Montag, 8. Juli 2019

LeserStimmen - Ansprüche an Rezensionen?

Da in den letzten Wochen viel über die Abmahn Welle bei Amazon gesprochen wurde und es Sperrungen für Blogger gab, wollte ich das Thema gerne aufgreifen. Denn es gab gleichzeitig auch Kritik an "Rezensionen", die nur einen oder zwei Sätze beinhalten.

"Ich war begeistert und konnte es nicht aus der Hand legen"

"Ich fands langweilig und doof"

Solche Aussagen mögen vielleicht nicht sehr kreativ sein und wenig dazu beitragen, dass ich mehr Verständnis für die Geschichte bekomme um mir bei der Auswahl zu helfen, ABER nicht alle Leser sind Buchblogger! Und nicht alle Leser haben Lust, einen ganzen Aufsatz über das gelesene Buch zu schreiben.

Übrigens hab ich in dem Bezug vor kurzem durch Tilly einen sehr coolen Beitrag entdeckt, den ich euch nicht vorenthalten möchte, weil er das Thema super in Worte fasst und auch noch mit viel Witz geschrieben ist, solltet ihr unbedingt lesen! Hier bei Catalina Cudd 
Die hat da wirklich alles wunderbar zusammengefasst!


Vor einer Weile hieß es noch, dass JEDE Meinung wichtig ist bzw. sehe ich das auch immer wieder dass Autoren darum bitten, auch Kurzmeinungen auf Plattformen zu teilen. Schon alleine grade bei der durchschnittlichen Sternebewertung wäre es doch sinnvoll, dass möglichst viele (!) ihre Meinung abgeben um einen besseren Gesamteindruck zu bekommen. Je mehr, desto aussagekräftiger.

Wie weit jetzt diese Einzeiler "echt" sind oder nicht weiß man nicht, das weiß man aber auch nicht bei den ellenlangen "Buchblogger-Rezensionen", die sind ja auch schon lange im Visier, dass viele davon gefakt sind. Aber das sei mal dahin gestellt, denn wenn man an Rezensionen interessiert ist und sie sich durchliest, merkt man recht schnell (meistens) ob derjenige das Buch gelesen hat oder nicht.

Ich finde es nicht richtig, ganz normale Leser sozusagen zu vergraulen, nur weil sie entweder keine Lust, keine Zeit haben, einen langen Bericht über ihre Leseeindrücke zu schreiben oder weil sie es ganz einfach nicht können. Deshalb dürfen sie doch ein Statement abgeben? Auch wenn es kurz und schmerzlos ist?

Eine kurze Meinung zu "Ein gutes Omen" auf Amazon zum Beispiel war für mich eine sehr präzise Zusammenfassung in wenigen Sätzen die mir gut weitergeholfen hat. Manchmal reichen auch ein paar Zeilen, um den Eindruck weiterzugeben. 
Natürlich finde ich es doof, wenn als Rezension alleine eine Wiederholung des Inhalts zusammengefasst ist. Das ist für mich keine Meinung sondern eine Inhaltsangabe ^^ 

Man sollte da wirklich ein bisschen umdenken, denn nicht jeder ist so involviert in die Bücherwelt wie wir Buchblogger das sind und deshalb kann man doch ruhig auch die Meinungen von "nur" Lesern wertschätzen, auch wenn sie nur aus wenigen Sätzen besteht. 

Wie ist denn eure Erfahrung oder Meinung dazu?






Kommentare:

  1. Guten Morgen :)

    Sobald ich mir zu einem Buch vorab eine Bewertung durchlese, sind es immer mehrere, damit ich in etwa einen Überblick bekomme, wie das Buch ankommt.

    Auch wenn ich selbst Bloggerin bin, schaue ich mir hier lieber die kurzen Meinungen an. Klar, solche Eine Satz Bewertungen wie „Fand ich doof“, sagen mir nicht was doof ist. Aber jeder sollte seine Meinung äußern dürfen, vor allem Nicht-Blogger-Leser. Wenn mir persönlich die Bewertung nicht weiterhilft, lese ich eine andere oder entscheide mich ganz allein für oder gegen das Buch.
    Liebe Grüße Cindy

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    1. Ich lese mir auch immer mehrere durch, manche kurzen und manche etwas längeren ... je nachdem.

      Das Problem ist ja, grade bei Amazon, dass man keine Sterne vergeben kann ohne kurz was zu schreiben. Ich hab da halt immer meine Freundin im Hinterkopf, die einfach absolut unfähig ist was dazu zu schreiben *lach* Sie würde gerne einfach nur Sterne vergeben ohne was zu schreiben, da sie aber nicht weiß, was sie schreiben soll, gibt sie gar keine Bewertung ab. Und ich bin sicher dass es da vielen so geht. Das find ich schade

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  2. hmm schwieriges Thema. Mich regen die Bewertungen ala "fand ich doof" total auf. Wo ist das Problem noch 2 Worte mehr zu schreiben wie "wegen der nervigen Hauptfigur total doof" Das sollte doch jeder hinkriegen. Wenn der jenige selbst sich ein Buch kaufen möchte und unsicher ist, dann kann er doch selbst mit so einer Bewertung nix anfangen.

    Ich bewerte immer so wie ich das selbst auch vorfinden möchte. Wenns mir nicht gefalllen hat erkläre ich die Punkte die mir nicht gefallen haben. Das erwarte ich auch von anderen - auch als nicht Blogger kann man 2 Worte mehr schreiben - statt wenn die Bewertung zu kurz ist dann Müll wie "blablabla" zuzufügen.

