Samstag, 15. August 2020

Rezension zu Der Fall des geheimnisvollen Fächers von Nancy Springer

Rezension zu Der Fall des geheimnisvollen Fächers von Nancy Springer


Lady Cecily wendet sich mit einer verzweifelten verschlüsselten Botschaft an Enola. Sherlock Holmes‘ kleine Schwester begreift sofort, dass sie ihrer Freundin helfen muss, bevor es zu spät ist – aber wie? In ihrem bisher kompliziertester Fall geht Enola in ganz London auf Spurensuche, bis sie die abscheuliche Wahrheit entdeckt: Lady Cecily wird gefangen gehalten und soll gegen ihren Willen verheiratet werden! Enola muss ihre eigene Freiheit riskieren und sich mit ihrem Bruder Sherlock zusammentun, um ihre Freundin zu retten. Kann Enola ihrem Bruder vertrauen? Und können sie Cecily rechtzeitig befreien?




Meine Meinung
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Enola Holmes, die "kleine" Schwester der berühmten Brüder Sherlock und Mycroft, ist ja den konventionellen Zwängen der Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes entflohen und widmet ihre Zeit mit dem Lösen von Rätseln. Ganz nach dem Vorbild ihres großen Bruders Sherlock Holmes, zu dem sie eine ganz außergewöhnliche Bindung hat. Einerseits versteckt sie sich ja vor ihren Brüdern, die sie ein Internat stecken und heiratsfähig machen möchten, andererseits strebt sie ihm nach, da er ein unbewusstes Vorbild für sie ist. 

Enola ist mit ihren 14 Jahren noch sehr jung, aber eben auch pfiffig und weiß sich zu helfen. Mittlerweile hat sie sich in ihrer Situation gefestigt, in der sie sich als Sekretärin des (nicht vorhandenen) Dr. Rasputins ausgibt. Durch ihre vielen Verkleidungen schafft sie sich einen Schutzraum, in dem sie sich durch die Straßen von London begibt und auf ihre Weise rätselhafte Fälle löst. 
Dieses Mal muss sie nochmals Lady Cecily helfen, die wir schon in Band 2 kennengelernt haben und es wird eine schwierige Mission, da sie nicht nur kaum Ansatzpunkte hat, sondern auch ihre Brüder ihr ständig in die Quere kommen. Mit ihrem Mut, ihrer Kombinationsgabe und ihrem Sinn für Gerechtigkeit setzt sie sich jedoch durch und schafft es immer wieder, zu überraschen.

Es unterlaufen ihr dabei einige Schnitzer, was sie nur noch sympathischer macht! Ihre Fähigkeit, sich immer selbst Mut zu machen, auch wenn sie sich manchmal sehr verloren und einsam fühlt, ist eine ganz starke Eigenschaft und bekräftigt sie, Lösungen zu finden und ihr Ziel zu erreichen. 
Dabei spielt natürlich eine große Rolle, dass ihre Mutter noch immer verschwunden ist und zeigt Enolas Unsicherheit, wie sie damit umgehen soll. Die Suche nach ihr schiebt sie immer wieder hinaus, da sie Angst hat, nicht das zu finden, was sie sich erhofft. 

Sherlock und Mycroft selbst erlebt man hier ja immer nur eher am Rande, doch der Prolog und Epilog mit den beiden ist eine gute Kompontene, um einen Einblick zu geben, was sie über ihre Schwester denken. Vor allem bei Sherlock bemerkt man, dass seine Bewunderung und sein Verständnis seiner Schwester gegenüber zunimmt, was ihn natürlich umso mehr ins Herz schließen lässt. 

Insgesamt wieder eine sehr gelungene Fortsetzung, die die Atmosphäre der damaligen Zeit lebendig aufleben lässt. Viele Details geben ein eingehendes Bild ab über die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und welche Probleme sich damit ergeben, wie die Menschen damals lebten und miteinander umgegangen sind und noch viele weitere Einblicke, die grade auch jungen Lesern überzeugend und prägnant veranschaulicht werden.

