Sonntag, 3. Juni 2018

Rezension: Tränen des Mondes von Vivka Wynter

Tränen des Mondes 

von Vivka Wynter

Genre: Fantasy - Novelle
Selfpublisher
Seitenzahl: 142
Taschenbuch: 6,99 €
Ebook: 2,99 €

1. Auflage: Sept 2017








Klappentext


Ich bin Leandriis. Und ich bin eine Feach. Ein Wesen, welches zwischen der Gestalt eines Menschen und der eines Wolfes wandeln kann. Und dies ist meine Geschichte. Eine Geschichte wie ich versuche, die Wesen, die mir gleichen, zu retten. Eine Geschichte, in der ich Gefahren und Freunden begegne. Und eine Geschichte wie ich mich selbst fand und doch alles verlor.


Meine Meinung

Eine schöne, romantische und spannende Kurzgeschichte für zwischenduch.  
Aufmerksam darauf geworden bin ich über den Blog der Autorin, in dem sie über ihr Leben erzählt und Bücher rezensiert. Natürlich war ich neugierig, wie sie selbst eine Geschichte umsetzt und das ist ihr wirklich schön gelungen, vor allem wenn man bedenkt, dass sie alles in Eigenverantwortung durchgezogen hat!

Der Prolog war schon ein schöner Einstieg und hat eingestimmt auf die sehr sanfte Erzählweise. Zwischen den Zeilen war immer eine leichte Melancholie zu spüren, die den Zauber einer fremden Welt in sich trägt. Allerdings waren mir die Wortwiederholungen zu auffällig, wobei ich nicht weiß, ob sie als Stilmittel extra gewählt wurden oder sich eher zufällig ergeben haben - ich hätte mir da manchmal etwas mehr Abwechslung gewünscht. Zu lesen war es aber durchweg flüssig und in einer schönen, tragenden Weise.

Die Geschichte enthält eine wichtige Botschaft, die (leider) in der heutigen Zeit immer noch Menschen zum Umdenken bewegen sollte: Toleranz gegenüber Minderheiten, Akzeptanz für diejenigen, die anders sind. Egal ob anders als man selbst oder anders als die Gesellschaft, in der man aufgewachsen ist: jeder hat ein Recht auf ein Leben in Freiheit und Frieden.
Warum es so schwer ist zu akzeptieren, dass andere Menschen anders denken und fühlen weiß ich nicht, denn jeder ist einzigartig und hat das Recht anders zu sein. Das heißt ja auch nicht, dass ich mich deshalb ändern oder anpassen müsste: man kann doch andere Meinungen einfach akzeptieren, ohne die Angst, sich selbst dabei aufzugeben.

Leandriis ist ja eine der magiebegabten Wesen, doch sie wächst auf ohne es zu wissen. Sie soll laut einer Prophezeiung eine wichtige Rolle spielen, eine zentrale Kraft sein, damit die letzten Feach endlich in einer Welt leben können, ohne Angst vor Verfolgung und Tod. Denn die Menschen fürchten und jagen sie - aber auch andere Wesen, die ein uralter Hass blind für Mitgefühl gemacht hat.
Leandriis Weg dorthin ist einsam und rastlos, wird aber sehr schön beschrieben. Dabei wird es manchmal romantisch, aber auch spannend - insgesamt geht es allerdings recht schnell voran. Bei so kurzen Geschichten ist das natürlich nötig, je nachdem wo der Fokus liegt. Deshalb lese ich eigentlich auch selten "kurze" Bücher, weil mir oft die Tiefe oder die Hintergründe zu den einzelnen Charakteren fehlen.
Um die Hintergründe besser zu verstehen wurde hier öfters auf Träume und Erinnerungen zurückgegriffen, um mir als Leser die Ursachen zu vermitteln, die die Figuren letztendlich zusammengeführt haben. Viele blieben aber eher blass und tauchten nur am Rande auf, was ich etwas schade fand. Ich bin halt doch eher ein Wälzer-Liebhaber  :) Trotzdem hatte das ganze einen gewissen Tiefgang, der vor allem durch die Feinheiten zur Thematik gewonnen hat.
Das Ende war überraschend und hat mir dadurch sehr gut gefallen! Insgesamt war es auf jeden Fall schön zu lesen.


Bewertung


http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/3%2F4%20Sonnen


© Aleshanee


Ebenfalls rezensiert von



Die Webseite der Autorin

A winter story


Kommentare:

  1. Vielen vielen Dank für diese wundervolle Rezension und die Wortwiederholungen ähm *hust*! ^^"

    Ich freue mich, dass dir die Story trotz der Kürze gefallen hat und du dich auf diese Reise eingelassen hast <3

    Liebste Grüße
    Vivka

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    1. Naja, das fällt anderen vielleicht gar nicht so auf, ich war mir auch nciht sicher, ob du das extra gemacht hast, das ist ja auch eine Art Stilmittel. Mir ist es einfach nur aufgefallen ... aber wie gesagt, es war wirklich schön zu lesen und auch wenn ich "kurzes" nicht so mag, hat es mir doch gut gefallen :)

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    2. Manchmal mache ich das auch tatsächlich, aber eher in Maßen ;)

      Das freut mich wirklich sehr =) <3

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