    Von Abmahnungen habe ich nicht mitbekommen, von gesperrten Bloggern auch nicht. Ich habe mich nur aufgeregt, dass ich teilweise bis zu 4 Tage auf eine Freischaltung warten musste.

    LIebe Grüße
    Tanja

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    1. Ich finde solche kurzen "Bewertungen" natürlich auch nicht aussagekräftig. Aber wie ich grade oben im Kommi schon geschrieben hab: eine Freundin von mir liest gerne, ist aber wirklich nicht in der Lage was dazu zu schreiben und sie würde gerne einfach nur Sterne vergeben. Bei amazon geht das ja nicht und ich denke, dass da viele Menschen/Leser unterwegs sind, die gerne Sterne vergeben würden, aber eben nicht wissen was sie dazu schreiben sollen. So kommen dann wohl diese kurzen Zweizeiler zustande.
      Ich denke, man sollte diesen Menschen, die sich damit schwertun, zugestehen, ihre Meinung eben auf diesem Weg mitzuteilen. ;)
      Meist gibt es ja noch andere Rezensionen, aussagekräftigere, die man dann lesen kann. Für ein besseres Gesamtbild finde ich es schon besser, viele Stimmen zu haben, ob sie jetzt kurz ausgeführt werden oder länger.

      Das Thema mit dem Sperren kommt immer wieder mal. Amazon hat mal Leute gesperrt aufgrund des Verdachtes, dass die Meinungen "gekauft" sind. Und grade diese Zweizeiler Rezensionen in Verbindung mit 5 Sterne Bewertungen sind ja oft im Verdacht - genauso die 1 Sterne Bewertungen von Leuten die andere schlecht machen wollen. Auch das stand schon zur Diskussion, dass hier teilweise Autoren mit Fakenamen andere schlecht reden wollen ...

      Geben tuts wohl alles auf unserer schönen Welt ^^

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  3. Natürlich sind solche kurzen Bewertungen nicht aussagekräftig. Aber für mich ist das kein Grund, solche Nutzer zu sperren. Es kann nicht jeder ein Buch in 1 oder 2 Sätzen zusammenfassen. Deshalb möchte man aber vielleicht trotzdem seine Meinung dazu sagen. Und wenn das nicht nur über Sterne geht und man was schreiben muss, beschränkt man sich auf so was kurzes.
    Bei den langen Rezensionen merkt man sehr schnell, ob derjenige das Buch gelesen hat. Wenn dann 2x dieselbe auftaucht, fällt es auch auf. Allein wegen der Arbeit, die man mit einer richtigen Rezension hat, gehört es sich eigentlich, dass man damit gehört wird und nicht eine Sperre wegen Überlänge bekommt.
    Für den zukünftigen Leser ist immer nicht nur eine Bewertung entscheidend.

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    1. Bei dem Sperren ging es darum, dass es für Amazon so aussah, als wären es gekaufte Rezensionen von Leuten, die die Bücher gar nicht gelesen haben ;)

      Aber an sich find ich so kurze prägnante Aussagen auch okay. Vielleicht fällt demjenigen einfach grade nichts besseres dazu ein, hat keine Zeit, keine Lust oder denkt er/sie kann es nicht anders ... man weiß es ja nicht. Aber ich denke auch diese Meinungen sind wertvoll, da man ja durch viele viele Stimmen einen "besseren" Durchschnittswert bekommt :)

      Eine Sperre wegen Überlänge O.O Das gibts auch? Das hatte ich bisher zum Glück noch nicht ^^

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  4. Hallo liebe Aleshanee,

    hm, interessantes Thema erst einmal..

    ...auch ich als nur Leserin möchte ich klar mit meiner Rezi/Meinung zu einem Roman ernst genommen werden und versuche da schon im normalen Standard zu bleiben.

    Wenn mir etwas nicht gefällt reicht bei mir persönlich nicht "ein Finde ich doof" und das war es...jeder sollte ruhig den Grund " für`s doofe oder nicht nennen" .

    Lesen ist schließlich auch eine Empfindungssache und jeder denkt/fühlt/empfindet anderster...das muss/soll man akzeptieren.

    Gerade bei der Bewertung würde ich mir manchmal auch Halbsterne wünschen...denn ich finde, manche Romane werden möglicherweise trotz Schwächen dadurch besser bewertet als andere oder auch schlechter wie man im Einzeln empfindet und beurteilt.

    Wobei ich auch sagen muss Sterne sind mir nicht wirklich wichtig bei einer Rezi, ich versuche meine Gefühle/Empfindung lieber in Worte zu fassen..

    LG..Karin..

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    1. Jaaa, halbe Sterne wären mir auch sehr recht, ich kann mich öfter mal nicht entscheiden und hab es dann zumindest auf dem Blog so drin stehen. Ansonsten schreib ich das dann auch direkt in die Rezension dazu, dass es eher 4 1/2 Sterne sind als 4 oder andersrum.

      Die Sternebewertung ist halt insoweit "wichtig" weil man einen schnellen Überblick hat - fürs erste - wie das Buch allgemein ankam. Ob es überwiegend gut oder eben schlecht abgeschnitten hat. Und dann kann man eben noch in die Rezensionen direkt reinschauen. Ich guck mir gerne dann ein paar positive und ein paar negative an, so hat man dann einen recht guten Eindruck.