Band 1 soll übrigens im September auf Netflix als Film starten, ich bin gespannt!


Meine Bewertung
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http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/5%20Sonnen




Der Fall des geheimnisvollen Fächers

von Nancy Springer

Band 4 der Enola Holmes Krimis
im historischen London 1889
empfohlen ab 12 Jahren
Im Original The Case of the Peculiar Pink Fan
übersetzt von Nadine Mannchen

Verlag Knesebeck // Seitenzahl 192
1. Auflage Juli 2020


  

Enola Holmes

1 - Der Fall des verschwundenen Lords
2 - Der Fall der linkshändigen Lady
3 - Der Fall der verhängnisvollen Blumen
4 - Der Fall des geheimnisvollen Fächers
5 - The Case of the Cryptic Crinoline
6 - The Case of the Gypsy Good-Bye

Kommentare:

  1. Hallo liebe Aleshanee,

    hm, bei 192 Seiten pro Roman passen sie, aber gut in mein Leseschema.

    Denn ich mag ja eher die etwas kurzen Geschichten, deshalb danke für das Vorstellen.

    Schönes Wochenende..LG..Karin..

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    1. Hi Karin! Für mich ja eher unüblich, die "kleine" Seitenzahl :D Aber bei "Kinder" Büchern halt doch öfter der Fall und grade solche Kinderkrimi Reihen gefallen mir zurzeit sehr, genauso wie Wells & Wong

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  2. Hey :)

    Der vierte ist nach dem zweiten Band mein zweites 5 Sterne-Buch geworden :D. Da passt einfach alles zusammen! Ich bin auf jeden Fall schon neugierig, was du dann zu den zwei folgenden Bänden sagen wirst, ich muss gestehen, ich bin für das Ende dann auf Englisch gewechselt, ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen ... Suchterscheinungen und Blues inklusive :D.

    Liebst,
    Ascari

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    1. Haha, ja das kann ich mir gut vorstellen - aber da ist mein englisch momentan noch zu schlecht, das mag ich dann nicht lesen wenn ich nicht alles verstehe ....
      Ich hab ja immer noch (!!!) vor, alle 7 HP Bände auf englisch zu lesen, das müsste sogar ich schaffen *g* Danach kann ich dann auch mal ein mir fremdes Buch versuchen

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    2. Also, wenn dir das ein Ansporn ist: Ich verstehe auch nie alle Wörter. Das ist eigentlich völlig normal :). Manchmal erschließt sich der Sinn eines Wortes auch aus dem Text, manchmal nicht. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedenfalls dran. Wobei ich zugeben muss, dass ich ab und zu am E-Book-Reader doch mal versucht bin, Wörter nachzuschlagen :D ...

      Also, wenn du HP auf Englisch lesen kannst / wirst, kannst du die restlichen Enola-Bücher auch auf Englisch lesen. Ich würde sogar sagen, HP war auf Englisch deutlich anspruchsvoller, weil es ja so viele magische Begriffe gab, die nun nicht grad "Straßen-Englisch" sind :).

      Liebst,
      Ascari

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    3. Ja, vieles ergibt sich natürlich aus dem Sinn, das ist mir schon klar, aber ich finde die HP Bücher vom Stil her doch recht einfach geschrieben. Natürlich, die magischen Begriffe ausgenommen.
      Enola hab ich da durchaus anspruchsvoller empfunden *lach* Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich das empfunden wird.

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  3. Stimmt :D. Ich kann mich sowieso auch irren, denn dass ich HP auf Englisch gelesen hab, liegt mittlerweile auch schon ne ganze Zeit zurück, das war halt damals, als die Bücher direkt herausgekommen sind und ich - wieder einmal - nicht auf das deutsche Erscheinungsdatum warten wollte :D.

    Liebst,
    Ascari

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