Sonntag, 3. Mai 2020

Rezension zu Morbus von Mark Roderick

Rezension zu Morbus von Mark Roderick


Er ist böse. Er tötet. Er sucht Erlösung.
Der erste Standalone von Bestseller-Autor Mark Roderick – knallharte Spannung vor idyllischer Kulisse.
Das alte, idyllisch gelegene Gutshaus in den Weinbergen strahlt Behaglichkeit aus, im Dorf geht es noch familiär zu. Für die Journalistin Mara Flemming genau der richtige Ort, um ihrem alten Leben in der Großstadt zu entfliehen. 
Doch warum sprechen die Einwohner immer vom “Unglückshaus“? Und was geschah mit dem Mädchen, das dort vor einigen Jahren spurlos verschwand? 

Zunehmend beschleicht Mara das Gefühl, dass da noch jemand im Haus ist. Dass jemand sie beobachtet. Auf sie wartet.
(Verlagsinfo)





Meine Meinung
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Thriller sind zwar kein oft von mir gelesenes Genre, aber ich tauche gerne auch mal ab in ein spannungsgeladenes Szenario, mit dem ich mir die Nacht um die Ohren schlagen kann.

Wie im Klappentext geschildert geht es recht beschaulich los. Der Umzug in ein idyllisch gelegenes Gutshaus ist für Mara Flemming eine Flucht, vor dem Stress der Großstadt, ihrer Arbeit und ihrem untreuen Exmann. 
Allerdings erkennt sie recht schnell, dass doch ein Haken an dem günstigen Angebot für den Hauskauf war, denn es gibt einige Gerüchte, die sie an ihrer Entscheidung für den Umzug zweifeln lassen ... vor allem schüren sie ihre Neugier als Journalistin, aber je mehr sie in den Geheimnissen rührt, um so mehr kommt an die Oberfläche, bis sich die Ereignisse überschlagen.


Mark Roderick hat einen einfachen, angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen, mich aber ein bisschen die angespannte Atmosphäre vermissen lässt. Es gibt immer wieder kleine Spannungsbögen, von denen ich mir aber doch ein bisschen mehr erwartet hatte. 

Während Mara sich anfangs mit einem Vermisstenfall aus der Vergangenheit befasst, scheinen die Ereignisse immer mehr in die Gegenwart zu reichen. Plötzlich weiß man nicht mehr, wem man trauen darf, denn eine akute Gefahr für Mara und ihre Tochter wird immer greifbarer. Es scheint dabei aber kein Muster ersichtlich, was auf den Täter hinweisen könnte und gerade gegen Ende steigt die Spannung plötzlich rapide an, da man hin- und hergerissen ist, wer wohl hinter dem ganzen steckt.

Mara selbst war für mich ein etwas "schwieriger" Charakter. Einerseits eine taffe Frau, die weiß, was sie will, mir aber in manchen Situationen in ihren Gedankengängen und Gefühlen nicht nachvollziehbar war. Auch andere Details haben mich an manchen Stellen irritiert, was die Glaubwürdigkeit etwas untergraben hat.

Am Ende gibt es noch eine ziemlich "böse Überraschung", die ich aber ziemlich cool fand und einen perfiden, aber gelungenen Abschluss bietet.



Meine Bewertung
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http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/3%20Sonnen

Vielen Dank an den Autor und den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 Es gab diesbezüglich keinerlei Vorgaben und die Rezension 
spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider.