      Klar ist das Empfinden beim Lesen bei jedem anders, aber wenn man sich mehrere MEinungen durchliest (auch kurze) bekommt man schon meist ein gutes Gefühl dafür ob das Buch zu einem passt oder nicht. Zumindest mir ging es bisher so :)

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  5. Heey :)
    Ja stimmt, ich lese bei Amazon in der Regel , wenn ich überhaupt welche lese, keine XXL Rezensionen. Ich selber lade meine da auch hoch, aber eigentlich sind kurze knappe Rezensionen da viel besser...
    Ich lade meine Rezis da meistens einer hoch, da es oft erwartet wird und ich dann meistens keine Lust habe es noch mal in Kurzform zu schreiben. Ups :D Aber ich finde es total in Ordnung wenn jemand keinen Roman schreibt, sondern es kurz und knackig formuliert. Wobei ich so 1-Satz-Rezis oft dann doch nicht aussagekräftig finde. Sowas wie "Fand ich super"... ja warum denn? :D Aber ganz ehrlich... ich schreibe selber Rezis, lese aber seeeeehr selten welche. Das muss echt ein Buch sein, welches mich mega interessierrt oder ich selber schon gelesen habe.. und dann auch oft mehrere, nicht nur eine.

    Alles Liebe,
    Sinah

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    1. Es kommt drauf an: wenn ich grade Zeit habe lese ich gerne auch längere Rezensionen, wenn nicht dann dürfen sie auch gerne 2zeilig sein :)
      Meistens aber doch von Büchern, die ich erst noch lesen will und ich mir noch unsicher bin. Dann lese ich am liebsten 2-3 positive und 2-3 negative Rezensionen, da hab ich dann meist ein ganz gutes Bild, ob das Buch zu mir passt oder nicht.

      Jap, natürlich sind diese 1-Satz-Rezensionen nicht aussagekräftig, aber sie zählen halt für den allgemeinen Sterne-Stand mit. Da sieht man halt auch gleich: fanden das Buch die meisten eher gut oder eher nicht ... deshalb find ich "nur Leser", die überhaupt nicht in der Buch / Blogger Szene unterwegs sind und von "richtigen" Rezensionen keine Ahnung haben, es voll in Ordnung wenn die nur kurz beschreiben was sie von dem Buch halten ;)

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  6. Hey Aleshanee :)

    Ein spannendes und viel diskutiertes Thema, so wie ich den Eindruck habe.
    Ich finde auch, dass jede Meinung, egal wie lang oder kurz sie ist, egal ob sie von einem Leser oder einem Blogger geschrieben wurde, wichtig ist.

    Was ich persönlich gerne lese, steht da auf einem anderen Blatt. Mit den 1-Sat-Rezensionen kann ich nicht viel anfangen, weil ich gerade bei den schlechten nicht wirklich weiß, was genau jetzt nicht gefallen hat. Aber dann lese ich einfach noch ein paar andere (auch auf anderen Plattformen) und da werde ich schon mein Wissen bekommen. Bei längeren lese ich mir teils nur das Fazit durch (kommt darauf an, von wem sie geschrieben wurde) und da habe ich auch schon einen Eindruck - gerade bei ungelesenen will ich mich einfach nicht spoilern (momentan lese ich zu viel aus wenigen Sätzen raus).

    Habe ich Ansprüche an Rezensionen? ja sicher, ich möchte wissen, wie derjenige es fand. Und das kann man auch in wenigen kurzen Sätzen zeigen - deswegen finde ich es immer schön, dass sie da sind.
    Bevor ich Blogger wurde, habe ich auch nur gelesen - und keine Rezensionen geschrieben und es hat wahrscheinlich auch ein bisschen dazu beigetragen, dass ich dachte, ich könnte das nicht so gut wie die anderen und ich wüsste nicht, was ich schreiben sollte. Heute weiß ich, dass die Gedanken und Befürchtungen unbegründet waren, aber das hat mir nur die Erfahrung gezeigt, die viele nicht machen. Insofern finde ich auch, dass man die "einfachen" Rezensionen auch einfach mehr wertschätzen kann.

    Liebe Grüße
    Andrea

    PS: ich finde deine LeserStimmen-Beiträge richtig gut! Bringt mich immer wieder zum nachdenken und ich lese gerne die Kommentare von den anderen, um auch andere Einblicke zu bekommen. Ich freue mich auf weitere :)

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    1. Ja, die Diskussion um Rezensionen schwillt immer wieder mal auf und ab :)

      Anfangen kann ich mit 1-Satz-Meinungen natürlich auch nicht viel, aber trotzdem haben sie ihren Wert, weil sie grade auf den Plattformen zusammen mit der Sternebewertung zum "Gesamteindruck" von möglichst vielen Beitragen.

      Durchlesen tu ich mir dann natürlich auch lieber welche bei denen etwas mehr drinsteht. Gespoilert werde ich tatsächlich super selten, da ich Rezis meist auf Blogs lese und anscheinend den Bloggern folge, die nicht spoilern :D Bei goodreads & co bin ich da schon vorsichtiger.

