Montag, 30. Juli 2018

Rezension: Höhenrauschsaison von Meredith Winter

Höhenrauschsaison

von Meredith Winter

Genre: Romance "Ladythriller"

Verlag: Sommerburg
Seitenzahl: 210
Taschenbuch: 9,99 €
Ebook: 4,99 €

1. Auflage: Apr 2018






Klappentext

April 2012 - die Mount-Everest-Saison hat begonnen. 

Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.
Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist.

Meine Meinung
 

Ich bin eher zufällig über das Buch gestolpert und hab durch Neugier in die Leseprobe reingelesen: das war mal ein ganz neuer Ausflug in ein eher unbekanntes Genre für mich: eher leicht, locker, witzig, prickelnd und mit Spannungselementen. Grade die ersten Kapitel haben mir richtig Lust darauf gemacht, auch wenn es nicht die ganzen Seiten hindurch angehalten hat. 

Clementine ist Ärztin in Hamburg und auf der Suche nach "dem Richtigen". Dass sie ihn durch One-night-Stands nicht finden wird ist ihr klar, aber wenigstens kann sie damit für ein paar Stunden das Gefühl von Nähe bekommen, das ihr so sehr fehlt. Die Tour auf den Mount Everest wird für sie zu einer harten Probe nicht nur im körperlichen Sinn. Irgendwie war sie mir auf jeden Fall sympathisch durch ihre konsequente Offenheit, denn durch die Ich-Perspektive wusste man immer ganz genau, was sie denkt. Dabei war sie manchmal etwas inkonsequent, was ich ihr aber durch ihre verwirrten Gefühle und den "Höhenrausch" aber durchaus nachsehen kann ;)

Die Kapitel sind sehr kurz und wechseln immer zwischen Clementine und Alexej, dem Auftragskiller, den die Russen losgeschickt haben - und der sein eigenes, tief verborgenes Leid in sich trägt, mit dem er auf seine Art versucht, fertig zu werden. Der Kontrast zwischen dem "starken Macker", für den er sich gibt, und den sehr weichen Gefühlsmenschen war interessant, hab ich ihm aber nicht so ganz abnehmen können.

Richtig nahe gekommen bin ich keinem der beiden so wirklich, auch wenn sie gut skizziert wurden und an sich glaubwürdig rüberkommen. Insgesamt wirkt aber dennoch alles sehr konstruiert und etwas oberflächlich - was ich einfach nicht so in der Art gewöhnt bin. Es geht sehr flott voran mit der Handlung, mit der Beziehung der beiden, aber auch mit dem Aufstieg dieses einzigartigen Berges. Inwieweit hier die Details zum Bergsteigen der Wahrheit entsprechen weiß ich nicht, aber es fühlte sich auf jeden Fall gut recherchiert an, genauso wie die eingeflochtenen Einblicke in die Kultur des Landes; nebenher erwähnt gaben sie dem Abenteuer einen authentischen Anstrich. 

Gerade dieser lockere Ton, der mir anfangs wirklich gut gefallen hatte, wurde mir auf die Dauer zu viel. Ein Stück weit konnte man immer vorausahnen, was passiert, aber es gab auch Überraschungsmomente. So richtig darauf einlassen konnte ich mich leider nicht, während mir die erste Hälfte noch gut gefallen hat, war die zweite nicht mehr so packend und auch die Dramatik am Ende konnte mich nicht so mitreißend wie gehofft. 

Für Fans leichter Romane mit ein bisschen Erotik, einer Portion Spannung und dem Flair des sagenumwobenen Mount Everest sei es aber auf jeden Fall empfohlen.

Meine Bewertung
 

http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/3%20Sonnen

© Aleshanee


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Über die Autorin: Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg) nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt, schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne, frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher. 
Quelle: Amazon

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Kommentare:

  1. Hallo Aleshanee,

    den lockeren Ton mochte ich recht gern und insgesamt konnte ich mich mit den Figuren gut anfreunden. Aber ich weiß, was du meinst, und kann das verstehen. Schön, dass du dich im Großen und Ganzen gut unterhalten gefühlt hast.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Danke Nicole! Ja, dieses lockere fand ich sehr unterhaltsam :) Aber diese "Richtung" ist halt einfach doch nicht so meins, war aber eben auch mal was anderes und ich bin froh, es ausprobiert zu haben :)

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  2. Hallo meine Liebe,
    das Cover finde ich als Bergliebhaberin schonmal genial, wenn mich die Geschichte auch leider nicht so anspricht. Dennoch klingt es nach einer doch recht erheiternden Story, welche man wohl einfach mögen muss. Schön, dass du dich wieder mal an ein neues Genre herangewagt hast. :)
    Liebe Grüße, Toni

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    1. Ich probiere ja immer gerne auch mal was anderes aus als ich sonst so lese - und die Leseprobe war wirklich sehr erfrischend und hat Lust auf mehr gemacht. Dass das bei mir nicht bis zum Ende angehalten hat liegt wohl wirklich einfach daran, dass das Genre an sich nicht so das richtige für mich ist ...
      Deshalb denke ich, gerade diejenigen die leichte, amüsante und unterhaltsame Geschichten mögen, für die ist das genau richtig :)

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  3. Hallo Aleshanee,

    ich habe das Buch auch gelesen und fand viele Stellen einfach auch sehr unlogisch. Warum ist sie so gelassen nach dem Tod ihrer Schwester? Warum erkennt er sie nicht nach 3 Monaten wieder? Das hat mich dann doch arg gestört.

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Ja ... das sind die kleine Unstimmigkeiten, die ich in dem Genre desöfteren entdecke. Das ist für mich einfach eine lockere Geschichte zur Unterhaltung und das ist einfach grundsätzlich nicht so meins ... wobei ich da über kleine Logikfehler dann auch hinwegsehe, einfach weil ich sie in dem Bereich gewöhnt bin ^^

      Trotzdem finde ich es gar nicht so schlecht und gerade für Fans, die einfach nur abschalten, sich amüsieren und etwas Spannung haben möchten kann diese Geschichte durchaus sehr gut gefallen.

      Mich hat eher gestört, dass die Charaktere zu blass geblieben sind - es ist ja auch viel rundherum passiert und da hätte das ganze auch länger werden müssen. Dadurch bin ich mit den Figuren einfach nicht so warm geworden ...

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