Sonntag, 4. August 2019

Rezension zu A Mordslust von Franzi Wolf

A Mordslust von Franzi Wolf


Mordsgefährlich. Mordserotisch. Mordslustig. Mordsbayerisch!

Ein Bürgermeister, der auch unter dem Namen "Nutten-Mane" bekannt ist. Ein raffgieriger Bauunternehmer. Ein wildes Blutsschwestern-Quartett. Afrikanische Flüchtlinge. Ein Pfarrer mit Doppelleben. Und die alte Heide, die immer dann auftaucht, wenn's grad gar nicht passt! 
Durch einen grausamen Mord werden die Karten der Protagonisten neu gemischt - und inmitten der vermeintlichen Idylle des Bayerischen Waldes tun sich menschliche Abgründe auf. 
Franzi Wolf, die Newcomerin in der bayerischen Literaturszene, reißt die Leser mit: in einen perfiden und prickelnden Mikrokosmos irgendwo im bayerischen Nirgendwo!




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A Mordslust
von Franzi Wolf

Genre Humorik erotischer Regionalkrimi
Schauplatz Irgendwo in Bayern

Verlag Battenberg Gietl - Südost // Seitenzahl 151
1. Auflage Juli 2019
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Meine Meinung
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Ich wollte mal was neues ausprobieren, da ich bei regionalen Krimis, die auch noch mit Humor bestückt sind, bisher immer recht zurückhaltend war. Das kuriose Vergnügen dieses Dorflebens, das die Autorin mit viel Witz aufs Korn nimmt, konnte mich dann leider auch nicht so wirklich zum lachen bringen. Was natürlich einfach auch an meiner Auffassung von Humor liegen kann, aber ich hab gemerkt, dass es wohl nicht so meine Welt ist.

Lustig fand ich die vielen Verwicklungen und Missverständnisse, die zu Heimlichkeiten und ungewöhnlichen Lösungen geführt haben und die auch in sich vom Aufbau gut miteinander verknüpft worden sind. Dabei bedient sich die Autorin wirklich aller Klischees, die man über die bayerische "Kultur" so finden kann und zieht förmlich alles und jeden durch den Kakao.

Einen sehr bayerischen Einschlag hat auch die wörtliche Rede, denn nur der Pfarrer aus dem Ort spricht hochdeutsch - alle anderen reden mit bayerischem Dialekt, was ich eine schöne Idee fand; allerdings muss ich gestehen, dass es sogar für mich, die ich aus Bayern komme, teilweise etwas anstrengend war beim lesen und ich mir die Sätze langsam durchlesen musste.
Dafür wurden aber auch einige Wörter am Seitenende ins Hochdeutsche übersetzt, damit keine irrtümliche Bedeutung aufkommt.

Es ist ein sehr typisches Bild, das dem Leser hier dargeboten wird, mit all den urtümlichen, menschlichen Hoffnungen und Abgründen, dem Verzweifeln und Hoffen, den Überzeugungen das richtige zu tun und die verqueren Konsequenzen, die dabei herauskommen können.

Das sexuell unausgelastete Damen-Quartett, das eine sehr wichtige Rolle spielt, kam mir meist etwas zu plump daher, wie auch die kleinen wollüstigen Zwischenspiele. Für die Handlung war es passend, für mich einfach nicht das, was ich erwartet hatte ...
Mit den Figuren bin ich leider auch nicht so recht warm geworden, wobei es drauf auch nicht ausgelegt ist und wahrscheinlich meine Erfahrung zu gering mit dem Genre und der Art der Geschichte. Als kurzweiliges Vergnügen sicher lesenswert, wenn man über diesen Humor lachen kann und mit 150 Seiten auch eine schnelle Zerstreuung für zwischendurch.

Ich hab gemerkt, dass das einfach nicht meinen Lesegeschmack trifft, auch wenn ich mich zwischendurch durchaus unterhalten gefühlt hab.


Meine Bewertung
+++++++++++++++

http://blog4aleshanee.blogspot.de/search/label/2%20Sonnen


Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
 Es gab diesbezüglich keinerlei Vorgaben und die Rezension 
spiegelt meine ganz persönliche Meinung wider.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Aleshanee,

    ja eine Gegend wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und da passen wahrscheinlich solche Figuren auch ganz gut hin.....

    Mein Tipp immer noch ist Herr Eberhofer und sein Niederkaltenkirchen...grins..

    Hoffentlich schaffe ich es noch ins Kino zu gehen...bevor der Film wieder aus dem Kino verschunden ist...

    LG..Karin...

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    1. Joa, die Figuren passen da irgendwie schon hin, aber wenn das alles so übertrieben dargestellt wird, irgendwie geht das an meinem Humor vorbei ... ich wollte es einfach mal ausprobieren, aber ich kann mich wohl nicht damit anfreunden.
      Ich glaube auch nicht, dass das mit der Eberhofer Reihe anders wäre.

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