Dienstag, 12. Mai 2020

Rezension zu Die Kinder des Namenlosen von Brandon Sanderson

Magic The GatheringDie Kinder des Namenlosen von Brandon Sanderson


 Von klein auf hat Tacenda die Gabe, einen starken Zauber zu wirken, der sie und ihre Familie vor den Monstern in den Wäldern schützt. Doch diese Macht ist zugleich ihr Fluch, denn Tacenda ist dazu verdammt, ein Leben in ewiger Finsternis zu führen: Sobald die Sonne aufgeht, verliert sie ihr Augenlicht, bis es wieder dunkel wird. Eines Nachts versagt der Schutzzauber, und Tacendas Familie wird von den Ungeheuern getötet. Tacenda glaubt, dass der neue Lord, der vor einiger Zeit den alten Herrscher abgelöst hat, dafür verantwortlich ist. Angeblich steht er mit Dämonen im Bunde. Sie bricht in sein Herrenhaus ein, um Rache zu nehmen. Doch schnell muss sie erkennen, dass der Lord alles andere als von dieser Welt ist, und dass sehr viel dunklere Mächte für den Tod ihrer Familie verantwortlich sind …(Klappentext)


Meine Meinung
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Das Buch hat sofort mein Interesse geweckt, da ich das Kartenspiel MAGIC früher sehr gerne und oft gespielt habe. Was mich hier erwarten wird war für mich völlig offen, aber ich konnte das ein oder andere tatsächlich auch mit den Erinnerungen an das Kartenspiel verbinden.

Vor allem den Sumpf, der eine wichtige Quelle in der Geschichte ist, aber auch die typischen Rollenspieler Klassen wie eine Bardin, eine Paladinin, Zauberer und damit verbundene magische Fähigkeiten - oder auch die kleinen, bösen dämonischen Wesen, die es zuhauf gibt und mit mehr oder weniger Intelligenz auf ihre Art zum Fürchten sind. Da hat Brandon Sanderson wirklich viele originelle Ideen untergebracht, die die Geschichte auschmücken - leider blieb sie mir dabei insgesamt etwas zu oberflächlich.


Am Anfang gab es eine kurze Einführung zu der Ausgangssituation, ohne viel näher zu erklären, wobei sich eh alles auf die Figuren und ihre Aufgabe fixiert, als um die Welt darum herum. 

Manche mögen ja keine ausschweifenden, komplexen Welten mit langen Erklärungen, für die könnte das genau richtig sein - für mich war alles einfach etwas kurz geraten. Das liegt natürlich auch an der Seitenzahl, grade in dem Genre, aber es ist ja doch ein erster Band und da hab ich schon ein bisschen was zum "Weltgeschehen" erwartet, einen Anhaltspunkt, wohin es dann wohl in der Fortsetzung weiterführen wird.

Vom Stil her ist es einfach und flüssig zu lesen und wird abwechselnd aus den Perspektiven der zwei Hauptfiguren erzählt:
Tacenda, die blinde Sängerin, deren Gabe die Dämonen schwächt
und
Davriel, dem Herrn des Herrenhauses, der ebenfalls eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzt

Für mich lebt die Geschichte vor allem von den Charakteren und den teilweise lustigen Dialogen, wobei sie jetzt nicht immer so meinen Humor treffen. Große Spannungsbögen gab es nicht; es plätscherte eher vor sich hin, auch wenn es sehr lebendig und abwechslungsreich erzählt wird.

Gefallen haben mir die zwar wenigen, aber überraschenden kleinen philosophischen Gedanken, mit denen ich hier gar nicht gerechnet habe und die mir den Bezug zu den Figuren verstärkt haben.

Insgesamt eine abenteuerliche, originelle Geschichte für eine leichte Unterhaltung.


Meine Bewertung
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http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/3%20Sonnen


Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 Es gab diesbezüglich keinerlei Vorgaben und die Rezension 
spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider.


Ebenfalls rezensiert von

World of Books and Dreams


Die Kinder des Namenlosen

von Brandon Sanderson

Band 1 der Romanreihe MAGIC: The Gathering
in Anlehnung an das beliebte Kartenspiel
Band 72 der mittlerweile 75 Bände
Im Original Children of the Nameless
übersetzt von Ole Johan Christiansen

Verlag Heyne --- Seitenzahl 272
1. Auflage April 2020




Ebenfalls im Heyne Verlag erschienen zu MAGIC The Gathering

Krieg der Funken

1 - Ravnica von Greg Weisman
2 - Die Vergessenen von Greg Weisman




Kommentare:

  1. Hallo Aleshanee,
    ich lasse ja mittlerweile die Finger von Romanen, die in Rollenspielwelten spielen. Irgendwie lesen die sich oftmals auch so wie sich das Rollenspiel spielt und das passt irgendwie nicht. Selbst die hochgelobten DSA-Romane haben mir nicht so wirklich zugesagt. Nun habe ich Magic nie gespielt, aber Deine Rezi macht jetzt auch nicht unbedingt Lust, in die Welt einzutauchen ;)
    Viele Grüße
    Frank

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    1. Ich kenne solche Art von Geschichten bisher nicht - mich hätte damals die Reihe zu World of Warcraft interessiert, hab aber nie damit angefangen. Und ich denke auch, das war mein erster und letzter Versuch. So wirklich von der "Welt" bzw. das was ich von den Karten kenne, hab ich hier nicht wirklich "wiederkannt". Wobei ich ja, wie gesagt, schon länger nicht mehr spiele, nur noch ab und zu - und auch mit den alten Karten, hab schon lange keine neuen Decks mehr geholt ;)

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  2. 75 Bände!? O.o Wow...
    Magic kenne ich nicht.
    Die Idee der Geschichte hört sich schon krass an.
    Schade, dass es Dich nicht überzeugen konnte. Ja, ich mag ja auch lieber komplexe Welten.

    Liebe Grüße
    Petrissa

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    1. Oh ja, ich war auch extrem erstaunt!!!
      Der hier wird als "Band 1" der Romane angekündigt auf der Verlagsseite - und es gibt noch zwei weitere Bücher, deshalb war ich echt überrascht, bei goodreads dann 75 Bände zu finden, die alle zu Magic gehören. Von ganz unterschiedlichen Autoren.

      Insgesamt ist das sicher gut und komplex, das sollte man dann halt schon von Anfang an lesen und sich auch mit den Karten besser auskennen. Ich hab ja nur alte Decks und mir schon seit Jahren keine neuen mehr gekauft. Deshalb hab ich da wohl auch kaum eine Verbindung gemerkt.

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