber dafür eine schöne, nachwirkende Geschichte, die über die Gegensätze von Pflicht und Ordnung zu Einfachheit und Gemütlichkeit nachdenken lässt, Kontrolle und Freiheit sowie Vorsicht und (Selbst)Erfahrung. Aber auch den Wert des Lebens und Entscheidungen, die man tief in sich trifft und die einen für den weiteren Weg lenken. 
Eine Menge Stoff, die aber grade für Kids ganz toll in dieser Geschichte kurz angeschnitten und verständlich aufbereitet werden.

Meine Bewertung
∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞

http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/5%20Sonnen




Die Unsterblichen

von Natalie Babbitt

Kinder/Jugendroman - Fantasy
Im Original Tuck Everlasting
übersetzt von Hans-Georg Noack

Verlag Fischer-Schatzinsel --- Seitenzahl 158
1. Auflage im Original 1975




Wurde 1981 verfilmt unter dem Titel
Tucks - Die Unsterblichen


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