Freitag, 9. November 2018

Rezension: Die Opfer, die man bringt von Hjorth & Rosenfeldt

Sebastian Bergman. Kriminalpsychologe. Er ist hochintelligent. Steht vor seiner schwersten Entscheidung. Aber wird er auch das Richtige tun?

Kriminalpsychologe Sebastian Bergman hat sich damit abgefunden, dass er Kommissar Höglunds Team bei der Reichsmordkommission verlassen musste. Er widmet sich seinem Buchprojekt und hält Vorträge, einzig zu Tatortanalytikerin Ursula hat er noch Kontakt. Seine Tochter Vanja will ihn weder sehen noch sprechen. Vanja arbeitet inzwischen bei der Polizei in Uppsala, sie ermittelt in einer perfiden Vergewaltigungsserie. Als die Reichsmordkommission eingeschaltet und auch Sebastian Bergman hinzugezogen wird, trifft das Team von einst wieder zusammen: Alte Konflikte drohen zu eskalieren. Und der brutale Vergewaltiger schlägt weiter zu. Bei der Suche nach ihm verdichten sich die Hinweise, dass er seine Opfer nicht zufällig auswählt. Doch gleich mehrere Personen scheinen verhindern zu wollen, dass die Verbindung zwischen den Frauen ans Licht kommt und der Täter gefasst wird.


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Die Opfer, die man bringt

von Hjorth & Rosenfeldt

Band 6 der Krimireihe um den Ermittler Sebastian Bergman
Genre Krimi // Setting Stockholm - Uppsala

Im Original En högre rättvisa // übersetzt von Ursel Allenstein; Ulla Ackermann

Verlag Rowohlt - Wunderlich // Seitenzahl 560
Hardcover 22,95 € // Ebook 19,99 €
1. Auflage Okt 2018

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--- OHNE SPOILER ---


Meine Meinung
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Ich bin ja seit dem ersten Buch der Reihe ein Fan und bin es immer noch! Auch der sechste Band hält wieder einige explosive Entwicklungen bereit, die mich nach Luft schnappen lassen. 

Die beiden Autoren legen ja den Fokus sehr auf den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman. Ein traumatisches Ereignis hat ihn zu einem sehr zynischen und vor allem höchst egoistischen Mann werden lassen, der seine Lebenslücken mit namenlosem Sex füllt und anderen vor den Kopf stößt, wann immer sich die Gelegenheit bietet. Ohne Rücksicht auf Verluste. Das hat er schon soweit verinnerlicht, dass er gewisse Momente und Bindungen zerstört, obwohl er es gar nicht wollte. Gerade was seine wiedergefundene Tochter betrifft hat er einiges vergeigt und selbst in seinen besten Bemühungen schafft er es auch dieses Mal, einen extremen Fauxpas zu begehen, der mich am Ende mit Herzklopfen zurückgelassen hat. 
Das wird mal richtig übel im nächsten Band, den ich schon wieder kaum erwarten kann!

Aber auch die Entwicklungen im Leben seiner Kollegen gehen weiter und während manche endlich ihre Verhältnisse in geregelte Bahnen lenken, gerät bei anderen alles aus den Fugen. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber das ist schon recht heftig wie hier einschneidende Erlebnisse das Handeln und Denken beeinflussen und wie die Abwärtsspirale sich immer weiter nach unten dreht. Auch hier gibts einen fiesen Cliffhanger zum Schluss der die Spannung weiter hoch hält. 

Sehr interessant finde ich auch die Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren, denn es gibt keine konkreten Kapitel pro Person oder gar einteilende Abschnitte. Diese Wechsel vollziehen sich fast unbemerkt, was aber nicht heißt, dass man nicht weiß, um wen es grade geht. Man entwickelt dadurch zu jedem der Ermittler einen guten Draht und kann die Gefühle nachvollziehen, während man gleichzeitig natürlich auch mit der Mörderjagd mitfiebert.

Der Fall ist ebenfalls sehr fesselnd und mit vielen Verstrickungen auch für mich als Leser spannend zu verfolgen wie sich alles entwickelt. Viele Verdächtige gibt es hier nicht, denn im Mittelpunkt stehen eher die undurchsichtigen Zusammenhänge der Überfälle. Die Aufklärung ist durchaus überraschend und gibt dem am Anfang erwähnten Konflikt mit Bergman und seiner Tochter einen bitterbösen Schlag - ich bin mega gespannt wie die zwei Autoren das in ihrem nächsten Band weiterführen werden! 

Eine absolut geniale Krimireihe - ich bin einfach nur begeistert!

Meine Bewertung
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http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/5%20Sonnen




 © Aleshanee

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 Es gab diesbezüglich keinerlei Vorgaben und die Rezension 
spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider.




Über die Autoren


Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, schreibt Drehbücher, zuletzt für die ZDF-Koproduktion «Die Brücke - Transit in den Tod». In Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator.

Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und ebenfalls Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell. Ihr gemeinsames Krimidebüt «Der Mann, der kein Mörder war» wurde ein Riesenerfolg, das Buch erschien in 22 Ländern und stand monatelang auf den internationalen Bestsellerlisten. Der zweite und dritte Band der Reihe um den Stockholmer Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, die von Sveriges Television in Kooperation mit dem ZDF verfilmt wird, befanden sich wochenlang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.
Quelle: Rowohlt Verlag


Sebastian Bergman Reihe

1 - Der Mann, der kein Mörder war
2 - Die Frauen, die er kannte
3 - Die Toten, die niemand vermisst
4 - Das Mädchen, das verstummte
5 - Die Menschen, die es nicht verdienen
6 - Die Opfer, die man bringt




Kommentare:

  1. Huhu Alex,

    das ich genau so begeistert bin, wie du, hast du ja schon gelesen. :)

    Ich bin auch so unglaublich gespannt, wie es weitergeht und bewundere, wie geschickt die Autoren über so einen langen Zeitraum ihre Charaktere aufbauen und sich entwickeln lassen. So mancher hat mich schon umgehauen, ich sag nur Billy.

    Den Cliffhanger haben die Autoren ebenfalls perfektioniert. ^^ Ich drücke uns mal die Daumen, dass der nächste Band schnell veröffentlicht wird.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

    Silke

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    1. Das haben sie wirklich sehr treffend gemacht und super konstruiert! Auch wenn ich manchmal schon ein bisschen das Gefühl habe, dass es fast zuviel ist des Guten: es lässt einen einfach nicht mehr los, weil man wissen will wie es weitergeht!
      Ich kann mir gar nicht vorstellen - mal wieder - wie sie das Ende nochmal toppen möchten :D

      Dankeschön, das wünsch ich dir auch!

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