      Vielen Dank Andrea, dein Lob freut mich wirklich sehr <3

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  7. Hallo liebe Aleshanee,

    ehrlich gesagt störe ich mich an diesen 1-Satz-Rezensionen meist nicht. Für mich persönlich finde ich sie absolut unaussagekräftig und bevorzuge längere Rezensionen, aber wie du schon sagst, nicht alle sind Buchblogger*innen und für Autor*innen und Verlage sind auch solche Bewertungen extrem wichtig. Und ich selbst kann sie ja dann einfach überlesen.
    Was mich viel mehr stört, sind Rezensionen unter Büchern, bei denen es darum geht, wie das Buch ankam ("Verpackung beschädigt, 1 Stern" - wooow, du weißt, dass das die Bewertung für das Buch selbt extrem runterzieht und der*dem Autor*in potenziell schadet, ohne dass du es überhaupt gelesen hast?!) oder weil die Person nicht mit dem Genre klarkommt (wenn du keine Splatter-Romane magst, weil du kein Blut abkannst, dann kauf doch auch keins und beschwer dich dann nicht, dass da jemand stirbt?!) oder andere Dinge, die eben schon irgendwie eine Auswirkung haben, ohne sich wirklich auf das Buch zu beziehen. Oder wenn ich gespoilert werde. Das finde ich auch nicht cool. ^^
    Sterne-Bewertungen finde ich sowieso sehr subjektiv (und nutze sie auch extrem subjektiv), jede*r versteht gefühlt etwas anderes darunter und ich tu mich auch zunehmend schwer damit, ein Buch damit zu bewerten und sehe es eher als grober Einordnungsrahmen (eher gut, eher nicht überragend, eher nicht überzeugend oder so).
    Ich finde, jede*r sollte auf Amazon seine Meinung schreiben dürfen, nicht alle sind Buchblogger*innen und nicht alle können ihre Gedanken so gut sortieren, um einen halben Essay dazuzuschreiben. Meine ersten Rezensionen waren auch sehr viel kürzer als die heute. Ich kann die Rezensionen ja überlesen, die mich nicht interessieren, nur weil ich lieber mich damit auseinandersetze, was genau jemanden gestört / jemandem gefallen hat.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Haha, ja, die Bewertungen bei Büchern für die Verpackung, die Versandzeit oder den Preis sind natürlich fehl am Platz.
      Aber vielleicht haben die das ja als Geschenk für jemanden bestellt oder so - könnte ich mir vorstellen und deshalb fällt die Bewertung so aus.

      Bei solchen die Bücher negativ pushen find ich das auch total doof ... klar kann man ein Genre ausprobieren und merken, dass es einem nicht gefällt, das sollte man halt in der Rezension dann auch so rüberbringen.

      Die Sterne :D Ja, das ist für mich auch ein ungefährer Rahmen, wie ein Buch durchschnittlich ankommt. Nicht mehr und nicht weniger.
      Und subjektiv sind alle Meinungen und Bewertungen. Für mich gibt es da nichts objektives, weil jeder aus seiner Erfahrung und seinen Empfindungen heraus eine Geschichte bewertet :)


      Gesperrt wurden ja scheinbar tatsächlich Blogger/innen auf Amazon, da davon ausgegangen wurde, dass die bezahlt bzw. gefaked sind. Vor allem wenn viele Rezensionen schon am Erscheinungstag des Buches online gingen. Da wurden sogar ganze Accounts gesperrt und alle bisherigen Rezensionen gelöscht. Sowas ist natürlich schon extrem ärgerlich.

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    2. Ja, klar, Rezensionen sind generell super subjektiv, das wollte ich damit gar nicht ausschließen! Ich hab nur oft das Gefühl, dass Sternebewertungen zu viel Bedeutung eingeräumt wird, und fühle mich schlecht, wenn ich einem guten Buch vier Sterne (oder in meinem Fall Büchlein^^) gebe, nur weil auf meiner gefühlten Skala vier Sterne eben gute Bücher sind, die mich aber nicht so mitgerissen haben wie 5-Sterne-Bücher. Von daher finde ich Rezensionen, die eben darlegen, was genau einen gestört oder gefallen hat, weitaus aussagekräftiger, und kann daher die Buchblogger*innen sehr gut verstehen, die sich gegen Sterne-Bewertungen entschieden haben.
      Mir fällt es dann auch noch schwerer, keine volle Bewertung zu geben, wenn mir der Einfluss für Autor*innen bewusst wird. Von daher habe ich da so meine Schwierigkeiten. ^^ Ich finde jedoch, niemandem sollte abgesprochen werden, ein Buch einfach nur zu bewerten, denn jede*r Leser*in ist wertvoll, auch die, die eben nicht bloggen oder eben keine 1000-Wörter-Rezis schreiben.

      Ah, okay, danke, ich war mir nicht ganz sicher, was du meinst, aber jetzt erinnere ich mich auch vage an entsprechende Diskussionen. Da ich selbst meine Rezensionen nicht auf Amazon teile, hat mich das bisher auch noch nie betroffen, aber ich verstehe das Problem ... Zumal ja gerade Rezensionsexemplare darauf abzielen, die Rezension mit dem Erscheinungsdatum zu posten, gerade auch auf Amazon ...

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    3. Die Freundin von mir, die gerne liest aber eben keine Rezensionen schreibt weil sie nicht weiß was sie schreiben soll, guckt zum Beispiel meist nur auf die Sterne. Sie hat keine Zeit (oder will sie sich nicht nehmen) Rezensionen zu lesen. Und ich denke, da ist sie nicht die einzige. Sind vor allem wir Bücherverrückten die da so scharf drauf sind *lach*

      Aber ich weiß natürlich was du meinst ...
      Allerdings, die Blogger die keine Sterne mehr vergeben machen dann ein 5teiliges Bewertungsschema mit Wörter - ist für mich das gleiche ;)

      Ja, das mit dem Löschen von Rezensionen auf Amazon hab ich auch nur durch Facebookbeiträge mitbekommen, ich selber war zum Glück nicht betroffen. Ich stell die da zwar ein, aber eigentlich nie am ET. Der Grund warum ich sie bei Amazon einstelle ist einfach weil man da doch eine breite Masse erreicht und wenns nur mit meiner Sterneanzahl ist :)

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  8. Hallo Aleshanee!

