Sonntag, 11. Oktober 2020

Der Film zu Enola Holmes ... die findige kleine Schwester von Sherlock und Mycroft

Wie ich schon öfters betont hab, mag ich die Enola Holmes Reihe von Nancy Springer sehr gerne! 
Natürlich hab ich mich mega gefreut, als die Verfilmung zu Band 1 angekündigt wurde und hab sie auch sofort geschaut, als sie am 23. September auf Netflix gestartet ist!

Enola ist die kleine Schwester der berühmten Brüder Sherlock und Mycroft und wächst fernab des öffentlichen Lebens auf dem Anwesen der Familie zusammen mit ihrer Mutter auf. Doch Entgegen dem äußeren Anschein genießt Enola nicht die Erziehung, die sei eigentlich haben sollte, denn ihre Mutter ist für ihre Zeit eine äußert außergewöhnliche Frau mit revolutionären Ansichten. 

Dadurch erhält Enola viele Talente, die sie schließlich, als ihre Mutter verschwindet, bestens gebraucht, um den konventionellen Erziehungsvorhaben ihrer älteren Brüder zu entkommen ....




Den Trailer fand ich gar nicht so schlecht, aber er zeigt schon deutlich, dass hier eine eher amerikanische Machart dahintersteht, denn den Flair des "alten Englands" hat es für mich nicht so ganz getroffen.

Der Eindruck hat sich auch mit dem Film nicht geändert, der die Handlung vom Buch doch etwas abgewandelt und anders aufgebaut hat. An sich fand ich ihn gut gemacht, sehr unterhaltsam und kurzweilig trotz 2 Stunden Laufzeit und mit viel abwechslungsreicher Spannung.

Dass sie Enolas Alter hier auf 16 angehoben haben (im Buch ist sie 14) fand ich unnötig. War aber wohl für das kleine "Liebesknistern" notwendig, das ich ebenfalls total überflüssig fand, denn das gehört hier eigentlich überhaupt nicht zur Geschichte. 

Dafür fand ich die Botschaften sehr schön eingebracht, die die Autorin Nancy Springer auch in ihren Büchern immer wieder einfließen lässt: nämlich das, was Enolas Mutter ihr beigebracht hat: sich auf sich selbst zu verlassen, ihren eigenen Weg zu suchen, sich ihr Leben nicht von der Gesellschaft vorschreiben zu lassen und sich von niemandem abhängig zu machen. 

Die Hintergründe zum Verschwinden der Mutter waren hier etwas detaillierter gezeigt, da es zum Verständnis beigetragen hat und zur Handlung, die ja etwas geändert wurde. Hat mich jetzt nicht gestört, aber war mir manchmal zuviel an Effekthascherei, überhaupt diese amerikanische Dramatisierung hat mir eigentlich nicht so gepasst, wenn ich an die Atmosphäre in den Büchern denke. Dort ist es einfach etwas trister, oder besser gesagt ernster, aber an sich fand ich die Umsetzung gar nicht so schlecht.

Und natürlich hoffe ich sehr, dass auch die anderen Bände verfilmt werden; und vor allem, dass sie nah bei der Handlung bleiben, denn manche Entwicklungen scheinen mir schwierig, wenn noch mehr abgewichen wird.

Achja, noch ein Wort zum Schauspieler von Sherlock: Henry Cavill. Ich kannte ihn nur aus der Serie "The Witcher" und viele haben vor einigen Wochen in Frage gestellt, wie er wohl hier einen viktorianischen Gentelman spielen könnte: JA! Er kann. Sogar sehr gut fand ich. 
Ich hätte ihn auch ehrlich gesagt nicht wiedererkannt, denn die beiden Rollen sind so unterschiedlich, aber ich finde, dass er beide sehr gut gemeistert hat :)



Kennt ihr die Buchreihe?
Habt ihr den Film gesehen oder wollt ihn noch anschauen?

Gerne könnt ihr euch noch ein bisschen mehr Infos holen bei meiner Rezension zum ersten Band
Der 1. Teil hatte ja noch "kleine Macken", aber die Folgebände steigern sich sehr und ich bin von der Reihe an sich wirklich begeistert :)

     


Band 5 und 6 gibt es momentan nur auf englisch



Kommentare:

  1. Liebe Aleshanee,
    ich habe den Film bei meiner Tochter (sie hat netflix) gesehen und ich fand ihn ganz nett. Sie war auch ganz begeistert von Henry Cavill =) und vorallem auch von Millie Bobby Brown, die sie schon aus "Stranger Things" kannte. Die Schauspielerin ist ja erst 16 Jahre alt (!) und wirklich super!!! Mein Liebling ist eigentlich Sam Claflin, der hier aber keine positive Rolle hatte und auch sehr gelackt aussah ;) Ich mag ihn seit den Tributen von Panem, sah ihn auch in "Love, Rosie" und im "Riots Club" (hier hatte er auch eine böse Rolle) und natürlich in "Ein ganzes halbes Jahr".

