Samstag, 16. Mai 2020

Rezension zu Nur eine böse Tat von Elizabeth George

Nur eine böse Tat von Elizabeth George


Barbara Havers sorgt sich um ihren Freund Taymullah Azhar: Dessen Freundin hat ihn verlassen, sich nach Italien abgesetzt, und die gemeinsame Tochter Hadiyyah ist dort spurlos verschwunden. Inspector Lynley reist in die Toskana, um die Ermittlungen in dem kleinen Ort Lucca zu begleiten. Doch bald wird Azhar selbst mit der Entführung des Kindes in Verbindung gebracht. Barbara ist fassungslos und kämpft mit allen Mitteln darum, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Bis sie einen Schritt zu weit geht ...








Meine Meinung
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Wieder ein dicker Wälzer in der Krimireihe um Inspector Lynley und Barbara Havers - ein Ermittlerteam, das ich über die Jahre einfach ins Herz geschlossen habe! Auch wenn die Autorin (noch immer) etwas antiquiert wirkt in manchen Momenten, grade was Thomas Lynley anbelangt, mag ich ihren Stil und vor allem ihre ausgefeilten Persönlichkeitsprofile.

Damit hat sie mich hier wirklich sehr überrascht, denn die Entführung, um die es hier vordergründig geht, zeigt Schattenseiten auf, die man eigentlich gar nicht sehen möchte. Aber: dadurch erkennt man auch sehr gut, zu was Menschen fähig sind, wenn sie bedroht werden. Nicht körperlich, sondern seelisch und wie diese Angst um sich greift und zu Verzweiflungstaten führt, die man vorher kaum für möglich gehalten hätte!

Der Schauplatz ist dieses Mal nicht nur London sondern auch die beschauliche Stadt Lucca in Italien in der Toskana. Dieser Ortswechsel war erfrischend, auch wenn das Thema dahinter natürlich beängstigend war - aber Elizabeth George hat auf jeden Fall den italienischen Charme eingefangen, der sich in der Beschreibung der Schauplätze wie auch in den Figuren widergespiegelt hat.


Es gab dieses Mal am Anfang keinen langen Aufbau. Die wichtigen Personen, um die es geht, sind aus den Vorbänden bekannt und dadurch konnte man gut sofort eintauchen. Wobei man sich doch öfter gefragt hat, wer jetzt hinter was steckt, denn die Spuren sind vieldeutig und erstmal nicht so einfach zu durchschauen! 
Barbara Havers jedoch ist überzeugt - und wenn sie sich mal in etwas verbissen hat, lässt sie ja nicht so einfach wieder los. Ihr Engagement und ihre Loyalität, davon könnte sich der ein oder andere eine Scheibe abschneiden - umso tragischer ist sie als Figur für mich, da sie in ihrer Einsamkeit so leidet. 

Lynley und Barbara waren ja schon öfter in Zwickmühlen, wenn private Verbindungen in die Ermittlungen hineingespielt haben, und hier kommt es so offen zum tragen wie bisher noch nie. Diese Entscheidungen zu treffen, wem man vertraut, wen man deckt und für wen man alles riskieren kann, das war auch ein sehr fesselnder und nahe gehender Aspekt in diesem Fall. 

Ein bisschen weniger Klischees hätten dem ganzen vielleicht ganz gut getan und das Verhalten mancher Charaktere war etwas überzogen - hier hätte man ruhig etwas kürzer treten können.
Die italienischen Floskeln während dem Aufenthalt in der Toskana haben den Flair des Schauplatzes unterstrichen, hätten aber auch etwas weniger sein können - ich konnte nicht alles immer zuordnen, auch wenn das meiste im Zusammenhang schlüssig war.

Meine Bewertung
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http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/4%20Sonnen




Nur eine böse Tat

von Elizabeth George

Band 18 der Krimireihe um Lynley und Havers
Im Original Just one evil act
übersetzt von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

Verlag Goldmann --- Seitenzahl 860
1. Auflage November 2013





Reiheninfo:

1 - Mein ist die Rache
2 - Gott schütze dieses Haus
3 - Keiner werfe den ersten Stein
4 - Auf Ehre und Gewissen
5 - Denn bitter ist der Tod
6 - Denn keiner ist ohne Schuld
7 - Asche zu Asche
8 - Im Angesicht des Feindes
9 - Denn sie betrügt man nicht
10 - Undank ist der Väter Lohn
11 - Nie sollst du vergessen
12 - Wer die Wahrheit sucht
13 - Wo kein Zeuge ist
14 - Am Ende war die Tat
15 - Doch die Sünde ist scharlachrot
16 - Wer dem Tode geweiht
17 - Glaube der Lüge
18 - Nur eine böse Tat
19 - Bedenke, was du tust 
20 - Wer Strafe verdient

Kommentare:

  1. Hallo Aleshanee,

    für ihre ‎Inspektor Lynley-Reihe ist Elizabeth George ja auch bekannt und beliebt, finde ich.

    LG...Karin...

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    1. Jap das kennen die meisten von ihr ;)
      Aber ich hab auch eins von ihr gelesen, den Titel weiß ich grade nicht, da gibt sie Schreibtipps, das fand ich auch gut!

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  2. Mich interessiert ob es lohnend ist, einen einzelnen Roman, zum Beispiel diesen, zu lesen, ohne vorher schon ein Buch der Reihe gelesen zu haben. Oder ist es besser mit Band 1 anzufangen? Was denkst du Weltenwanderer?

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    1. Lohnend wahrscheinlich schon, ich würde aber nicht dazu raten ;)
      Die beiden Ermittler Lynley und Havers sind ja von Anfang an dabei, dazu die Leute im Polizei Department und auch die Freunde von Lynley... das spielt in den Geschichten immer eine Nebenrolle.

      Es gibt sicher Leser, die die Bücher durcheinander lesen oder nur einzelne Bände. Ich selber lese sowas immer "nach der Reihe", weil ich sonst in den persönlichen Konflikten der Protagonisten nicht durchblicken würde.

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  3. Huhu Aleshanee,
    danke für deine Rezension. Ich habe bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, aber immer damit geliebäugelt und nun habe ich mir den ersten endlich notiert:-)
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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    1. Ah sehr cool! Da bin ich ja echt gespannt ob du da reinfindest! Die ersten sind ja doch schon etwas älter und etwas "antiquiert" *lach* Aber ich mag sie trotzdem sehr :D

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