    Wenn ich Rezensionen auf Amazon oder Lovelybooks lese, kommt es auf meine Tagesform an: Entweder ich lese nur ganz kurze oder nur die längeren, sofern sie Absätze haben.

    Mit einem großen Textblock ohne Absätze kann ich nichts anfangen, egal wie gut er geschrieben ist. Genau so wenig mag ich diese Einzeiler von wegen "War gut"/ "War schlecht". Ich verstehe durchaus diejenigen, die am liebsten einfach nur Sterne geben würden, weil sie keine Idee haben, was sie groß schreiben sollen, aber trotzdem ist mein erster Gedanke, wenn ich solche Einzeiler lese: "Weil...?" Die bloße Aussage bringt mir nie etwas, weil ich dann ja nicht weiß, mit welchen Erwartungen der/ die Leser*in an das Buch herangegangen ist.

    Was ich allerdings noch nerviger als die Einzeiler finde, sind die Rezensionen nach dem Motto "War ein Geschenk, kam gut an" oder "Ich mag den/die Händler*in nicht, deswegen ist das Produkt doof". Das sagt noch viel weniger über das Buch aus als ein Einzeiler und trübt gerade bei Büchern mit wenigen Bewertungen die Gesamtwertung. Wenn dann jemand nur nach Büchern mit 4/5 Sternen sucht, kann das wegen solchen eigentlich nichtssagenden Bewertungen ganz leicht aus den Suchergebnissen fallen, obwohl das Buch selbst eigentlich ziemlich gut bewertet wird.

    Ich selbst bin inzwischen dazu übergegangen, auf Amazon, Lovelybooks und Co nur noch deutlich gekürzte Versionen meiner Rezensionen zu veröffentlichen. Einerseits aus SEO-Gründen, andererseits weil ich das Gefühl habe, dass lange Rezensionen auf diesen Plattformen kaum gelesen werde. Und wenn ich schon Rezensionen teile, dann sollen sie doch wenigstens bitte auch gelesen werden ;-)

    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Bei mir kommt es natürlich auch immer ein bisschen drauf an wie viel Zeit ich gerade habe ... die 1-Satz-Meinungen bringen mir an sich auch nichts, allerdings geben sie dem Gesamteindruck natürlich mehr Tiefe. Je mehr Leser Sterne vergeben, desto deutlicher wird der Durchschnitt, wie das Buch bei den meisten ankommt. Wenn da jetzt ein paar dabei sind, die nur kurz ein paar Worte schreiben, ist das für mich völlig okay, gibt ja meistens genug andere, die mehr dazu schreiben :)

      Bewertungen bei Büchern zum Händler oder Zustand, an sich gehört es ja schon mit rein, ist ja bei anderen Produkten auch so, aber es hat natürlich nichts mit der Geschichte zu tun. Da sind wir Bücherleser natürlich drauf fixiert :) Für sowas einem Buch 1* zu geben ist daneben, dazu schreiben kann man es natürlich wenn man es gebraucht gekauft hat, damit andere das auch sehen können.

      Rezensionen extra zu kürzen, da fehlt mir echt die Zeit und die Lust *lach* Ich bin froh wenn der Text fertig ist und mag da nicht nochmal extra dran rumfeilen, da ist mir dann SEO & co. egal ^^

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  9. Es gab eine Abmahnwelle bei Amazon? Das habe ich überhaupt nicht mitbekommen. Und warum genau wurden die denn gesperrt? Das gilt dann als Fake Rezension? Mir ist nur aufgefallen, dass es mal wieder länger mit dem freigeben gedauert hat. Am Ende kam die Freigabe aber dann doch und das obwohl drin steht, dass es ein Rezensionsexemplar ist.
    Allgemein zu den Rezensionen auf Amazon. Ich erwarte da keine ausführlichen Bewertungen so wie auf meinem Blog. Ein bisschen drum herum, dass man merkt, dass derjenige das Buch gelesen hat, wäre auf jeden Fall schon schön, weil Buch hat mir gefallen, empfehle ich weiter, bringt mir nicht viel, aber an sich ist es mir egal. Ich lese die Rezensionen eh eher auf anderen Blogs oder lovelybooks sowie goodreads.

    LG, Moni

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    1. Oh ja, immer wieder mal. Da werden dann Rezensionen gesperrt, gelöscht und einigen wurde tatsächlich der komplette Account gesperrt. Angeblich weil sie gefakte Rezensionen hochgeladen hätten, dafür bezahlt würden etc... als Freundschaftsdienst sozusagen.
      Gerade wenn ein neu erschienenes Buch direkt am Erscheinungstag 10 fünf Sterne Rezensionen bekommt ist das für Amazon verdächtig ^^
      Ich glaube auch wenn man sehr sehr viele Produkte bewertet die nicht über Amazon gekauft wurden gibt es eine Sperre. Ich glaube mich dran zu erinnern, das irgendwo gelesen zu haben.

      Ich lese Rezensionen auch fast nur auf Blogs, muss ich sagen. Auf den anderen Plattformen manchmal in Ausnahmefällen. Da ist es aber für mich dann gut zu sehen wie der Durchschnitt ausfällt und das geht halt nur wenn viele Sternebewertungen da sind.