Ebenfalls rezensiert von

Der Büchernarr 2,5/5
Zeit für neue Genres 4/5
LeseBlick 4/5 


Morbus

von Mark Roderick

Einzelband --- Thriller
Verlag Fischer --- Seitenzahl 448
1. Auflage Taschenbuch April 2020




Ebenfalls im Fischer Verlag erschienen ist die 5teilige Post Mortem Reihe von Mark Roderick, die mit Tränen aus Blut startet

Ein Blick in die Hölle…

Eine Familie verschwindet spurlos. Ein Mann stirbt durch zwei Schüsse. Er war Reporter, einer großen Sache auf der Spur. Kurz vor seinem Tod sendet er noch zwei Nachrichten: eine an seinen Bruder Avram Kuyper, einen skrupellosen Profi-Killer, und eine an Emilia Ness, eine unbestechliche Interpol-Agentin. Avram soll ihn und seine Familie rächen, Emilia den Fall vor Gericht bringen. Beide sehen das Horror-Video, das ihnen jemand zuspielt. Beide blicken direkt in den Schlund der Hölle. Wer ist diese Bestie, die kein Gewissen und keine Grenzen kennt? Können Avram und Emilia ihn gemeinsam zu Fall bringen?


Kommentare:

  1. Hallo Alex :)
    Ich war nun doch neugierig, was du zu dem Buch sagst, nachdem ich vorher schon so gespannt war, bald intensiver in die Geschichte einzutauchen. Und ich bin auch noch immer neugierig und gespannt auf das Buch! Ich kann verstehen, dass es einem nicht so leicht fällt, wenn man die Protagonistin schwierig findet und nicht immer so nachvollziehen kann, was sie da macht, ich bin gespannt, wie es mir ergehen wird. Und auch wie die Atmosphäre auf mich wirkt. Deine Rezension enthält aber auch viele Elemente bei denen ich nur noch neugieriger werde :D
    Ich freu mich also nach wie vor auf das Buch!
    Danke für deinen Einblick :)
    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Na dann hoffe ich dass es dich noch etwas mehr begeistern kann :)
      Wenn ich so kleine Ungereimtheiten (zumindest nach meiner Ansicht) finde, ist es dann immer etwas schwer, mit der Protagonistin mitzufiebern, weil ich das dann immer im Hinterkopf habe.
      Aber wenn ich dich noch neugieriger gemacht habe, dann ist ja alles gut und ich wünsch dir ganz viel Spaß mit dem Buch!

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    2. Wobei ich es ja nicht schlecht finde, aber für meinen Geschmack fehlt halt noch ein bisschen "mehr" ;)

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    3. Ich kann das schon verstehen. Wenn Personen in sich stimmig sind, selbst wenn man nicht jedes Detail mag, dann kann man mit ihnen vielleicht sogar noch besser umgehen, als wenn man findet, dass sie einfach "komisch" sind oder irgendwas an ihnen nicht passt. :)
      Ich bin auf jeden Fall nicht abgeschreckt und werde dich wissen lassen, wie es mir gefallen hat, wenn ich es gelesen hab :)

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    4. Es gab ja auch viele positive Dinge, also viel Spaß damit! :)

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  2. Huhu,

    okay, dass ein Charakter nicht unbedingt nachvollziehbar handelt das stört mich eigentlich nicht. Ich lese oft abgedrehte Bücher wo Charaktere total verrückt handeln was ich nie und nimmer nachvollziehen kann. Das wäre jetzt kein KO Kriterium für mich. Wenn es sich schleppt und kein Tempo hat dann allerdings schon. Ich glaube ich warte, bis ich mal ein Exemplar in der Onleihe finde, dann ist es nicht so schlimm wenns mir nicht passt. Die letzten beiden Abbrüche von mir waren auch aus der Onleihe.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Das kommt ganz darauf an, ich kann eigentlich sehr viel nachvollziehen, manchmal stört es mich mehr, manchmal weniger ;)
      Dann bin ich mal gespannt wie es dir gefällt, wenn es dir in Hände fällt!

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  3. Hallo Aleshanee,

    wir haben ja schon ein bisschen über das Buch geplaudert. Ich bin doch sehr fasziniert, dass wir die Protagonistin so unterschiedlich wahrgenommen haben. Für mich ist Mara sehr authentisch rüber gekommen. Dafür war mir das Ende zu 'rund'. :D

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ja, ist manchmal einfach so, kommt sicher auch auf äußere Umstände an, Stimmung, Zeit ... keine Ahnung *lach* Aber schlecht war es ja nicht und mich freut, dass es dir noch einen Tick besser gefallen hat

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