    Die veramerikanisierung englischer Filme ist natürlich auch so eine Sache. Ich muss immer den Kopf schütteln, wenn die Amis einen erfolgreciehn europäischen Film (meistens französiche Filme) nochmals genauso drehen müssen...*Kopfschüttel*

    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ich fand die Schauspieler insgesamt wirklich gut gewählt und gelungen.
      Nur die Atmosphäre ist halt ... also in den Büchern ist es eher ruhiger, gedämpfter, und grade in Band 2 wirds auch düsterer, mit ernsten Elementen, da bin ich echt gespannt wie sie das dann umsetzen, sollte ein weiterer Band verfilmt werden.

      Auch die Änderungen fand ich nicht so gut, auch passen sie nicht so recht zu den Fortsetzungen in den Büchern - da werden wir uns überraschen lassen müssen.

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  2. Hallo liebe Aleshanee,
    huch, ich wusste gar nicht, dass es sich um eine Buchverfilmung handelt 🙈
    Schade, dass die amerikanische Dramatisierung dem Flair einiges genommen hat. Ich denke, hätte ich die Bücher gelesen und würde mir die Verfilmung dazu ansehen, hätte ich genauso empfunden wie du.

    Mit deiner Erwähnung von Henry Cavill hast du mich jetzt sehr neugierig gemacht. Momentan schaue ich so gut wie kein Fernsehen. Aaaber die Zeiten ändern sich bestimmt wieder :o)))))))

    Ich wünsche dir einen ganz wundervollen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Das hab ich schon von mehreren gehört, irgendwie ist die Info, dass es eine Buchverfilmung ist, größtenteils untergegangen ...
      Die Bücher sind wirklich toll! Band 1 fand ich echt gut, aber die Fortsetzungen sind noch um einiges besser :)

      Henry Cavill *lach* den Namen musste ich erstmal googeln, den hätte ich nie mit dem Typen aus The Witcher in Verbindung gebracht, also als Sherlock hier :D Ich kenne die Namen von Schauspielern nie, kann ich mir nicht merken. Ich wollte es nur erwähnen, weil da so viele dran rumgemäkelt haben ;)

      Dir auch noch einen schönen Sonntag!

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    2. Ich habe Henry Cavill aufgrund deines Beitrages auch erstmal gegoogelt :o))) Ich hätte ihn auch niemals (!) mit dem Schauspieler von The Witcher in Verbindung gebracht.

      Dass die Fortsetzungen sogar noch besser waren, als Band 1 spricht sehr für die Reihe. Meist ist es ja genau andersherum.

      Ich wünsche dir einen schönen Wochenstart :o)

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  3. Hi!
    Ich bin immer noch ganz fasziniert, dass du deine Meinung jetzt doch geändert und über den Film etwas geschrieben hast :D. Du bist bis jetzt glaub ich die erste, die die Bücher kennt und dem Film trotzdem etwas abgewinnen kann ... Gut, ich will damit auch nicht sagen, dass ich ihn schlecht fand, aber gerade diese angedeutete Lovestory nervte mich schon ziemlich - vor allem wenn man weiß, dass der Lord im Original eigentlich ein Kind war ... Abgesehen davon fand ich Henry Cavill in der Rolle von Sherlock Holmes eigentlich als zu gutaussehend (Dass ich das jemals mal sagen würde, hätte ich mir auch nicht gedacht, aber vermutlich sehe ich halt noch immer Jeremy Brett vor mir, wenn es um den "klassischen" Holmes geht :D).

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Haha, ja irgndwie hatte ich dann doch Lust, was darüber zu schreiben und das ging dann so flott von der Hand ... also warum nicht. Meistens fällt mir einfach zu wenig dazu ein ...

      Ich hab einfach versucht, mich drauf einzulassen und ich wollte einfach, dass er mir gefällt xD Die Lovestory war wirklich doof, das hätte es einfach nicht gebraucht und passt auch nicht - wenn man die Bücher kennt.

      Von den Schauspielern her fand ich es tatsächlich echt gut besetzt und passend für die Rollen. Ich merke mir keine Namen und Gesichter erst recht schlecht - ich hätte in Sherlock auch nie den Witcher erkannt *g*
      Aber insgesamt fand ich ihn schon gut und unterhaltsam. Schade trotzdem, dass sie die Atmosphäre so gar nicht mitgenommen haben.

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