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  10. Liebe Aleshanee,

    auf jeden Fall ein spannendes Thema und ein Dauerbrenner!
    Die Sternebewertung eines Buches alleine reicht für mich überhaupt nicht aus und deswegen nehme ich sie allerhöchstens als groben Richtwert, wenn überhaupt. Wenn beim einen 3 von 5 Sternen ein gutes und lesenswertes Buch kennzeichnen, sind 3 von 5 beim anderen schon fast ein Verriss. Wirklich aussagekräftig sind für mich die Texte dazu und da besonders die mit mittleren und schlechten Bewertungen, weil die nicht nur pauschal loben, sondern auch die Schwachstellen aufzeigen. Dann kann ich immer noch selbst entscheiden, ob diese Schwachstellen für mich relevant sind oder mich nicht stören.
    Ich kann aber auch gut nachvollziehen, dass fundierte, ausführliche „Semiprofi-Rezensionen“ andere Leute verschrecken, die sich eben keine 2 Stunden Zeit nehmen wollen oder nicht so gut mit Worten umgehen können, dass sie auf den Punkt bringen können, was ihnen gefallen oder was sie gestört hat. Diese LeserInnen haben genauso das Recht, eine Bewertung abzugeben und sich zu äußern. Ob ich diese „fand ich super“-Meinung dann berücksichtige, liegt ja immer noch bei mir.
    Ich sortiere schließlich auch die „Rezensionen“ aus, die nur einen Stern für ein Buch vergeben, weil das Paket mit einer Beschädigung der Verpackung ankam oder zu spät etc. Oder diejenigen, die 5 Sterne vergeben und dazu schreiben, dass das Buch ein Geschenk für die Frau war und sie es noch gar nicht gelesen hat. Gibt’s ja auch *bitte hier den Augen-verdreh-Emoji dazu denken*
    Besonders cool finde ich die RezensentInnen, die es schaffen, aussagekräftig ein Buch in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen. Das ist leider sehr selten und ich fände es auch nicht gut, wenn man eine Art Qualitätsanspruch daran knüpfen würde, um überhaupt seine Meinung über ein Buch öffentlich äußern zu dürfen. Das Ausfiltern nach „nützlich“ oder „nicht nützlich“ (oder auch „fake“ oder „echt“) liegt meiner Meinung nach bei den Menschen, die die Rezensionen lesen und nicht bei den Rezi-Schreibern.

    LG Gabi

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    1. Da kann ich mich dir ziemlich anschließen :)

      Klar mag für die einen ein 3 Sterne Buch schon nicht mehr gut, für die anderen noch recht gut sein. Aber als insgesamten ersten Eindruck finde ich schon interessant, wie viele Menschen überhaupt Sterne vergeben haben und wie der Durchschnitt ist. Je mehr das machen umso eindeutiger ;)

      Manchmal hab ich wenig Zeit, da überfliege ich Rezis nur kurz, manchmal nehme ich mir aber extra Zeit um sie zu lesen, grade wenn ich noch unschlüssig bin ob ich es lesen soll.

      Haha, ja, solche "Meinungen" bei Büchern die sich um Verpackung und Lieferzeit drehen sind für uns Leser natürlich komplett außen vor.
      Aber wenn man sich andere Gegenstände bei Amazon anschaut wird auch oft davon gesprochen. Ich hab da ja auch schon andere Dinge bestellt, wie z. B. so einen Türschloßzylinder - heißt der so?
      Dazu konnte ich jetzt auch nicht viel sagen außer dass er schnell da war und funktioniert :D
      Jemand der sich damit auskennt wird auch die Augen verdrehen und sich denken: kann die nicht deutlicher werden?

      Deshalb eben: alle haben ein Recht ihre Meinung zu sagen, ob sie jetzt grade sinnvoll oder passend ist, solange sie nicht beleidigend wird. Ich hoffe dass das auch weiter in den Köpfen aller ankommt :)

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  11. Vielen Dank für diesen Beitrag, für die lebendige Diskussion in den Kommentaren - und vor allem für den Hinweis auf Catalina Cudds Beitrag. So cool und auf den Punkt! Und ich habe wieder einen lohnenswerten Bog mehr in meinen Lesezeichen :-)

    Dir eine sorlgose Zeit
    Bianka

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    1. Das freut mich natürlich sehr, vielen Dank für dein Lob :)

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  12. Hey Aleshanee,

    du hast aber auch immer interessante Themen. :D

    "ABER nicht alle Leser sind Buchblogger!" und ja, genauso sehe ich das auch!!! Deswegen schreibe ich meine Rezensionen auch recht kurz und knackig. Und vor allem schreibe ich keine Fachbegriffe, sondern halte es einfach.
    Ich selber lese bei Rezensionen immer nur das Fazit, weil es mir ausreicht. Da steht alles drin, was man wissen muss. Finde ich...
    Deswegen finde diese kurzen Meinungen absolut in Ordnung.

    Aber im Prinzip kann man es eh nie allen recht machen. ;)

    Hab einen tollen Abend.

    Ganz lieben Gruß

    Steffi
    angeltearz liest

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    1. Dankeschön Steffi :)

      Haha, deshalb schreibe ich kein Fazit mehr in meine Rezensionen :P Das hab ich nämlich schon von so vielen gehört und mich hat das immer ein bisschen geärgert *lach* Wenn ich eine Stunde lang an einer Rezension feile und jeder nur die letzten drei Sätze liest ... joa xD
      Aber wie du schon sagst: Recht machen kann man es nicht allen und ich merke, dass meine Rezis mittlerweile sehr unterschiedlich ausfallen. Mal fällt mir mehr ein zu einem Buch und einmal weniger, danach richte ich einfach wie viel ich schreibe, je nachdem wie mir ist ;)

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  13. Hey liebe Alexandra

    Du hast dir ja wieder einmal ein tolles Thema ausgesucht. Ich hatte vor einigen Wochen eine ziemlich hitzige Diskussion dazu im Forum der Lesejury. Dort allerdings ist es so, dass man pro Rezension fünfzig Punkte bekommt, die man dann nach und nach gegen Buchprämien eintauschen kann und ich habe einmal angeregt, eine Mindestanzahl Wörter oder andere Kriterien einzuführen, damit eben solche "Rezensionen" (die ja wirklich keine Rezensionen, sondern bestenfalls Leseeindrücke sind), zu unterbinden. Gerade bei Foren, in denen Rezensionen mit Punkten belohnt werden, finde ich es eine absolute Frechheit, zwei Sätze zu schreiben und diese als "Rezension" zu veröffentlichen. Es ist respektlos dem entsprechenden Portal, den Autoren und Verlagen und auch den anderen Mitgliedern der Community gegenüber, die vielleicht eine halbe Stunde lang an einer Rezension feilen.

    Ebenfalls dann, wenn man Bücher anfragt und diese dann für den Verlag/für die Autoren rezensiert, sollte man sich meiner Meinung nach definitiv ein wenig mehr Mühe machen, weil man ja immer auch eine Verantwortung hat gegenüber einem "Auftraggeber". Also wenigstens eine kurze Begründung der Meinung, ein paar Worte zum Aufbau der Handlung oder den Figuren sollten da schon drin liegen. Alles andere ist auch in diesem Fall in meinen Augen total respektlos, da bin ich ganz offen.

    Wenn man auf einem eigenen Blog oder anderen Kanal einfach so für sein persönliches Vergnügen über Bücher schreibt, sieht das ganz anders aus. Klar, zwei Sätze sind keine Rezension, sondern vielleicht ein Leseeindruck, denn wenn man schon keine Rezensionen schreiben kann oder will (obwohl es genug Leitfäden im Internet und sogar ganz klare Definitionen gibt, was überhaupt eine Rezension ist und was sie ausmacht), soll sein Geschreibsel fairerweise auch nicht "Rezension" nennen.

    Eine Rezension umfasst per Definition einige Zeilen über den Aufbau, die Sprache, die Hintergründe, eventuelle Bezüge zum Leben des Autors/der gesellschaftlichen Situation, in der ein Buch spielt und kann wahlweise noch auf einzelne Figuren, das Cover, die ganze Aufmachung oder die Haptik des Buches, weitere Werke des Autors oder auch andere zu ähnlichen Thmen geschriebene Bücher eingehen und somit kann eine gute und aussagekräftige Rezension wohl nicht weniger als 200 Wörter umfassen und auch das ist noch sehr, sehr wenig. Wer dies nicht leisten kann oder will, soll doch einfach in Zukunft gar nicht von Rezensionen sprechen sondern Beiträge mit "Meine Meinung", "Mein Leseeindruck", "Meine Empfehlung" überschreiben und dann erübrigt sich das Thema von selber, denke ich.

    Ganz liebe Grüsse und vielen Dank für diese spannenden Überlegungen
    Livia

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    1. Hi Livia,

      ich bin ja auch bei der Lesejury registriert, hab das aber nicht mitbekommen weil ich dort wirklich nur Rezensionen hochlade. Wenn es ein Rezensionsexemplar ist, klar, da sollte man dann schon eine aussagekräftige Meinung schreiben. Was da jetzt genau reingehört würde ich aber gar nicht so klar definieren. Manchmal kann man auch viel schreiben, ohne auf die einzelnen Punkte genau einzugehen und es entsteht trotzdem ein sehr guter Leseeindruck von dem Buch. Dieses genaue Festlegen ist eh nicht so meins :)

      Wenn ich manchmal wenig zu einem Buch zu sagen habe oder es wirklich nur kurz umreißen möchte nenne ich das mittlerweile im Titel "Fazit" hier auf dem Blog. Ich hab sogar ein paar Bücher schon komplett ohne Text hier aufgeführt nur mit Sterne-Bewertung, da schreib ich dann "Gelesen" drüber.
      Posten tu ich die einfach damit ich sie mit in meiner Übersicht habe.

      Aber wie gesagt, bei Rezensionsexemplaren finde ich auch dass da schon etwas mehr als ein Zweizeiler dazu gehört - und auch mehr als die Wiederholung der Handlung. Das machen manche ja auch ganz gerne ^^ Wobei ich denke dass da die Verlage selbst schon auch ein bisschen in der Pflicht stehen und schauen sollten, zumindest sporadisch, was zu ihren Büchern geschrieben wird und sich mit den Bloggern dann austauschen, bei denen es nicht so wirklich passt.

      Für die Meinung an sich steht aber alles offen und grade "nur" Leser oder eben Menschen, die nicht so in die Bücherwelt verstrickt sind wie wir, die wissen das ja nicht und müssen sich damit auch nicht beschäftigen. Wenn ich hier jetzt kurz über meinen Urlaub berichten würde, würde ein Reiseblogger wahrscheinlich auch die Augen verdrehen *lach* Es ist nunmal nicht jeder so leidenschaftlich wie wir was Bücher betrifft ;)

      Zwei Freundinnen von mir z. B. lesen gerne, auch mein Vater oder meine Mum lesen viel - die würden sich jetzt aber nie extra einen "Leitfaden" durchlesen oder sowas sondern einfach in ihren Worten kurz schreiben was sie zu dem Buch denken ...

      Das Cover oder die Haptik des Buches, das finde ich persönlich zum Beispiel nicht unbedingt interessant, außer es gibt Besonderheiten. Ich hab schon gesehen dass manche das Cover nochmal extra beschrieben, was ich nicht verstehe, denn ich sehe es ja abgebildet ^^

      Übrigens hab ich im Laufe der Diskussion auch von einigen gehört, dass sie lange Rezensionen gar nicht lesen möchten weil ihnen das ja, eben zu lang ist oder auch schon zu viel verrät. Sie bevorzugen eher einen kürzeren Text. Da gibt es also schon auch Unterschiede :)

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  14. Hallo,

    Einsatz-Rezensionen fand ich bisher eher unnötig (obwohl sie mir immer noch lieber sind als "Das Buch ist beschädigt angekommen!"-Rezensionen). Aber dein Beitrag hat mich zum Nachdenken gebracht und ich sehe schon ein, dass nicht alle Leser automatisch auch Rezensenten sind oder sein wollen. Oder sein müssen. Da muss ich wirklich mal die Scheuklappen ablegen, scheint mir.

    An die Sternebewertung habe ich dabei noch gar nicht gedacht, aber stimmt: eigentlich je mehr, je besser.

    LG,
    Mikka
    [ Mikka liest von A bis Z ]

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    1. Freut mich dass es den Raum etwas für dich geöffnet hat <3
      Ich muss bei solchen Diskussionen halt immer an Freunde und Bekannte von mir denken die von "Buchbloggern" oder "Rezensionen" an sich keine Ahnung haben und durch mich überhaupt erstmal damit in Berührung gekommen sind - auch wenn sie Leser sind.
      Ich sag immer zu ihnen, dass sie eine Bewertung abgeben sollen, auf welchem Portal auch immer - sie sind sich dann aber unsicher weil sie nicht wissen was sie zu den Büchern schreiben sollen und dann können sie doch lieber 1-2 Sätze schreiben als gar nix :) Es fällt halt manchen einfach schwer ... und ja, auf die Sterne insgesamt wirkt sich das dann schon aus wenn sich mehr trauen.

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  15. Bei einer Bewertung auf Amazon bin ich von Haus aus vorsichtig. Und man merkt sofort, ob sich da jemand Mühe gibt, oder nicht. Bei Rezensionen auf Blogs erwarte ich mir schon einiges mehr, als bloß ein paar Sätze.
    Abmahnwelle auf Amazon? Das habe ich gar nicht mitbekommen.
    LG Sabienes

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    1. Es wurden tatsächlich Rezensionen gelöscht auf Amazon und einige haben geschrieben dass ihr kompletter Account gesperrt wurde weil es hieß, sie würden "gekaufte" Rezensionen schreiben, da sie oft schon am Erscheinungstag eingestellt wurden und sehr positiv ausgefallen sind ... Das war vor einigen Wochen großes Thema in den Büchergruppen auf Facebook. Im Moment ist es zum Glück wieder ruhig und ich hab nichts mehr in der Richtung gehört.

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  16. Hallo liebe Aleshanee,

    das ist ein interessantes Thema und ich kann auch nur unterstreichen, dass ja beiweitem nicht alle Leser auch ellenlange Rezis schreiben möchten. Allzu kurze finde ich allerdings nicht sehr aussagekräfig, es muss schon begründet werden, was gestört hat oder warum der Lesefluss unterbrochen wurde etc. Manchmal reicht ja schon allein der Grund, warum man ein Buch gern gelesen hat.

    Bei ellenlangen Rezis vergeht übrigens sogar mir die Lust, den ganzen Sermon zu lesen. Manchmal reichen Kurzmeinungen durchaus und wenn man dann noch mehr über das Buch erfahren möchte, kann man sich die Rezension durchlesen.

    Zu den Rezis am Erscheinungstag muss man sich nur vor Augen halten, dass ja viele Blogger die Bücher vorab bekommen. Vielen "Normallesern" oder Kunden ist das sicher nicht bewusst. Die Abmahnungen sehe ich persönlich als Unsitte an, denn auch Amazon weiß von den Vorab-Büchern.

    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Zu den Begründungen bzw. Leuten, die es nicht begründen: das sind halt "nur Leser" und keine Blogger ;) Meine Freundin zum Beispiel liest einfach nur ab und zu ein Buch und ihr würde absolut nichts einfallen, was sie jetzt dazu schreiben sollte. Sie würde gerne Sterne vergeben, was auf manchen Portalen ja nicht möglich ist, ohne was zu schreiben. So fallen halt dann doch viele Stimmen weg, die zumindest den Durchschnitt der Sternebewertungen genauer machen würden.

      Soweit ich das mitbekommen habe, sieht amazon das so, dass diese Rezensionen am ET von Menschen kommen die mit Autoren befreundet sind. Zumindest habe ich das aus den Kommentaren rausgelesen, die die Leute geschrieben haben die gesperrt wurden.

      Genauer kann man es bei den Richtlinien zu Amazon nachlesen, weiter unten steht was über "Werbeinhalte"
      https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201929730

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